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jagdhuette
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Halbdaggl
Das sehe ich aber ander UWE, denn wieso kann man in knapp 20 Jahren den Kurs nicht korrigieren?

Was unter RotGrün damals passiert ist war sicher keine klassische SPD Politik mehr. Aber es wurde vieles richtig gemacht. Der Reformstau, den Helmut Kohl genutzt hat, um noch 2x wiedergewählt zu werden, haben sie mit vielen mutigen und vielen teilweise auch unnötigen, dem Zeitgeist geschuldeten Gesetzen aufgelöst.
Dann ist Oskar nach links abgebogen und hat die Wähler gespalten.
Aber alles was danach kam war doch noch viel erbärmlicher: Große Koalition ohne soziale Politik, trotz Ankündigung, keine Groko 2.0 zu wollen, wieder mitgemacht. Parteichefs, die sich die Klinke in die Hand geben. Die wirklich charismatischen Frauen, nie in die erste Reihe gestellt. Mir würde noch so viel einfallen.
Aber die SPD unter Schröder war definitv 30+x wählbar und das Angebot, dass sie seit dem für den Bürger hat ist ein Witz. Das kann man aber nicht Schröder anlasten. Es war Zeit genug sich ein anständiges Profil zuzulegen. Wenn man jemand dafür verantwortlich machen kann, dann Oskar. Denn er hätte eigentlich soviel Rückgrat zeigen müssen, die unterschiedlichen Positionen in seiner politischen Heimat, der SPD zu etablieren, statt die Flucht nach vorn anzutreten.

Auswurf
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Grasdaggl
egal was man von schröder hält - für ihn galt "ziel erreicht - nach mir die sintflut"
und die folgte dann auch spd bezogen.
Dazu noch das glück einer florierenden wirtschaft plus angie, die allen zunehmend weniger schlimm erschien
das ist doch keine Musik

Unter Westfalen
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Grasdaggl
Schröder und Lafontaine sind beides Egomanen und Alphamännchen. Die konnten nicht miteinander. Lafontaine hat das Handtuch geschmissen und hat sich letztendlich den Linken zugewandt.
Der Casus knaxus war die Agenda 2010. Es sind Zehntausende von Mitgliedern ausgetreten. Ich gehörte auch dazu. Das "rote Ruhrgebiet" und die "roten Rathäuser" sind seitdem Geschichte. Wenn du statt Lafontaine Müntefering, Steinbrück, Gabriel, Schulz und Nahles nennen würdest, wären wir inhaltlich eher beisammen.
Für eine freie und selbstbestimmte Ukraine.

jagdhuette
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Halbdaggl
Lafontaine hat den Wählern eine unwählbare Nischenpartei aus dem Osten nahe gebracht und die von dir genannten dachten sie könnten sich auf dem Erbe von Wehner/Brandt/Schmidt einen faulen Lenz machen und im Schlepptau der CDU die SPD wieder salonfähig. Das ist naiv und fahrlässig. Unter Schröder wurde zwar die Mitte erobert, aber die Grenzen zur CDU waren mehr als klar.
Daher bin ich glaube ich nah bei dir, aber unterschreibe eben nicht, dass Schröder der Totengräber der SPD ist.

Cantona
Schroeder hat rueckblickend selbst eingesehen, dass so manches, was damals im Zusammenhang mit der Agenda 2010 beschlossen wurde, falsch war; es gab durchaus viel kritikwuerdiges an dieser Agenda, keine Frage.

Aber man muss sich mal in die Situation zurueck versetzen: Deutschland hatte ueber 5 Millionen Arbeitslose und es war klar, dass etwas geschehen musste. Merkel hatte damals im Uebrigen ne weit staerker ausgepraegte wirtschaftsliberale Agenda; eh erstaunlich, wie sich diese opportunistische Gans, die mehr als einmal ne 180 Grad Kehrtwende gemacht hat, laenger an der Macht halten wird als Kohl.

