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CoachingZone
Halbdaggl
Und um noch mal nachzulegen:

In Europa wird seit einigen Jahrhunderten nicht nach der Augen- oder Haarfarbe, sondern nur nach der Hautfarbe abwertend diskriminiert.

Noch im Mittelalter konnte es jedoch insbesondere für Frauen lebensgefährlich sein, rote Haare und/oder grüne Augen zu haben.

Noch heute kann man Kommentare hören wie "Das ist vielleicht eine Hexe", und ich bin mir sicher, dass es den meisten gar nicht mehr bewusst ist, was mit einer solchen Aussage ursprünglich gemeint war und was für Konsequenzen damit einhergingen.

Denn die Aufklärung erschuf bei vielen ein verändertes Bewusstsein und hat die Hexenverfolgung (also die von Frauen, die man als Hexen gebranntmarkt hat) in Vergessenheit geraten lassen. ("Hexenverfolgungen" als Prinzip existieren aber bis heute :!: )

So werden sich auch die bewusstseinsprägenden Folgen von Kolonialzeit und Sklaverei dann auflösen, wenn wir Menschen einfach als Menschen sehen können und wollen, die sich in körperlichen Merkmalen, im Geschlecht, im Alter, in ihren Begabungen und Fertigkeiten, in der Muttersprache, in ihrer Kultur und ihren Interessen und sexuellen Präferenzen unterscheiden (und auch unterscheiden dürfen :!: ), und dass diese Vielfalt (wie auch die Vielfalt der Lebewesen um uns :!: ) unser Überleben sichert.

Und wenn wir akzeptieren, dass wir nicht gleich, aber gleich viel wert sind :!: :!: :!:

Das wird meiner bescheidenen Meinung nach erst geschehen, wenn die Konkurrenz um Raum und Ressourcen und das Streben nach Besitz und Gewinn überwunden werden wird und wir uns hin zu einer Gesellschaft des Miteinanderteilens entwickeln (übrigens ein urchristlicher Glaubenssatz...) :!:
Wenn die Unfähigkeit einen Decknamen braucht, nennt sie sich Pech.

- Charles Maurice de Talleyrand -

Tifferette
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Grasdaggl
muffinho hat geschrieben:Ach ja, und zu guter Letzt: PoC, was für ein Scheiß... das hatte ich bisher als proof of concept gekannt, aber man lernt doch nie aus. Egal, es ist für mich ein Scheiß, denn warum muss man das überhaupt betonen? Bin ich weiß? Nein, ich habe eine Hautfarbe, die nicht weiß ist, weiß ist das Papier in meinem Drucker! Ist ein Schwarzer schwarz? Nein, die Facette an möglichen Hautfarben ist so vielfältig, dass es schon lachhaft ist von Farben zu reden. Im Endeffekt haben ALLE Menschen eine Farbe, es gibt weder weiß noch gelb noch schwarz, und auch Dein PoC ist schon wieder eine Klassifizierung, und genau das will man doch verhindern, oder?

Die Ironie ist ja, dass Schwarz und weiß streng genommen gar keine Farben sind...a
"They may be drinkers, Robin, but they are also human beings."

(Batman)

Frank N Furter
RedBlues hat geschrieben:In der massiven Bündelung von Ungerechtigkeit ist das doch für uns Deutsche überhaupt nicht nachvollziehbar.


Dafür gibts ja wieder die Literatur: Ich habe gerade den ersten autobiografischen Roman eines US-Lyrikers gelesen: "Auf Erden sind wir kurz grandios", von Ocean Vuong. Ein wirklich sehr berührendes Buch eines unter anderem mehrfach diskriminierten Menschen. Es fällt leicht mit ihm mitzufühlen, wenn man will, auch wenn man weder schwul noch Vietnamese ist. Das ist eben dann die andere Seite unseres Menschseins... Mitzufühlen ist als emotionales Erlebnis um so viel befriedigender als zu diskriminieren, das man sich auch durchaus seine Gedanken darüber machen kann, was für arme Schweine letztlich Rassisten eigentlich sind...

@ CoachingZone

Unausgegoren denke ich manchmal, dass hierzulande das Christentum nicht zufällig gerade zu dem Zeitpunkt immer weniger gelebt wird, wo es ausgerechnet heute seine bisher aufgeklärteste und reifste Epoche durchmacht und eigentlich attraktiver sein sollte denn je zuvor. Man könnte fast meinen, das Bekenntnis zur Nächstenliebe wirke auf viele heute eher abschreckend als anziehend...

