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Balbriggan
Granadaseggl
Kann es auch sein das in den Ländern die andere Begrüßungsformen haben sich der Virus schneller verbreitet ? Italiener, Spanier und Franzosen deuten ja Küsschen links und rechts an. Das soll kein Vorwurf sein, ich finde das sehr sympathisch.
Wenn es Deutsche machen find ich es eher na ja.
Die küssen richtig auf die Backe. :shock:


Southern Comfort
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Grasdaggl
Ein Honecker ging auch mal frontal drauf...
Bruno Labbadia ist wie ein Aschenbecher in einer Kneipe, die schon vor 20 Jahren hätte abgerissen werden sollen. Du weißt nicht, warum, aber er steht stetig in der Ecke, voller kalter Kippen und mit dem beharrlichen Geruch von verbrannter Vergangenheit.

Balbriggan
Granadaseggl
Southern Comfort hat geschrieben:Ein Honecker ging auch mal frontal drauf...

Stimmt ja, die Ostblockkönige haben es da schon richtig krachen lassen. :bleich:
Frühstück fällt heute aus :puke:

Cantona
https://www.bauerwilli.com/ratlos/

Ich habe in den letzten Tagen mit einigen Kollegen telefoniert, die Sonderkulturen anbauen, darunter auch Erdbeer- und Spargelbauern. Die sind derzeit,  24.3.2020 um 20 Uhr, einfach nur noch ratlos. Und auch etwas sauer. Warum?

Was bisher geschah

Auf eigene Initiative hin haben sich Bauern zusammengetan, um ihre Saisonarbeiter aus den letzten Jahren mit dem Flugzeug aus Rumänien nach Deutschland zu holen. Der Landweg ist nicht möglich, weil Ungarn niemanden durchlässt. Zuerst sollte ein Flug in Frankfurt landen. Der wurde abgesagt. Dann kam die Meldung, dass eine Maschine in Dortmund landen sollte. Auch dieser Flug wurde abgesagt. Schließlich sollten die Landwirte ihre Arbeitskräfte am Flughafen in Berlin abholen. Nun wurde dieser Flug auch abgesagt. Ein wirklicher Grund ist bisher noch nicht zu ermitteln. Es heißt, dass die Bundespolizei über das Innenministerium von Horst Seehofer kurzfristig entsprechende Anweisungen erhalten hat, niemanden ins Land zu lassen. Übrigens waren alle Flüge bezahlt. Auf den Kosten bleiben nun die Landwirte sitzen. Danke, Herr Seehofer.

Warum osteuropäische Saisonarbeiter?

Wer nicht aus der Landwirtschaft kommt, wird sich fragen, warum keine deutschen Saisonarbeiter auf den Felder arbeiten. Die Antwort ist einfach: die Arbeit ist körperlich anstrengend und es wird meist nur etwas mehr als der Mindestlohn bezahlt. Das ist für eine rumänische Arbeitskraft ein fürstlicher Lohn, so dass 10 Wochen in Deutschland ein sehr wichtiger Zuverdienst ist. Für dieses Geld ist in Deutschland niemand bereit zu arbeiten. Deshalb kommen jedes Jahr rund 300.000 Männer und Frauen nach Deutschland. Nach Schätzungen aus der Branche sind derzeit etwas 15%, d.h. rund 45.000 Menschen im Land, um vorbereitende Arbeiten durchzuführen. Spargel und Erdbeeren sind ja nur ein Teil des Sonderkulturen, es geht jetzt auch darum, Gemüse und Salat in die Erde zu bekommen oder im Wein- und Obstbau Pflegemaßnahmen durchzuführen. Diese Ergänzung nur für diejenigen, die sonst so klug in den Kommentaren schreiben „dass an ja auch mal auf Spargel und Erdbeeren verzichten kann“.

Wer soll die Arbeit machen?

Vor dieser Frage stehen nun diejenigen, die Sonderkulturen in ihren Betrieben haben oder allein vom Gemüse-, Obst- und Weinbau leben. Mit der Aktion #GrüneHände und anderen Portalen wird derzeit händeringend nach deutschen Kräften gesucht, die mithelfen können. Bei einem Nachbarn, der einen Spargelbetrieb hat, haben sich Leute aus der Gastronomie gemeldet. Einer wollte Trecker fahren, einer verpacken und einer verkaufen. Spargel stechen wollte erst mal keiner.

Zum Glück wurde kürzlich eine Regelung erlassen, dass Kurzarbeiter den Arbeitslohn bis zu einer bestimmten Grenze nicht angerechnet bekommen. Das war bisher ein Grund zu sagen„wenn ich doch Kurzarbeitergeld bekomme, warum soll ich dann arbeiten?“ Die deutsche Versorgungs-Mentalität…

Und dann sind da noch Aussagen wie „sollen die da oben doch erst mal die Asylanten aufs Feld schicken“. Dazu gebe ich keinen Kommentar ab. Es dürfte klar sein, aus welcher Ecke das kommt.