In diesem Sinne:



:vfb: :prost: :vfb: :prost: :vfb: :prost: :vfb: :prost: :vfb:




Auswurf
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Grasdaggl
was meint er damit?
Corona .. bei 20k neuansteckungen täglich,
oder wie geil die bullerei die untermenschen im griff hat?
das ist doch keine Musik



Hasenrupfer
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Grasdaggl
Ich könnt ja nen noch perfideren Tweet von Heute posten, über den Senior aus Buffalo, aber ich mag schlichtweg nimmer. Der Typ hat keinerlei redeeming qualities, und wer immer noch net weiß, dass er ein verkommenes Arschloch ist, wird's auch nicht mehr kapieren.

Cantona
https://www.arte.tv/de/videos/075214-00 ... es-bullen/

Sie sind zur Zurückhaltung verpflichtet – kaum ein Polizist berichtet viel von seinem Job. Doch seit Oktober 2016 gehen Frankreichs Polizeibeamte immer wieder auf die Straße, um ihrer Wut Ausdruck zu verleihen. Der Schutzwall der Republik beginnt langsam zu bröckeln. Um die Hintergründe zu verstehen, haben die Filmemacher mit sieben Gesetzeshütern gesprochen.

Die Polizei ist ein Bindeglied, das für das Funktionieren einer Gesellschaft unabdingbar ist. Im Dienst gehorchen Polizisten Befehlen und stehen auf der Seite der Staatsgewalt. Doch trotz ihrer strengen Mäßigungs- und Zurückhaltungspflicht gehen seit Oktober 2016 immer wieder Polizisten in ganz Frankreich auf die Straße. So stellen sie Politiker, Polizeibehörden und Gewerkschaften auf die Probe. Wenn die Polizei heute ausrastet, dann sicherlich auch aufgrund der zuletzt besonders belastenden Jahre: terroristische Bedrohungen und dramatische Terroranschläge, dann der Ausnahmezustand, extrem gewalttätige Demonstrationen gegen das Arbeitsgesetz und in der sogenannten Verteidigungszone gegen das Flughafenprojekt nördlich von Nantes, der Zustrom illegaler Immigranten. Und dann der ganz alltägliche Wahnsinn: Beschimpfungen, Beleidigungen, immer mehr Gewalt in den Städten, Verhärtung der Lage in den sozialen Brennpunkten, Übergriffe auf Polizisten und die steigende Selbstmordrate unter Polizeibeamten. Der hohe Ergebnisdruck, der durch Prämienzahlungen und interne Kontrollen geschaffen wird, aber auch die Abschaffung der Nachbarschaftspolizei werden immer deutlicher hinterfragt. Diese Männer und Frauen, die an vorderster Front gegen das Auseinanderbrechen der Gesellschaft und soziale Konflikte kämpfen, haben ein sehr finsteres Bild von der Realität. Um herauszufinden, was die Gesetzeshüter zu ihren Protesten bewegt, haben die Filmemacher mit sieben von ihnen gesprochen. Die Polizisten erzählen von ihren Erfahrungen, berichten, dass sie sich allein gelassen fühlen, tagtäglich Angst verspüren. Sie schildern die Konfrontation mit der Gewalt in einer zunehmend gespaltenen Gesellschaft und beschreiben Einsätze, deren Sinn sie immer weniger erkennen können. Im Spannungsfeld zwischen dem Druck von oben in der internen Hierarchie und den Politikern, die nach außen hin Ergebnisse sehen wollen, hinterfragen sie, welche Rolle sie in unserer Gesellschaft spielen. Resignation, Depression, massenhafte Kündigungen – für viele scheint es sich nicht mehr zu lohnen, jeden Tag das eigene Leben aufs Spiel zu setzen und die Frustration zu erdulden, die der Beruf Polizist mit sich bringt.

jagdhuette
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Halbdaggl
Flache9 hat geschrieben:Warum muss ich immer an Beckenbauer denken wenn ich Joe Biden sehe.