RedBlues
Halbdaggl
@ Frank n Furter

wir 2 haben völlig unterschiedliche Ansätze die Welt zu sehen und zu verstehen. Das wird mir mit jedem Post von dir bewusster. Keine Wertung!

Mein Denken basiert auf der kalten Logik des Kapitalismus und der Wichtigkeit des Kapitals.
Du erscheinst mir mehr vom Mensch her zu kommen.

Mein Ausblick ist basierend auf meinem Denken enorm pessimistisch. Selbst wenn wir Rassismus und Diskriminierung lösen sollten, haben jene Menschen trotzdem das Problem, dass sie weder Kapital, noch ausreichende Bildung haben und damit ihren Kindern die gleichen miserablen Startbedingungen bieten müssen wie sie selbst hatten.

Und damit bleiben die Folgen des Rassismus und der Diskriminierung auch Jahrzehnte nach deren überkommen bestehen.

zu deinem Beitrag bzgl. Christentum
vielleicht glaubt man diesem Bekenntnis auch einfach nicht so ganz, die Geschichte des Christentums war jetzt nicht so wahnsinnig von Nächstenliebe geprägt

Strafraumgitarre
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Halbdaggl
RedBlues hat geschrieben:Entweder pinkelst du im Stehen, oder im Sitzen.

ich hab wenigstens noch nie von einer 3. Variante gehört :mrgreen:


Ich schon. Aber wer im Liegen pinkelt, braucht in der Regel keine Toilette mehr, von daher.
Fick den Reichskanzler! Und den Kaiser!


CoachingZone
Halbdaggl
Strafraumgitarre hat geschrieben:Ich schon. Aber wer im Liegen pinkelt, braucht in der Regel keine Toilette mehr, von daher.


Oder halt ne Badewanne... ;)
Wenn die Unfähigkeit einen Decknamen braucht, nennt sie sich Pech.

- Charles Maurice de Talleyrand -



Strafraumgitarre
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Halbdaggl
RedBlues hat geschrieben:*ich halte im übrigen den Begriff Rasse für idiotisch, weil es nur eine menschliche Rasse gibt*


Exkurs: Es sollte nicht problematisch sein dürfen, zu benennen, dass es z.B. Pudel und Dackel gibt. Oder Chihuahuas.

Problematisch wird es erst, wenn irgendeiner von ihnen zur Herrchenrasse(sic!) auserkoren wird oder aufgrund seiner Abstammung die besseren Leckerlies bekommt. Auch nicht hifreich wären wohl Schilder auf Wiesen mit der Aufschrift "Kacken nur für Terrier" usw.

Das würde aber immer noch nix daran ändern, dass es Pudel, Dackel, Chihuahuas oder Terrier gibt und das ist auch gut und richtig so, weil völlig wertfrei.
Fick den Reichskanzler! Und den Kaiser!

Auswurf
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Grasdaggl
trotzdem ist das wort rasse im bezug auf menschen unfug.
Mohrenkopf hingegen, werd ich immer sagen
und schliesse die frage an, ob sich an sowas , jemals ein schwarzer gestört hat,
oder welche meinung bei Ihnen mehrheitlich vorherrscht.
Habe ich keine ahnung, weiß ich nicht!

Es gibt gruppen, die gehen entspannter mit sprache um als die lautsprecherinnen der emanzipatorischen bewegung - welche 90% ihrer geschlechtsgenossinnen eben nicht hinter sich haben in der wahl der mittel.
Nun kann man die 90% für dumm und unreflektiert erklären,
kommt dabei aber den angestrebten zielen null näher
das ist doch keine Musik


killroy
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Granadaseggl
https://www.spiegel.de/psychologie/coro ... 47fa7b78f4

1. Bei dem Bild gruselt es einen auch ganz ohne Corona
2. Ist interessant, geht zwar um Corona - daher auch hier rein - hat aber auch mit dem zuletzt diskutierten Thema rund um die Sprache zu tun - zumindest in meinen Augen.

Die Bindung an alte Gewohnheiten ist stark
Hans Jürgen Wirth

Ideologie und Konventionen aufzugeben, löst Unsicherheit und damit Angst aus. Diese Angst vor dem Neuen bekommt man nicht allein mit rationalen Risikoabwägungen in den Griff. Denn die realitätsangemessenen Ängste werden häufig von irrationalen Befürchtungen überlagert und mit unbewussten Fantasien verwoben.

