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Cantona
@halensee:

in dieser Frage der Ausbeutung osteuropaeischer Arbeitskraefte in der deutschen Fleischindustrie (Thema koennte man erweitern) gibt es in der praktischen Politik aus meiner Sicht keinen Unterschied zwischen den Parteien, darauf habe ich doch bereits hingewiesen.

Und ja, abgesehen davon sind die sogenannten "Gruenen" seit einigen Jahren bei mir negativ besetzt, auch wenn es dort durchaus mal clevere Koepfe gab (die ich dort allerdings aktuell nicht sehe), die Gruenen in der Geschichte der Bundesrepublikanischen Demokratie ihren Platz und den ein oder anderen aus meiner Sicht sinnvollen gesellschaftspolitischen Impuls gesetzt haben.



Hasenrupfer
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Grasdaggl
Cantona hat geschrieben:Palmer ist ein Depp, deswegen passt er auch so gut zu diesen Oekopopulisten.



Genau! Und daher wollen sie ihn auch nicht erst seit letzter Woche loswerden...

Komm, geb's doch einfach zu: ein grüner Oekopopulist hat dir mal die Alte ausgespannt, dann musst du diesen pathologischen Hass nicht mehr in jedem zweiten Post betonen.

Cantona
Rufus hat geschrieben:
Nilkheimer hat geschrieben:Dafür muss man die Schenkelesfressör dann doch wieder lieb haben:

https://www.spiegel.de/wirtschaft/unter ... c50ea2fce1

Würden sich unsere Wirtschaftshörigen nie trauen.

:nod:
Zeigt aber auch mal wieder, dass Frankreichs Gewerkschaften einer der mächtigsten in Europa sind.


Die "Gewerkschaftslandschaft" ist in Frankreich im Gegensatz zu Deutschland viel zu sehr zersplittert, insofern stimmt das meiner Meinung nach nicht. Darueberhinaus ist die Gesetzgebung bzgl. Mitbestimmung etc. in D meiner Meinung nach etwas ausgereifter, vielleicht sind die frenchies bei Demos & Streiks deswegen etwas radikaler.

Cantona
@Hasi: mit Hass hat das nichts zu tun, ich finde diese Heuchler-Bande einfach riegelbloed und seitdem sie medial so hofiert werden, gehen sie mir zumeist nur noch auf den Sack; Ausnahmen bestaetigen die Regel. War ich froh, dass sich der Palmer mit seiner S21-Phobie nach Tuebingen verpisst hat, damals. A propos, haben die gruenen mit Palmer nicht schon damals mit der Schuster-CDU gekungelt, dealtechnisch, zur OB-Wahl?


redrum
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Lombaseggl
@cantona: Kannst du mir bitte den Unterschied zwischen einem ausgebeuteten rumänischen Erntehelfer auf dem Feld und einem ausgebeuteten rumänischen Arbeiter in der Fleischfabrik erklären? Ach so, ersterer ist ja glücklich über seine Ausbeutung, weil er den Dreckslohn von einem Landwirt bekommt.

Ich Dummerchen.

Du Heuchler.

Cantona
Habe ich das irgendwo so geschrieben?

Tendenziell muss ich davon ausgehen, dass es sich bei Dir um einen klassisch gruenen Volldeppen handelt. Bin mir aber noch unsicher.

Unter Westfalen
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Grasdaggl
Ach so, ersterer ist ja glücklich über seine Ausbeutung, weil er den Dreckslohn von einem Landwirt bekommt.


Und er ist ständig an der frischen Luft.
Das würde manchem Volldeppen hier im Forum auch gut tun.
:twisted:
Häggor, fliag iebor da Näggor, fliag iebor da Rai, fliag midda drennai

redrum
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Lombaseggl
Cantona hat geschrieben:Finde ich gut, dass die Tante im Bundeslandwirtschaftsministerium kapiert hat, dass die deutsche Landwirtschaft ohne osteuropaeische erntehelfer ein problem hat, und dass die Menschen so die Moeglichkeit bekommen, Geld zu verdienen und ueber die Runde zu kommen.


Soviel dazu.

Tifferette
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Grasdaggl
Naja, eins zu eins vergleichbar ist das nicht. Bei der Fleischindustrie kommt noch das Tierwohl und auch das industrielle Volumen hinzu. Es auf die Löhne/Arbeitersituation zu reduzieren ist natürlich möglich, aber auch nicht ganz stringent.
"They may be drinkers, Robin, but they are also human beings."

