11189 Beiträge

de mappes
Benutzeravatar
Spamferkel
Frank N Furter hat geschrieben:
Tifferette hat geschrieben:
George Best hat geschrieben:Verstehe ich nicht. Warum geht das nicht?


Ich auch nicht. Rechtlich gibt es da jedenfalls keinen Unterschied. Man kann zB Zwangslizenzen an allen Patenten vergeben. Auch Einschränkungen der Patentierbarkeit auf Grundlage der guten Sitten gelten für alles.


Ja, schon. Bei Patenten (Stoffpatenten) die direkt den Wirkstoff betreffen. Bei Verfahrens-Patenten, die ein chemisches Verfahren schützen, mit dem man bestimmte chemische Moleküle herstellen kann, die man wiederum für alles mögliche zur weiteren Synthese einsetzen kann - vielleicht auch als ein Grundstoff für eine Pharma-Synthese - wird das nicht möglich sein. Da reden wir ja dann plötzlich über viele Hundert Patente, von denen man wohl nicht plötzlich sagen kann, überall wirke ein höheres öffentliches Interesse.

China stellt ja die meisten Medikamente noch nicht mal selbst her, sondern liefert meist nur die billigen Ausgangsstoffe.


so ist es, ja :nod:
Don't criticize what you can't understand

Auswurf
Benutzeravatar
Grasdaggl
ich dachte, es sei eigentlich fast noch zu früh für positive auswirkungen auf die statistik.
Der obertyp vom rki meinte, er könne wohl bis mittwoch mehr sagen
das ist doch keine Musik

Nilkheimer
Halbdaggl
Tifferette hat geschrieben:
Nilkheimer hat geschrieben:Infektionszahlen hier gehen - relativ - weiter zurück. Das wird was, wie es aussieht.

Die Meldungen vieler Gesundheitsämter werden erst zum Dienstag erfasst bzw eingepflegt. Also nicht zu früh freuen.


Schon klar. Aber es ist ja auch nur plausibel, es gibt ja schon ne Weile Maßnahmen, und unter dem Strich sind wir obrigkeitshörige Deutsche dann ja doch ziemlich compliant. Meiner demütigen Meinung nach gehen auch die JohnsHopkins-Zahlen runter, auch wenn die leider keine Länderverlaufsgrafik haben.
Aber das macht doch nichts.

higgi
Benutzeravatar
Grasdaggl
Im Ausland wundert man sich allmählich ob der niedrigen Sterblichkeitsrate in Deutschland. Bei uns muss doch irgendwas anders laufen.
von daher

Frank N Furter
higgi hat geschrieben:Im Ausland wundert man sich allmählich ob der niedrigen Sterblichkeitsrate in Deutschland. Bei uns muss doch irgendwas anders laufen.


Wir sind eben, Wikinger, weißt Du.

Tifferette
Benutzeravatar
Grasdaggl
Gerade die Bayern sind weltweit als Bergwikinger verschrien.

Dieser serbische Arztheini ärgert sich bestimmt grün und blau.
"They may be drinkers, Robin, but they are also human beings."

(Batman)

Tifferette
Benutzeravatar
Grasdaggl
Auswurf hat geschrieben:ich dachte, es sei eigentlich fast noch zu früh für positive auswirkungen auf die statistik.
Der obertyp vom rki meinte, er könne wohl bis mittwoch mehr sagen

Das kommt drauf an.* In Bayern waren die Schulen und Kitas vor zehn Tagen das letzte Mal offen. Das sollte sich so langsam auswirken. In diesem dysfunktionalen Scheißhaufen von Bundeshauptstadt wird das wohl anders sein.












* Yesssss, endlich kann man mal wieder Juristensprech an den Mann bringen...
"They may be drinkers, Robin, but they are also human beings."

(Batman)


higgi
Benutzeravatar
Grasdaggl
Frank N Furter hat geschrieben:
higgi hat geschrieben:Im Ausland wundert man sich allmählich ob der niedrigen Sterblichkeitsrate in Deutschland. Bei uns muss doch irgendwas anders laufen.


Wir sind eben, Wikinger, weißt Du.

Ich glaube es ist eher das Sauerkraut, wirkt wohl antiviral
von daher

RedBlues
Halbdaggl
ich vermute die Sterberate hat viel mit Statistik zu tun und wie man sie ausfüllt. Wie viele Menschen wurden getestet, wann testet man, schon wenn jemand befürchtet Corona zu haben oder erst bei Symptomen, wird jeder Sterbefall der mit Corona infiziert war, auch in die Statistik übernommen?

