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Iron
Grasdaggl
muffinho hat geschrieben:Hätte Buchwald nicht einfach die Klappe halten können, ein Standardspruch dass man nicht zusammengefunden hat und gut ist, da war Klinsmann deutlich professioneller.


Nei er hätte nicht die Klappe halten können. Buchwald spielt eben seinen Trumpf aus den er gegenüber den anderen Kandidaten hat. Du musst auch mal deine Sichtweise ändern.

Southern Comfort hat geschrieben:und man müsste ihm schlussendlich mit der ungeeigneten fachlichen Qualifikation kommen (was imho auch kein Problem wäre), oder ihn auf der Shortlist lassen. Aber entweder geht es eben doch um die Kohle... oder der Guido kommt auf diesen Gedanken nicht... oder gar beides.


Der VfB hat genug Kohle und wenn Buchwald die fachliche Qualifikation fehlen sollte, dann ja nur weil da mal eine fachliche Qualifikation von Unqualifizierten gefordert/festgelegt wurde um ja keinen von Außerhalb des Dunstkreises dieser Herren ....

CoachingZone
Halbdaggl
Southern Comfort hat geschrieben:Wenn die Stelle quasi als Ehrenamt ausgeschrieben ist, dann erübrigt sich die Diskussion um ein Gehalt eigentlich von selbst.

Die so genannte Aufwandsentschädigung ist eher was Symbolisches. Nur mal zum Vergleich, was das deutsche Steuerrecht diese symbolischen Vergütungen als so geringfügig erachtet, das die steuerfrei gewährt werden dürfen:

- 60,00 € pro Monat für einen Ehrenamtler (Platzwart, Kassenführer, Vorstand, Abteilungsleiter...)
- 200,00 € pro Monat für einen Übungsleiter oder Trainer


Man kann natürlich kritisieren, DASS die Stelle als Ehrenamt oder Nebenamt ausgeschrieben ist, weil es möglicherweise bestimmte Kandidaten ausschließt. Dies war anscheinend bei der/für die Nominierung von WD seinerzeit der Fall.

Nach der erfolgreichen Ausgliederung jedoch muss man eben konstatieren, dass der Vereinspräsident keine/oder zumindest nicht annähernd dieselbe Gestaltungsmacht über das Geschäftsfeld "Profifußball" haben soll(te) wie noch zu Zeiten als Vorstandsmitglied im VfB e.V. vor der Ausgliederung. Und dies wird ja nach dem Sündenfall WD auch so von vielen Mitgliedern gewünscht.

Zudem sind durch die Ausgliederung der Profifußballabteilung in eine Kapitalgesellschaft die für den VfB Stuttgart e.V. zur Verfügung stehenden Mittel sicherlich nicht ausreichend für hohe Gehälter für die noch/vorwiegend im Verein tätigen Personen.

Insofern ist es logisch, dass diese Stelle nur ehrenamtlich oder nebenamtlich besetzt werden soll. Und dass dafür Kandidaten gesucht werden, die in der Repräsentation und in der Kommunikation ihre Stärken haben ebenso.

Dennoch wäre es natürlich spannend, zu wissen, was WD als Vereinspräsident im Ehrenamt NACH der Ausgliederung an Aufwandsentschädigung erhalten hat, um eine Idee davon zu bekommen, um welche Summen es eigentlich geht. (Aber vielleicht war bei ihm ja die Machtposition Wertschätzung genug...)

Southern Comfort hat geschrieben:1.) Ich bezweifle, dass ein Jugendspieler des VfB so wenig kassiert und ferner, dass es der Buchwald für dieses Nasenwasser machen würde.


Dito.

Southern Comfort hat geschrieben:2.) An der Kommunikationspolitik des Vereins gibt es nichts zu meckern. Der ganze Prozess ist viel transparenter dargestellt, als es sein müsste und als wir es gewohnt sind. Die könnten sich auch hinstellen und alle Anfragen mit "kein Kommentar" abblocken, und schlussendlich zwei Kandidaten präsentieren, bei denen wieder keiner weiß, woher die kommen und warum es die sein müssen...


Sehe ich fast so.

