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Unter Westfalen
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Grasdaggl
Seitdem ich mir das Interview mit Höcke und ein zweites mit Jürgen Elsäßer angesehen habe, bietet mir Youtube beim Aufrufen immer zuerst compact- und AFD-Videos an. Kurz danach kommt dann Richard Wagner! Die sind bestimmt davon überzeugt, dass ich völkisch geworden bin.
:mrgreen:
Häggor, fliag iebor da Näggor, fliag iebor da Rai, fliag midda drennai


higgi
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Grasdaggl
Ich bewerte nichts und niemanden von oben herab. Ich versuche nur zu verstehen was in Italien und Spanien gerade abgeht, und warum das in D noch nicht so ist. Spanien z.B meldete erst nach Deutschland signifikante Anzahlen.
von daher


Unter Westfalen
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Grasdaggl
Vielleicht sollte man die Ländervergleiche mehr qualitativ als quantitativ sehen.
Wenn wir keine italienischen Zustände bekommen, wie sie nach allen Vorhersagen wohl UK und die USA treffen wird, sollten wir dankbar über unser so teures Gesundheitssystem sein.
Ich habe Vertrauen.
Häggor, fliag iebor da Näggor, fliag iebor da Rai, fliag midda drennai

RedBlues
Halbdaggl
Unter Westfalen hat geschrieben:Vielleicht sollte man die Ländervergleiche mehr qualitativ als quantitativ sehen.
Wenn wir keine italienischen Zustände bekommen, wie sie nach allen Vorhersagen wohl UK und die USA treffen wird, sollten wir dankbar über unser so teures Gesundheitssystem sein.
Ich habe Vertrauen.


Geht mir ähnlich, auch wenn ich befürchte, dass auch wir unser Gesundheitssystem in den letzten Jahrzehnten dermaßen auf Effizienz gedrillt haben, dass auch wir die Konsequenzen heftig zu spüren bekommen.

Die Zeiten in denen man über ein zu teures Gesundheitssystem gejammert hat, sind hoffentlich für lange Zeit vorbei.

fkAS
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Halbdaggl
Frank N Furter hat geschrieben:Ad 1: Zahlen von Johns-Hopkins

Die Zahlen von Johns-Hopkins sind grober Murks, ich hatte gehofft, das sei mitlerweile jedem klar. Die Zahl derer, die sich tatsächlich infiziert haben, liegt je nach Land um den Faktor 5 (Deutschland, Norwegen) oder um einen wesentlich höheren Faktor 10, 20, 30 über den Johns-Hopkins Zahlen. Was man also vor allem mit diesen Zahlen nicht tun sollte, ist Relationen zu errechnen, z.B. zwischen Infizierten zu Toten...

Die beziehen ihre Daten ja von den regionalen Stellen und darüber, was in lokalen Medien steht und gleichen das dann ggfs. mit den Ergebnissen überregionaler Stellen ab. Wenn sie dabei keine Doppelzählungen machen, dann sind die Daten halt schneller als die offiziellen Verlautbarungen. Murks... nu ja, sie messen letztlich wie das RKI auch nur die Zahl der positiv getesteten, nicht die tatsächlich Infizierten. Insofern unterscheiden sie sich nicht im Murksgrad. Richtig ist, dass man die Zahlen nicht so interpretieren darf als ob das die tatsächliche Zahl der Infizierten wäre.
Im internationalen Vergleich verzerrt die Teststrategie/Kapaizitäten, im Zeitverlauf national eine Veränderung der Testweise. Dass die USA so nach oben schießt liegt im wesentlichen daran, dass sie jetzt erst messen. Ob jetzt die deutschen Zahlen tatsächlich ne leichte Entspannung ankündigen, müsste das RKI aber einschätzen können, weil sie ja auch wissen, wie sich die Teststrategie entwickelt hat. Bislang haben die Testkapazitäten immer zugenommen. Wenn man trotz Zunahme weniger Infizierte hat, spricht das schon auch dafür, dass es weniger Infizierte gibt. Ist aber ohne zusätzliche Infos nicht zu beurteilen.

knaust
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Lombaseggl
higgi hat geschrieben:Ich bewerte nichts und niemanden von oben herab. Ich versuche nur zu verstehen was in Italien und Spanien gerade abgeht, und warum das in D noch nicht so ist. Spanien z.B meldete erst nach Deutschland signifikante Anzahlen.