Was essen wir in zwei Monaten?

Es gibt eine ganz einfache Gesetzmäßigkeit: Was jetzt nicht gepflanzt und gepflegt wird, kann im Sommer und Herbst nicht geerntet werden. Und: die Situation ist im europäischen Ausland nicht anders als in Deutschland. Es kann sein, dass der Warenstrom aus Südspanien und erst recht aus Italien schon bald zum Erliegen kommt. Oder der Transport von Gewürzgurken die aus Indien kommen und die man bei LIDL kaufen kann.  Da wäre es doch gut, wenn wir hier eigenes Gemüse haben. Zur Not auch Steckrüben, dass hatten wir schon mal. Und wer im Mai Erdbeeren haben möchte, sollte sich nicht darauf verlassen, dass er die im Supermarkt bekommt. Weil die vorher jemand gepflückt haben muss.

Wer ist gefragt?

Zu allererst das Innenministerium und Horst Seehofer. Wenn er keine Möglichkeiten schafft, dass europäische Saisonarbeiter nach Deutschland kommen, ist die Lebensmittelversorgung ernsthaft gefährdet. Wenn tatsächlich 85% der Helfer fehlen, kann sich jeder ausrechnen, dass die Regale bald leer werden. Das darf nicht passieren. Dass Schüler und Studenten oder bestimmte Berufsgruppen zur Feldarbeit rekrutiert werden, kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen. Das wären tatsächlich kriegsähnliche Zustände. Bleibt also nur der Appell und Freiwilligkeit.

Worüber wir uns alle klar sein müssen

Wenn die Nahrungsmittelversorgung in Frage gestellt ist, werden Dinge passieren, die wir uns lieber nicht vorstellen wollen. Ich meine Plünderungen und Anarchie. Und ich übertreibe nicht. Wenn es ums nackte Überleben geht, fallen alle Schranken. Von daher sind alle in der Gesellschaft aufgerufen, sich an Lösungen aktiv zu beteiligen. Wenn ich Kommentare von NGO, diversen Parteienoder auch bestimmte Medienberichte lese, scheinen das noch nicht alle kapiert zu haben. Es geht jetzt darum, zu verbinden, nicht zu spalten. Und alle Themen rund um die Landwirtschaft, die bisher für wichtig gehalten wurden und die Schlagzeilen gefüllt haben, sollten jetzt mal eine paar Wochen oder Monate hintenanstehen. Danach können wir die gerne diskutieren.

 

Hier eine Auswahl von Arbeitsvermittlungs-Portalen, die man hier findet

https://erntenforfuture.de/

https://www.daslandhilft.de/

https://www.saisonarbeit-in-deutschland.de/

https://bauersuchthilfe.de/

 

 

Frank N Furter
Cantona hat geschrieben:Wenn die Nahrungsmittelversorgung in Frage gestellt ist, werden Dinge passieren, die wir uns lieber nicht vorstellen wollen. Ich meine Plünderungen und Anarchie. Und ich übertreibe nicht. Wenn es ums nackte Überleben geht, fallen alle Schranken.
 


Die Deutschen wollen grade vor allem eines: Scheißen und sich danach wirklich ganz, ganz ordentlich den Hintern abwischen. Jung hatte recht: scheint eben auch in der Entwicklung des Kollektivs sowas wie ne anale Phase zu geben. Die Bauern sollen sich doch nicht so anstellen und gefälligst mal Klopapier anpflanzen.

Ach ja... und "Spargelstechen", also bitte, das merkt doch die PoststrukturalIstIn sofort worums dem alten weißen Bauern in Wirklichkeit geht.

Ganz generell wird Nahrung heutzutage völlig überschätzt. Man kann sich nachweislich wunderbar ausgewogen auch von korrekter Sprache ernähren. Die mundet bestens. Unsere völlig alternativlose RegierungTM kann sowieso nicht irren. Und sorry, daran ist eh die AfD schuld. "Wir" hätten ja die RumänInnen geholt, aber da müssen "wir" uns schon nach den Populisten richten.


Tamasi
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Allmachtsbachel
Cantona:
Danke für diese Einblicke.

Thema „Die Deutschen und ihr Klopapier“:
NERVT langsam. Das wird / wurde auch in anderen Ländern gehamstert. England und Österreich weiß ich aus persönlicher Quelle, zu Australien und USA gab es entsprechende Infos und Bilder in den Medien.

Ganz was anderes:
Nachdem die Olympischen Spiele nun endlich abgesagt wurden, ändert sich auch etwas in Japan. Die Bürgermeisterin von Tokio hat für die nächsten drei Wochen den Ausnahmezustand verkündet. Was immer das konkret bedeuten mag.


Unter Westfalen
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Grasdaggl
Tifferette hat geschrieben:Wenn man Glück hat. Absolut ekelhaft


Warum ist das ekelhaft?