Dass der Vereinsbeirat die Stelle dieses/zum ersten Mal öffentlich ausgeschrieben und mit einer Stellenbeschreibung versehen hat, ist sehr positiv zu sehen, ebenso die Tatsache, dass es mehrere der Eigenbewerber nun auf die Shortlist geschafft haben. Auch die Kritik daran, dass wohl auch Kandidaten durch den Beirat zu einer Kandidatur ermuntert wurden, kann ich nicht teilen - denn ein solches Vorgehen ist auch anderswo gang und gäbe.

Allerdings erscheint mir die Kommunikation seit der Öffentlichkeitsoffensive zweier der abgelehnten Bewerber (Klopfer, Buchwald) doch etwas getrieben. Und vielleicht wurde auch nach der Kritik von Klopfer die Shortlist früher als geplant veröffentlicht - was dann die nächste Salve an Empörung seitens Buchwald auslöste.

Nichtsdestotrotz ist interessant, dass von Seiten des Vereins und der AG nicht auf die Vorwürfe Buchwalds eingegangen wird, dass sich der Minderheitsgesellschafter Daimler oder Teile des Aufsichtsrates in die Auswahl des Präsidenten des Mehrheitsgesellschafter VfB Stuttgart e.V. einmischen.

Sollte dies tatsächlich so sein (nicht, dass es mich überraschen würde), dann würde all die vom Vereinsbeirat bislang gezeigte Transparenz ad absurdum geführt und dann würden den Mitgliedern - wie all die Jahre zuvor - Kandidaten zur Wahl präsentiert werden, die nicht das Wohl des Vereins und seiner Mitglieder im Auge haben, sondern die Sicherung der Pfründe für all die Seilschaften, die sich im unkontrollierten Umkreis von viel Geld eben bilden.

Southern Comfort hat geschrieben:3.) Wenn der Buchwald clever wäre, würde er jetzt medial in die Offensive gehen und großzügig auf seine Kohle komplett verzichten. Wenn es denn so wenig wäre, wie er sagt und er es eh nicht nötig hätte, kein Problem, oder? Das würde die "Seilschaften" ja unter Zugzwang setzen und man müsste ihm schlussendlich mit der ungeeigneten fachlichen Qualifikation kommen (was imho auch kein Problem wäre), oder ihn auf der Shortlist lassen. Aber entweder geht es eben doch um die Kohle... oder der Guido kommt auf diesen Gedanken nicht... oder gar beides.


Nach meiner Einschätzung geht es Buchwald (ebenso wie Berthold und Klinsmann) natürlich um einen gut bezahlten Job in der (jedenfalls zur Zeit noch) Gelddruckmaschine Profifußball. Dies mache ich an vielen seiner Aussagen im Lauf der vergangenen Jahre fest. Buchwald will vielleicht auch dem Verein helfen, aber insbesondere will er eine bezahlte Aufgabe im Profifußball haben, die er seit seinen gescheiterten Versuchen als Trainer, Manager und Vereinspräsident halt (anderswo) nicht mehr bekommt. (Und das ist auch einer meiner Gründe, warum ich ihn in keiner Entscheiderfunktion beim VfB sehen will...)

Das ändert aber nichts daran, dass es imho Stand jetzt bereits genügend Leute im Umfeld VfB (AG) gibt, die auf genau dieselbe Art ihre Schäfchen ins Trockene bringen, seien es Berater, Angestellte, Geldgeber, Sponsoren, Freundeskreis etc. Und dass diese Seilschaften alles dafür tun, dass dies so bleibt. Insofern ist die Kritik von Buchwald und Klopfer berechtigt, nur eben vermutlich längst nicht so altruistisch, wie sie scheint...
Wenn die Unfähigkeit einen Decknamen braucht, nennt sie sich Pech.

- Charles Maurice de Talleyrand -

muffinho
Iron hat geschrieben:
muffinho hat geschrieben:
Nei er hätte nicht die Klappe halten können. Buchwald spielt eben seinen Trumpf aus den er gegenüber den anderen Kandidaten hat. Du musst auch mal deine Sichtweise ändern.