(Batman)

Cantona
Die Konstruktion Gewerbe anmelden, werkvertrag -> Scheinselbstaendigkeit, um den Mindestlohn zu umgehen, keine Sozialversicherung zu zahlen, nebst weiteren Tricks, schien mir in dieser extremen Form insbesondere in der Fleischindustrie angewandt zu werden. Sofern dieses Konstrukt auch in anderen Branchen angewandt wird, ist das mindestens genau so kritikwuerdig.
Zuletzt geändert von Cantona am 5. Mai 2020 10:12, insgesamt 1-mal geändert.

factotum
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Granadaseggl
das industrielle Volumen


das spielt, glaube ich, eine große Rolle im Hinblick auf das Arbeiterwohl. Ich kriege das nur als Zeitungsleser mit, aber daraus ziehe ich doch den Eindruck, daß die Erntecrews oft lange und stabile Beziehungen aufbauen zu den jeweiligen Landwirten, für die sie arbeiten. Das hilft sicher, Wertschätzung etc.
Und die Leute haben mehr Auswahl, wo sie hingehen wollen zum Buckeln.
Es gibt mehr Landwirte als Zerlegebetriebe.
The shit that used to work, won`t work now.

redrum
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Lombaseggl
tiffi, der Vergleich stammt nicht von mir.

Zu den Arbeitsbedingungen: Die Erntehelfer arbeiten ebenfalls auf Akkord-Basis. Stichwort ist hier: industrielle Landwirtschaft. Aber natürlich gibt es Unterschiede. Nur, Differenzierung ist nicht gerade eine Stärke von Monsieur C. Hauptsache er kann irgendwie hetzen.

Nilkheimer
Halbdaggl
halensee hat geschrieben:
Tifferette hat geschrieben:Naja, eins zu eins vergleichbar ist das nicht. Bei der Fleischindustrie kommt noch das Tierwohl und auch das industrielle Volumen hinzu. Es auf die Löhne/Arbeitersituation zu reduzieren ist natürlich möglich, aber auch nicht ganz stringent.


Tierwohl und industrielles Prozedere schließen sich für mich gegenseitig aus. Die Industrie hat dabei lediglich Umsatz und Gewinn im Sinn. Antibiotika für die Tiere haben zusätzlich Nebenwirkung für den Menschen, das muss nicht immer alles nur in Wuhan passieren. Das Tierwohl-Label ist für mich ein Witz. Dem entgegenwirken kann nur der Verbraucher, wenn er lokale Anbieter aufsucht, aber auch da wird es schon eng.


Falsch. Es ist eine Frechheit und ein durchsichtige Manöver, die ganze Verantwortung dem "Verbraucher" zuzuschieben. Es handelt sich vielmehr hier - wie bei so manchem anderen - um eklatantes lobbygetriebenes Politikversagen. Die Bauernindustrie (man schaue sich vor allem mal an, wieviele von denen [vor allem aus Niedersachsen] für die Union im Bundestag sitzen; sind übrigens auch die geilsten Nebenverdiener...) zieht die jeweiligen CSU-Minister gnadenlos durch den Ring (für die aber natürlich auh was abfällt, klar). Die einzige, die daran ein bisschen was änderte und noch viel mehr vorhatte, hätte man sie gelassen, war Künast. Aber die wollte der Verbraucher ja dann nicht mehr...
Aber das macht doch nichts.

Unter Westfalen
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Grasdaggl
Wir können uns drehen und wenden, wie wir wollen.
Von der Politik ist nichts zu erwarten. Ich sehe das genau so wie Nilk.
Sprichwörtlich für mich ist die Äußerung Seehofers zur Bienenresolution in Bayern:
"Wir müssen aber auch an die Bauern denken."

Vom Verbraucher etwas zu erwarten, ist Illusion.
Es müsste über die Hälfte der Bevölkerung sich vegan ernähren, damit der Effekt bis zur Fleischindustrie durchschlägt.
Also kann man nur sein Gewissen beruhigen, in dem man versucht, einigermaßen nachhaltig zu leben.
Es gibt in Münster zahlreiche Bauernläden, die eigene Produkte vertreiben. Aber kann ich sicher sein, dass der Schinkenbraten, den ich dort kaufe, von eigenen Schweinen ist, die Eier nicht doch aus NL stammen und die Weihnachtsgans tatsächlich auf den westfälischen Wiesen glücklich gelebt hat?

Gleich pflanze ich den Salat und Kohlrabi aus dem Gewächshaus in meine Beete.
Die Physalis muss noch bis nach den Eisheiligen warten.
Häggor, fliag iebor da Näggor, fliag iebor da Rai, fliag midda drennai

Nilkheimer
Halbdaggl
Halensee: Ich will ja keine Werbung machen, aber mit Kreuz bei Grün (und bzgl. der Ausbeutungsfrage bei Links) könntest Du sehr wohl was ändern, wenn es Dir wichtig ist, es zumindest versuchen. Das ist mir zu billig.
Aber das macht doch nichts.

