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muffinho
Goofy hat geschrieben:Der Mann ist 57 und nicht ganz dumm (sonst hätte er ja nicht dort gearbeitet, oder?). Er hat Zweifel, er möchte Deutschland vor noch mehr Unheil bewahren, und hat dafür riskiert, ein paar Jahre früher in Rente zu müssen.


Ich habe in meinen nicht ganz wenigen Jahren zu viele Menschen kennengelernt, bei den mir nur eines einfiel:

Bild

Menschen sind einfach ... manchmal komisch, manchmal dumm, manchmal unerklärlich.

In welche Richtung diese Person fällt, weiß ich nicht, ich maße mir nicht an ihn aus der Ferne zu beurteilen, aber ich weiß garantiert was er nicht ist: ein Whistleblower, zu was man ihn gerade in Trutherkreisen hochsterilisieren (danke @Brüno für diesen Klassiker) will. Er hat kein Geheimnis verraten, keine Internas, nichts was nicht tausend andere Vollhonks auf Youtube und Facebook auch verbreiten, sondern er hat das getan, was viele andere Menschen auch tun: seine Meinung vertreten. Ein Whistleblower wie Snowden hat Fakten veröffentlicht, Dinge die man versucht hat geheim zu halten, die er zwar mit seiner persönlichen Meinung ergänzt hat, um das Ausmaß zu verdeutlichen, aber generell stehen hier abertausende objektive Daten. Der Referent aus dem BMI hat eine stark subjektive Ansicht zu diesen Dingen, die er mit Expertenwissen untermauern möchte, die eine ähnliche Ansicht haben. Wenn ich eine Studie machen möchte dass Fleischkonsum schädlich für den Menschen ist und frage hierzu 10 "Experten" von PETA, dürfte wohl klar sein welche Richtung diese "Experten" einschlagen.

Aber das spielt alles keine Rolle. Er hat falsch gehandelt, und schon alleine dass er entgegen der Anweisung sein Dossier im Namen seines Referats u. a. ans Kanzleramt geschickt hat, ist schon Grund genug ihn in die Pampa zu schicken. Hätte er wenigstens irgendwas whistleblowtechnisches geliefert, hätte ich dieses Risiko ja noch verstehen können, so sind Idealisten, aber das war es ja nicht mal, es war NUR seine Privatmeinung, und dafür seine Karriere zu ruinieren, ich weiß nicht ob das so intelligent ist.

Spielgerät
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Halbdaggl
Goofy hat geschrieben:Der Mann ist 57 und nicht ganz dumm (sonst hätte er ja nicht dort gearbeitet, oder?). Er hat Zweifel, er möchte Deutschland vor noch mehr Unheil bewahren, und hat dafür riskiert, ein paar Jahre früher in Rente zu müssen.


Und was willst du uns damit sagen? Dass er Recht hat? Dass er "die Wahrheit sagt" ( das wird man ja wohl noch sagen dürfen...)? Dass man sich inhaltlich mit seinem Pamphlet beschäftigen muss, weil er doch so viel dafür riskiert hat?

Zum Thema Corona-Kompetenz kraft Titels / Berufes empfehle ich dir diesen Artikel
https://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/ ... -1.4906380.

Und der Auftritt Richlings gestern bei Maischberger hat auch bewiesen, dass ein gewisses Maß an Intelligenz keine Garantie für einen sinnvollen Beitrag zur Pandemiedebatte darstellt. Erst dachte ich, der parodiert Xaver, Atilla und Jens....bis ich bemerkt habe, dass Richling das ernst meint, was er da von sich gegeben hat.
"In this world there's two kind of people: Those who have loaded guns and those who dig. And you dig."

Goofy
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Grasdaggl
muffinho hat geschrieben:Er hat falsch gehandelt

Ich würde da nicht so schnell urteilen.
Weder in diese noch in die andere Richtung.

Dass er sich seinem Arbeitgeber gegenüber nicht gut verhalten hat, ist klar.


