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Bundes-Jogi
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Grasdaggl
Manche wollen halt auch in Liga Zwei Champions-League-Fußball sehen. Und keinen Zweitliga-Fußball. Wird aber wohl nicht klappen. Also beides.
„Selbst das wildeste Tier kennt doch des Mitleids Regung“ – „Ich kenne keins und bin deshalb kein Tier“ (Richard III).


Unter Westfalen
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Grasdaggl
Bundes-Jogi hat geschrieben:Manche wollen halt auch in Liga Zwei Champions-League-Fußball sehen. Und keinen Zweitliga-Fußball. Wird aber wohl nicht klappen. Also beides.


Zweitligafußball sieht für mich anders aus, kann allerdings auch erfolgreich sein, siehe Bielefeld.

Ich finde, die Mannschaft ist auf dem Weg zum Erstligafußball, allerdings noch lange nicht auf der Zielgeraden. Aber eine Entwicklung ist jetzt doch schon deutlich zu sehen. Es wird spannend, ob der Ausfall von Kempf kompensiert werden kann.
Häggor, fliag iebor da Näggor, fliag iebor da Rai, fliag midda drennai

Knallgöwer
Lombaseggl
Ich denke auch, dass man heute eine Weiterentwicklung sehen konnte: Defensiv stabiler und wenigstens phasenweise ging es schneller nach vorne.
Heute wurde im 4-1-4-1 gespielt. Aber ich denke, die zwei "6er"-Variante ist nicht vom Tisch. Warum also nicht auch mal Endo und Santi auf der Doppel-6 ausprobieren?
Wie stark du tatsächlich bist, erfährst du erst dann, wenn "stark sein" deine einzige Option ist!

Tamasi
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Allmachtsbachel
Also, gegen Karlsruhe haben wir scheint's "alles wegverteidigt" und gegen Sandhausen haben wir halt zwei Mal gepennt.

Ja, nun. Das Spiel gegen den KSC habe ich nicht gesehen, aber gestern gegen Sandhausen fiel mir nicht zum ersten Mal auf, dass ich eigentlich nichts mehr von dem sehe, was mal als Timwalterfußball galt.

Die zwei IVs haben gestern zwar gelegentlich ihre Plätze getauscht, aber es gab quasi keine Vorstöße mehr ins Mittelfeld. Okay, gegen Ende ging Badstuber vor und hat von links geflankt, Philips stand im Strafraum bereit. Da waren dann beide vorne. Nicht im Sinne der Idee, sondern als simple Brechstange.

Dabei sollen die IVs doch - immer nur einer, nicht beide gleichzeitig! :-) - nach vorne ins MF gehen. Um so die Raumaufteilung & Zuordnung des Gegners durcheinander zu bringen, auf dass Lücken entstehen, in die unsere MF-Spieler stoßen können usw usf. Warum gibt es das nicht mehr? "Mit Badstuber geht das nicht" ist falsch; Kempf und vor allem Awoudja - der Walters System bestens kennt - haben das an der Seite von Badstuber gerne praktiziert. Zudem laufen die AVs auch schon seit vielen Spielen nicht mehr quer durch, wie es in der Vorbereitung einstudiert worden ist.

Ergo:
Es gibt in der Viererkette (fast) keine vertikale Bewegung mehr und auch keine horizontale. Alles braver Standard. Aus Sicherheitsgründen? Nach Traineransage? Oder wollen / können die Spieler das nicht mehr?

Und was bedeutet das fürs Offensivspiel? Die Abwehr ist für mich als Laie vor dem Bildschirm leichter zu beobachten, im Mittelfeld ist's voll und der Sturm meist eh nicht im Bild - keine Ahnung, ob da weiter rochiert wird. Ich tippe aber, dass da auch nichts mehr so gemacht wird wie im Sommer einstudiert.

Damit haben wir das, was wir sehen:
Ein endloses Ballgeschiebe, ohne dass sich Lücken auftun, ohne Überraschung für den Gegner, letztlich ohne "automatisch" rausgepielte Torchancen.

Das ist kein Timwalterfußball, das ist... keine Ahnung... Verlassen wir uns halt darauf, dass wir die besseren Einzelspieler haben und schon irgendwann mal irgendwie durchkommen? Dann gewinnen wir mal und verlieren auch wieder, vielleicht reicht's, vielleicht auch nicht. Ein überzeugendes, Siege bringendes Konzept ist das aber nicht.