Ein Reaktionsmuster besteht darin, die Notwendigkeit von Veränderungen zu verleugnen und Sicherheit im Konventionalismus zu suchen. Wie die Leipziger Sozialforscher Oliver Decker und Elmar Brähler in ihren Autoritarismus-Studien gezeigt haben, sind autoritäre Einstellungen sehr häufig gekoppelt mit Konventionalismus. Autoritär eingestellte Personen plädieren häufiger dafür, "Traditionen unbedingt zu pflegen und aufrechtzuerhalten", sie vertreten häufiger den Standpunkt, "bewährte Verhaltensweisen sollten nicht infrage gestellt werden", und sie sind häufiger der Auffassung, "es ist immer das Beste, Dinge in der üblichen Art und Weise zu machen".

Im stark ausgeprägten Konventionalismus kommt der Wunsch zum Ausdruck, durch die Identifikation mit Tradition, Konvention und dem, was als normal und vertraut empfunden wird, ein Gefühl der Sicherheit und des Aufgehobenseins zu erlangen und die Angst vor Neuem, Unbekanntem, Fremdem in Schach halten.


Mohrenkopf hingegen, werd ich immer sagen
seit/seid

Herr der (Brust-)Ringe III - Die Rückkehr des Präsidenten

Auswurf
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Grasdaggl
ja, jeder muss da seinen weg finden und das geht besser, wenn man kein problem hat manchmal anzuecken, so lange die eigene derzeitige meinung für sich begründen kann.
Nicht bei jeder refklektion kommt am ende raus, dass man die eigene bisherige denke in die tonne zu klopfen gedenkt.
Regeln mag ich nicht
und wer in alarmstimmung durchs leben rennt nach indizien sucht und richtet,
tut dies unentspannt und deshalb ohne positive auswirkung.

auf deutsch
für mich ist von interesse wie man mich im persönlichen gegenüber erlebt
und nicht die einhaltung der reinen lehre anderer
das ist doch keine Musik

de mappes
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Spamferkel
CoachingZone hat geschrieben:Und um noch mal nachzulegen:

In Europa wird seit einigen Jahrhunderten nicht nach der Augen- oder Haarfarbe, sondern nur nach der Hautfarbe abwertend diskriminiert.

Noch im Mittelalter konnte es jedoch insbesondere für Frauen lebensgefährlich sein, rote Haare und/oder grüne Augen zu haben.

Noch heute kann man Kommentare hören wie "Das ist vielleicht eine Hexe", und ich bin mir sicher, dass es den meisten gar nicht mehr bewusst ist, was mit einer solchen Aussage ursprünglich gemeint war und was für Konsequenzen damit einhergingen.

Denn die Aufklärung erschuf bei vielen ein verändertes Bewusstsein und hat die Hexenverfolgung (also die von Frauen, die man als Hexen gebranntmarkt hat) in Vergessenheit geraten lassen. ("Hexenverfolgungen" als Prinzip existieren aber bis heute :!: )

So werden sich auch die bewusstseinsprägenden Folgen von Kolonialzeit und Sklaverei dann auflösen, wenn wir Menschen einfach als Menschen sehen können und wollen, die sich in körperlichen Merkmalen, im Geschlecht, im Alter, in ihren Begabungen und Fertigkeiten, in der Muttersprache, in ihrer Kultur und ihren Interessen und sexuellen Präferenzen unterscheiden (und auch unterscheiden dürfen :!: ), und dass diese Vielfalt (wie auch die Vielfalt der Lebewesen um uns :!: ) unser Überleben sichert.

Und wenn wir akzeptieren, dass wir nicht gleich, aber gleich viel wert sind :!: :!: :!:

Das wird meiner bescheidenen Meinung nach erst geschehen, wenn die Konkurrenz um Raum und Ressourcen und das Streben nach Besitz und Gewinn überwunden werden wird und wir uns hin zu einer Gesellschaft des Miteinanderteilens entwickeln (übrigens ein urchristlicher Glaubenssatz...) :!:


:prost: :prost: :prost:
Don't criticize what you can't understand

Tifferette hat geschrieben:
muffinho hat geschrieben:Ach ja, und zu guter Letzt: PoC, was für ein Scheiß... das hatte ich bisher als proof of concept gekannt, aber man lernt doch nie aus. Egal, es ist für mich ein Scheiß, denn warum muss man das überhaupt betonen? Bin ich weiß? Nein, ich habe eine Hautfarbe, die nicht weiß ist, weiß ist das Papier in meinem Drucker! Ist ein Schwarzer schwarz? Nein, die Facette an möglichen Hautfarben ist so vielfältig, dass es schon lachhaft ist von Farben zu reden. Im Endeffekt haben ALLE Menschen eine Farbe, es gibt weder weiß noch gelb noch schwarz, und auch Dein PoC ist schon wieder eine Klassifizierung, und genau das will man doch verhindern, oder?