Spielgerät hat geschrieben:Und was willst du uns damit sagen? Dass er Recht hat? Dass er "die Wahrheit sagt" ( das wird man ja wohl noch sagen dürfen...)? Dass man sich inhaltlich mit seinem Pamphlet beschäftigen muss, weil er doch so viel dafür riskiert hat?

Was ich damit sagen will, ist garnicht so arg wichtig.
Seine Motive kenne ich nicht.
Er hat damit eine Diskussion angestoßen. Klar gab es solche Aussagen vorher auch schon - aber wer hat darüber diskutiert? Öffentlich doch kaum.

Wie sehr er selbst an seinem Job hing, weiß ich nicht. Jetzt kann er wohl in Rente. Und hat vorher noch was Gutes getan - meint er zumindest.
linksgrünversifft - was davon weit entfernt ist, ist Ironie, Sarkasmus und schlechter Humor

muffinho
Goofy hat geschrieben:
muffinho hat geschrieben:Er hat falsch gehandelt

Ich würde da nicht so schnell urteilen.
Weder in diese noch in die andere Richtung.

Dass er sich seinem Arbeitgeber gegenüber nicht gut verhalten hat, ist klar.


Da braucht man nicht schnell, sondern richtig urteilen, und die Tatsache, dass er mit seiner dienstlichen Mailadresse ein privat verfasstes Papier im Namen seines Referats entgegen der Anweisung seines Referatleiters an vorgesetzte Stellen und andere Behörden geschickt hat, ist nicht "nicht gut verhalten", sondern falsch, da kannst Du jeden normal denkenden Arbeitsrechtler fragen. Dabei habe ich die Sache mit dem Briefpapier noch gar nicht berücksichtigt.

Tamasi
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Allmachtsbachel
Möchtegernwhistleblower hat geschrieben:Abhilfe ist nur möglich, wenn das vorhandene Wissen weitergegeben und zur Kenntnis genommen wird.

Copy/Paste aus einem Whats-App-Kettenbrief.


Goofy hat geschrieben:Er hat damit eine Diskussion angestoßen. Klar gab es solche Aussagen vorher auch schon - aber wer hat darüber diskutiert? Öffentlich doch kaum.

Wasendemo verpasst? Und auch sonst & auch in den seriösen Medien: Es wird doch schon seit so vielen Wochen diskutiert, auch über konträre Meinungen. Was sind das nur für seltsame Legendenbildungen und Opfermythen?

Spontan fällt mir ein anderer "Held" der großen Rauner ein, der Rechtmediziner Klaus Püschel. Der war und ist mit seinen Thesen sehr präsent.

Übrigens war Püschel vor einigen Wochen bei "Lanz" und hat da viel Raum bekommen. Seltsamerweise hat er den nicht genutzt, um auf die Embolien hinzuweisen. Obwohl diese Problematik zu diesem Zeitpunkt dank der Schweizer Ärzte bereits bekannt war. Püschel hat erst Tage später bei einer Nachfrage des Tagesspiegels die Embolien aufgegriffen. Warum hat er die Chance bei Lanz nicht genutzt, auf der großen Bühne? Oder ging es ihm da nur um destruktive Beiträge und auf den konstruktiven Weg haben ihn erst die Schweizer Ergebnisse gebracht? Ich frag ja nur. :lol:

Tamasi
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Allmachtsbachel
Und bevor hier weiter teils Seltsames über die aktuell niedrige japanische Selbstmordrate gemutmaßt wird:

mappes:
Durch den Lockdown in Japan wird man nicht in seiner Wohnung eingesperrt. (Das war Nordkorea; gerüchteweise. :-) ) Wer will, kann also die Bahn nehmen und zum Selbstmord seiner Wahl fahren. Oder sich gleich davor werfen.

Airwin:
"Im Home-Office entspannen": Teilweise garantiert zutreffend; der strengen Büro-Hierarchie und anderen Regeln zu entfliehen, wird vielen gut tun. Vielen anderen nicht. Die japanische Familie ist in der Regel darauf ausgelegt, dass der Mann von morgens früh bis abends spät bei der Arbeit ist. Oft auch am Wochenende. Jetzt sitzen manche Ehepaare bzw. Familien 24/7 aufeinander. Das führt verstärkt zu Streit und Krisen - im Zweifelsfall steigt womöglich nicht die Selbstmord-, sondern die Mordrate.

