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factotum
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Granadaseggl
Jimi hat geschrieben:

Schlichtere, oder sammama "weniger differenzierungsbegabte Gemüter", wie etwa ein @Franky, könnten sonst womöglich noch zu dem Schluss kommen, dass "die", die von "dort" kommen, selbst schuld sind, wenn es "uns" "hier" zu "bunt" wird.


Ich denke, diese Phase haben wir mittlerweile hinter uns, und betreten Neuland.
The shit that used to work, won`t work now.

factotum
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Granadaseggl
Airwin hat geschrieben:
DAS ist wirklich ekelhaft.


Ja, natürlich. Leute vor den Zug schubsen dito. Aber diese Dinge haben keine gesellschaftliche Relevanz ( disclaimer: haben sie natürlich, aber sollten sie nicht), weil das Einzeltaten von psychisch gestörten Leuten sind. Und solange die Statistik nicht deutlich hergibt, dass die Migranten in dem Bereich überrepräsentiert sind, hat man meiner Meinung nach kein Thema.

Da sind Phänomene wie die mittlerweile mediennotorisch gewordenen, sich ändernden Verhältnisse in unseren Freibädern gesellschaftlich viel relevanter / giftiger, auch wenn solche Vorkommnisse selten strafrechtliche Relevanz haben.
The shit that used to work, won`t work now.

Frank N Furter
factotum hat geschrieben:Und solange die Statistik nicht deutlich hergibt, dass die Migranten in dem Bereich überrepräsentiert sind, hat man meiner Meinung nach kein Thema.


Aber das ist doch eindeutig belegt? Schau Dir die letzte PKS des BKA an:
https://www.bka.de/DE/AktuelleInformati ... _node.html

Ein paar Zahlen daraus:
Die Polizei registrierte 2018 insgesamt 708 380 nicht deutsche Tatverdächtige. Das waren 34,5 % aller Tatverdächtigen. Abzüglich der Delikte nach Ausländerrecht bleiben 30,5%. Der Bevölkerungsanteil nicht Deutscher (das ist übrigens deren Sprech, um das Wort Ausländer zu vermeiden) lag 2018 bei 11,5%.

Gewaltkriminalität: 38,6 % nicht-Deutsche (n.D.)
Mord, Totschlag und Tötung auf Verlangen: 43 % (n.D.)
Raubdelikten: 40,6 % (n.D.)
Vergewaltigung und sexueller Nötigung: 38,5 % (n.D.)
Schwerer und gefährlicher Körperverletzung: 38,4 % (n.D.)

Das bedeutet, dass sich die Wahrscheinlichkeit von einem Deutschen in den verschiedenen Deliktarten geschädigt zu werden, sich zur Wahrscheinlichkeit durch einen nicht-Deutschen geschädigt zu werden, so verhält:

11,5% nicht-Deutsche stehen 88,5% Deutschen gegenüber*. Gibt also 7,7 mal mehr Deutsche als nicht-Deutsche. Bei den Straftaten - siehe oben - liegen die nicht-Deutschen aber um ca. einen Faktor 3 im Schnitt über den Deutschen. Ergo: die Wahrscheinlichkeit von einem nicht-Deutschen geschädigt zu werden liegt

3 x 7,7, ~23x höher (das sind aberwitzige 2.300%).

So lange das so ist, bleibt die AfD über 10%. Da muss man kein Hellseher sein, um das vorherzusagen.
Natürlich müssen wir jetzt darüber reden warum das so ist und was man dagegen machen kann. Da wirds ja erst interessant. Bitte ohne Rassissmus aber auch ohne PC-Scheuklappen: offen, sachlich, lösungsorientiert.

factotum hat geschrieben:Da sind Phänomene wie die mittlerweile mediennotorisch gewordenen, sich ändernden Verhältnisse in unseren Freibädern gesellschaftlich viel relevanter / giftiger, auch wenn solche Vorkommnisse selten strafrechtliche Relevanz haben.