Ganz wichtig:
Es ist zum aktuellen Zeitpunkt nicht sinnvoll die Fallzahlen verschiedener Länder miteinander zu vergleichen, weil "Teststrategien" und Testkapazitäten massiv voneinander abweichen können und unterschiedene in der Sterblichkeitsrate allein durch die Teststrategie und Testkapazität bedingt sein können.

knaust
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Lombaseggl
Der RKI Präsident hat angekündigt, dass morgen eine vorsichtige Abschätzung im Hinblick auf den Trend möglich sein könnte. So lange muss man also noch abwarten.

knaust
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Lombaseggl
fkAS hat geschrieben:Die beziehen ihre Daten ja von den regionalen Stellen und darüber, was in lokalen Medien steht und gleichen das dann ggfs. mit den Ergebnissen überregionaler Stellen ab. Wenn sie dabei keine Doppelzählungen machen, dann sind die Daten halt schneller als die offiziellen Verlautbarungen.


Genauso sind Verzerrungen in die Gegenrichtung möglich, wenn z.B. bestimmte Gesundheitsämter ihre Fallzahlen noch nicht ans RKI gemeldet haben. Das Problem ist aber, dass diese ganzen Verzerrungsquellen nicht ausreichend transparent gemacht werden.

de mappes
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Spamferkel
knaust hat geschrieben:
higgi hat geschrieben:Ich bewerte nichts und niemanden von oben herab. Ich versuche nur zu verstehen was in Italien und Spanien gerade abgeht, und warum das in D noch nicht so ist. Spanien z.B meldete erst nach Deutschland signifikante Anzahlen.


Ganz wichtig:
Es ist zum aktuellen Zeitpunkt nicht sinnvoll die Fallzahlen verschiedener Länder miteinander zu vergleichen, weil "Teststrategien" und Testkapazitäten massiv voneinander abweichen können und unterschiedene in der Sterblichkeitsrate allein durch die Teststrategie und Testkapazität bedingt sein können.


aber was man derzeit doch denke ich sagen kann:

In spanischen und italienischen, auch französischen Krankenhäusern herrscht offenbar (?) Chaos und kein Platz bzw. nicht die nötigen Versorgungseinheiten vorhanden, während in großen Teilen Deutschlands sogar noch Kapazitäten bestehen, um schwerstkranke aus anderen Ländern aufzunehmen (wenn auch nur wenige, weil man noch nicht weiß, was alles kommt)

Woran liegt das?
Sind wir besser ausgestattet (Qualitativ und/oder quantitativ)?
Das Virus hat ja Spanien und Frankreich nicht vor uns erwischt?!

Vielleicht konzentriert sich der Ausbruchsherd in den Ländern auch stark auf einzelne Regionen, während wir besser verteilt sind (zufall?)

Viele Fragen
Don't criticize what you can't understand

Frank N Furter
fkAS hat geschrieben:Murks... nu ja, sie messen letztlich wie das RKI auch nur die Zahl der positiv getesteten, nicht die tatsächlich Infizierten. Insofern unterscheiden sie sich nicht im Murksgrad. Richtig ist, dass man die Zahlen nicht so interpretieren darf als ob das die tatsächliche Zahl der Infizierten wäre.


Aus 2 Gründen halte ich das Wort "Murks" noch für eine freundliche Umschreibung:

1. Jemand der an diese Zahlen glaubt - zum Beispiel weil die Tagesschau diese ohne weitere Kommentierung kolportiert - schätzt das Risiko sich anzustecken falsch ein. In Berlin haben wir jetzt glaube ich 1.200 Fälle laut RKI. Tatsächlich kennt die Zahl keiner, die Ausbreitungssimulationen zeigen jedoch, dass man in Deutschland mindestens von einem Faktor 5 ausgehen muss. Also müsste jemand, der sein Risiko abschätzen will, sich beim Einkauf im Supermarkt anzustecken, nicht mit 1.200 Fällen in ganz Berlin rechnen, sondern mit mindestens 6.000. Als Information für den Bürger ist die naive Nennung der 1.200 "offiziell" Infizierten deshalb mindestens Murks. Ich muss als Bürger eine Einschätzung vornehmen können, wie viele Menschen da draußen rumlaufen, die mich anstecken könnten. Darüber Falschangaben zu machen, die mehrere 100% von der Realität weg sind, ist grob fahrlässig.