Vermute, dass die Statistiken global nicht wirklich vergleichbar sind.

Aber jeder der daran stirbt ist einer zu viel.

AxelKruse_FG
Granadaseggl
Unklar ist die genaue Ursache für die hohe Sterberate. Es könnte mehrere Gründe geben: Italien hat eine der ältesten Bevölkerungen weltweit – und die meisten Toten waren ältere Menschen mit Vorerkrankungen. Allerdings ist die Bevölkerung in Deutschland auch nicht wesentlich jünger. Viele Großeltern wohnen in Italien mit ihren Kindern und Enkeln im Haus oder sind mehr als in Deutschland in das tägliche Leben eingebunden. Daher sind Ansteckungen einfacher.

Auch gehen Experten davon aus, dass die Dunkelziffer bei den Infizierten wesentlich höher ist als angegeben – viele mild oder symptomlos verlaufenden Fälle werden nicht erfasst. Daher ergibt sich eine höhere Sterberate.

Zivilschutzchef Angelo Borrelli betonte in Rom, bei den Verstorbenen sei die Todesursache nicht abschließend geklärt: Ob also die Menschen letztlich an Covid-19 starben oder ob der Grund eine andere Krankheit war. Die allermeisten Opfer sind über 70 Jahre alt, viele litten an einer oder mehreren Krankheiten, zum Beispiel an Diabetes, Krebs oder Atemwegsproblemen. Allerdings warnen Experten, dass die Krankheit auch bei jüngeren Menschen einen schweren Verlauf nehmen kann.


https://www.faz.net/aktuell/gesellschaf ... 90785.html

fkAS
Benutzeravatar
Halbdaggl
Nilkheimer hat geschrieben:
Frank N Furter hat geschrieben:
Tifferette hat geschrieben:Wenn jemand Covid19-Symptome gezeigt hat, dann wird er halt als Todesfall eingetragen. In den allermeisten Fällen wird das wohl auch so stimmen.


Ich kann das von hier nicht nachprüfen. Glaubt man meinem Kollegen, werden auch Herzinfarkte, Grippetote und Andere "unbekannte Todesursachen" als Corona-Tote erfasst. Vielerorts kommt demnach bei den Sterbenfällen gar kein Arzt mehr, noch nicht mal mehr der Pfarrer.


Halte ich für sehr unwahrscheinlich. Im Zweifel hätte man jedes Interesse daran, die Zahlen möglichst niedrig zu halten (s. China, Japan, alle). Warum das in Italien umgekehrt sein sollte, erschließt sich nicht.

Wahrheitsgehalt daher vermutlich jenseits nach Nachweisbarkeitsgrenze.

Ich kann mir schon vorstellen, dass das nicht mehr genau nachgeprüft wird und wenn Ältere verschiedene Krankheiten hatten, weiß man ja auch nicht, was ihnen den Rest gegeben hat. Aber Corona-ähnliche Symptome werden sie vorher wohl schon gezeigt haben. Dass Influenza Patienten als Corona-Tote enden, kann aber schon sein. Es gibt nur auch die umgekehrte Situation, dass Alte zuhause versterben und Corona nicht mehr nachgeprüft wird und sie dann nicht zu den Coronafällen zählen, obwohl das die Ursache gewesen sein könnte. Jedenfalls sollen in Norditalien die Sterbefälle weit über den normal zu erwartenden Sterbefällen liegen und auch oberhalb der identifizierten Corona-Toten. Vielleicht gleichen sich beide Effekte aus - wobei man dann natürlich noch einen anderen Grund für die hohe Sterberate finden müsste.




Unter Westfalen
Benutzeravatar
Grasdaggl
Postcoronar werden wir bald wieder Wachstumssteigerungen von 5- 10% haben.
Chinesische Verhältnisse wegen des chinesischen Virus. 8)
Häggor, fliag iebor da Näggor, fliag iebor da Rai, fliag midda drennai

Unter Westfalen
Benutzeravatar
Grasdaggl
Aus http://www.merkur.de:

Während sich Baden-Württemberg hinsichtlich der Unterstützung der französischen Nachbarn im Coronavirus-Kampf* vorbildlich verhält, gab es aus einem baden-württembergischen Labor Nachrichten, die weniger erfreulich sind. Dort wurden insgesamt 2000 Corona-Proben teils unbrauchbar, weil sie zu lange nicht analysiert werden konnten. Der Grund dafür war, dass der privaten Einrichtung für den Test notwendige Chemikalien gefehlt haben. Betroffen sind Proben von Personen aus dem Kreis Tübingen sowie den Kreisen Biberach, Ravensburg und dem Bodensee-Kreis.