Ja, irre. Bei der Sonntagsfrage hat die AfD ohne irgendein eigenes zutun (das Gegenteil ist bei den Idioten ja eher der Fall) binnen der letzten 2-3 Wochen wieder zwei Prozent dazugewonnen. Das geht maßgeblich auf die "Freibad-Berichterstattung" zurück, wie ich vermute.

https://www.wahlrecht.de/umfragen/

*Rein formal natürlich

fkAS
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Halbdaggl
Auf die Schnelle überflogen meine ich, dass die Rechnung Quatsch ist, weil sie unterstellt, es gäbe auch so viele Ausländer wie Deutsche. Da es weniger sind, muss man auch die Riskodifferenz entsprechend anpassen. Als Mann der Wissenschaft müsstest Du aber wissen, dass die Rechnung auch so verzerrt ist, da man weiß, dass Delikte mit Ausländern häufiger zur Anzeige kommen und die Polizei häufiger gegen Nichtdeutsche ermittelt bzw. sie zu Tatverdächtigen macht. Dann wären die Daten noch hinsichtllch Altersstruktur und Einkommen zu standardisieren, da man weiß, dass jüngere und einkommensschwächere eher zu Straftaten neigen. Zuletzt hängt das Risiko eines Deutschen zum Opfer einer Straftat eines Nochtdeutschen zu werden auch davon ab, wie häufig sich Straftaten von Nichtdeutschen gegen Deutsche oder gegen andere Ausländer richten. Und was die gefühlte Sichherheitslage und Erklärungen für AfD-Wahl angeht, müsste man noch schauen, wie sich dieses Risiko über Zeit entwickelt hat. Ich meine gelesen zu haben, dass Gewaltdelikte rückläufig sind.
Aber klar, so lange die Berichterstattung so plakativ wie Deine Rechnungen sind, werden sich AfD Wähler wohl bestätigt fühlen.

Iron
Grasdaggl
fkAS hat geschrieben:Auf die Schnelle überflogen meine ich, dass die Rechnung Quatsch ist, weil sie unterstellt, es gäbe auch so viele Ausländer wie Deutsche.

? Dachte er wollte es auf die Anzahl Deutscher hochrechnen.

Frank N Furter
fkAS hat geschrieben:Auf die Schnelle überflogen meine ich, dass die Rechnung Quatsch ist, weil sie unterstellt, es gäbe auch so viele Ausländer wie Deutsche.


Ich hat geschrieben:11,5% nicht-Deutsche stehen 88,5% Deutschen gegenüber*. Gibt also 7,7 mal mehr Deutsche als nicht-Deutsche.


Den Rest hast Du auch ein wenig schnell überflogen, fkAS. Du warst mal im alten Forum einer der angenehm sachlichen User. Dafür habe ich Dich gemocht und ich habe Dir das auch gesagt. Seit einiger Zeit habe ich den Eindruck, Du schätzt Deine Sachlichkeit selbst kaum noch. Das ist wirklich schade.

fkAS hat geschrieben:Da es weniger sind, muss man auch die Riskodifferenz entsprechend anpassen.

Hab ich gemacht (Faktor 7). Oder was stellst Du Dir unter einer Risikoanpassung vor?


fkAS hat geschrieben: Als Mann der Wissenschaft müsstest Du aber wissen, dass die Rechnung auch so verzerrt ist, da man weiß, dass Delikte mit Ausländern häufiger zur Anzeige kommen und die Polizei häufiger gegen Nichtdeutsche ermittelt bzw. sie zu Tatverdächtigen macht.


Das wird immer wieder gerne ergebnisorientiert behauptet. Es gibt z.B. Bereiche wie die sexuelle Nötigung, da ist das Anzeigeverhalten von Migranten deutlich geringer, als bei Deutschen. Man erkennt das Dunkelfeld dann z.B. an den Belegungszahlen von Frauenhäusern. Kurz: Es macht keinen Sinn über Dunkelfelder zu spekulieren, wenn man keine geeignete Methode hat um diese abzuschätzen (Methoden gäbe es, aber man macht es leider nicht).

fkAS hat geschrieben: Dann wären die Daten noch hinsichtllch Altersstruktur und Einkommen zu standardisieren, da man weiß, dass jüngere und einkommensschwächere eher zu Straftaten neigen.