Trumpf für was? Er ist raus und hinterlässt erst mal einen miesen Nachgeschmack mit dieser Schlammschlacht. Trumpf für nächstes Mal, wenn man wieder einen sucht? Man sucht generell einen seriösen Präsidenten mit Grips in der Birne/Visionen. Zweiteres hat er meiner Meinung nach nicht, und ersteres verspielt er sich mit seiner emotionalien Facebookgeschichte gerade.


CoachingZone
Halbdaggl
Balbriggan hat geschrieben:Was hat eigentlich der Ohlicher für eine Funktion ? Der rutscht immer schön durch diese Geschichten, bekommt sein Maul net auf und hat seit Jahren sein Pöstle.


Das sportliche Feigenblatt im Aufsichts- und Präsidialrat.

CoachingZone hat geschrieben:dass es imho Stand jetzt bereits genügend Leute im Umfeld VfB (AG) gibt, die auf genau dieselbe Art ihre Schäfchen ins Trockene bringen, seien es Berater, Angestellte, Geldgeber, Sponsoren, Freundeskreis etc. Und dass diese Seilschaften alles dafür tun, dass dies so bleibt.
Zuletzt geändert von CoachingZone am 31. Oktober 2019 12:57, insgesamt 1-mal geändert.
Wenn die Unfähigkeit einen Decknamen braucht, nennt sie sich Pech.

- Charles Maurice de Talleyrand -



Iron
Grasdaggl
muffinho hat geschrieben:Trumpf für was? Er ist raus und hinterlässt erst mal einen miesen Nachgeschmack mit dieser Schlammschlacht. Trumpf für nächstes Mal, wenn man wieder einen sucht? Man sucht generell einen seriösen Präsidenten mit Grips in der Birne/Visionen. Zweiteres hat er meiner Meinung nach nicht, und ersteres verspielt er sich mit seiner emotionalien Facebookgeschichte gerade.


Grips in der Birne ist halt nicht greifbar. Sucht man jemand der sich in der Wirtschaft hochgeschlafen hat, Unternehmer oder eben jemand der sich im Kerngeschäft auskennt.

muffinho
Was ist denn das Kerngeschäft beim Führen eines Sportvereins? Ich sage mal strategische Visionen, wirtschaftliches Verständnis, eine allgemeine Intelligenz um die jeweiligen Kernfelder Finanzen, Marketing usw. richtig einschätzen zu können, Kompetenz im Führen von Menschen....

Sag mir mal was genau davon auf Buchwald zutrifft

CoachingZone
Halbdaggl
Iron hat geschrieben:Sucht man jemand der sich in der Wirtschaft hochgeschlafen hat, Unternehmer oder eben jemand der sich im Kerngeschäft auskennt.


Das ist es eben. Die ausgegliederte Profifußballabteilung ist eben nicht mehr Teil des Vereins, deswegen sucht man keinen Fußballfachmann (den hat man mit Hitzlsperger ja im Vorstand der AG), sondern einen VEREINSpräsidenten.

Außerdem bleibt die Frage offen, WIE gut sich Buchwald überhaupt im modernen Fußball auskennt. Ist schließlich schon eine Weile her, dass er selbst gespielt hat. (Gut, besser als ein Ohlicher auf jeden Fall...) Dennoch: Als Funktionär im Profifußball war er - außer in Japan - nicht erfolgreich.

Und wenn ich seine widersprüchlichen Aussagen zur Kaderplanung betrachte, dann weiß ich sicher, dass ich nicht möchte, dass er irgendwelche weitreichenden Entscheidungen trifft. Leider ist in letzter Zeit sehr deutlich geworden, dass er sich im Sportbereich (und zwar insbesondere in der ausgegliederten Fußballsparte) unbedingt einmischen möchte. Das ist aber nicht die primäre Aufgabe des Vereinspräsidenten :!:

Deswegen: Nein, danke. Hatten wir mit WD zur Genüge.