2. Durch die viel zu gering angegebene Anzahl Infizierter kursieren ständig Diskussionen darüber, "warum es in Italien so schlimm sei". Dabei weiß das gar niemand sicher. In Italien könnte es bis zu 20mal mehr Infizierte geben, als die Johns-Hopkins suggeriert. Den leichtgläubigen Menschen wird über solche Murkszahlen ein Bild enormer Sterblichkeit suggeriert. Damit schafft man (auch disziplinierend gewollt) Panik. Diese Panik wird nicht nur irgendwann mit allen Folgen entlarvt werden, sondern sie hindert im Moment auch politische Verantwortungsträger, bessere Maßnahmen durchzusetzen, welche letztlich auf eine kontrolliert herbeigeführte Herdenimmunität hinauslaufen müssen.


fkAS hat geschrieben:Ob jetzt die deutschen Zahlen tatsächlich ne leichte Entspannung ankündigen, müsste das RKI aber einschätzen können, weil sie ja auch wissen, wie sich die Teststrategie entwickelt hat.


Nein, kann das RKI nicht. Denn einige wenige Krankenhäuser halten sich noch an die RKI-Vorgaben, andere Krankenhäuser testen anders, weil sie keine Testkapazitäten entsprechend der RKI-Empfehlungen haben.

fkAS hat geschrieben:Bislang haben die Testkapazitäten immer zugenommen. Wenn man trotz Zunahme weniger Infizierte hat, spricht das schon auch dafür, dass es weniger Infizierte gibt. Ist aber ohne zusätzliche Infos nicht zu beurteilen.


Wir haben noch vor 2 Wochen vornehmlich Patienten getestet, in eigens kurzfristig dafür eingerichteten Testzentren. Wir können aktuell 700 Tests pro Tag durchführen. Mit Beginn der Woche testen wir jetzt aber hauptsächlich unser Ärzte- und Pflegepersonal, welche unmittelbar gefährdet sind. Das heißt, die betroffenen Personen müssen zu Dienstende einen Abstrich machen lassen und am nächsten Morgen in ihren E-Mails nachlesen, ob sie negativ sind und zur Arbeit kommen dürfen, oder ob sie positiv sind und zu Hause bleiben müssen.
Durch diese strategische Umorientierung, testen wir hier kaum noch die Bevölkerung auf Corona. Natürlich hat das sofort Konsequenzen auf die Zahlen die wir dem RKI melden können. Der Bias, der eh schon groß war - getestet wurden nur Patienten die Symptome hatten - wird nun noch deutlich größer. Damit ist das Meldesystem an sich nicht mehr aussagekräftig!
Zuletzt geändert von Frank N Furter am 24. März 2020 15:22, insgesamt 2-mal geändert.


fkAS
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Halbdaggl
Frank N Furter hat geschrieben:1. Jemand der an diese Zahlen glaubt - zum Beispiel weil die Tagesschau diese ohne weitere Kommentierung kolportiert - schätzt das Risiko sich anzustecken falsch ein. In Berlin haben wir jetzt glaube ich 1.200 Fälle laut RKI. Tatsächlich kennt die Zahl keiner, die Ausbreitungssimulationen zeigen jedoch, dass man in Deutschland mindestens von einem Faktor 5 ausgehen muss. ...

Ich halte es für sehr unwahrscheinlich, dass so kalkuliert wird. Jmd. der die Rechnung anstellt, wird auch wissen, dass die Zahlen nicht das wahre Ausmaß der Infektion widerspiegeln.