AS, das hat die Polizei im PKS natürlich gemacht. Also die Altersgruppen miteinander verglichen. Falls es Dich interessiert, im obigen Link auf die BKA-Seite findest Du alle Informationen dazu.

fkAS hat geschrieben: Zuletzt hängt das Risiko eines Deutschen zum Opfer einer Straftat eines Nochtdeutschen zu werden auch davon ab, wie häufig sich Straftaten von Nichtdeutschen gegen Deutsche oder gegen andere Ausländer richten.


Du würdest gerne unterscheiden, ob jemand einen Deutschen oder einen Nicht-Deutschen schädigt? Und falls er "nur" einen Nicht-Deutschen schädigt sollten wir uns doch bitte nicht so aufregen? Come on...

Tifferette
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Grasdaggl
Frank N Furter hat geschrieben:AS, das hat die Polizei im PKS natürlich gemacht. Also die Altersgruppen miteinander verglichen. Falls es Dich interessiert, im obigen Link auf die BKA-Seite findest Du alle Informationen dazu.


Also wenn ich mir die Links so anschaue, dann finde ich eine Tabelle, die nach Altersklassen differenziert. So, und nun? Wird das irgendwo zum hier interessierenden Thema (Nichtdeutsche, wie es so schön heißt) in Beziehung gesetzt? Das sehe ich nicht, und das wäre mir auch neu. Wäre schön, wenn es so wäre - ich bitte dann um einen Hinweis, denn es würde mich in der Tat interessieren.

Die von fkAS in der ersten Hälfte des Postings dargestellten Unschärfen der Statistik sind doch allgemein bekannt, das wurde schon x-mal diskutiert. Zum Beispiel - man sperre mal lauter verzweifelte Leute onhe Perspektive monatelang auf engstem Raum zusammen. Ist ja wirklich überraschend, dass da signifikant andere Zahlen rauskommen. Gleichzeitig kann man solche Einwände wunderbar zur Verharmlosung nutzen, auch das stimmt natürlich.

Es gibt da eigentlich nur wenige Möglichkeiten. Erstens, das war solch einem informierten Zeitgenossen wie Dir wirklich nicht bekannt und Du bist zweitens auch nicht selbst drauf gekommen. Oder drittens, hier wird vorgeschoben, an einer Diskussion interessiert zu sein.
"They may be drinkers, Robin, but they are also human beings."

(Batman)

Frank N Furter
Tifferette hat geschrieben:Es gibt da eigentlich nur wenige Möglichkeiten. Erstens, das war solch einem informierten Zeitgenossen wie Dir wirklich nicht bekannt und Du bist zweitens auch nicht selbst drauf gekommen. Oder drittens, hier wird mal wieder vorgeschoben, an einer Diskussion interessiert zu sein. Und wenn dann Gegenwind kommt, dann wird es persönlich.


Oder Viertens? Ich mag es gerne persönlich, ja. Aber natürlich nicht im Sinne von Beleidigungen oder blöder Anmache. Sondern im Sinne eines persönlichen, menschlichen Mitaneinander in Abgrenzung zum mittlerweile leider weit verbreiteten Internet-Autismus. Und weil ich Dich gerade an der Leitung habe: Wenn Du Postings von mir kommentierst, will ich nicht denken: "och, der Arsch schon wieder". Und ich mach das auch nicht! Du bleibst bei mir der Mensch der sich hinter Tifferette verbirgt, den ich nicht kennen kann aus wenigen Postings, von dem ich aber überzeugt bleibe, dass er ein liebenswürdiger Mensch ist. Ich sach Dir dat jetzt einfach mal, damit Du es weißt. :prost:

Tifferette hat geschrieben:Die von fkAS in der ersten Hälfte des Postings dargestellten Unschärfen der Statistik sind doch allgemein bekannt, das wurde schon x-mal diskutiert. Zum Beispiel - man sperre mal lauter verzweifelte Leute onhe Perspektive monatelang auf engstem Raum zusammen. Ist ja wirklich überraschend, dass da signifikant andere Zahlen rauskommen. Gleichzeitig kann man solche Einwände wunderbar zur Verharmlosung nutzen, auch das stimmt natürlich.