Ich würde da zumindest geschlechts- und altersspezifische Unterschiede machen.
Unsere Jüngste bekam bis vor 2 Wochen von mir bei jeder Begrüßung 10 Küsschen auf die eine und zehn auf die andere Wange. Und hatte, wie ich, immer einen Heidenspaß damit.

Cantona

Danke für den Bericht über die Situation der Bauern. Man denkt da wirklich nicht darüber nach.
Wie Ihr wisst, bin ich ja Kleingärtner. Die Tomaten sind ausgesät. Die ersten Salat- und Kohlpflanzen sind gekauft und zurzeit im Gewächshaus in Quarantäne. Sobald die Frosttage vorbei sind, werden sie ausgepflanzt.
Die Saatkartoffeln treiben schon vor. Das Beet muss noch gerichtet werden, dann werden sie gesteckt.
Häggor, fliag iebor da Näggor, fliag iebor da Rai, fliag midda drennai

de mappes
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Spamferkel
Auswurf hat geschrieben:tagesschau nennt die quelle- das genügt
Was sollen sie denn sonst für zahlen angeben?
Kannst ja mal Deine an die ard schicken frank.
In 15 min bleibt keine zeit um ne debatte über die verlässlichkeit unterschiedlicher quellen zum thema zu machen.
Die hauptnachricht ist doch, welche länder wie betroffen sind und wie sie damit umgehen
Darum geht es schließlich vorrangig

wer als zuseher meint, er hätte jetzt in 15 minuten alles relevante samt notwendiger hintergründe präsentiert bekommen,
sollte an sich selbst aber nicht an der sendung zweifeln


aber fränk hat da nicht unrecht:
Das versetzt furcht und panik (jeder zehnte? Ich zähle mal grad meine bekannten durch und verabschiede mich!) und deswegen sollte auch in 15 Minuten die Zeit da sein, diese Zahlen und/oder Quellen zu relativieren.
Don't criticize what you can't understand

de mappes
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Spamferkel
Cantona hat geschrieben:Interview des selben arztes am 06.02: https://m.bild.de/regional/muenchen/mue ... bile.html###wt_ref=https%3A%2F%2Fwww.zeit.de%2Fwissen%2Fgesundheit%2F2020-03%2Fclemens-wendtner-coronavirus-covid-19-intensivstationen-beatmung-krankenhaus%2Fseite-2&wt_t=1585180987742 und am 25.02.: https://www.zeit.de/wissen/gesundheit/2 ... rankenhaus

Ein doch eher signifikanter Unterschied....
:bounce:


ich hoffe, dass er seine Fehleinschätzung auch erläutert
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Unter Westfalen
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Grasdaggl
Aus der SZ:

In der Schlange an der Supermarktkasse hört man sie jetzt ebenso wie am Telefon mit Freunden und auch in Foren von Scientologen, Reichsbürgern und Impfgegnern: die Meinung, es sei ja alles gar nicht so schlimm. Die Covid-19-Pandemie? Nicht schwerwiegender als die übliche Grippewelle, und wenn man nicht ständig Menschen mit dem leisesten Husten einem Test unterziehen würde, dann würde man gar nichts davon merken. Diese These wird verbreitet von Ärzten und Epidemiologen, zum Teil mit gewichtigen Titeln, ihre Texte und Videos werden im Netz hunderttausendfach geteilt. Besonders erfolgreich im deutschsprachigen Raum: Wolfgang Wodarg, gelernter Lungenarzt, Ex-SPD-Bundestagsabgeordneter und Transparency-Deutschland-Vorstand.

Die Botschaft ist ja auch zu schön, um wahr zu sein. Wer sie glaubt, kann beruhigt sein, er muss sich nur noch über die dummen Politiker aufregen, die den Menschen gerade unnötig das Leben schwer machen. Das Problem ist nur: Die Botschaft ist tatsächlich zu schön, um wahr zu sein. Nur leider muss man viel wissen, um die Fakten von den Mythen zu trennen. Zum Beispiel so viel wie der Virologe Georg Bornkamm, der bis zu seiner Emeritierung Professor am Helmholtz-Zentrum München war.

"Ich habe mich in den letzten Tagen intensiv mit Theorien wie denen von Wolfgang Wodarg auseinandergesetzt", sagt Bornkamm. "Es ist gar nicht so einfach, die Fehler in deren Gedankengebäude zu fassen und zu widerlegen, denn sie bauen ein konsistentes Bild auf, für das sie zum Teil richtige Fakten verwenden, zum Teil aber auch völlig falsche." Zum Beispiel: Coronaviren gab es schon immer, sie sind in jeder Grippesaison für einen Teil der Atemwegsinfektionen bis hin zur Lungenentzündung verantwortlich. So viel ist an Wodargs These richtig, sagt Bornkamm. "Aber das neue Coronavirus ist den bisherigen Viren keineswegs ähnlich." Auch wenn alle Coronaviren zu einer Virenfamilie gehören, können sie sich voneinander unterscheiden wie ein Hai von einem Stichling, die beide Fische sind. Das neue Sars-CoV-2 sei genetisch nur ein entfernter Verwandter der anderen Coronaviren, deshalb könne es beim Testen auch nicht mit den älteren Viren verwechselt werden. Covid-19 komme also zu den üblichen Atemwegserkrankungen hinzu. "Die These, die Pandemie gebe es nur, weil getestet werde, ist absolut nicht haltbar", so Bornkamm.
"Warten und auf ein Wunder hoffen ist keine Option"