2. Durch die viel zu gering angegebene Anzahl Infizierter kursieren ständig Diskussionen darüber, "warum es in Italien so schlimm sei". Dabei weiß das gar niemand sicher. In Italien könnte es bis zu 20mal mehr Infizierte geben, als die Johns-Hopkins suggeriert. Den leichtgläubigen Menschen wird über solche Murkszahlen ein Bild enormer Sterblichkeit suggeriert. Damit schafft man (auch disziplinierend gewollt) Panik. Diese Panik wird nicht nur irgendwann mit allen Folgen entlarvt werden, sondern sie hindert im Moment auch politische Verantwortungsträger, bessere Maßnahmen durchzusetzen, welche letztlich auf eine kontrolliert herbeigeführte Herdenimmunität hinauslaufen müssen.

Den Punkt mit der Überschätzung des Risikos kann ich nachvollziehen. Die Schlussfolgerung zur kontrollierten Herdenimmunität weniger. Es ist ja in Norditalien tatsächlich schlimm. Und die Chancen zur Isolierung einer ziemlich großen Risikogruppe, die sehr von informellen Helfern und Pflegekräften abhängig ist, finde ich schwer durchsetzbar.

Nein, kann das RKI nicht. Denn einige wenige Krankenhäuser halten sich noch an die RKI-Vorgaben, andere Krankenhäuser testen anders, weil sie keine Testkapazitäten entsprechend der RKI-Empfehlungen haben.
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Wir haben noch vor 2 Wochen vornehmlich Patienten getestet, in eigens kurzfristig dafür eingerichteten Testzentren. Wir können aktuell 700 Tests pro Tag durchführen. Mit Beginn der Woche testen wir jetzt aber hauptsächlich unser Ärzte- und Pflegepersonal, welche unmittelbar gefährdet sind. Das heißt, die betroffenen Personen müssen zu Dienstende einen Abstrich machen lassen und am nächsten Morgen in ihren E-Mails nachlesen, ob sie negativ sind und zur Arbeit kommen dürfen, oder ob sie positiv sind und zu Hause bleiben müssen. Durch diese strategische Umorientierung, testen wir hier kaum noch die Bevölkerung auf Corona. Natürlich hat das sofort Konsequenzen auf die Zahlen die wir dem RKI melden können. Der Bias, der eh schon groß war - getestet wurden nur Patienten die Symptome hatten - wird nun noch deutlich größer. Damit ist das Meldesystem an sich nicht mehr aussagekräftig!

Und das trifft auf jedes Krankenhaus zu? Und was ist mit den Tests im ambulanten Sektor, die überwiegen dürften. Da hat das RKI keine Info dazu? Glaub ich nicht.

Tamasi
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Allmachtsbachel
Ich finde es weiterhin schwierig, die richtigen Maßnahmen zu finden. Recht bald - vermute ich - wird die Stimmung kippen, weil der allgemeine Lockdown die Wirtschaft und zu viele Existenzen zerstört. Ich hoffe, bis dahin hat man genug Zeit gewonnen - und das Vorgehen erweist sich als richtig. Dass von Anfang an eine "geordnete Herdenimmunisierung" möglich gewesen wäre, bezweifle ich nach wie vor. So wie es aussieht, scheint das Virus - wenn man es lässt - ganz schön zu grassieren:

Im Nachhinein ergeben auch Dinge Sinn, über die man lange folgenlos rätselte, viel zu lange. Etwa, dass in den Altersheimen im Bergamasco, der Gegend rund um Bergamo, schon im Januar viele Menschen an Lungenentzündungen erkrankten und schnell starben. Allein im Pflegeheim von Nembro waren es zwanzig. Alle sprachen von dieser schweren Lungenentzündung. Vor dem Karneval lag die halbe Stadt mit Fieber im Bett. Es gab damals schon Berichte aus China, doch das war alles weit weg, eine exotische Geschichte von Fledermäusen und Märkten aus Städten, deren Namen man noch nie gehört hatte: Wuhan?

Danach kam noch das mittlerweile berüchtige CL-Spiel, aber vor allem wurden Infektionen weitgehend ignoriert und weggeschoben, die Betriebe sollten weiterlaufen. Ergo:
Alles blieb offen bis zum 8. März, als die italienische Regierung das ganze Land herunterfuhr und in den Lockdown schickte.

