@fkas
Wenn Du über den Metzger aus Gelsenkirchen und seine Diagnose zur Bevölkerungsexplosion in Afrika au détail sprechen möchtest, bitte tu das. Das spricht dann für Dich - aber nicht nicht für mich!
Man kann Knaustens Einwurf auch zum Anlass einer grundsätzlichen Diskussion des Kernthemas nehmen.
Was jetzt dämlicher ist, darüber möge jeder selbst entscheiden.
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Einen Zusammenhang zwischen der hohen Anzahl von Kinderehen und der stark zunehmenden Geburtenrate auf dem afrikanischen Kontinent herzustellen, scheint mir nicht konstruiert.
Im Gegenteil, gemessen an der schieren Zahl und den daraus absehbaren Folgen ist das ein vielversprechender Ansatzpunkt. (Prognose Unicef bis 2050: 310 Mio.)
- Naheliegend ist ein Verbot von Kinderehen, was von einigen Staaten auch bereits beschlossen wurde. Leider nicht wirksam, da es kulturell als Normverstoss kaum anerkannt und auch selten bestraft wird.
- Stärkung von Frauenrechten? Unbedingt! Aber auch hier gilt: Akzeptanz setzt einen Eingang in die Lebenskultur voraus, d.h. es handelt sich mit hoher Wahrscheinlichkeit um einen langwierigen Prozess.
- Forcierter Zugang zu Bildung und Arbeit für Frauen? Gutes Rezept, aber es mangelt an der Menge erforderlichen Zutaten. Bei mehreren Kindern schickt man zuerst die Knaben in die Schule, wenn man das Schulgeld überhaupt bezahlen kann. Mit oder ohne Schulausbildung werden Jungen dann von ihren Familien in die Stadt entsendet, um dort Arbeit zu finden. Oftmals nur Gelegenheitsjobs.
Aussichten für Mädchen/Frauen? Gibt es welche?
Einen Punkt sollte man nicht unbeachtet lassen, was uns wieder zum Ausgangspunkt des Problems führt.
Auf der anderen Seite der ca. 150 Mio. zur Ehe/Sklavin gezwungener Mädchen stehen nämlich <= 150 Mio. gesetzte "Herren", die ein oder mehrere junge Mädchen kaufen und zur Zweit-, Drittfrau usw. formen.
Welches Interesse zum Wandel liegt bei dieser Gruppe? Vermutlich keines.
p.s.
In Europa war m.W. bei Mädchen die Mitgift das Problem. Zu Zeiten des römischen Reiches war es keine Seltenheit, dass Neugeborene weiblichen Geschlechts auf dem Misthaufen landeten.
Das zu erwähnen, hilft aber auch nichts.
Ich bin Brustringer ©