Mappes, weil Du nebenan es von der Toleranz hattest... jetzt schlag mal das Wort Toleranz nach und leg das ruhig wortwörtlich aus. Dann machst Du Dir Gedanken, worauf Du mal zwei Wochen „unter Schmerzen“ verzichten könntest für den Preis, dass der Virus schnellstmöglich eingedämmt wird. Da wird es sicherlich Abstufungen geben, was zuerst wegfällt, was später wegfällt.
Dass dabei hoheitliche Aufgaben und Unterhaltung bei Dir auf einer Stufe stehen sollen, halte ich ehrlich gesagt für ein Konstrukt, um Deine Argumentationslinie beibehalten zu können.
Ich verstehe ja durchaus die schwäbische Seele und ihr „zahlt isch zahlt“-Mantra, wenn man das heutige Tiptopspiel live sehen möchte. Geschmackssache, aber ich gestehe zu, dass man daran Spaß haben kann (up-side). Dafür beizutragen, den Virus zu verbreiten, wenn auch nur potentiell, oder sich selbst sogar schwerwiegend anzustecken, ist das woran wohl keiner Spaß hat (down-side).
Treibt man up- bzw down-side jeweils auch gegeneinander zur Spitze, ergibt sich ne Vierfelderentscheidungsmatrix:
- Geilstes Spiel von Welt gesehen und nix passiert
- Geilstes Spiel von Welt gesehen, aber der Partner ist durch mich an Corona gestorben.
- Lahmstes Spiel ever gesehen, aber Gott sei Dank nix passiert
- Lahmstes Spiel ever gesehen und der Partner ist durch mich an Corona gestorben.
Du sagst sicher, haja 25%ige Chance, also jeder wie ers denkt, kamma würfeln...
Welches Gefühl hält wohl länger vor? Was macht Dich langfristig gesehen glücklicher/unglücklicher? Da gibt es imho keine zwei rationale Meinungen. Wieso sollen die anderen eine irrationale Entscheidung verschmerzen?
Das darfst Du mir gerne mal begründen. Danach tauschen wir mal die Elemente in „geile Karre in Stuggi Innenstadt fahren“ vs. „Umweltschutz“.
Lange Rede, aber Nilk und Haber bringen es auch kurz viel schöner auf den Punkt.
Bruno Labbadia ist wie ein Aschenbecher in einer Kneipe, die schon vor 20 Jahren hätte abgerissen werden sollen. Du weißt nicht, warum, aber er steht stetig in der Ecke, voller kalter Kippen und mit dem beharrlichen Geruch von verbrannter Vergangenheit.