Trotz solchen Gegenwinds fühlt sich Wolfgang Wodarg nur bestätigt statt widerlegt, seit er ein Video mit seinen Behauptungen vor einigen Tagen ins Netz gestellt hat. Am Telefon betont er erneut seine Schlussfolgerung, wonach man die Infektionen mit dem neuen Virus gar nicht zur Kenntnis nähme, wenn nicht gezielt danach gesucht würde; die Sterblichkeit sei selbst in Italien nicht höher als in anderen Wintern mit der normalen Grippe. "Wenn wir den Test nicht hätten, würden wir nichts merken."

Wodarg verweist auf einen bekannten Fachmann - John Ioannidis, einen streitlustigen Epidemiologen von der Stanford-Universität. Ioannidis hat in der vergangenen Woche in einem viel beachteten Artikel infrage gestellt, ob es wirklich nötig ist, Millionen Menschen Hausarrest aufzubrummen und die Wirtschaft in eine Baisse zu treiben. Sein Fazit: Man weiß viel zu wenig über das neue Virus, um so drakonische Maßnahmen zu ergreifen. Womöglich würde sich kein Mensch für dieses Virus interessieren, wenn man nicht gezielt danach suchen würde, meinte Ioannidis, womöglich erledige sich die Epidemie sogar von selbst.

Deshalb tue man mit seiner Bekämpfung vielleicht mehr Schlechtes als Gutes. Wenn sich das Virus eines Tages als gar nicht so todbringend erweise wie befürchtet, dann wäre ein Elefant aus Angst vor einer Katze von der Klippe gestürzt. Schließlich haben die gegen die Ausbreitung der Pandemie getroffenen Maßnahmen zweifelsohne auch ungesunde Folgen. Gewiss werden Angsterkrankungen und Depressionen zunehmen, Patienten mit anderen Krankheiten, deren Behandlung jetzt aus Angst vor Corona verschoben werden, werden kränker oder versterben womöglich.

Tatsache ist: Wie gefährlich Sars-CoV-2 ist, weiß momentan niemand. "Das Virus ist womöglich nicht so gefährlich, das mag stimmen", sagt auch Georg Bornkamm. "Die überwiegende Zahl der Infektionen verläuft milde, nur ein kleiner Teil der Betroffenen entwickelt sehr schwere Symptome." Das Problem entstehe vor allem dadurch, dass es bisher keine Immunität gegen das neue Virus gebe. So sei letztlich unklar, wie viele Menschen sterben müssen. Auf dem Kreuzfahrtschiff Diamond Princess etwa kamen in der Tat nur ein Prozent der - nicht eben jungen - Reisenden, die sich infizierten, zu Tode. In Deutschland liegt die Letalität derzeit bei geringen 0,4 Prozent der nachweislich Infizierten. Zwar läuft die Kurve der Todesfälle der Kurve der Infektionen um etwa 14 Tage hinterher - so lange dauert es im Mittel zwischen Infektion und Tod, sofern dieser eintritt. Doch gewiss gibt es eine hohe Dunkelziffer an Infizierten, die wegen eines milden Verlaufs niemals beim Test waren; dadurch erscheint die Tödlichkeit des Virus höher, als sie in Wirklichkeit ist. Und sicher wird nicht gut genug unterschieden, ob Menschen wegen des Coronavirus sterben oder nur mit ihm. "Man kann das Sterblichkeitsrisiko erst dann abschätzen, wenn man weiß, wie viel mehr Menschen als üblich am Ende gestorben sind", sagt Bornkamm.

Insofern haben Kritiker der Maßnahmen gegen Sars-CoV-2 wie Ioannidis, Wodarg oder der Mainzer Mikrobiologie-Emeritus Sucharit Bhakdi in einem Punkt zweifelsohne recht: Es ist noch nicht viel über das Virus bekannt. Aber das ist nun einmal so bei einer nie da gewesenen Krankheit. Und die Politik muss Entscheidungen treffen - heute, nicht nach Monaten intensiver, evidenzbasierter Forschung. Es stimme natürlich, dass die Daten nicht ausreichen, schreibt der Infektionsepidemiologe Marc Lipsitch von der Harvard School of Public Health in einer Entgegnung auf Ioannidis. Trotzdem seien zwei Dinge klar.
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Erstens: Die Zahl schwerer Fälle wächst beängstigend in jedem Land, in dem sich Covid-19 ungezügelt ausbreitet. Zweitens: Ohne Kontrollmaßnahmen wird sie entsetzliche Ausmaße annehmen. "In Italien sammeln sich die Särge von Covid-19-Opfern in den Kirchen", so Lipsitch. Und in Wuhan sei die Zahl kritischer Fälle so hoch gewesen, dass diese, auf die USA gerechnet, jedes Intensivbett füllen würden. Wer zu lange wartet, riskiere den Kollaps des Gesundheitssystems, und dessen Funktionieren sei essenziell, um die Sterblichkeit gering zu halten. "Warten und auf ein Wunder hoffen ist keine Option."