Unter Westfalen
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Grasdaggl
vivafernanda hat geschrieben:@ uwe,
Du meinst jetzt aber nicht killroy, oder?

Der gehört schon ewig dazu.


Doch,
den meine ich. ;)

Habe mal nachgeschaut:

Registriert: 12. Februar 2019 13:40
Letzte Aktivität: Heute 16:42
Beiträge insgesamt: 206 (0.08% aller Beiträge / 0.45 Beiträge pro Tag)
Am aktivsten in Forum: Seggl-Boiz (101 Beiträge / 49.03% der Beiträge des Benutzers)
Am aktivsten in Thema: Corona (91 Beiträge / 44.17% der Beiträge des Benutzers)

Der ist nach mir eingetreten
und immer noch Seggl. :cyclops:

Seine VfB-Beiträge finde ich etwas fundamentalradikal
aber teilweise kann ich seine Meinung sogar teilen.

Wenn er insgesamt 206 Beiträge gepostet hat und allein 91 für Corona in den letzten 8 Wochen
sind die Prioritäten schon deutlich.

Auf alle Fälle gefällt mir, wie er argumentiert.

Würdest Du einen Dienstgradsprung ebenfalls befürworten. :mrgreen:
Häggor, fliag iebor da Näggor, fliag iebor da Rai, fliag midda drennai

vivafernanda
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Granadaseggl
;Killroy war im alten Forum schon aktiv. Er ist nicht wirklich neu.
Ehrlich gesagt, ich bin manchmal sehr auf dem „weniger ist mehr“-Trip. Der Grad macht nicht den Seggl ;)
Eine Hand, die schiebt, ist besser als 100 Hände, die ziehen.

Unter Westfalen
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Grasdaggl
Ja, du hast recht.
Es war halt ein Vorschlag, der lustig sein sollte.
Mit einem Kern Wahrheit.
;)

wobei,
Himbeertoni
wollte ich auch nicht heißen.
Dann lieber einen deaktivierten Avatar.
:oops: :banane: :oops:
Häggor, fliag iebor da Näggor, fliag iebor da Rai, fliag midda drennai

Goofy
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Grasdaggl
muffinho hat geschrieben:
Goofy hat geschrieben:
muffinho hat geschrieben:Er hat falsch gehandelt

Ich würde da nicht so schnell urteilen.
Weder in diese noch in die andere Richtung.

Dass er sich seinem Arbeitgeber gegenüber nicht gut verhalten hat, ist klar.


Da braucht man nicht schnell, sondern richtig urteilen, und die Tatsache, dass er mit seiner dienstlichen Mailadresse ein privat verfasstes Papier im Namen seines Referats entgegen der Anweisung seines Referatleiters an vorgesetzte Stellen und andere Behörden geschickt hat, ist nicht "nicht gut verhalten", sondern falsch, da kannst Du jeden normal denkenden Arbeitsrechtler fragen. Dabei habe ich die Sache mit dem Briefpapier noch gar nicht berücksichtigt.


Ja. Ich frag aber keinen Arbeitsrechtler und auch nicht seinen Arbeitgeber. :roll:

Wenn ich dort nach Edward Snowden frag, bekomme ich auch keine positiven Antworten. Verstehst du?

Der Fall gehört nicht auf eine Stufe mit Snowden, ganz klar.
Aber ihre innerbetrieblichen Vergehen interessieren mich bei beiden nicht.
linksgrünversifft - was davon weit entfernt ist, ist Ironie, Sarkasmus und schlechter Humor

killroy
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Granadaseggl
@uwe
ich war schon im uralt-segglforum der STZ dabei
habe so meine ONs und OFFs - in den letzten jahren ganz viele OFFs, aber jetzt hab ich eben gerade viel zeit
ist ja nett von dir mit dem dienstgrad, des is mir aber völlig wurscht
viel wichtiger finde ich, dass meine argumentation zumindets nicht völlig für die tonne ist
:prost:
seit/seid

Herr der (Brust-)Ringe III - Die Rückkehr des Präsidenten

Goofy
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Grasdaggl
Ich glaub, letzteres wollte er dir sagen. :)
linksgrünversifft - was davon weit entfernt ist, ist Ironie, Sarkasmus und schlechter Humor

Unter Westfalen
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Grasdaggl
Genau.