Wie soll es weitergehen?
Vielleicht müssen wir wieder zurück zum Spiel mit den vielen Rochaden und Positionswechseln? Wobei uns dafür wohl derzeit der Glaube fehlt, nach all den Niederlagen zuletzt. Dann halt was ganz Neues? Doch lieber ein tieferes Stehen und überfallartigere Angriffe? TW, lass dir was einfallen. :D

Ich wäre ja auch damit zufrieden, wenn ich mal wieder das Gefühl hätte, dass die Mannschaft brennt und gierig ist und Gras frisst und was es noch für Phrasen gibt. Ach ja, und mehr (Handlungs-)Schnelligkeit. Aber auch dafür sind wir aktuell wohl zu verunsichert. Gibt's in unserem wasalen Hühnerstall eine Couch?


Auswurf
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Grasdaggl
ja klar
jedes jahr dann ohne die besten des vorjahres,
weil die eben nicht länger als eine saison in der zweiten liga kicken
und reduziertem etat

dietrich hats mit reschke verbockt
und keinesfalls hitzl
- der hat leider die suppe auszulöffeln
das ist doch keine Musik




Aleksiander
Grasdaggl
Tamasi hat geschrieben:Da bin ich bei Auswurf und Plan B. Natürlich ist es momentan scheiße mit Aussicht auf katastrophal. Und wir wissen, wem wir das zu verdanken haben.

Zusammensetzen, Lösungen finden.



Genau, etwas weg vom viel zu komplizierten, hin zum einfacheren, effizienteren Zweitligafussball.

den Zweikampf annehmen, schnörkellos nach vorne, wechselweise über die Aussen und durch die Mitte, aber immer nach vorne, zweite Bälle verwerten und die Videos angucken wie Hitze die Dinger auch aus 25 Metern reingenagelt hat. Und tödliche Standards trainieren.
Nichts muss, aber alles kann.


Bundes-Jogi
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Grasdaggl
Ich finde ja, dass wir mit der abkippenden Sieben vertikal hochstehend auf der Achter-Position die gegnerische Zehn anlaufen sollten. Alternativ in der Tiefe die horizontale Fünf flach steil schicken. Dann wird das schon was.
„Selbst das wildeste Tier kennt doch des Mitleids Regung“ – „Ich kenne keins und bin deshalb kein Tier“ (Richard III).


Sloggi
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Lombaseggl
Das Spielsystem ist nicht so wichtig: Ob 4-4-2, 4-2-3-1 oder sonstwas.
Wenn du so hoch stehst wie wir und stupide auf Ballbesitz gehst, hat jede Mannschaft Probleme, außer du hast einen überlegenen Kader.


Tamasi
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Allmachtsbachel
Sloggi hat geschrieben:(...) außer du hast einen überlegenen Kader.

Genau davon gehen ja alle aus. Dass wir einen überlegenen Kader haben. Wenn die Spieler das auch glauben und in Sicherheit wiegen, dann...

... sieht‘s so aus wie‘s halt grad aussieht.

Ich sehe es aber nach wie vor wie Spielgerät und vermute, dass erst eine gewisse überlegensgefühlte Relaxtheit vorherrscht - und dann, wenn‘s geklingelt hat, schleicht die Panik in die Knochen. Und da sitzt sie jetzt, nach fünf Niederlagen in sieben Spielen.

higgi
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Grasdaggl
So wie wir das spielen, wird das nie was.
So lange wir Querschieben hat der Gegner alle Zeit der Welt seine 2 Reihen vor dem 16 zu formieren.
Dann brauchst du eine verdammt gute Offensive um so eine Abwehrreihe zu knacken und die haben wir nicht. Da tun sich auch die besten Mannschaften schwer.
Dann rücken wir viel zu weit auf weil wir so ein komisches Pseudopressing versuchen, das aber mit 2-3 guten (oder glücklichen) Pässen zu überspielen ist. Ist wirklich oft der gleiche Käse wie unter Zorniger
von daher

de mappes
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Spamferkel
Aleksiander hat geschrieben:
Tamasi hat geschrieben:Da bin ich bei Auswurf und Plan B. Natürlich ist es momentan scheiße mit Aussicht auf katastrophal. Und wir wissen, wem wir das zu verdanken haben.

Zusammensetzen, Lösungen finden.



Genau, etwas weg vom viel zu komplizierten, hin zum einfacheren, effizienteren Zweitligafussball.

den Zweikampf annehmen, schnörkellos nach vorne, wechselweise über die Aussen und durch die Mitte, aber immer nach vorne, zweite Bälle verwerten und die Videos angucken wie Hitze die Dinger auch aus 25 Metern reingenagelt hat. Und tödliche Standards trainieren.


Das klingt einfach
Warum machen die das denn nicht?
Ich hätte weniger Sorgen
Don't criticize what you can't understand




Goofy
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Grasdaggl
Inzwischen gibt es ja wieder sowas wie ein Spielsystem beim VfB. Glaube ich zumindest.