Die Ironie ist ja, dass Schwarz und weiß streng genommen gar keine Farben sind...a


Deshalb sagtma auch nicht PoC, sondern BIPoC: Black, Indigenous, People of Colour. Ihr Hinterwäldler.

P.S. Allerdings denken viele, dass damit bisexuelle Schwarze gemeint sind. Zur Not mussmers im Urban Dictionary nachgucken.

RedBlues hat geschrieben:@ muffinho

genau das meinte ich mit meinem Kommentar, dass ich der Meinung bin dass Menschen grundsätzlich "rassistisch" sind.

Wir unterscheiden Menschen, Tiere und Dinge nach ihrem äußeren Erscheinungsbild

edit: und genau so unterscheiden wir auch völlig automatisch nach Geschlecht.


Das ist längst aufgelöst: die lachen sich schon lang darüber kaputt, dass die progressiven Weißen dauernd behaupten, sie seien “farbenblind” und damit unterstreichen wollen, dass sie unrassistisch sind.

Man muss nicht so tun als ob wir alle gleich aussehen. Das ist Unsinn, und es hat mit “Rasse” eh nix zu tun – egal wie sehr man sich pseudowissenschaftlich drumherum zu reden versucht. Außerdem reicht es eh nicht, nicht rassistisch zu sein. Antirassismus ist Bürgerpflicht.

killroy hat geschrieben:
Willst Du in öffentlichen Gebäuden dann 60 verschiedene Toiletten für die jeweilige Option einführen, nur damit sich keine der Gruppe benachteiligt fühlt?

Also das Problem haben William Shatner und James Spader in Boston Legal schon vor langer zeit sehr simpel gelöst: Die Unisex-Toilette für alle. 100% diskriminierungsfrei :mrgreen: Ich wär da voll dafür :prost:


Diese Scheißhausdiskussion war von Anfang an komplett debil: als ob jemand seinen Reisepass ändern lässt, nur um sich im Damenklo aufzugeilen. Total lächerlich.

Ich habe nicht nachgeguckt, welcher Anthropologe das geschrieben hat, aber es geht bei dieser Klodebatte nicht darum, dass jede Gruppe ein eigenes will, damit sie sich nicht benachteiligt fühlt. Bissle Recherche bitte, dann gerne mitschwätzen.

Tifferette
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Grasdaggl
Nice Weather hat geschrieben:P.S. Allerdings denken viele, dass damit bisexuelle Schwarze gemeint sind. Zur Not mussmers im Urban Dictionary nachgucken.


Ich fühle mich gerade mal wieder ganz schön alt. Hier in Bayern gibt's so was fei net!
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Tifferette
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Grasdaggl
Da habe ich hier ja was losgetreten, eieiei....

Zunächst verschwinden Diskriminierung und Rassismus natürlich nicht, wenn man bestimmte Wörter verbietet. Aber Sprache hat Macht. Wenn bestimmte Wörter entweder mittelfristig verschwinden oder zumindest stigmatisiert werden, dann hat das Wirkung. Wenn in zehn Jahren noch jemand "Neger" sagt, dann weiß man ganz genau, wie der Hase läuft (das weiß man ggf. heute auch schon).

Natürlich ist es nicht einfach, eine saubere Grenze zu ziehen. Wo die Grenze zwischen "muss weg" und "wo ist das Problem" verläuft ist schwammig und sehr subjektiv. Daher ist es hier extrem wichtig, den Leuten nicht Dinge in den Mund zu legen und nicht zu pauschalieren.

Gefährlich finde ich - in jedem Kontext! - die "haben wir keine anderen Probleme"-Argumentation. Die Leute haben sehr subjektive Probleme. Wenn die Oma da unbedingt will, dass die Sparkasse ihre Formulare ändert, dann finde ich es ehrlich gesagt albern. Und ulkig, dass gerade eine alte Dame das so dermaßen betreibt. Aber das ist erstens ihr gutes Recht und dafür sind die Gerichte da. Und zweitens ist es juristisch zumindest nicht total absurd, dass eine halböffentliche Veranstaltung wie die Sparkasse da penibel sein muss.

