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Tonnenweise Material.

Auswurf hat geschrieben:Die große frage - wer kann deeskalieren ?


Deeskalation wäre Aufgabe der Polizei, ich habe aber fast ausschließlich Berichte gelesen, in denen die Polizei für die Eskalation verantwortlich gemacht wird.

Aus Chicago und LA heißt es, dass mit einer Stunde Warnung eine Ausgangssperre verhängt wird, eine halbe Stunde später werden die Verkehrsmittel stillgelegt, und wer dann noch draußen ist, wird beschossen und interniert.

Und dann trampeln paramilitärische Gangs durch dein Wohngebiet:


Auswurf
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Grasdaggl
die übergeordnete autorität.. und meinte das eher rhetorisch
- weil, gibt's ned

polizei vor ort, ja das wäre super und sicher wird's es da auch solche fälle geben.
Siehe die knienden pollis von spiegel online.

Ich hoffe wiklich, dass es auch "Deine" hardcorebilder ins deutsche fernsehen schaffen - das ist pflicht einer hauptnachrichtensendung.

wenn man sich denkt, dass die spalterei von gesellschaften in dem tempo weiter geht,
macht mich das... weiß nicht wie.
Abgesehen davon, dass es noch nie paradiesisch war
das ist doch keine Musik


RedBlues
Halbdaggl
Donald Fersensporn Trump agiert als Brandstifter weil er und seine Republikaner davon überzeugt sind, dass diese Proteste ihre Stammwähler mobilisieren wird.

Es ist eben eine explosive Mischung, Corona, 40 Millionen Arbeitslose und überbordender Rassismus.

Was wir erleben sind die ersten Zeichen eines gescheiterten Staates.




Tifferette
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Grasdaggl
Nice Weather hat geschrieben:
Tifferette hat geschrieben:Zum Glück gibt es sie auch noch, diese kleinen Dinge, die Hoffnung machen.

https://www.theguardian.com/global/vide ... 1590998028





Ich will die Stimmung nicht ruinieren. Aber so was ist schnell behauptet. Scharfmacher gibt es auch da genügend.

Ich will nicht den Relativierbot spielen. Aber wenn ich Bilder von solidarischen Polizisten sehe, und danach einen lapidaren Tweet, dass 45 Minuten später losgeknüppelt wurde, dann gibt es hinsichtlich Vollständigkeit und Akkuratheit des Tweets Fragen.
"They may be drinkers, Robin, but they are also human beings."

(Batman)

Tifferette hat geschrieben:Scharfmacher gibt es auch da genügend.


Very fine people on both sides.

Es geht um die Macht der Bilder: die Leute finden’s zynisch, dass Polizisten da rumknien und für eine Geste beklatscht werden, für die Colin Kaepernick mit einem faktischen Berufsverbot belegt wurde. Das ist einfach lächerlich.

Mike Pence besuchte seinerzeit ein Spiel, um ein Kasperltheater zu veranstalten und demonstrativ seinen Platz zu verlassen, als Kaepernick während der Hymne kniete – der selbe Mike Pence, der neulich tweetete, dass es die Leute doch mal mit friedlichen Protesten versuchen sollten, anstatt zu plündern. Da kotzt du doch im Strahl – das versuchen die Leute seit Generationen: Martin Luther King haben’s für seinen friedlichen Protest auf dem Balkon abgeknallt.

In den Medien sind jetzt der knuffelige Polizeichef von Flint und der Dicke aus New Jersey die Helden, dabei geht es darum, in diesem komischen Land aus Straßengangs in Uniform endlich einen Sicherheitsapparat zu formen: jemand schrub von einem Bezirk, in dem die Einführung einer unabhängigen Aufsichtsbehörde dazu geführt hat, dass dort nicht mehr 8 Leute pro Jahr von Polizisten getötet werden, sondern keine.


Ich verstehe nicht ganz, warum in New York Demonstranten die Polizisten zum knien aufgefordert haben – es ist eine beknackte, leere Geste, und die folgende Gewalt ist nicht nur gut dokumentiert, sondern war auch zu erwarten.



Die wussten nicht so recht, wie ihnen geschieht – sie wussten aber, dass sie das auf Twitter um die Ohren gehauen kriegen, wenn ihre Testosteronlappen später wie gehabt ihren Aggressionen freien Lauf lassen. Das NYPD ist eine Behörde mit 6 Milliarden Dollar Budget und anscheinend null Plan oder Ausbildung, wie man mit Menschenmengen umgeht. Dafür haben’s übermächtige Polizeigewerkschaften, und kein Bürgermeister traut sich an sie ran.

Die Schuld kriegen am Schluss wieder die Neger, weil sich einer dabei filmen lässt, wie er ein Pärle Turnschuhe aus einem Laden befreit. Dabei gibt’s natürlich haufenweise Video von friedlichen Protesten wie in Flint (glaube ich), und jede Menge Material davon, wie Organisatoren von Demos versuchen, Leute, viele davon sehr weiß, vom Plündern abzuhalten.