Wie Ioannidis heute denkt, eine Woche nach Erscheinen seines Artikels und den katastrophalen Entwicklungen in Italien, hat er der SZ bis Redaktionsschluss nicht verraten. Lipsitch kommt zu dem Schluss, dass er nach einem Telefonat mit dem gerne provokativ auftretenden Ioannidis "mehr mit ihm gemeinsam hat", als er nach dem ersten Lesen seines Textes dachte. Dem Ruf nach bestmöglicher Evidenz könne er sich zumindest anschließen.

Das sieht auch Ulrich Dirnagl so, der am Berlin Institute of Health eng mit Ioannidis zusammenarbeitet. Zwar hält er dessen These, dass sich ohne die Tests womöglich niemand für dieses Virus interessieren würde, mit Blick auf Italien für widerlegt. Umso wichtiger sei es nun, die Schaffung echter Evidenz voranzutreiben. "Nur dann kann die Politik sinnvoll entscheiden: Wann beenden wir die Maßnahmen, wie kommen wir da wieder raus?"

Hinweis der Redaktion: In einer vorigen Version war der Satz zur Letalität missverständlich formuliert. Deshalb wurde er geändert.


Was mich wundert:
Immer wieder liest man, dass auch junge Menschen extrem gefährdet sein können. In den USA ist ein Teenager verstorben, in China sollen es zwei gewesen sein. Also sieht es wohl doch so aus, dass jüngere Menschen sich nicht außerhalb der Quarantäneblase uneingeschränkt bewegen können.

Außerdem fehlt mir nach wie vor eine Differenzierung der Getesteten zwischen
infiziert ohne Symptome,
infiziert mit leichten Symptomen,
infiziert und krankenhausbedürftig und
infiziert und intensivüberwachungsbedürftig.
Häggor, fliag iebor da Näggor, fliag iebor da Rai, fliag midda drennai

de mappes
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Spamferkel
AxelKruse_FG hat geschrieben:
„Das war eine biologische Bombe“

https://www.faz.net/aktuell/sport/fussb ... 96163.html

Aber BW greift jetzt auch ganz vorn an. Am Montag mehr als 1000, Dienstag 700, heute wieder 1000. Die Zahlen stammen aus der StZ, die sie wiederum vom Sozialministerium haben. Der RKI-Chart ist nicht mehr aktuell.

Für Hohenlohe haben sie jetzt Massenereignisse recherchiert, die die Verbreitung massiv begünstigt haben. Vielleicht werden sie in Stuttgart auch noch fündig. Das VfB-Spiel war am 9.3. Bis die Infizierten erkrankt sind, bis sich getestet haben, bis die Ergebnisse vorliegen, bis sie dem Gesundheitsamt gemeldet werden, bis sie beim Sozialministerium angekommen sind und ganz zum Schluß beim RKI... vergehen noch ein paar Tage.

Persönlich rechne ich daher in den nächsten Tagen für den Großraum Stuttgart nochmals mit einem massiven Anstieg und hoffe, daß die vor dann zwei Wochen begonnenen Gegenmaßnahmen endlich eine Wirkung zeigen.

Der WHO-Chef hat heute gesagt, daß die Reaktion auf den Virus ein bis zwei Monate zu spät kam...


wie hätte man das den deutschen denn zwei Monate vorher verkaufen sollen?
die aussage sehe ich durchaus auch kritisch
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Tifferette
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Grasdaggl
Unter Westfalen hat geschrieben:
Tifferette hat geschrieben:Wenn man Glück hat. Absolut ekelhaft


Warum ist das ekelhaft?

Ich würde da zumindest geschlechts- und altersspezifische Unterschiede machen.
Unsere Jüngste bekam bis vor 2 Wochen von mir bei jeder Begrüßung 10 Küsschen auf die eine und zehn auf die andere Wange. Und hatte, wie ich, immer einen Heidenspaß damit.


Ich sollte mehr Ironiesmilies setzen...
"They may be drinkers, Robin, but they are also human beings."

(Batman)

Unter Westfalen
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Grasdaggl
Wenn er gesagt hätte, bei einer nächsten drohenden Pandemie muss man viel vorausschauender handeln, wäre er ehrlicher gewesen, denn er gehört ja auch zu den Reaktionsverspäteten. Oder hat er laut und deutlich seine Stimme erhoben?
Häggor, fliag iebor da Näggor, fliag iebor da Rai, fliag midda drennai

Unter Westfalen
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Grasdaggl
Tifferette hat geschrieben:
Unter Westfalen hat geschrieben:
Tifferette hat geschrieben:Wenn man Glück hat. Absolut ekelhaft


Warum ist das ekelhaft?

