Ja, das waren sehr gute Beiträge von Viva Lissy!, denen man anmerkt, dass sie durch- und zuendegedacht sind.
Frank N Furter hat geschrieben:Die neuartigen Impfstoffe haben aber den großen Vorteil, dass sie deutlich schneller herstellbar sind und man wohl auch nur winzigste Mengen für die Impfung braucht. Ist also die Testphase für Verträglichkeit und Dosierung erfolgreich absolviert, so lassen sich sehr rasch (deutlich rascher als bei herkömmlichen Impfstoffen) große Mengen an Impfdosen herstellen. (Mit dem klitzekleinen Nachteil, dass absolute RNAse-Freiheit bei der Herstellung gewährleistet sein muss...)
Ja, wir hatten aber hier eben gerade einen Fall, da mussten wir eine Impfstoffentwicklung auf RNA-Basis wieder einstellen, weil es zufällig (oder nicht) zu einer Autoimmunantwort gegen ein Schilddrüsenhorm des Menschen kam. Bin da aber kein Fachmann, hat mir eine Kollegin neulich zum Thema Corona nur nebenbei erzählt.
Was von dem, was ich vor dem von Dir herausgepickten Zitat geschrieben hatte, hast du nicht gelesen?
Insofern sind die neuartigen Impfstoffe, die aus viraler mRNA bestehen, zunächst in der Testphase kritischer zu betrachten, weil sie körpereigene Zellen zur Herstellung von fremden Antigenen benutzen und weil sich hier analog zur Infektion die körpereigene Abwehr gegen eigene "befallene" Körperzellen wendet (im Gegensatz zu herkömmlichen Impfstoffen, die lediglich aus fremden Protein(struktur)en bestehen).
Hier hat man bislang noch sehr wenig Erfahrungen hinsichtlich Dosierung und Verträglichkeit gesammelt, es gibt allerdings bei der gelungenen Immunisierung gegen Tollwut mittels mRNA-Impfstoff zumindest Anhaltspunkte.
Sehe auch die Möglichkeit der Induzierung einer Autoimmunantwort als vermutlich kritischste Nebenwirkung der neuen Impfmethodik an. Deswegen war ich auch einigermaßen entsetzt, dass der Impfkandidat in den USA wohl ohne Verträglichkeitsstudie an Tieren gleich am Menschen erprobt wird... (Bei Curevac wollen sie wohl das gesamte offzielle Verfahren durchlaufen!)



hilfe abiete, ich jetzt zurückschrecke um deren ansteckungsrisiko kleinzuhalten.