Ja, wenn man diese Faktoren berücksichtigen könnte, käme eine Zahl heraus, die irgendwo vielleicht zwischen 1500% und 2800% liegt. Das wäre dann aber immer noch eine Zahl die gesellschaftlich inakzeptabel ist. Oder würdest Du erwarten, dass sich das Verhältnis Deutsch zu nicht-Deutsch auf 1:1 relativiert, wenn man nur alle Dunkelfelder aufgeklärt hätte?

Vielleicht mal sorum: Wie müsste man denn das Dunkelfeld aufklären? Die Polizei müsste mit einem randomisierten Ansatz so in der Größenordnung 50.000 schwere Straftaten, die zumindest unterstellt "üblicher Weise" angezeigt werden, untersuchen. Dann müsste man ca. 5 Jahre abwarten, wie viele der angezeigten Straftaten auch tatsächlich zu Verurteilungen führten. Schließlich müsste man die Quote zwischen Anzeige-Verurteilung für Deutsche und Nicht-Deutsche miteinander vergleichen. Kriminalstatistisch betrachtet sollte man das machen, weil das "bessere" Zahlen ergäbe. Aber die "Wahrheit" wäre damit natürlich auch nicht abgebildet. Beispielsweise werden Anzeigen im Rahmen der Aufklärung zur organisierten Kriminalität oder bei Sexualstraftaten auch häufig wieder zurückgezogen. Oder in bestimmten Verbrechensfeldern ist die Aufklärungsrate aus intrinsischen Gründen gar nicht mit anderen Verbrechensarten zu vergleichen. Kurz: eine absolut "reine" Aussage wird es da nie geben. Man kann hier nicht nur mit der reinen Lehre argumentieren, denn:

Der Faktor 23, den ich oben dargestellt habe, verdeutlicht: der Faktor ist so groß, dass es sehr wahrscheinlich ist, dass Unterschiede in der Kriminalstatistik zwischen Deutschen und nicht-Deutschen sich nicht durch Methoden-Bias erklären lassen. Darüber, ob der nun 21,3 ist oder 27,8, würde ich nicht diskutieren, alles über 1,5 ist für mich als solches gesellschaftsrelevant. Wenn jetzt aber jemand mit Argumenten und vor allem Zahlen aufwarten kann, die zeigen können, dass die Ausländerkriminalität geringer als 150% (1,5) zur Deutschen ist, dann wäre das eine andere Diskussion. Aber ich kenne solche Zahlen oder Statistiken nicht, sonst würde ich sie selbstverständlich "freiwillig" auch benennen!

Tamasi
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Allmachtsbachel
Ob die Statistik nun ein bissle mehr oder weniger stimmt oder hinkt... Ich bezweifle, dass das entscheidend ist. Statistiken und Fakten waren in der gesellschaftlichen Debatte in letzter Zeit nicht mehr unbedingt so wirklich entscheidend. Ich finde das auch absurd und NICHT nachvollziehbar. Aber wenn man nach einer Lösung sucht, reicht es nunmal nicht mehr, wenn man mit Statistiken kommt.

Airwins einseitige Klagelieder sind ekliger Rotz, aber das oft zu hörende „Es spielt doch keine Rolle, wo der Täter herkommt“ ist m.E. auch schlicht falsch. Und ebenso kontraproduktiv. Natürlich spielt es eine Rolle, wie der eine sozialisiert wurde oder ob der andere ein schweres (Kriegs-)Trauma oder sonst einen Scheiß in sich hat. Wir haben ALLE irgendwelche scheiß Traumata. Oder was weiß ich.