Ich würde da zumindest geschlechts- und altersspezifische Unterschiede machen.
Unsere Jüngste bekam bis vor 2 Wochen von mir bei jeder Begrüßung 10 Küsschen auf die eine und zehn auf die andere Wange. Und hatte, wie ich, immer einen Heidenspaß damit.


Ich sollte mehr Ironiesmilies setzen...


Stimmt.
Ich hatte mir schon Gedanken über Dich gemacht. ;)
Häggor, fliag iebor da Näggor, fliag iebor da Rai, fliag midda drennai

de mappes
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Spamferkel
Zu allererst das Innenministerium und Horst Seehofer. Wenn er keine Möglichkeiten schafft, dass europäische Saisonarbeiter nach Deutschland kommen, ist die Lebensmittelversorgung ernsthaft gefährdet. Wenn tatsächlich 85% der Helfer fehlen, kann sich jeder ausrechnen, dass die Regale bald leer werden. Das darf nicht passieren. Dass Schüler und Studenten oder bestimmte Berufsgruppen zur Feldarbeit rekrutiert werden, kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen. Das wären tatsächlich kriegsähnliche Zustände. Bleibt also nur der Appell und Freiwilligkeit.


warum sollten das kriegsähnliche zustände sein?
Die Leute, die jetzt leider Zeit haben, sollten entsprechende Zuschläge auf das Gehalt bekommen und dann helfen (dürfen)
Schmackhaft machen mit Kohle
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de mappes
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Spamferkel
@uwe
Find dein Eigenanbau wirklich klasse :prost:

Was mich wundert:
Immer wieder liest man, dass auch junge Menschen extrem gefährdet sein können. In den USA ist ein Teenager verstorben, in China sollen es zwei gewesen sein. Also sieht es wohl doch so aus, dass jüngere Menschen sich nicht außerhalb der Quarantäneblase uneingeschränkt bewegen können.


nun ich denke das bleibt ja auch bei anderen Krankheiten nicht aus, dass es auch in wenigen Fällen jüngere trifft, zb bei der Influenza. Würd mich mal interessieren, wieviele der 25.000 Toten vor 2 Jahren U30 oder u40 waren

Außerdem fehlt mir nach wie vor eine Differenzierung der Getesteten zwischen
infiziert ohne Symptome,
infiziert mit leichten Symptomen,
infiziert und krankenhausbedürftig und
infiziert und intensivüberwachungsbedürftig.


ja ist leider schwer zu erhalten...vielleicht auch schwer zu erstellen?!
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Frank N Furter
Unter Westfalen hat geschrieben:Aus der SZ:

[i]In der Schlange an der Supermarktkasse hört man sie jetzt ebenso wie am Telefon mit Freunden und auch in Foren von Scientologen, Reichsbürgern und Impfgegnern: die Meinung, es sei ja alles gar nicht so schlimm.


Wer einen Bericht so beginnt, darf sich nicht wundern, wenn nur Trottel weiterlesen.... :lol:

de mappes
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Spamferkel
Wie gefährlich war das letzte VfB-Spiel?
Corona-Krise Wie die Verantwortlichen heute beurteilen, dass gegen Bielefeld noch vor vollen Rängen gespielt wurde. Carlos Ubina

STUTTGART. Montagabend, Flutlicht und erwartungsfrohe 54 302 Zuschauer in der vollen Mercedes-Benz-Arena. So lässt sich der 9. März 2020 aus atmosphärischer Sicht für den VfB Stuttgart zusammenfassen. Zumindest noch ehe das Zweitliga-Spitzenspiel gegen Arminia Bielefeld angepfiffen wurde. Sportlich stand es am Ende 1:1 – und zweieinhalb Wochen danach verfügt diese Begegnung über ein besonderes Merkmal: Es ist im deutschen Profiligabetrieb das bislang letzte Fußballspiel, das vor Stadionbesuchern ausgetragen wurde.

Nach allem, was man heute weiß, wird das noch eine lange Weile so bleiben. Weshalb angesichts der fortschreitenden Corona-Krise die Frage auftaucht, ob es von den Verantwortlichen so schlau war, die Partie durchzuziehen. Schließlich hatte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn unmittelbar zuvor empfohlen, Veranstaltungen mit mehr als tausend Teilnehmern abzusagen. In Italien, wo die Pandemie immer größere Ausmaße annimmt, sprechen die Experten mittlerweile gar von der „Partita zero“ – dem Spiel null.

In Mailand fand es statt, in der Champions League zwischen Atalanta Bergamo und dem FC Valencia. Das Aufeinandertreffen der Mannschaften und 44 236 Fans vom 19. Februar im San-Siro-Stadion gilt als tragischer Verstärker der Seuche.