Bevor ich eine Bewertung der anderen Präsidentschaftskandidaten abgebe, warte ich erst einmal ab, welche zwei Personen am 7.11. vom Vereinsbeirat schlussendlich nominiert werden. Da die sportliche Verantwortung der AG momentan auf kompetenten Schultern liegt, wäre mir ein unternehmerisch denkender und kommunikativ begabter Präsident eigentlich am liebsten, der zudem ein Teamplayer sein sollte. Entspricht in etwa dem, was der Vereinsbeirat offiziell sucht.
Wenn die Unfähigkeit einen Decknamen braucht, nennt sie sich Pech.

- Charles Maurice de Talleyrand -


Southern Comfort
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Grasdaggl
Ja, und wesentliche Entscheidungen über die Beteiligung dieses Vereins trifft die Mitgliederversammlung mit qualifizierter Mehrheit. Dort sitzen ja ne ganze Menge Experten. Was nur noch fehlt ist ein Grüßgottaugust, den man in ein paar Saisons als "Frühstücksdirektor!" wieder zum Teufel jagen kann. Einer von den vier Hanseln wird da schon passen.
Bruno Labbadia ist wie ein Aschenbecher in einer Kneipe, die schon vor 20 Jahren hätte abgerissen werden sollen. Du weißt nicht, warum, aber er steht stetig in der Ecke, voller kalter Kippen und mit dem beharrlichen Geruch von verbrannter Vergangenheit.

CoachingZone
Halbdaggl
@Iron

So - ich habe mir jetzt die Mühe gemacht, die Vereinspräsidenten und Geschäftsführer/Vorstände Sport der alphabetisch ersten Hälfte der Vereine/Clubs der 1. Bundesliga herauszusuchen und zusammenzuschreiben:

FC Augsburg:
--> Klaus Hofmann, Präsident/Unternehmer, Tennisspieler (1. Bundesliga), Fußballspieler (4. Liga)
+ geschäftsführender Vorstand + weiterer Vorstand, sowie Stefan Reuter, Geschäftsführer Sport/ehemaliger Fußballprofi + weiterer Geschäftsführer und Assistenten der Geschäftsführung

1. FC Union Berlin:
--> Dirk Zingler, Präsident/Unternehmer, Fan + 4 weitere Präsidiumsmitglieder, darunter ein ehemaliger Regionalligaspieler von Union und der ehemalige Sportchef und jetzige Geschäftsführer Nachwuchs- und Amateurfußball + Geschäftsführer Profifußball/langjähriger Scout/Leiter Nachwuchs/U23-Trainer bei Schalke04

Hertha BSC:
--> Werner Gegenbauer, Präsident/Unternehmer + 9(+4) weitere Präsidiumsmitglieder + 4 Geschäftsführer, darunter mit Michael Preetz als Geschäftsführer Sport, ehemaliger Fußballprofi/Sportmanager

SV Werder Bremen:
--> Dr. Hubertus Hess-Grunewald, Präsident/Rechtsanwalt + 10 weitere Präsidiumsmitglieder + Frank Baumann als Geschäftsführer Fußball, ehemaliger Fußballprofi + Marco Bode als Aufsichtsratsvorsitzender, ehemaliger Fußballprofi

Borussia Dortmund:
--> Dr. Reinhard Rauball, Präsident/Rechtsanwalt/Politiker/Minister/Fußballfunktionär + 2 weitere Vorstände + Hans-Joachim Watzke, Vorsitzender der Geschäftsführung/Unternehmer, darunter Michael Zorc als Direktor Sport/ehemaliger Fußballprofi

Fortuna Düsseldorf:
--> Thomas Röttgermann, Vorstandsvorsitzender/Geisteswissenschaftler/Sportmanager/Sportrechtehändler + 2 weitere Vorstände, darunter Lutz Pfannenstiel als Vorstand Sport, ehemaliger Profifußballer/Trainer/Scout/TV-Fußballexperte + u.a. Martina Voss-Tecklenburg im AR

Eintracht Frankfurt:
--> Peter Fischer, Präsident/Unternehmer + 4 Vizepräsidenten + 3 Vorstände der Fußball AG, darunter Fredi Bobic, ehemaliger Fußball-Profi/Sportvorstand

SC Freiburg:
-->Präsident z.Zt. vakant, zuvor Fritz Keller, Unternehmer + 2 Vorstände, darunter Jochen Saier als Sportvorstand/Jugendfußballer/Sportökonom