Mc Killroy

Bild


Wieder was gelernt.
Ich bin ja auch noch Junggeselle hier.
Dank Viva, die mich nach einem Jahr befördert hat (Lissy trau ich mich nicht zu schreiben :oops: , will ja nicht plumpanmachend rüberkommen. :idea: )
:prost:

Der zweite Schluck ist für

Goofy,

der echt luschdig isch, aber wegen Corona unter Beobachtung steht.
Häggor, fliag iebor da Näggor, fliag iebor da Rai, fliag midda drennai

Goofy
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Grasdaggl
Ich? Luschtig? Was soll das bedeuten? :o

Und wie, Beobachtung? Ich hab kein Corona. :arr:
linksgrünversifft - was davon weit entfernt ist, ist Ironie, Sarkasmus und schlechter Humor


muffinho
Goofy hat geschrieben:
Aber ihre innerbetrieblichen Vergehen interessieren mich bei beiden nicht.


Doch, das ist relevant, denn sowohl Snowden als auch der Referent haben innerbetriebliche Vergehen begangen. Interessant wird es aber, wenn man das Vergehen in Relation mit dem Nutzen für die Allgemeinheit sieht. Beim Referent war der Nutzen gleich Null. Eine persönliche Meinung von ihm, garniert mit wissenschaftlichen Aussagen von "Experten" die ihre Meinung medial jedem aufgedrängt haben der nicht schnell genug auf dem Baum war. Hätte es sein Pamphlet nicht gegeben, wäre die Welt immer noch die gleiche, der Effekt ist wenn dann nur negativ, weil Trutherspacken wieder einen neuen Helden haben, den sie als angebliche Referenz für ihre wirren Gedanken nutzen können, da ist es teilweise nicht mehr weit bis zu QAnon.

Bei Snowden ist das fundamental anders. Bei ihm ist der Nutzen für die Allgemeinheit derart hoch, dass das innerbetriebliche Vergehen dagegen zu vernachlässigen ist. Snowden hat Dinge ans Licht gebracht, die ohne ihn vielleicht immer noch nicht bekannt wären, darunter illegale Aktionen wie die systematische Überwachung amerikanischer Bürger oder ausländischer Diplomaten. Hier geht es um Straftaten oder moralische Perversitäten, wie etwa das Ausnutzen von Sicherheitslücken wie EternalBlue, die jahrelang von der NSA genutzt wurde und später Milliardenschaden angerichtet hat. Snowden hat objektive Dinge ans Licht gebracht, die allumfassende Überwachung, Beteiligung anderer Nationen wie auch Deutschland an illegalen Überwachungsmaßnahmen, auch an Politikern usw. usf.
Snowden hat uns klargemacht, wie weit die allumfassende Überwachung schon fortgeschritten ist und dass praktisch jeder, der moderne Kommunikationsmittel nutzt, ins Visier dieser Überwachung kommt.

Die Dimensionen, die Snowden aufgedeckt hat, sind von unschätzbarem Nutzen, die Privatmeinung eines Referenten, der denkt dass die Regierung Millionen Jahre Leben vernichtet hat, ist in Sachen Nutzen für die Allgemeinheit mehr oder weniger für die Tonne.

Auswurf
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Grasdaggl
(trefflichst geschrieben)
ich mag's, mit Dir eine meinung zu teilen ;)
- obwohl das ja keine meinung ist, sondern schlicht die fakten
das ist doch keine Musik



Goofy
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Grasdaggl
muffinho hat geschrieben:
Goofy hat geschrieben:
Aber ihre innerbetrieblichen Vergehen interessieren mich bei beiden nicht.


Doch, das ist relevant, denn sowohl Snowden als auch der Referent haben innerbetriebliche Vergehen begangen.


