Aus Wikipedia:
Schloßgartenanlage
Im Schloßgartengelände bestand erheblicher Sanierungsbedarf. Unter anderem bedrohten kranke Baumbestände die Sicherheit der Besucher. Auch wurde die Widmung der „Witzlebenstraße“ für den Straßenverkehr aufgegeben, die Neues Schloss und Park trennte, ebenso wurde die mittig durch den Park führende Allee aufgegeben. Der ehemals ovale See des Schlossgartens erhielt einen asymmetrischen, eckigen Umriss, eine Fontäne und einen „Wasserdom“, nachts von Scheinwerfern ausgestrahlt.[5]
Da der Obere und der Mittlere Schlossgarten durch die vom Hauptbahnhof kommende Schillerstraße, eine Hauptverkehrsstraße, durch die damals auch noch Straßenbahngleise führten, wurde sie mit einer Fußgängerbrücke überspannt. Diese damals Schillersteg, heute Ferdinand-Leitner-Steg, genannte Brücke konzipierte Fritz Leonhardt, der auch den Stuttgarter Fernsehturm entworfen hatte.[6] Die Brücke wurde mit zehn Trossen an einem 25 Meter hohen Pylon aufgehängt. Der 1956 eingeweihte Fernsehturm, neues Wahrzeichen der Landeshauptstadt Stuttgart, wurde in das Plakatmotiv der Bundesgartenschau integriert.
Zum Haupteingang der Schlossgartenanlagen – gegenüber dem Bahnhof – wurde eine Unterführung errichtet. Der „Obere Schlossgarten“ wurde verhältnismäßig geringfügig begrünt, mit Ausnahme einiger Staudenbepflanzungen und vereinzelter Blumenbeete sowie dem umgestalteten Rosengarten auf der Nordostseite des Neuen Schlosses. Neu gebaut wurden das „Kleine Haus“ (heute: Schauspielhaus) des Staatstheaters Stuttgart und der neue Landtag von Baden-Württemberg, dessen Freianlagen einschließlich des Akademiegartens durch Walter Rossow gestaltet wurden.[7]
Der „Mittlere Schlossgarten“ wurde hauptsächlich durch H. Becsei, Mitarbeiter des Gartenbauamts, geschaffen. Idee war hier, dass ein bleibender Freizeit- und Erholungspark entsteht. Neben einem Kinderspielplatz wurden die Milchbar, das „Cafe am See“, eine Bocciabahn, ein Freiluft-Riesenschach, Skattische und ein „Lesegarten“ eingerichtet. Auf dem Terrain des mittleren Schlossgartens wurde die Sonderschau, „Hilfe durch Grün“ gezeigt. Sie informierte über die Grünflächenplanung der Stadt Stuttgart. Im Gegensatz zu den Anlagen des Killesbergs, sollte im Schlossgarten beim Blick von Innen die Illusion „unendlichen Grüns“ hervorgerufen werden. Dieser Parkteil wurde deshalb durch Bepflanzungen und einige Geländemodellierungen nach außen abgeschirmt.[8] Hervorzuheben ist der „Fitz-Faller-Brunnen“. In Reichweite lag der „Quellengarten“, ein Zusammenspiel von Wasser und Naturelementen.
Wer kennt den Rosengarten noch aus der Zeit vor der Bundesgartenschau?
Ziemlich verwildert mit dunklen Ecken zum Kunstgebäude hin. Offensichtlich herrschte dort nachts amouröses Treiben.
Mit unserem Vater gingen wir immer zum Sonntagskonzert im Pavillon vor dem Schloss. Die Stuttgarter Polizei, damals noch die "Blauen" im Gegensatz zu den "Landjägern", spielte die gängigen klassischen Stücke. Auf dem Weg zum ovalen See fand ein älterer Bruder einen gebrauchten Pariser und blies ihn auf. Als mein Vater das sah, kriegte mein Bruder links und rechts eine Maulschelle, die war nicht von schlechten Eltern. Das war gefühlte Aufklärung. Als ich, viele Jahre später, mir sein Verhalten erklären konnte, tat er mir leid. Die zwischen 1900 und 1910 Geborenen, waren gleich zweimal die verlorene Generation. Prüde zu sein, wurde ihnen von ihren Eltern vorgelebt und notfalls mit Prügel eingebleut.
Während der BuGa war ich fast täglich im Lesegarten unter den Platanen und Kastanien, jetzt wohl alle Stuttgart 21 geopfert. Über die Hängebrücke marschierten wir zu dritt oder viert, um sie etwas in Schwingung zu bringen.
Häggor, fliag iebor da Näggor, fliag iebor da Rai, fliag midda drennai