Für das VfB-Spiel lässt sich das nicht behaupten. Die Partie in Bad Cannstatt ist nicht als Infektionsherd auszumachen. „Es liegen auf Grundlage der eingegangenen Meldedaten keine Hinweise auf Covid-19-Infektionen im Zusammenhang mit dem VfB-Spiel vom 9. März vor“, bestätigt das Landesgesundheitsamt. Thomas Hitzlsperger sagt: „Wir haben im Zusammenhang mit dem Spiel keine einsame Entscheidung getroffen.“ Und der VfB-Vorstandsvorsitzende ergänzt: „Wir können guten Gewissens sagen, dass wir unserer Verantwortung nachgekommen sind.“

Am Morgen des Spieltags besprachen sich die Vertreter des städtischen Ordnungs- sowie Gesundheitsamts mit den Fachleuten des Sozialministeriums und des VfB. „Die entscheidende Frage, die sich uns gestellt hat, war: Was ist das Beste für die öffentliche Sicherheit?“, sagt Sven Matis, der Sprecher der Stadt Stuttgart. Eine Abwägungssache zwischen Sicherheits- und Gesundheitsaspekten – und eine komplexe Sachlage.
Letztlich hieß es: Anpfiff vor Zuschauern. Vor allem, weil es Bedenken gab, einen Großteil der Anhänger nicht mehr zu erreichen, ehe sie sich auf den Weg nach Stuttgart machten. Das Szenario kurzfristig vor leeren Rängen spielen zu lassen, schreckte die Verantwortlichen. „Es wären voraussichtlich Abertausende Menschen auf engstem Raum vor dem Stadion zusammengestanden“, so Matis. Mit entsprechendem Aggressionspotenzial und erhöhter Ansteckungsgefahr.

Fritz Kuhn verteidigt die Haltung, das Gesundheitsrisiko für überschaubar eingestuft zu haben. „Zu dem Zeitpunkt war es noch erlaubt, es gab ja noch Fußballspiele. Man darf nicht vergessen: In der Corona-Krise kamen ständig neue Erkenntnisse hinzu“, sagt der Stuttgarter Oberbürgermeister. „Am Tag danach hätte das Spiel der Stuttgarter Kickers stattfinden sollen mit erheblich weniger Zuschauern. Das haben wir abgesagt. Das war der Tag, als klar wurde, Fußball in der gewohnten Form geht erst mal nicht mehr. Der schlimmste Fehler bislang war, dass Südtirol vom Robert-Koch-Institut zu spät zum Risikogebiet erklärt wurde.“

Zur Erinnerung: Bundesgesundheitsminister Jens Spahn und der baden-württembergische Sozialminister Manne Lucha sprachen bei den Gegenmaßnahmen anfangs von Empfehlungen und Ratschlägen an die Bevölkerung. Mittlerweile gibt es von Bundeskanzlerin Angela Merkel und Ministerpräsident Winfried Kretschmann klar verordnete Regeln. So hat sich vieles drastisch verändert.

Und wie schnell die Behörden von der Realität eingeholt werden, zeigt sich gerade am Beispiel Bergamo. Im Vorfeld der Partie gegen den FC Valencia gab es keinerlei Überlegungen, vor leeren Rängen zu spielen. Mehr als 40 000 Menschen kamen aus der 50 Kilometer entfernten Gegend von Bergamo nach Mailand. In überfüllten Zügen und per Auto über die A 4.

Der Massenkontakt in San Siro wirkte sich laut der „Süddeutschen Zeitung“ mit dem damit verbundenen Speichelflug in der Luft verheerend aus. Die euphorisierten Atalanta-Fans umarmten und küssten sich während des 4:1-Siegs ausgelassen. Virologen vermuten darin einen Grund für die extreme Ausbreitung des Virus rund um die norditalienische Provinzstadt. Zwei Wochen nach dem Achtelfinal-Hinspiel und somit der Inkubationszeit schossen die Fallzahlen hoch.

Im Stuttgarter Umland bietet sich keineswegs ein solch dramatisches Bild. Dennoch würde man die Lage heute anders bewerten. „Zum Zeitpunkt des letzten VfB-Heimspiels vor Zuschauern war selbst den Experten die massive Art der Übertragbarkeit des Coronavirus so nicht bekannt. Mittlerweile ist man da klüger“, sagt Isolde Piechotowski, Referentin für Infektionsschutz im baden-württembergischen Gesundheitsministerium. Und die Stadt steht zu ihrer Entscheidung. „Sie fußte auf der aktuellen Faktenlage und hat Szenarien für den Abend abgewogen. Natürlich hinterfragen wir, ob wir richtig lagen“, sagt Sprecher Matis. Der Blick in den Rückspiegel sei eher historisch interessant. Offenbar ist das Spiel ein klarer Fall von: Hinterher ist man immer schlauer.
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fkAS
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Halbdaggl
Unter Westfalen hat geschrieben:...Was mich wundert:
Immer wieder liest man, dass auch junge Menschen extrem gefährdet sein können. In den USA ist ein Teenager verstorben, in China sollen es zwei gewesen sein. Also sieht es wohl doch so aus, dass jüngere Menschen sich nicht außerhalb der Quarantäneblase uneingeschränkt bewegen können.