Das muss man annehmen und damit umgehen.

Und genauso spielen die Hintergründe des Lübke-Mörders eine Rolle. Die ganze rechte Hetze, die den Boden dafür bereitet hat. Das geht gar nicht.

Statistik hin oder her, damit hat Frank N Furter doch Recht:
Natürlich müssen wir jetzt darüber reden warum das so ist und was man dagegen machen kann. Da wirds ja erst interessant. Bitte ohne Rassissmus aber auch ohne PC-Scheuklappen: offen, sachlich, lösungsorientiert.

muffinho
Die Statistik ist doch fürn Arsch... Tiffi hat schon einen Punkt angesprochen, die Perspektivlosigkeit und Bedingungen, unter den viele Flüchtlinge leiden. Ich möchte mal sehen wenn man 100 männliche und junge Deutsche ohne Job und Alltagsbeschäftigung in einen Container steckt, die benehmen sich bestimmt viel besser als Ali und Mombutu.... Atze würde sagen "Ja nee is klar"

Nein, es geht mir auch um einen anderen Punkt, wenn es um die Vergleiche geht, die immer prozentual hochgerechnet werden, nämlich dass die Deutschen vielschichter und homogener aufgestellt sind, nämlich viele alte Menschen, viele Familien, Geschlechter sind relativ gleich aufgeteilt, es gibt von Unterschicht bis Oberschicht alle möglichen Gruppen, und da muss man einfach sagen, dass gewisse Faktoren Gewalt wahrscheinlicher machen, nämlich das Alter, das Geschlecht, die Bildung, der Wohlstand, das familiäre Umfeld und natürlich die Kindheit, es macht einen Unterschied ob man auf dem Land im Rems Murr Kreis ohne Krieg, Vertreibung und Hunger aufwächst oder in einem Bürgerkriegsland mit Verfolgung, Mord und endloser Vertreibung... und wenn man diese Risikofaktoren nun auf die jeweiligen Gruppen überträgt und dies mit dem Lebensumständen verbindet, dann braucht man sich nicht wundern wenn Flüchtlinge überproportional in Gewaltdelikte verwickelt sind. Dass etliche dieser Gewalttaten in jeweiligen Umfeld vorfallen und damit die Flüchtlinge oder Ausländer nicht nur Täter, sondern auch Opfer sind, spielt dann in der Betrachtung, wer der Böse ist, nur noch eine untergeordnete Rolle.

Und als letztes: Ich sehe da keinerlei gut oder böse... wer eine Tat vollbringt, soll zur Rechenschaft gezogen werden, egal ob schwarz oder weiß, Mann oder Frau, Deutsch oder Ausländer, VfB oder Bayernfan (beim letzten Punkt haben meine Finger beim Tippen einiges an Widerstand geleistet :D)

Aber man kann jede Statistik so deuten und missbrauchen wie man will, man muss sie nur so schlicht und undifferenziert wie möglich betrachten.


Iron
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ohne Krieg, Vertreibung und Hunger aufwächst oder in einem Bürgerkriegsland mit Verfolgung, Mord und endloser Vertreibung... und wenn man diese Risikofaktoren nun auf die jeweiligen Gruppen überträgt und dies mit dem Lebensumständen verbindet, dann braucht man sich nicht wundern wenn Flüchtlinge überproportional in Gewaltdelikte verwickelt sind.


Doch verwundert mich schon. Man will dem Elend entkommen und in einem anderen Land ankommen... aber fällt dann vermehrt durch Gewaltdelikte und Straftaten auf? Da hätte ich ja eher Angst wieder abgeschoben zu werden...

Plan B
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Wie Muffi schon geschrieben hat, ein nicht zu vernachlässigender ist das Fremd sein. Und das geht halt doch mehr oder weniger auf die Psyche.
Da der Täter aus Frankfurt ja hier in der Schweiz wohnhaft war, ist man dem Thema hier auch nachgegangen. Eine Vielzahl der Eritreer haben Depressionen, obwohl sie relativ gut integriert sind. (Den Begriff Heimweh, eine Art Vorstufe davon, haben übrigens die Eidgenossen erfunden, da ihn viele der gekauften Söldner, die für fremde Armeen kämpften, hatten). Da steckt man eben nicht drin. Und vermutlich ist für manhce der Weg von der Depression hin zu Gewaltbereitschaft nicht weit.
Carpe diem.