Aber du hast recht: wir brauchen kühle Analyse, keine voreiligen Schlussfolgerungen. Wie diese Journalistin:



Pulitzerverdächtig.

muffinho
Ist halt eine Frage der Kultur (Leitkultur?) innerhalb der Polizeibehörde. Wenn Du mit der Gewissheit Deinen Dienst verrichtest, dass Du selbst mit vorsätzlichen Mord durchkommst (den Tod von Floyd würde ich nicht als Mord, sondern nach deutschem Verständnis maximal als Totschlag bezeichnen, aber es gab schon Videos von Polizisten die gezielt von hinten auf Flüchtende geschossen haben, selbst als diese schon am Boden lagen), und dies in einem Land in dem Waffen heroisiert werden, deren Lobby die wohl mächtigste landesweit ist und man dank stand your ground einfach mal jemand erschießen kann, der ihm seltsam vorkommt, so wie etwa damals Zimmermann, dann darf man sich nicht wundern wenn man sich über die Jahrzehnte etwas heranzüchtet, das irgendwann den Frust der Bevölkerung überkochen lässt.

Die USA haben halt aus der Geschichte Rodney King mal überhaupt nichts gelernt, aber was will man machen, wenn man ein stable genius im WH hat, der sich freut dass er "the most vicious dogs, and most ominous weapons, I have ever seen" in seinem Garten hat. Soll er doch mal so "tough" zu den Demonstranten sein wie er es bei little Rocketman war, oder seinem Buddy Putin.

muffinho
Das war nach Floyd



Würde unsere Polizei so eine Kontrolle bei mir durchführen, wäre ich auch angepisst, flache Göre 2.0!

Airwin
Very fine people on both sides.



yep definitiv , gewalttätige, rassistische polizisten auf der einen und plündernde, brandschatzende "aktivisten" auf der anderen seite. Wenig überraschend auch white men wearing all black, so wie man die antifa-faschisten auch in D kennt:


Lang gesucht und nichts gefunden: nur ein Video mit Schatten in einem Tweet, in dem jemand “Antifa” sagt. Komm ich helfe dir, du absoluter Clown:



Das ist ein Video von einem Weißen in schwarzen Klamotten. Doof nur, dass seine Verkleidung etwas zu neu ausschaut, und es Leute gibt, die ihn als Polizist identifiziert haben wollen – weiß meines Wissens keiner, ob das stimmt. Es gibt auch sonst einiges an Material, das weiße Würstchen in schwarzen Klamotten zeigt. Sehen aber eher wie Muttersöhnchen aus als wie die Antifa-Aktivisten, die Bunker Boy als Schuldige ausgemacht hat.

Was hingegen von offizieller Stelle bestätigt ist, ist ein Haufen Neonazis, die in Minneapolis beim Versuch festgenommen wurden, Unruhen anzuzetteln.

Airwin
Lang gesucht und nichts gefunden:



der hardcoretwittererer :lol: - na wenn man nicht mal das hinbekommt :roll: - hat mich keine 3 minuten gekostet:

On Saturday Pittsburgh Police Chief Scott Schubert complained that the protest turned violent after being hijacked by white males dressed in anarchist Antifa attire.

“I’m willing to bet my check that there’s a lot of people who are anarchists, who, they’re not here to protest what happened, they’re not here to protest what happened, they’re here to take advantage of situations and throw it their way and bring other people into the mix and cause damage and cause injury,” Schubert said, according to KDKA-TV.

“There’s no doubt that that’s who’s doing it and a lot of things we’re seeing are white males, dressed in the anarchist, Antifa, they’re ones who are fueling a lot of this," he said. "It’s just a damn shame that they took advantage of the situation, for something, something happened in another state where somebody died who shouldn’t have died, and they hijacked that message for their own.”

https://www.foxnews.com/us/pittsburgh-p ... stdowntown



aber nicht nur von der antifa "good people on both sides". Bei den protesten gegen (polizei)gewalt gibt es anscheinend - im gegensatz zu dir habe ich mir eine gewisse skepsis gegenüber twitter"meldungen" und videos erhalten - auch sowas wie eine lust am lynchen (mir durchaus rassistischer konnotation wenn ich mir die anmerkung erlauben darf):

seinen laden zu schützen kann gefährlich sein wenn der mob unterwegs ist:





mit dem truck über gesperrte highways zu rasen sowieso:



beim finale sale blieb es wenigstens einigermaßen friedlich (und ausgesprochen bunt :bounce: ) :





redrum
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Lombaseggl
@airwin: Ich habe keine große Lust über das Thema zu diskutieren. Kommt nix bei raus, sofern wir uns nicht über die Ursachen unterhalten. Also Machtverhältnisse im Kapitalismus, Eigentum, Waren- und Gebruchswert etc. Interessiert mich alles nicht mehr so sehr. Außerdem kommen wir sowieso nicht auf einen Nenner.

Aber: Wenn jemand probiert mich mit einem Vierzigtonner zu überfahren, werde ich ihm danach auch die Fresse polieren. Also die Backpfeifen hat er sich verdient der truck-driver.

de mappes
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Spamferkel
Nilkheimer hat geschrieben:Ah, Whataboutismus, das muss Mappus' gute Schule sein. Aber das mit den Medikamenten ist ein wichtiger Hinweis.