TSG 1899 Hoffenheim:
--> Peter Hofmann, Präsident/Elektromeister/Fußballfunktionär + 2 nicht-sportliche Geschäftsführer, darunter 3 Direktoren, u.a. Alexander Rosen als Direktor Profifußball, ehemaliger Profifußballer/Trainer/Sportfachwirt/Sportökonom und Dirk Mack als Direktor Nachwuchs, im Aufsichtsrat nur Unternehmer

Wenn ich mal wieder (zu viel) Zeit habe, dann mache ich bei 1. FC Köln, RB Leipzig, Bayer 04 Leverkusen, 1. FSV Mainz 05, Borussia Mönchengladbach, FC Bayern München, SC Paderborn 07, FC Schalke 04 und VfL Wolfsburg weiter, auch wenn ich nicht glaube, dass sich die Ergebnisse bei den restlichen Vereinen/Clubs groß ändern werden...

Fazit:
Tut mir leid, ich sehe keinen großen Unterschied zum VfB, was die Strukturen betrifft - außer, dass in manchen Vereinen/Clubs etwas mehr Leute mit Fußballkompetenz in der Geschäftsführung/dem Vorstand/dem Aufsichtsrat sitzen.

Lag/Liegt also bislang vermutlich eher an der Qualität der für die sportliche Führung engagierten Personen und ihren Einflussmöglichkeiten.

Und hier kann man natürlich als grundlegendes Problem des VfB ansehen: Zu wenig Fachkompetenz im Profifußball? Zu wenig Anerkennung für den sportlichen Bereich? Gewollt oder ungewollt?!

Allerdings möchte ich mit einer endgültigen Bewertung zunächst abwarten, wie sich die AG in den kommenden Monaten verändern wird, bevor ich da den Stab breche. Immerhin ist unter Hitz ein anerkannter Scout sowie ein Nachwuchsfachmann - jeweils von außerhalb der Wasendunstglocke - eingestellt worden. Und ich kann mir durchaus vorstellen, dass bei sportlichem Erfolg noch weitere Anpassungen innerhalb des Sportbereichs folgen werden.

Wir werden sehen, was die Zukunft bringt. Und ja - die Schindelmeiser-Demission ist noch nicht so lange her, als dass ich dem Frieden beim VfB traue...
Wenn die Unfähigkeit einen Decknamen braucht, nennt sie sich Pech.

- Charles Maurice de Talleyrand -

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Halbdaggl
Haber hat geschrieben:.... trifft die Mitgliederversammlung. ..


Guter Witz.


Natürlich hat die Mitgliederversammlung die Ausgliederung der Profifußballabteilung in eine Kapitalgesellschaft beschlossen und auch dem e.V. die Erlaubnis erteilt, 25% der AG-Anteile zu veräußern (ohne weiteres Mitspracherecht der Mitglieder).

Die Mitglieder sind also durch ihre getroffene Entscheidung selbst verantwortlich für diese Situation :!:
Wenn die Unfähigkeit einen Decknamen braucht, nennt sie sich Pech.

- Charles Maurice de Talleyrand -





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Halbdaggl
Haber hat geschrieben:
Haber hat geschrieben:.... trifft die Mitgliederversammlung. ..


Guter Witz.


Natürlich hat die Mitgliederversammlung die Ausgliederung der Profifußballabteilung in eine Kapitalgesellschaft beschlossen und auch dem e.V. die Erlaubnis erteilt, 25% der AG-Anteile zu veräußern (ohne weiteres Mitspracherecht der Mitglieder).

Die Mitglieder sind also durch ihre getroffene Entscheidung selbst verantwortlich für diese Situation :!:


Jetzt beziehst du deinen Satz, formuliert in Vergangenheit, explizit auf die eine Sache. Im Post davor in Gegenwart und allgemein, das war missverständlich. Aber ich weiss ja was du meinst.


Die Abstimmung bezüglich der Ausgliederung habe ich nur als besonders deutliches Beispiel angeführt, wie die Mitglieder selbst die Macht abgegeben haben, Dinge zu entscheiden. Ob es auch alle können (kluge Entscheidungen zu treffen), kann ich nicht beurteilen, aber es gibt durchaus etliche kluge Köpfe unter den Mitgliedern und Fans, allerdings auch viele Mitläufer und Stammtischredner...