Tifferette
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Grasdaggl
Nilkheimer hat geschrieben:
halensee hat geschrieben:
Tifferette hat geschrieben:Naja, eins zu eins vergleichbar ist das nicht. Bei der Fleischindustrie kommt noch das Tierwohl und auch das industrielle Volumen hinzu. Es auf die Löhne/Arbeitersituation zu reduzieren ist natürlich möglich, aber auch nicht ganz stringent.


Tierwohl und industrielles Prozedere schließen sich für mich gegenseitig aus. Die Industrie hat dabei lediglich Umsatz und Gewinn im Sinn. Antibiotika für die Tiere haben zusätzlich Nebenwirkung für den Menschen, das muss nicht immer alles nur in Wuhan passieren. Das Tierwohl-Label ist für mich ein Witz. Dem entgegenwirken kann nur der Verbraucher, wenn er lokale Anbieter aufsucht, aber auch da wird es schon eng.


Falsch. Es ist eine Frechheit und ein durchsichtige Manöver, die ganze Verantwortung dem "Verbraucher" zuzuschieben. Es handelt sich vielmehr hier - wie bei so manchem anderen - um eklatantes lobbygetriebenes Politikversagen. Die Bauernindustrie (man schaue sich vor allem mal an, wieviele von denen [vor allem aus Niedersachsen] für die Union im Bundestag sitzen; sind übrigens auch die geilsten Nebenverdiener...) zieht die jeweiligen CSU-Minister gnadenlos durch den Ring (für die aber natürlich auh was abfällt, klar). Die einzige, die daran ein bisschen was änderte und noch viel mehr vorhatte, hätte man sie gelassen, war Künast. Aber die wollte der Verbraucher ja dann nicht mehr...


Es sind schon beide Seiten. Man kann sich trefflich drüber streiten, an wem es mehr hängt. Nur ist es beim Verbraucher aus meiner Sicht nicht verwerflich, sondern ein gutes Stück weit nachvollziehbar. Bei der Lobbyarbeit nicht.
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(Batman)

de mappes
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Rufus hat geschrieben:
Nilkheimer hat geschrieben:Dafür muss man die Schenkelesfressör dann doch wieder lieb haben:

https://www.spiegel.de/wirtschaft/unter ... c50ea2fce1

Würden sich unsere Wirtschaftshörigen nie trauen.

:nod:
Zeigt aber auch mal wieder, dass Frankreichs Gewerkschaften einer der mächtigsten in Europa sind.


:nod:

in vielen fällen übertreiben die es dort auch, aber oftmals muss man ihnen auch Respekt zollen für La Résistance
Don't criticize what you can't understand

factotum
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Granadaseggl
Tiffi hat geschrieben:
Nur ist es beim Verbraucher aus meiner Sicht nicht verwerflich, sondern ein gutes Stück weit nachvollziehbar. Bei der Lobbyarbeit nicht.


Warum? Weil der Egoismus bei der Lobbyarbeit aufwendiger organisiert ist als beim konsumierenden Einzelheinz?
Wenn Du Zeit hast, würde ich mich über ein paar Zeilen freuen, sehr spannendes Thema und sehr grundlegend auch.
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de mappes
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Spamferkel
halensee hat geschrieben:
Tifferette hat geschrieben:Naja, eins zu eins vergleichbar ist das nicht. Bei der Fleischindustrie kommt noch das Tierwohl und auch das industrielle Volumen hinzu. Es auf die Löhne/Arbeitersituation zu reduzieren ist natürlich möglich, aber auch nicht ganz stringent.


Tierwohl und industrielles Prozedere schließen sich für mich gegenseitig aus. Die Industrie hat dabei lediglich Umsatz und Gewinn im Sinn. Antibiotika für die Tiere haben zusätzlich Nebenwirkung für den Menschen, das muss nicht immer alles nur in Wuhan passieren. Das Tierwohl-Label ist für mich ein Witz. Dem entgegenwirken kann nur der Verbraucher, wenn er lokale Anbieter aufsucht, aber auch da wird es schon eng.


so ist es
die Politik wird da wohl leider nie limitierend eingreifen, weil dies dann höhere Preise für die Produkte bedeutet...und den Schweinenacken für 2 Euro lässt sich der mündige Bürger nicht abnehmen.

oder der Staat subventioniert hin zu erschwinglichen Preisen...aber alles schwierig.
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Iron
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Statt Schweinenacken zu subventionieren, sollten die Löhne/Hilfen so steigen, dass sich jeder "anständige" Lebensmittel leisten kann.


muffinho
Iron hat geschrieben:Statt Schweinenacken zu subventionieren, sollten die Löhne/Hilfen so steigen, dass sich jeder "anständige" Lebensmittel leisten kann.


So wie in der Schweiz? Ein Freund hat in Konstanz studiert, der ist jedes Mal fassungslos wenn er dort wieder mal zu Besuch ist und feststellt, dass schon wieder ein dm oder Discounter mehr gebaut wurde, um die einfallenden Alpenshopper zu befriedigen.

cron