Wär schön, wenn er als Kaiser Joe, den Sonnenkönig Donald ablösen würde.

Cantona
Finde ich krass in dem arte-beitrag: praemien fuer polizisten, um bestimmte Zielwerte zu erreichen.

Gibt's sowas auch in Deutschland?

Dass sarkozy die "police de proximite" abgeschafft hat, ist ein Skandal und eine Idiotie sondersgleichen. Was ein Volldepp.



Hasenrupfer hat geschrieben:Ich könnt ja nen noch perfideren Tweet von Heute posten, über den Senior aus Buffalo, aber ich mag schlichtweg nimmer. Der Typ hat keinerlei redeeming qualities, und wer immer noch net weiß, dass er ein verkommenes Arschloch ist, wird's auch nicht mehr kapieren.


Ja, das Thema ist eigentlich schon lange, lange durch. Ich fand das offene Bekenntnis zum Faschismus trotzdem bemerkenswert.

Auswurf
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Grasdaggl
ich hab den zusammenhang so nicht erkannt...
und bezweifle auch jetzt, dass er irgendwelche geschichtliche zusammenhänge kennt.
Ist das denn ein geflügeltes wort ausserhalb deutschlands, welches für die naziherrschaft steht?
Dass er mit "america first" natürlich das weiße amerika meint, ist schon klar
das ist doch keine Musik

Tamasi
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Allmachtsbachel
Auswurf:

QAnon (/kjuːəˈnɒn/) oder kurz Q ist das Pseudonym einer mutmaßlich US-amerikanischenPerson oder Personengruppe, die auf Imageboards, auf die Diskussion von Bildern ausgerichteten Internetforen, eine Verschwörungstheorie mit teilweise rechtsradikalem Hintergrund verbreitet, und vorgibt, Zugang zu geheimen Informationen über Donald Trumps Präsidentschaft, dessen Kampf gegen einen vorgeblichen „Deep State“ sowie über Trumps Widersacher zu haben. QAnon ist mittlerweile auch zu einer Bezeichnung für die verbreiteten verschwörungstheoretischen Ansichten selbst geworden.

Q beschuldigte u. a. zahlreiche Hollywoodschauspieler, Politiker und hochrangige Beamte, an einem internationalen Kinderhändlerring zum Zwecke der sexuellen Ausbeutung beteiligt zu sein. Die Anschuldigungen, die hauptsächlich von Trump-Unterstützern unter Namen wie „The Storm (Der Sturm)“ oder „The Great Awakening (Die große Erweckung)“ weiterverbreitet werden, wurden weithin als „unfundiert“,„verwirrt“und „beleglos“ eingeschätzt.


https://de.m.wikipedia.org/wiki/QAnon


Auswurf
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Grasdaggl
tamasi
ah, ok.. hätte ich mal bei xavier besser aufgepasst

ich weiß manchmal nicht ob trump "nur" seine wähler bedient
um egal um welchen preis
und scheissegal, was die propagieren
ODER
wieviel eigene überzeugung hinter seinem handeln steckt

ich halte ihn zb nicht für sonderlich religiös
- dazu ist er viel zu sehr sein eigener gott
das ist doch keine Musik

de mappes
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Spamferkel
jagdhuette hat geschrieben:
Flache9 hat geschrieben:Warum muss ich immer an Beckenbauer denken wenn ich Joe Biden sehe.


Wär schön, wenn er als Kaiser Joe, den Sonnenkönig Donald ablösen würde.


Hatte aber kürzlich denselben Eindruck bei einem Bild von ihm( also Biden oder Becky)
Don't criticize what you can't understand


exmatthes
Granadaseggl
und grade angesichts der allerjüngsten (Stuttgarter) Vorkommnisse hatte ottonormal (der ich gerne bin) schon immer recht:
Stichwort linksrechtseinsackfestedruffimmerrichtig.