Haber hat geschrieben:Trotzig meine ich aber dass der VfB prinzipiell mit seinen Satzungen und Tops auf MV nicht unbedingt demokratisch agiert was im Leitbild auch so rüberkommt. Der VfB ist vor allem erst einmal sich selbst, die anderen sind Fans und Kunden.


Auch die Satzung des Vereins wurde einst und immer wieder durch demokratische Abstimmungen angepasst - und es wurden übrigens auch vom Verein gewünschte Änderungen abgelehnt (wie z. B. die Einführung der Briefwahl/Online-Abstimmung). Man kann sich halt leider auch auf demokratischem Wege in eine Quasi-Oligarchie verwandeln.

Haber hat geschrieben:Und die Ausgliederung war eine propagandamaschine, manipulativ, verführerisch.


Ja, klar. Haben im Vorfeld auch genug - darunter meine Wenigkeit - immer wieder darauf hingewiesen.

Haber hat geschrieben:Wer die MV des VfB als demokratisch bezeichnet darf das.


Muss sie aufgrund des Vereinsrechts sein. Allerdings gibt es nur wenige Vorgaben, wie eine Satzung bezüglich der MV gestaltet sein muss. Immerhin können die Mitglieder mit 75% der Stimmen Satzungsänderungen beschließen und den Präsidenten und das Präsidium abwählen. Ist eine hohe, aber nicht absolut unmögliche Hürde.

Haber hat geschrieben:Man bekommt doch derzeit bei dieser Tragikkommödie genau mit, wie der VfB tickt. Und wie er sich eigentlich immer absichert.


:nod:

Immerhin ist es dieses Mal nicht ein vom Verein berufener Ehrenrat, sondern der von den Mitgliedern gewählte Vereinsbeirat, der die zwei (!) Präsidentschaftskandidaten nominiert. Auch wenn die Mitglieder des Vereinsbeirats natürlich ebenfalls einen Selektionsprozess seitens des Vereins durchlaufen haben, so haben sie sich doch beispielsweise bei der Auswahl des zu ergänzenden Präsidiumsmitgliedes gegen WDs Vorschlag durchgesetzt und eine zweiten Kandidaten nominiert. Dass der nun die Offenbarung ist, bezweifle ich, aber immerhin haben sie sich für eine Wahlmöglichkeit stark gemacht. Und zum ersten Mal sind die Mitglieder aufgerufen worden, sich selbst für die Stelle des Vereinspräsidenten zu bewerben. Und es sind die Anforderungen transparent kommuniziert worden.

Ich habe mich entschieden, diesen Prozess zunächst einmal in einem positiven Context zu verfolgen und abzuwarten, welche Personen nun endgültig und mit welcher Begründung nominiert werden. Dann gibt es eine Basis, auf der man streiten kann.
Wenn die Unfähigkeit einen Decknamen braucht, nennt sie sich Pech.

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Balbriggan
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Erstmal vielen Dank für die Mühe an Coaching Zone :prost:
Die Strukturen sind ja doch alle vergleichbar. Wahrscheinlich liegt die Wahrheit irgendwo in der Mitte. Gute Leute zum falschen Zeitpunkt hier (Bobic) schlechte Leute zu lange werkeln lassen (Dutt)
Generell muss man sagen, das hinter den Kulissen wohl falsche Erwartungen herrschen und somit sehr schnell Unruhe reinkommt.
Das schwierige Umfeld ist wohl eher ein Problem das intern herrscht, und bei unbequemen Situationen auf die Fans abgewälzt wird.

Southern Comfort
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Grasdaggl
Haber hat geschrieben:Danke dir. Das ist wirklich sehr freundlich von dir. Weißt du, ich würde gerne mal diskutieren wie der VfB noch basisdemokratischer werden könnte, was er noch verändern könnte, Utopien, Ideale.... Aber dazu bin ich halt auch ein Traumtänzer.



Ach Quark! (also das mit dem Traumtänzer...)