An jenem 7. März zählte die Provinz 761 Infektionsfälle. Fünf Tage später waren es 2136, noch einmal fünf Tage später 3993, und noch mal fünf Tage später waren es schon weit über 5000. Keine Provinz in der Lombardei hat mehr.

https://www.sueddeutsche.de/politik/ita ... -1.4854430

Der obige Link ist zahlungspflichtig, die zwei folgenden sind frei:

Der erste setzt sich unter anderem mit Prof. Dr. Ioannis Amanatidis (oder so ähnlich), auf den sich unser Frank beruft, auseinander. Auf eine kritische, aber auch anerkennende Art und Weise. Finde ich gut:

https://www.sueddeutsche.de/gesundheit/ ... -1.4854880

Und hier erzählt uns ein Epidemiologe der Charité in etwa, was uns auch Frank heute schon eingeimpft hat - nämlich, dass und warum man den Lockdown hinterfragen sollte:

https://www.tagesspiegel.de/politik/epi ... 72822.html

Alle Links sehr lesenswert.

knaust
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Lombaseggl
Sein Artikel zur Ernährungsforschung hat mein Bauchgefühl bestätig (Deshalb hat mir der Artikel auch gefallen).
Im Grunde geht es darum, dass Ernährung zu komplex ist, um mit den gängigen statistischen Methoden untersucht zu werden. Ich halte das für absolut plausibel.






Unter Westfalen
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Grasdaggl
Es ist eigentlich überall dasselbe:

Die Meldungen über die Altenheime werfen indes ein Schlaglicht auf das gesamte öffentliche Gesundheitssystem, das aus Steuermitteln finanziert wird. Während der Boomjahre vor dem Platzen einer gigantischen Immobilienblase vor zwölf Jahren wurde es immer mehr ausgebaut. Private Altenheime kamen in den Genuss von Steuerprivilegien, so dass ein lukrativer Markt für Investoren entstand. In der spanischen Wirtschaftskrise wurden diese Privilegien gestrichen, in der Folge sparten die Betreiber am Pflegepersonal. Auch wurde die ärztliche Betreuung ausgedünnt; für das nun geschlossene Heim in Madrid mit mehr als 100 Einwohnern, die meisten von ihnen auf Hilfe angewiesen, stand eine einzige Ärztin zur Verfügung.

Kann man hoffen, dass die "Märkte" wieder geregelt werden, wenn alles vorbei ist?
Häggor, fliag iebor da Näggor, fliag iebor da Rai, fliag midda drennai


Unter Westfalen
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Grasdaggl
Haber hat geschrieben:
Unter Westfalen hat geschrieben:Es ist eigentlich überall dasselbe:

Die Meldungen über die Altenheime werfen indes ein Schlaglicht auf das gesamte öffentliche Gesundheitssystem, das aus Steuermitteln finanziert wird. Während der Boomjahre vor dem Platzen einer gigantischen Immobilienblase vor zwölf Jahren wurde es immer mehr ausgebaut. Private Altenheime kamen in den Genuss von Steuerprivilegien, so dass ein lukrativer Markt für Investoren entstand. In der spanischen Wirtschaftskrise wurden diese Privilegien gestrichen, in der Folge sparten die Betreiber am Pflegepersonal. Auch wurde die ärztliche Betreuung ausgedünnt; für das nun geschlossene Heim in Madrid mit mehr als 100 Einwohnern, die meisten von ihnen auf Hilfe angewiesen, stand eine einzige Ärztin zur Verfügung.

Kann man hoffen, dass die "Märkte" wieder geregelt werden, wenn alles vorbei ist?


Immer wieder seinen Bertolt lesen, immer wieder, bis mann es endlich verinnerlicht hat. ;)


Haber

Wir beide haben das schon verinnerlicht.
Aber wir haben nicht die Macht, es umzusetzen.
Wir kämpfen gegen die Hydra, aber unsere Schwerter sind stumpf geworden.
Häggor, fliag iebor da Näggor, fliag iebor da Rai, fliag midda drennai