Du hast zu viele Verständnisprobleme und zu wenig Reflektion
Don't criticize what you can't understand

de mappes
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Spamferkel
Auswurf hat geschrieben:
Ich hoffe wiklich, dass es auch "Deine" hardcorebilder ins deutsche fernsehen schaffen - das ist pflicht einer hauptnachrichtensendung.



und wenn nicht...dann müsste man die Berichterstattung in gänze anzweifeln oder?
und das wäre schon wieder eine radikalere Ansicht...aber warum sieht man kaum was bislang?
Don't criticize what you can't understand

Airwin
@redrum

dürfte so stimmen bis auf den zweiten absatz. der truckdriver hat ziemlich sicher nicht versucht jemanden zu überfahren - was latürlich keinesfalls rechtfertigt über einen gesperrten highway zu fahren und eine demo zu sprengen. Zeus'sche Übertreibungen wohin man schaut, "lebensgefährlich verletzt" sieht der man nämlich auch nicht aus.


Airwin
Nice wird sicher demnächst enthüllen von wem die 6 polizisten angeschossen wurden - vermutlich nicht mit gummigeschossen... . Aber "scharfmacher" gibt es ja nur auf einer seite, hoffentlich hat das auch tifferette jetzt gefressen. Die welt ist schließlich schwarz und weiss (sic!) .

2 police officers shot in Las Vegas, 4 police officers shot in St. Louis
https://abcnews.go.com/US/george-floyd- ... d=71014430

CoachingZone
Halbdaggl
Nichts offenbart den aktuellen Rassismus (und die herrschende Klasse) in den USA so deutlich:

Weiße bewaffnete Männer dürfen vor die Regierungssitze ziehen, um gegen den Lockdown zu protestieren, (und erhalten noch präsidiale Weihen),

schwarze, bis auf wenige (unrühmliche) Ausnahmen unbewaffnete und friedliche Demonstranten (Männer, Frauen und Kinder) werden durch Ausgangssperren und die Nationalgarde an ihrem Recht, gegen Unrecht die Stimme zu erheben, behindert und vom Regierungsoberhaupt als linksradikale Terroristen bezeichnet :!:
Wenn die Unfähigkeit einen Decknamen braucht, nennt sie sich Pech.

- Charles Maurice de Talleyrand -

Airwin
danke für diese ausführliche und differenzierte betrachtung , dafür gibt es gleich noch ein video vonfriedlichen und unbewaffneten demonstranten ausnahmen gratis:





edit:

wenn bei friedlichen demonstrationen 100te von kleinen und großem läden (neben sneakern sind spirituosen sehr beliebt) geplündert werden, ein halbes dutzend polizisten angeschossen werden, polizeiwachen, kirchen und andere häuser angezündet werden, unschuldige ladenbesitzer (schwarz und weiss) verprügelt werden, dann hab ich von friedlich wahrscheinlich eine andere vorstellung.

https://abcnews.go.com/Video
Zuletzt geändert von Airwin am 2. Juni 2020 15:44, insgesamt 1-mal geändert.

Southern Comfort
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Grasdaggl
Es ist wie immer sehr vielschichtig.

1.) Es gibt keinen Grund, die friedlichen Protestanten zu beschießen. Im Land der verfassungsmäßigen Rechte, die so unveräußerlich sein sollen, gehört die Meinungsfreiheit ganz nach oben.
2.) Dort wo Meinungsfreiheit endet, und Sachbeschädigung anfängt, beginnt auch der Sanktionsbereich der Polizei. Ob das gleich mit diesen Methoden sein muss... Darüber finde ich, braucht man nicht streiten.
3.) Es gibt den reisenden Randallierermob "on both sides". Dieser mischt sich mit den friedlichen Demonstranten "on both sides". Das ist für eine Polizei nicht einfach, aber auch deswegen haut man nicht einfach die Gummigeschosse und das Tränengas flächendeckend raus, oder drückt halt mal etwas zu stark aufs Gaspedal.
4.) Das Vermengen des politischen Anliegens mit den akuten Brandherden nützt bedauerlicherweise nur dem Status quo. Einerseits kann die black community nicht mehr zuschauen und es erdulden, und somit ist verständlich, dass einem da die Galle hochkommt. Gewalt ist dennoch völlig kontraproduktiv. Andererseits bringt auch das bloße Hochhalten von Schildern garnichts. Da wird nur gegrinst...
5.) Mich erinnert das alles an die Zeiten von früher. Vietnamkrieg, Rassendiskriminierung, Nixon... als wiederholt sich das alles und keiner lernt was draus, in MAGA-Land.
Bruno Labbadia ist wie ein Aschenbecher in einer Kneipe, die schon vor 20 Jahren hätte abgerissen werden sollen. Du weißt nicht, warum, aber er steht stetig in der Ecke, voller kalter Kippen und mit dem beharrlichen Geruch von verbrannter Vergangenheit.