Ich halte Migtliederbeteiligung für richtig. Gerne und immer mehr. Ein Verein lebt vom Mitmachen. Gemeinschaft ist quasi die DNA eines Vereins. Wie geht's? Satzungsänderungen einbringen, auf die Werbetrommel hauen, Mehrheiten organisieren. DAS ist immer noch möglich und der Einfluss wurde mit dem Veriensbeirat sogar noch erhöht.

Dass die Mitgliederschaft Wucht hat, konnte man ja zuletzt bei der Sache mit Dietrich sehen. Das war zumindest eine große Einigkeit. Dass das alles auch beängstigend sein kann, ja, das muss man auch sehen.

Daher ist eine zweite Säule ganz arg wichtig: Vereinskultur. Das ist was emotionales, was man nicht in die Satzung bekommt. Hier kommt der Präsident in Stellung. Der soll verbinden, der soll integrieren, der soll Raum geben für die Gemeinschaft. Der darf auch mal Stellung beziehen in Sachen AfD, Nazivergangenheit...
Soll aber in erster Linie als gutes Gewissen dafür sorgen, dass der Verein zusammenhält und sich von guten Geistern leiten lässt.

Die Utopie steckt derzeit in einem anderen Dilemma: Der Wunsch nach Kontrolle über den wöchentlichen Spieltag führt dazu, dass ein Mitglied, ein AR-Mitglied, wer auch immer... aktiven Zugriff auf Entscheidungsprozesse will, die im Rahmen der Fußballabteilung ablaufen. Dort sollen Experten mit (Kern-)Kompetenz gut entscheiden. Dafür braucht es eine glückliche Hand bei der Besetzung der Posten. Danach braucht es die Weisheit, sich rauszuhalten. Von allen. (Ja, aber.. ja, aber... ja, aber... :mrgreen: )
Bruno Labbadia ist wie ein Aschenbecher in einer Kneipe, die schon vor 20 Jahren hätte abgerissen werden sollen. Du weißt nicht, warum, aber er steht stetig in der Ecke, voller kalter Kippen und mit dem beharrlichen Geruch von verbrannter Vergangenheit.

Southern Comfort
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Grasdaggl
Da man den Kapitalismus in dem Bereich nciht aufhalten kann, sollte man mit ihm umgehen lernen.

Das heißt, dass Fans sich eingestehen müssen, dass der Einfluss auf das TagesGESCHÄFT begrenzt ist. Der Zug ist schon lange abgefahren. "Wenn ihr absteigt, schlagen wir Euch tot" ist bestenfalls noch ein fehlgeleiteter Ausdruck von Frust darüber.

Das heißt aber auch, dass Funktionäre begreifen müssen, dass Fans nicht (nur) Kunden sind. Eine Sonderedition pro Jahr des aktuellen Trikots reicht halt nicht, um emotionale Bedürfnisse zu befriedigen.

Dass es auch anders geht, zeigen aber Unternehmen wie Harley-Davidson, oder wegen mir auch Apple. Deren Kunden haben einen ganz anderen Bezug zum Produkt, und für die spielen ganz andere Merkmale eine Rolle. Zum Vergleich: Wer tätowiert sich schon "Fairy Ultra" auf die Brust, ober übernachtet vorm Laden, damit er zuerst an den neuesten Rasierer von Braun kommt? Das machen nur Verrückte oder eben Fans.
Bruno Labbadia ist wie ein Aschenbecher in einer Kneipe, die schon vor 20 Jahren hätte abgerissen werden sollen. Du weißt nicht, warum, aber er steht stetig in der Ecke, voller kalter Kippen und mit dem beharrlichen Geruch von verbrannter Vergangenheit.

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Grasdaggl
Ich mein es so: Es gibt Unternehmen, die auf die Emotionalität Ihrer Kunden besonders stark eingehen. Dortmund und Schalke zB machen das auch gut...
Bruno Labbadia ist wie ein Aschenbecher in einer Kneipe, die schon vor 20 Jahren hätte abgerissen werden sollen. Du weißt nicht, warum, aber er steht stetig in der Ecke, voller kalter Kippen und mit dem beharrlichen Geruch von verbrannter Vergangenheit.



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