Außerdem fehlt mir nach wie vor eine Differenzierung der Getesteten zwischen
infiziert ohne Symptome,
infiziert mit leichten Symptomen,
infiziert und krankenhausbedürftig und
infiziert und intensivüberwachungsbedürftig.

Es ist immer eine Frage des Risikos. Einzelfälle schwerer Verläufe sind wohl auch bei anderen Infektionen möglich. Im Moment weiß man halt noch zu wenig auch was die Folgeschäden für Leute, die ins Krankenhaus mussten angeht.
Wichtig wäre jetzt ein Antikörpertest mit dem überprüft werden könnte, wer die Krankheit schon durchlaufen hat und ob wir -wie das RKI und nach meinem Eindruck die meisten Experten sagen- am Anfang der Epidemie stehen oder die tatsächlich schon unbemerkt weiter fortgeschritten ist.
Nach dem DIVI Register lagen gestern 769 Covid19-Patienten auf intensiv, gemeldet wurden auch 115 genesen und 38 verstorben. Keine Ahnung, ob das Register alle Intensivbetten erfasst.
Der alleinige Krankenhausaufenthalt von Coronapatienten ist wohl kein guter Indikator, weil viele auch zur Isolierung/Beobachtung ohne schwerere Symptome eingewiesen wurden, laut RKI. Kann sich aber mittlerweile geändert haben.... schon viel Blindflug dabei.

Frank N Furter
Noch was für Leute die Spaß an synaptischer Transmission haben (also eigener :shock: :mrgreen: )

Die Todesquote in Deutschland steigt seit einigen Tagen kontinuierlich :shock:
Damit dürften die Reichsbürger widerlegt sein.... könnte der geneigte SZ-Leser jedenfalls glauben....

Was wäre aber logisch zu erwarten?
Wir befinden uns ja in einem exponentiellen Prozess, ca. alle 5 Tage verdoppelt sich die Zahl der Infizierten. Diejenigen die jetzt sterben, stammen aber aus einer Zeit, als es noch deutlich weniger Infizierte gab (ca.10-30 Tage zurück). Da die Zahl der Infizierten jedoch exponentiell ansteigt, müsste die Zahl der Infizierten deutlich schneller ansteigen zu jedem aktuellen Messzeitpunkt, als die Zahl der Toten. Rein logisch kann also gar nichts anderes geschehen, als dass die Todesquote sinkt! . Und zwar sogar ziemlich rapide.

Doch die Todesquote, wenn man der SZ und anderen wichtigen Feinden der unheimlich relevanten Reichsbürgerbewegung glauben darf, steigt: von ursprünglich 0,3% auf jetzt schon 0,55%. Wir können das mal in den nächsten Tagen weiter verfolgen. Diese Falsch-Quoten-Anstieg wird jetzt völlig kontrafaktisch weiter steigen, bis dann vielleicht im Mai oder Juni der Schnelltest kommt.

Es besteht übrigens zumindest eine theroretische Chance nachträglich einmal die Entwicklung besser beurteilen zu können. Wenn man die exakte Ansteckungshäufigkeit kennt, welche von Herrn Drosten einmal in einem Interview präjudizierend auf "3" geschätzt wurde, können wir die Prozentzahl abschätzen, bei der die Populations-Immunität eintritt (Drosten: 66%). Wenn dieser Marke erreicht ist, sinkt ab da die Zahl der Neuansteckungen kontinuierlich. Wenn man diesen Hochpunkt in der Dynamik mathematisch berechnet, weiß man ganz genau zu welchem Zeitpunkt wie viele Menschen tatsächlich Infiziert waren. Damit erfasst man also auch alle Menschen ohne Symptome und solche Infizierten, die niemals getestet wurden oder krank waren. Dann muss man nur noch feststellen, wie viele Menschen zu diesem Zeitpunkt gestorben sind und man hat eine ziemlich realistische Zahl der tatsächlichen Gefährlichkeit von Sars-Cov-2. Meine Vermutung: die Sterblichkeitsquote wird bei >0,3% liegen, als nahe dem noch weitgehend ungebiaseden Wert. Also tatsächlich im Bereich einer Influenza-Epidemie.
Zuletzt geändert von Frank N Furter am 26. März 2020 11:23, insgesamt 3-mal geändert.

Kronenclub
Granadaseggl
Wenn man den Virologen glauben kann, ist eine Infektion fast ausgeschlossen wenn der Infizierte eine Maske trägt.
Warum führt man dann nicht eine Maskenpflicht ein sobald man das Haus verlässt.
Das Virus müsste dann doch in relativ kurzer Zeit weg sein ?
Schutzmasken herzustellen wenn man das wollen würde dürfte ja nicht das Problem sein.
#verpisst euch alle#

cron