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Hochspannung im Deppen-Ranking: Schalke hat vorgelegt.
sfpa - Der VfB Stuttgart steht im heutigen Spiel gegen den HSV unter Zugzwang. Mit einem 1-2 in Düsseldorf hat der FC Schalke 04 seine Spitzenposition im Kampf um die erbärmlichste Rückrundenbilanz weiter ausgebaut. Dabei wäre das Team des talentierten David Wagner beinahe gestrauchelt: Mitte der zweiten Hälfte ging Schalke überraschend in Führung. Doch mit einem zugelassenen Doppelschlag schaffte der Absteiger der Herzen binnen Minuten den Rückstand und konnte diesen bis zum Schlusspfiff halten.
Nach zwei souveränen Niederlagen mit null eigenen und sieben Gegentoren fiel das gestrige 1-2 jedoch denkbar knapp aus. Aufkommende Vorwürfe, die Mannschaft sei angesichts der rekordverdächtigen Serie von 3-24 Toren aus den letzten zehn Spielen satt und zu hochmütig ins Spiel gegangen, erstickte Wagner im Keim: „Beim 1-0 stellen wir uns natürlich saublöd an. Das werden wir intern knallhart aufarbeiten“, so der Brille-tragende Cambridge-Absolvent. „Wenn ich das Gefühl habe, dass einer nicht mitzieht, werde ich ihn mit kuschelweichen Streicheleinheiten auf den Boden der Tatsachen zurückholen.“
Bei diesem Gedanken dürfte so mancher Spieler zusammenzucken. Das Straf-Golfen nach zwei Siegen in der Hinrunde dürfte im Team noch böse in Erinnerung sein. „Wir bleiben achtsam“, hauchte Kapitän Markus Schubert ins Sky-Mikrofon und warnte gleichzeitig vor seinem in Schlagdistanz lauernden Ex-Club: „Der VfB Stuttgart ist in einer Bombenverfassung. Wir können uns keinen Punktgewinn mehr erlauben, sonst ziehen die an uns vorbei.“
Das will auf Schalke natürlich keiner. Zu groß ist der Traum, Rückrundenletzter zu werden und den Fans zum Saisonabschluss endlich die Rote Laterne zu präsentieren. Der Balkon im Jobcenter Gelsenkirchen ist jedenfalls schon angemietet.