Lesen Sie auch, welche neuen Entwicklungen es bei der Suche nach einem Impfstoff* gegen das Coronavirus gibt.

Corona-Krise in Baden-Württemberg: Wegen Labor-Panne müssen viele Betroffene nochmal getestet werden
Personen aus diesen Regionen, die zwischen dem 14. und 18. März eine Probe abgegeben und noch kein Ergebnis bekommen haben, sollen sich erneut bei ihrem zuständigen Gesundheitsamt melden, falls sie immer noch grippeähnliche Symptome zeigen oder Fieber haben*. Dann werde ein neuer Test in die Wege geleitet. Sind die Symptome in der Zwischenzeit verschwunden, könne man mit großer Wahrscheinlichkeit davon ausgehen, nicht infiziert zu sein, hieß es weiter.

Derzeit wird außerdem geprüft, ob zumindest ein Teil der liegengebliebenen Proben noch verwertet werden kann. Das Gesundheitsministerium wie auch die Landkreise haben das Labor unterdessen scharf kritisiert: „Das Vorgehen des Labors hält alle betroffenen Bürgerinnen und Bürger weiter in Ungewissheit und ist nicht akzeptabel“, betonten die Einrichtungen.
Häggor, fliag iebor da Näggor, fliag iebor da Rai, fliag midda drennai

Rufus
Granadaseggl
Tifferette hat geschrieben:
Nilkheimer hat geschrieben:Infektionszahlen hier gehen - relativ - weiter zurück. Das wird was, wie es aussieht.

Die Meldungen vieler Gesundheitsämter werden erst zum Dienstag erfasst bzw eingepflegt. Also nicht zu früh freuen.

RKI hängt jetzt leider schon mehr als 1 Tag hinter John Hopkins hinterher:
Aktuell (also 21.00 Uhr)
- RKI: 22672
- John Hopkins: 29056
Die 22672 des RKI waren schon 2 Tage zuvor bei John Hopkins erreicht.

Letzte Woche war der Unterschied zw. beiden Instituten nur ungefähr ein Tag
Bsp.: 16.3.20:
- RKI: 6012
- JH: 7272
Die 6012 des RKI waren 1 Tag zuvor (Sonntag) bei JH, erreicht.

Tifferette
Benutzeravatar
Grasdaggl
Ich verstehe schon, dass Du Dir die Hopkins-Zahlen anschaust. :-)

Eines der wenigen Dinge hier, über die hier Einigkeit besteht: mit Vorsicht genießen. Wenn ein Gesundheitsamt nix meldet, dann wissen auch die nix davon. Das ist eine gehobene Form des Ratens.
Zuletzt geändert von Tifferette am 23. März 2020 21:20, insgesamt 1-mal geändert.
"They may be drinkers, Robin, but they are also human beings."

(Batman)



Tifferette
Benutzeravatar
Grasdaggl
Du hattest es doch vorher schon in den Raum geworfen - ein paar Seiten früher, oder? Das meinte ich.
"They may be drinkers, Robin, but they are also human beings."

(Batman)


Rufus
Granadaseggl
Aber egal welches Institut, es fehlt die Zahl der Tests.
Außerdem:
Kommen denn auch solche in die Statistik, die getestet sind und man die Antikörper sieht, sprich sind JETZT nicht mehr infektiös weil die Infektion zu lange zurück liegt?
Das weiß doch keiner

Tifferette
Benutzeravatar
Grasdaggl
Das John Hopkins Institut schaut sich das alles aus der Distanz an. Die haben nicht annähernd die gleichen ZAhlen wie das RKI. Die werden viel über Internetcrawler machen, vielleicht werden Lücken auch mit Näherungswerten gefüllt. Woher bekommen die denn bitteschön ihre Zahlen, wenn die Gesundheitsämter zu sind?

Es kann jeder selbst entscheiden, was er für verlässlich hält. RKI ist zwei bis drei Tage hinterher, das sagen sie selbst. Dafür ist die Datenlage halt belastbar(er). Neue Trends anhand der Hopkins-Zahlen abzulesen, das halte ich jedenfalls für schwierig.
"They may be drinkers, Robin, but they are also human beings."

(Batman)