fkAS hat geschrieben:Beck hat geschrieben: So ist auch Favre. Die Spieler, die er holt, passen. (...) er beherrscht die seltene Kunst der schier fehlerlosen Transferpolitik – während sich der VfB genau an dem Punkt seit vielen Jahren sein eigenes Grab schaufelt.
Er hat auf TerStegen gesetzt. (....)
für ~3-4 Mio eingekauft (VfB-Sparstil) und Spieler bekommen, die meist später wieder abgegeben wurden und keine große Rolle spielten (...)
für ca. 30 Mio eingekauft (nicht grade VfB-Kragenweite), wovon 2 Spieler sich ordentlich entwickelt haben aber relativ zu ~8 Mio-Transfer nicht sofort eingeschlagen haben. (...)
Bei günstigen Spielern gibts einfach ein Floprisiko. (...)
Für mich ist Favre eher ein Trainer, der einer Mannschaft Struktur verpassen kann. (...)
zu ter Stegen:
Unser Gegenentwurf zu terStegen ist Leno. Da hatte man beim VfB nicht soviel Mut oder man könnte auch sagen Vertrauen in den Spieler. Man könnte jetzt sagen: Dafür gabs ordentlich Knete. Aber was ist aus der Knete geworden - die haben wir verballert!
zu Verflichtungen:
Ja, abgegeben hat Gladbach nach dem Fast-Abstieg 2011/12 schon einige Spieler: Bobadilla, Bradley, Matmur, Idrissou. Und man hat in dieser Situation kleines Geld für Neuverpflichtungen ausgegeben; aber Wendt und Korb spielen noch immer da.
Und 2012/13 hat man dann richtig zugelangt, als die Geldflut über Gladbach reinbrach: Xhaka und Dominguez wurden für je ca 10 Mio geholt. Dafür gingen Reus, Dante und Neustädter.
Xhaka hat im ersten Jahr kaum gespielt und wollte weg. Favre hat ihn nicht eingesetzt, weil er meinte, Xhaka wäre noch nicht soweit.
Man stelle sich vor, das wäre beim VfB passiert: Verpflichtung eines Spielers, der viel Potential hat, es aber auf dem Platz noch nicht zeigen kann. Da gehört viel Mut und Sachverstand dazu. Auch dazu, Spieler zu verpflichten, die um die 10 Mio kosten, wie auch später der Sommer. Aber wer den Sachverstand hat, der sagt sich halt auch: Wenn der Spieler ausgereift ist, dann spielt er nicht mehr bei uns. Ich fand und finde das Investment voll ok.
zu Floprisiko:
Der VfB bwegt sich 1-2 Preisklassen darunter und geht damit ein extrem hohes Risiko ein, wie Du richtig bemerkst. Da kann man nur erfolgreich sein, wenn man extrem viel Dusel oder eine extrem gute Marktkenntnis hat. Und wenn der VfB dann mal in dieses 10 Mio Preissegment geht, dann ... (das spar ich mir jetzt).
zu Favre und Spielsystem:
Favre hat mal vor ein paar Jahren in einem Interview gesagt, er habe in seiner Trainerkarriere schon alle Spielsysteme spielen lassen. Die entscheidende Frage für ihn ist aber immer: Welches Spielsystem kann man mit den Spielern spielen. Oh welche Erkenntnis!
Aber noch etwas anderes: Ich bin überzeugt, dass der Erfolg von Eberl bei seinen Transfers ohne Favre nicht möglich gewesen wäre. Auch in diesem Bereich bräuchten wir dringend Support.
Aber ich glaube nicht an Favre beim VfB! Dazu ist der Verein viel zu bieder, verschlafen, und, und und.