Unter Westfalen
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Grasdaggl
Tamasi hat geschrieben:
Plan B hat geschrieben:Den Begriff Heimweh, eine Art Vorstufe davon, haben übrigens die Eidgenossen erfunden, da ihn viele der gekauften Söldner, die für fremde Armeen kämpften, hatten.

Das wusste ich nicht. Ansichtssache, aber ich finde das hoch interessant:

https://de.wikipedia.org/wiki/Heimweh#D ... rkrankheit

Danke, Plan B.


Ich danke auch. Interessanter Hinweis. Ich dachte immer das Wort "Heimweh" ist wie "Seelenschmerz" eine Erfindung der Deutschen Romantik.

Übrigens, für unsere Klassikfreunde:
Rossini hat den Ranz des Vaches in seine Ouvertüre zu Wilhelm Tell aufgenommen.
Hier ein besonders schöner Ausschnitt:



Effektvoller ist es natürlich, die ganze Ouvertüre zu hören, schon alleine wegen der Gewittermusik und dem berühmten Marsch am Ende.

Hier eine meiner Lieblingsaufnahmen. Es spielt das NBC Symphony Orchestra unter Arturo Toscani, eine Rundfunkaufnahme von 1952



Und schließlich noch etwas für unsere Crossoverfans:

Häggor, fliag iebor da Näggor, fliag iebor da Rai, fliag midda drennai

Plan B
Grasdaggl
@kanust:

Danke. Wenn das da so steht, dann glaube ich das mal.

Und eine Depression ist jetzt keine psychische Störung? Aber wahrscheinlich sind mir die Unterschiede nicht ganz klar, ich bin auch nicht vom Fach.
Carpe diem.

knaust
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Lombaseggl
Doch, natürlich ist eine Depression eine psychische Erkrankung. Aber im Gegensatz zur Schizophrenie oder der bipolaren Störung eben keine, die mit einer erhöhten Gewaltbereitschaft gegen andere Menschen einhergeht.
... Auch hier ergab sich zunächst ein deutlicher Zusammenhang zwischen psychischer Erkrankung und körperlicher Gewalt. Patienten mit unipolarer Depression wurden etwa 20 Prozent häufiger auffällig, solche mit bipolarer Störung knapp neunfach und alkoholabhängige 13-fach häufiger als Personen ohne psychische Leiden. Insgesamt begingen psychisch Kranke 50 Prozent häufiger Gewaltdelikte als Gesunde.

Wurden jedoch bekannte Risikofaktoren für zwischenmenschliche Gewalt berücksichtigt, etwa ein körperlicher Missbrauch, negative Lebensereignisse und mangelnde soziale Unterstützung, dann ergab sich ein anderes Bild: Depressive begingen danach 60 Prozent seltener Gewaltdelikte als Gesunde, bipolar Erkrankte und Alkoholsüchtige nur noch vierfach häufiger. Unterm Strich ist nach dieser Rechnung bei psychisch Kranken das Risiko für einen körperlichen Gewaltakt sogar um 20 Prozent geringer als in der Allgemeinbevölkerung.

Plan B
Grasdaggl
Okay, verstanden (Aber es ist etwas kompliziert formuliert in dem Artikel). Jetzt wäre es noch schön zu wissen, wie sich die Psychischen Erkrankungen prozentual verteilen.
Carpe diem.


muffinho
Iron hat geschrieben:
Doch verwundert mich schon. Man will dem Elend entkommen und in einem anderen Land ankommen... aber fällt dann vermehrt durch Gewaltdelikte und Straftaten auf? Da hätte ich ja eher Angst wieder abgeschoben zu werden...