Gut, dann interessiert dich das, mich interessiert es nicht. Mich interessiert wenn dann, was auf den Seiten steht, die er da geschrieben hat.

Goofy hat geschrieben:Der Fall gehört nicht auf eine Stufe mit Snowden, ganz klar.
Damit wollte ich klarstellen, dass es den Vergleich mit Snowden nicht braucht. Das ist garkeine Diskussion. Entschuldige, falls das nicht deutlich genug ausgedrückt war von mir.

Spielgerät hat geschrieben:
Goofy hat geschrieben:Der Mann ist 57 und nicht ganz dumm (sonst hätte er ja nicht dort gearbeitet, oder?). Er hat Zweifel, er möchte Deutschland vor noch mehr Unheil bewahren, und hat dafür riskiert, ein paar Jahre früher in Rente zu müssen.


Und was willst du uns damit sagen? Dass er Recht hat? Dass er "die Wahrheit sagt" ( das wird man ja wohl noch sagen dürfen...)? Dass man sich inhaltlich mit seinem Pamphlet beschäftigen muss, weil er doch so viel dafür riskiert hat?

Auch das hatte ich glaub nicht ganz beantwortet. Was ich damit sagen will?

Spielgerät hat geschrieben:Dass er Recht hat?

Ich bin sicher, dass er nicht mit allem Unrecht hat. Aber er hat auch nicht mit allem Recht. Wie das Verhältnis ist, weiß ich nicht.

Spielgerät hat geschrieben:Dass er "die Wahrheit sagt" ( das wird man ja wohl noch sagen dürfen...)?

Wer kennt schon "die Wahrheit" in der ganzen Sache? Nein, das wollte ich also auch nicht sagen.


Spielgerät hat geschrieben:Dass man sich inhaltlich mit seinem Pamphlet beschäftigen muss, weil er doch so viel dafür riskiert hat?

Er hat ja nicht viel riskiert - wenn man die Perspektive frühere Rente sieht. Oder er hat eben doch viel riskiert - ich weiß nicht, wie seine Lebenssituation ist.
Ist mir aber auch relativ egal, was er riskiert hat.

Mir gehts nur um den Inhalt. Und mit dem kann man sich schon mehr beschäftigen.
Ob jetzt konkret mit diesem Papier, oder mit anderen kritischen Stimmen, völlig egal.


In den allgemeinen Medien könnte man schon das Gefühl bekommen, die haben alle die gleiche Meinung.
Ja, es wird diskutiert, ob man die Einschränkungen jetzt etwas schneller lockert, oder lieber noch nicht. Aber wirklich kritische Stimmen kommen ja nicht zu Wort - oder sie werden gleich als Spinner hingestellt. Am besten noch auf eine Stufe mit den Leuten, die glauben, dass Bill Gates irgendwas damit zu tun hat...

Hier in der Diskussion wird ja auch schon zwischen "Fakt" und "Meinung" unterschieden - na dann...
Klar, was näher an der eigenen Meinung ist, das schafft es eher, zum "Fakt" empor gehoben zu werden.


Und, was der Herr Kohn ja fordert: Die Verhältnismäßigkeit der Maßnahmen - und mal nachforschen, was man durch diese Maßnahmen an negativen Folgen in Kauf nimmt. Ich habe dazu von offizieller Seite noch nicht viel dazu gefunden, dass da analysiert worden wäre.
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Goofy
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Grasdaggl
Ebenso wies Kretschmann den Vorwurf zurück, die Schäden des Lockdowns zu wenig zu berücksichtigen: "Ich glaube, dass die Auswirkungen der Pandemie, wenn sie außer Kontrolle gerät, weit größer wären als das, was jetzt passiert", sagte der baden-württembergische Ministerpräsident. Das sei für ihn immer der Maßstab für die Maßnahmen gewesen


Ok. Kretschmann glaube ich.
Dann ist ja alles in Ordnung :D

Weltweit bezweifle ich es aber, dass es so ist :?
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de mappes
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Spamferkel
Tamasi hat geschrieben:Und bevor hier weiter teils Seltsames über die aktuell niedrige japanische Selbstmordrate gemutmaßt wird:

mappes:
Durch den Lockdown in Japan wird man nicht in seiner Wohnung eingesperrt. (Das war Nordkorea; gerüchteweise. :-) ) Wer will, kann also die Bahn nehmen und zum Selbstmord seiner Wahl fahren. Oder sich gleich davor werfen.