Ziemlich albern finde ich die Diskussion um Studierende etc. Noch merkwürdiger ist Profx. als gendergerechte Berufsbezeichnung. Völlig gaga. Aber ich habe als weißer Mann gut reden, denn ich fühle mich tendenziell sehr selten diskriminiert. Wenn ich im Umgang "Studierende" sage, dann fällt mir kein Ei aus der Hose, das geht schon. Sprachlich ist es vertretbar. Da kann man sich auch dem Zeitgeist beugen.

Und RedBlues hat ganz Recht, das ist nicht das Gleiche wie Rassismus, Neger etc. Wobei ich dazu stehe, dass ich die Dinger weiterhin entweder Negerkuss oder Mohrenkopf nennen werde. Dann bin ich halt ein Scheißrassist, sei es drum. Fun Fact: Ich habe in letzter Zeit beruflich viel Kontakt mit dem Bundesministerium für Justiz und Verbraucherschutz gehabt. Die sitzen in Berlin in der Mohrenstraße. Gerade die! Könnte mich kringeln.

Und ich bleibe dabei, um Nicens zugegebenen netten Konter noch zu verarbeiten: Du weißt schon, was ich meine. Man kann auch ein berechtigtes Anliegen zu Tode reiten, wenn man es den Leuten fortwährend penetrant unter die Nase reibt. Ganz davon abgesehen, dass mir dieser implizite Vorwurf an gut ausgebildete Frauen, die sich gegen Karriere und für Familie entscheiden, aber mal so RICHTIG gegen den Strich geht. Genau das hat diese Virologin getan. Ich finde das widerlich, das widerpricht ganz entschieden meinem Menschenbild. Wenn die das so entscheiden (und wir reden hier nicht von kleinen Mädchen, die zum Tragen eines Kopftuchs gezwungen werden), dann ist das eben so und geht diese Dame mal so was von gar nichts an.
"They may be drinkers, Robin, but they are also human beings."

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Tifferette
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Wo ich gerade den Gouverneur von Texas im Fernsehen sehe - der sieht irgendwie schon ganz genauso aus wie George W Bush, oder? Sind die da in Texas alle.... :shock:
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Unter Westfalen
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Grasdaggl
Nice Weather hat geschrieben:
killroy hat geschrieben:
Willst Du in öffentlichen Gebäuden dann 60 verschiedene Toiletten für die jeweilige Option einführen, nur damit sich keine der Gruppe benachteiligt fühlt?

Also das Problem haben William Shatner und James Spader in Boston Legal schon vor langer zeit sehr simpel gelöst: Die Unisex-Toilette für alle. 100% diskriminierungsfrei :mrgreen: Ich wär da voll dafür :prost:


Diese Scheißhausdiskussion war von Anfang an komplett debil: als ob jemand seinen Reisepass ändern lässt, nur um sich im Damenklo aufzugeilen. Total lächerlich.

Ich habe nicht nachgeguckt, welcher Anthropologe das geschrieben hat, aber es geht bei dieser Klodebatte nicht darum, dass jede Gruppe ein eigenes will, damit sie sich nicht benachteiligt fühlt. Bissle Recherche bitte, dann gerne mitschwätzen.


Benachteiligt sind unsere Frauen, die in Schlange vor der Toilette stehen müssen.
Aber manche sind inzwischen schon so emanzipiert (tiffi: :lol: ), dass sie auch mal die Herrentoilette aufsuchen.
Dort, wo sie nicht an den Urinalen vorbei gehen müssen, ist das ja auch kein Problem.

Zurück nach Japan.
Im Shinkansen gibt es in jedem Waggon 2 Urinalkabinen und eine normale Toilette. Auf so eine Idee ist die DB noch nicht gekommen.
Häggor, fliag iebor da Näggor, fliag iebor da Rai, fliag midda drennai

Tifferette
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Grasdaggl
Warum? Ich gehe im Ausgangspunkt davon aus, dass Leute für sich selbst entscheiden sollen. DAS ist mein Menschenbild. Wo ist hier das Problem?

Und wenn Frauen nach dem Studium im Beruf weniger machen und die Familie in den Vordergrund stellen, dann ist das ihre Entscheidung. Es kotzt mich an, wenn Aktivistinnen sich da zu einem Urteil aufschwingen.
"They may be drinkers, Robin, but they are also human beings."

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