Mich wundert auch dass:

-Menschen, die eine Lungenkrebsdiagnose erhalten, trotzdem weiter rauchen
-Menschen Alkohol trinken, obwohl dadurch Gehirnzellen geschädigt werden
-Menschen sich freiwillig fragwürdige Substanzen spritzen, um 3 cm mehr Bizepsumfang zu bekommen

Anders formuliert: Menschen sind dummseltsam.

Und das lässt sich auch auf Dein Beispiel viel passender übertragen, nämlich:

-Warum lässt sich ein Politiker bestechen, wenn er mittels Diäten schon mehr als genug verdient und bei Aufdeckung der Korruption erhebliche Konsequenzen befürchten muss?
-Warum lassen sich Manager auf Firmenkosten private Leistungen illegal erstatten, wie Ausbau des Hauses, was effektiv vielleicht ein Monatsgehalt darstellen würde und sie eh schon mehr Geld als nötig haben?
-Warum nutzen Verantwortliche, als Beispiel mal beim Fuhrpark der BW, illegal Dienstfahrzeuge obwohl sie nicht schlecht verdienen dürften und bei Missbrauch entsprechende dienstrechtliche Konsequenzen drohen?

Falls Du Dich also fragst, warum Menschen entgegen dem normalen Menschenverstand handeln, kann Dir das keiner beantworten, weil Menschen eben Individuen sind, die individuell und damit auch unlogisch handeln... Du kannst ja mal bei Daum nachfragen, warum er freiwillige eine Haarprobe abgegeben hat, obwohl er doch wusste dass er ein chronischer Kokser ist....

factotum
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Granadaseggl
Jetzt wäre es noch schön zu wissen, wie sich die Psychischen Erkrankungen prozentual verteilen.


Klepperlesveroifens sind sicher stark überrepräsentiert. Aber da weiss man zumindest, fieso und warum.
The shit that used to work, won`t work now.

Unter Westfalen
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Grasdaggl
knaust hat geschrieben:Doch, natürlich ist eine Depression eine psychische Erkrankung. Aber im Gegensatz zur Schizophrenie oder der bipolaren Störung eben keine, die mit einer erhöhten Gewaltbereitschaft gegen andere Menschen einhergeht.
... Auch hier ergab sich zunächst ein deutlicher Zusammenhang zwischen psychischer Erkrankung und körperlicher Gewalt. Patienten mit unipolarer Depression wurden etwa 20 Prozent häufiger auffällig, solche mit bipolarer Störung knapp neunfach und alkoholabhängige 13-fach häufiger als Personen ohne psychische Leiden. Insgesamt begingen psychisch Kranke 50 Prozent häufiger Gewaltdelikte als Gesunde.

Wurden jedoch bekannte Risikofaktoren für zwischenmenschliche Gewalt berücksichtigt, etwa ein körperlicher Missbrauch, negative Lebensereignisse und mangelnde soziale Unterstützung, dann ergab sich ein anderes Bild: Depressive begingen danach 60 Prozent seltener Gewaltdelikte als Gesunde, bipolar Erkrankte und Alkoholsüchtige nur noch vierfach häufiger. Unterm Strich ist nach dieser Rechnung bei psychisch Kranken das Risiko für einen körperlichen Gewaltakt sogar um 20 Prozent geringer als in der Allgemeinbevölkerung.



Da immer häufiger Arbeitsunfähigkeit von Arbeitnehmern durch depressive Erkrankungen bedingt wird, gehen wir, kriminaltechnisch gesprochen, goldenen Zeiten entgegen.
Häggor, fliag iebor da Näggor, fliag iebor da Rai, fliag midda drennai

muffinho
Unter Westfalen hat geschrieben:Da immer häufiger Arbeitsunfähigkeit von Arbeitnehmern durch depressive Erkrankungen bedingt wird, gehen wir, kriminaltechnisch gesprochen, goldenen Zeiten entgegen.


Warum? Kann man durch Drogen dealen oder messern auch Burnout bekommen? :?