Airwin:
"Im Home-Office entspannen": Teilweise garantiert zutreffend; der strengen Büro-Hierarchie und anderen Regeln zu entfliehen, wird vielen gut tun. Vielen anderen nicht. Die japanische Familie ist in der Regel darauf ausgelegt, dass der Mann von morgens früh bis abends spät bei der Arbeit ist. Oft auch am Wochenende. Jetzt sitzen manche Ehepaare bzw. Familien 24/7 aufeinander. Das führt verstärkt zu Streit und Krisen - im Zweifelsfall steigt womöglich nicht die Selbstmord-, sondern die Mordrate.


dann ist die Erklärung also: Normale statistische Schwankungen
Oder hast du noch eine plausible?
Aber danke für die Schilderungen (quasi Insider ;) )
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fkAS
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Halbdaggl
Goofy hat geschrieben:...Und, was der Herr Kohn ja fordert: Die Verhältnismäßigkeit der Maßnahmen - und mal nachforschen, was man durch diese Maßnahmen an negativen Folgen in Kauf nimmt. Ich habe dazu von offizieller Seite noch nicht viel dazu gefunden, dass da analysiert worden wäre.

Soweit ist das ja legitim. Aber warum "informiert" er sich so einseitig? Das ist ja nicht mal der Versuch einer objektiven Bewertung der unterschiedlichen Szenarien. Ich kann das nicht ernst nehmen. Wenn der erste "Experte" ein Schreiber für achgut.com ist, wo man bestenfalls Polemik, aber seltenst einen vernünftigen Umgang mit Daten findet, dann ist das bemitleidenswert.
Eine fundiertere Analyse der Kollateralschäden würde mich auch interessieren. Dabei müsste man aber unterscheiden zwischen den Kollateralschäden, die den Infektionsschutzmaßnahmen direkt zuzurechnen sind und denen die von der Infektion selbst verursacht werden. Die Leute vermeiden ja Krankenhausbesuche nicht nur, weil die Kapazitäten auf Covid-kranke ausgerichtet sind, sondern weil sie Angst haben sich dort anzustecken. Und sie würden Arzt- und Krankenhausbesuche natürlich auch in einem Szenario mit geringeren Infektionsschutzmaßnahmen vermeiden, weil dann mehr Leute im Krankenhaus landen würden. D.h. ohne Lockdown hätten wir auch Kollateralschäden, womöglich deutlich höhere als derzeit. Oder glaubt jemand, dass die Leute in Italien mit gesundheitlichen Problemen munter weiter ins Krankenhaus gegangen sind als diese überlastet waren?

de mappes
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Spamferkel
Die Leute vermeiden ja Krankenhausbesuche nicht nur, weil die Kapazitäten auf Covid-kranke ausgerichtet sind, sondern weil sie Angst haben sich dort anzustecken.


da fehlt es dann aber vielleicht auch an Aufklärung, die mittlerweile erhöht wurde (Maßnahmen ergriffen ect…)

Was man sagen kann: Man kann diese Punkte ewig weiter ausführen und berechnen kann man es nie wirklich seriös was nun überwog

D.h. ohne Lockdown hätten wir auch Kollateralschäden, womöglich deutlich höhere als derzeit.


je nachdem; die Auslastung war ja offenbar nie grenzwertig (unterschiedliche berichte) und welche Maßnahmen wie wirkten, dazu gibt es auch verschiedene zahlen.
Also hätte man vielleicht schon früher werben müssen, Leute mit anderen Erkrankungen wieder zur Behandlung zu bringen

sehr schwer und es musste halt auch irgendwas entschieden werden...unmöglich, in dieser Causa alles richtig zu entscheiden
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