Aber eine Frage habe ich:

Die sollen wohl hinten rausspielen, und den Ball nicht nach vorne prügeln.
Ist es in der Bundesliga inzwischen üblich, dass beim Abschlag die gegnerischen Stürmer an der Strafraumgrenze lauern, Passwege zustellen, und sofort draufgehen, sobald der Torwart den Ball berührt hat?

Mir ist es auch bei Dortmund gegen Gladbach aufgefallen. Aber sonst nur beim VfB, dass sie von Freiburg und Leverkusen auf die Art direkt unter Druck gesetzt wurden - und der VfB aber trotzdem keinen langen Abschlag gemacht hat, sondern im Strafraum quer und dann dann irgendwie rauskombiniert.

Wird das allgemein häufig gemacht, oder ist das vor allem gegen den VfB auffällig?
linksgrünversifft - was davon weit entfernt ist, ist Ironie, Sarkasmus und schlechter Humor

Bücherwurm
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Lombaseggl
Mich kostet die Hintenrumspielerei unter ständigem Pressen und Anlaufen des Gegners jedenfalls ziemlich Nerven....Querpässe durch den eigenen Strafraum, so eine Spagatlänge am Stürmer vorbei....dann wird meist der Druck so groß, dass doch ein Schlag nach vorne nötig wird, dann allerdings viel unkontrollierter als zu Beginn durch Abschlag oder Abwurf.

Öcher
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Granadaseggl
Es kommt ganz darauf an welchen Ansatz des Spielaufbaus du bevorzugst.
Grundsätzlich ist das offensive Pressing aktuell die Taktik des Moments (ähnlich wie das Tiki-Taka zu Spanienzeiten).
Abwehr Pressing (letztes Drittel erst den Ballführenden angreifen)
Mittelfeld Pressing (mittleres Drittel Druck geben)
und das Angriffs Pressing sind die Möglichkeiten im Spiel gegen den Ball.
Profis können alle 3 variable pro Spiel (sollte man erwarten), im Amateurbereich je weiter runter, desto weniger klappen die Übergänge zwischen diesen Arten.

Grundsätzlich ist der Erfinder dieser Taktik in jüngster Vergangenheit in Deutschland Ralle Rangnick, mit SAP war einer der wenigen mannschaften Anfang der 10er Jahre die das versucht und erfolgreich geschafft haben. Zorniger war auch einer der das so spielen lassen hat.
Grundsätzlich gehts darum, je früher du den Ball gewinnst, desto kürzer der Weg zum Tor und meistens sind die Verteidiger die schlechtesten Fussballer. Relativ simple Wahrscheinlichkeitsrechnung, bedarf aber schnelle und ausdauernde Spieler, in jeglichen Bereichen.

Jochen Schneider hat das auch als Taktik vorgegeben im Sommer für Schalke, hat man gesehen was Bayern daraus gemacht hat :lol: aber lag ja am Trainer und nicht an den langsamen Spieler.

Zum VfB ist zusagen, dass die das letztes Jahr ein wenig verrückt mit Walter trainiert haben, vorallem die Rochaden der Defensivspieler sollten dieses Pressing der Gegner auflösen. Meistens hat sich das aber kaum einer getraut in der 2. Liga gegen den VfB.
Ähnliches habe ich ehrlicherweise vom VfB in der 1. Liga erwartet, vorallem gegen Leverkusen, da der VfB das System jetzt davor ausgepackt hat, eigentlich ein Phänomen, dass der VfB da sofort ausgecoacht wird, dass es klappt spricht tendenziell seit Leverkusen für die Qualität des VfB und nicht dem unvermögen der Gegner (Mainz).
Dass die aber die Eier haben im Spielaufbau, selbst mit der 3er Kette ein 1gg1 Spielaufbau spielen, auch im MF und der VfB sich da auch schafft durchzusetzen hat mich enorm überrascht. Die Asymmetrie über Rechts beim VfB, ist Silas geschuldet, der schon eher offensiv ausgerichtet ist in der 5er-Kette. Dadurch spielst du rechts die Linie runter oder versuchst diagonal mit Didavi als Zielspieler in dem Bereich noch eine Option zu schaffen wenn Silas nicht klappt.
Wenn sich die Angebote oder Lücken nicht zeigen, kann man auch nachdem man den Ball kurz gespielt hat den Ball lang schlagen, wenn aber einer beim Gegner im Pressing schläft, hat man mehr Spielkontrolle und mehr Raum den man nutzen kann und lässt den Gegner mehr laufen als sich selbst. Bosz, sowie der 11Freunde-Artikel von Escher haben das ganz gut beschrieben.
E
always nai dahanne