So wie es momentan aussieht, ist enger bis kein Abstand zu und/oder längerer Aufenthalt in einem geschlossenen Raum mit einem Superspreader, der ohne Maske (laut) spricht oder singt, wohl die sicherste Methode, um mit Coronaviren in einer Dosis in Kontakt zu kommen, die zu einer Ansteckung führen kann.
Selbstverständlich helfen Masken, die Anzahl an im Aerosol befindlichen Viren zu reduzieren, also zunächst einmal die Ansteckungsgefahr für die ANDEREN Personen um uns herum zu verringern - insbesondere für den Fall, dass wir selbst ein a- oder präsymptomatischer Superspreader sind und es NICHT WISSEN.
Und genau da liegt auch das Problem im Verständnis der Maskenpflicht. Wir schützen uns mittels Masken halt nur in kleinem Maße selbst, aber in bedeutendem Maße andere Personen um uns herum.
Offensichtlich sind einige Menschen nicht mehr in der Lage, über ihren eigenen, selbstbezogenen Horizont hinauszublicken und etwas zu tun/tun zu wollen, was nicht ihnen selbst, aber allen anderen nützt. Anders kann ich manche Aussagen hier und auch in der realen Welt nicht verstehen.
Und wenn dann Argumente kommen, wie: "Die Leute benützen die Masken nicht richtig, also nützen die Masken ja gar nichts, also nützt die Maskenpflicht auch nichts", dann kann ich nur noch den Kopf schütteln. Als ob erwachsene Menschen nicht erlernen können, wie man eine Maske richtig verwendet...
Da scheint es eher nicht ums Können zu gehen, sondern ausschließlich ums Wollen. Obwohl: Es hat in diesem Frühjahr ja auch umfangreicher behördlicher Aufklärungsplakate bedurft, damit die Deutschen (wieder) erlernen, wie man seine Hände richtig wäscht...
Kurzer Rede, langer Sinn: Wenn es sinnvolle Maßnahmen gibt, die dafür sorgen, dass wir so halbwegs unser öffentliches Leben wiederaufnehmen dürfen (arbeiten, lernen, andere Menschen treffen, einkaufen, unseren Freizeitaktivitäten nachgehen, usw.) und dabei trotzdem das Virus in seiner Verbreitung hemmen, und diese Maßnahmen - wie weiter oben bereits erwähnt - uns nur ein klein bisschen einschränken, WO LIEGT DAS VERDAMMTE PROBLEM
Oder sind so viele unfähig (geworden), in ihrem Leben mal auch etwas zu ihren "Ungunsten" zu ändern, DAMIT ES ALLEN NÜTZT

Wenn die Unfähigkeit einen Decknamen braucht, nennt sie sich Pech.
- Charles Maurice de Talleyrand -