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Frank N Furter
Southern Comfort hat geschrieben:Im Homeoffice ist auch Zeit totgeschlagen mit:

- Ah, der Postbote...
- Mmmh, ich schick nur kurz ne Waschmaschine los...
- Boah, ich hab Hunger!
- Nur (nochmal) kurz Forum checken... Mann, der XY hat sowas von Unrecht! Das muss ich klarstellen!!! Gut, dass kein Chef zusieht.
- Komm, nur die Bergankunft schauen... Oder den Col de la Madeleine noch davor... Ah, wir lasse es einfach nebenher laufen.
- Das Kind schreit/lacht/hat Durst/hat Langeweile
- usw. usf.


Ja, das ist ja das "Neue", oder? Die neue Freiheit UND die neue Eigenverantwortung. Du schaust gerne die Bergankunft? Super, mach es ohne die geringsten Schuldgefühle. Du musst die Arbeit dann halt vor- oder nacharbeiten. Eigenverantwortung zu stärken, scheint mir generell ein vernünftiger Weg.

Southern Comfort hat geschrieben:Daher genieße ich es auch 20 Minuten täglich zu pendeln. Das schafft Distanz, auch im Kopf, zur Arbeit. (Siehe oben... individuell... Das mag anderen Leuten anders gehen.)


Dafür gibts doch eine Vielzahl individueller Lösungen? RedBlues macht als Cut einen Spaziergang. Andere gehen halt Joggen oder Einkaufen, sprich, sie machen Dinge, die sie eh machen müssten. Umgekehrt: Menschen die richtig fetten Stress haben, terminlich dauernd liefern müssen, die stehen so unter Druck, dass sie den Stress immer mit nach Hause nehmen, auch wenn sie 2 Stunden Fahrstrecke haben. Die werden dann eher auf dem Weg noch fast verrückt, wenn sie im Stau stehen und weitere kostbare Zeit verlieren. Gerade für diese Leute wäre ja Homeoffice eine riesige Chance, weil die systemimmanenten Zeitvernichtungsrituale sich deutlich reduzieren ließen.

Southern Comfort hat geschrieben:Dennoch hat man eben auch eine wesentliche Komponente nicht: die Kollegen sind sozialer Kitt, zwar in der Regel keine Freunde im engeren Sinne, aber es tut auch gut, andere Leute zu treffen.


Das ist in der Tat ein interessanter Aspekt. "Homeoffice" dürfte in der Regeln zu einer deutlichen Reduktion sozialer Kontakte führen, jedenfalls zu deren Heterogenität. Da würde ich auch keine Prognose wagen, in wie weit digitale Kommunikation die analoge wirklich ersetzen kann.


Southern Comfort hat geschrieben:Und weil wir diese Diskussion im Coronathread führen und einige Seiten vorher das Thema häusliche Gewalt ganz akut war... wollte ich das nochmal aufwärmen. Geh ich also auch häufiger spontan mal meine Frau verhauen, wenn der Chef ne doofe Mail geschrieben hat?

Wer seine Frau oder seine Kinder schlägt, hat wesentlich größere Probleme als das Homeoffice.

RedBlues
Halbdaggl
Das ist in der Tat ein interessanter Aspekt. "Homeoffice" dürfte in der Regeln zu einer deutlichen Rediktion sozialer Kontakte führen, jedenfalls zu deren Heterogenität. Da würde ich auch keine Prognose wagen, in wie weit digitale Kommunikation die analoge wirklich ersetzen kann.


Hierzu ein Einwurf mit Vergleich zu den sogenannten Sozialen Medien.
Wir haben zwar mehr „Kontakt“ mit anderen Menschen, aber insgesamt weniger wertvolle Kontakte. In den Social Medias haben sich die digitalen Kontakt soweit mir Studien bekannt sind nicht positiv ausgewirkt im Vergleich zur alten Form. Wage zu bezweifeln, dass sich das im Arbeitsleben anders auswirken wird.

Und ein Beispiel aus meinem persönlichen Arbeitsleben. Wir haben in unserer Abteilung 2 Mitarbeiter die in sen USA lokalisiert sind. Diese Kollegen sind seit Jahren in so gut wie jedem Meeting dabei, wir haben also schon länger diese Virtuellen Meetings. Trotzdem habe ich nicht das Gefühl dass ich diese Kollegen nach 4 Jahren und mindestens 2 Meetings pro Woche kennen würde, ich ihnen auch nur halb so viel Vertrauen entgegenbringen würde wie lokalen Kollegen. Einmal bis Zweimal im Jahr trifft man sich persönlich, aber das reicht hinten und vorne nicht aus.

Frank N Furter
RedBlues hat geschrieben:
Das ist in der Tat ein interessanter Aspekt. "Homeoffice" dürfte in der Regeln zu einer deutlichen Rediktion sozialer Kontakte führen, jedenfalls zu deren Heterogenität. Da würde ich auch keine Prognose wagen, in wie weit digitale Kommunikation die analoge wirklich ersetzen kann.


Hierzu ein Einwurf mit Vergleich zu den sogenannten Sozialen Medien.
Wir haben zwar mehr „Kontakt“ mit anderen Menschen, aber insgesamt weniger wertvolle Kontakte. In den Social Medias haben sich die digitalen Kontakt soweit mir Studien bekannt sind nicht positiv ausgewirkt im Vergleich zur alten Form. Wage zu bezweifeln, dass sich das im Arbeitsleben anders auswirken wird.

Und ein Beispiel aus meinem persönlichen Arbeitsleben. Wir haben in unserer Abteilung 2 Mitarbeiter die in sen USA lokalisiert sind. Diese Kollegen sind seit Jahren in so gut wie jedem Meeting dabei, wir haben also schon länger diese Virtuellen Meetings. Trotzdem habe ich nicht das Gefühl dass ich diese Kollegen nach 4 Jahren und mindestens 2 Meetings pro Woche kennen würde, ich ihnen auch nur halb so viel Vertrauen entgegenbringen würde wie lokalen Kollegen. Einmal bis Zweimal im Jahr trifft man sich persönlich, aber das reicht hinten und vorne nicht aus.


Kann ich absolut nachvollziehen! Gegenüber den (a)sozialen Medien bin ich sowieso sehr skeptisch. Das ist für mich gar kein sozialer Kontakt wegen der Anonymität! Auch in diesem Forum ist ganz deutlich zu spüren, wie sehr die soziale Verbindlichkeit fehlt, die i.d.R. dazu führt, dass sich Menschen eher höflich, respektvoll und empathisch verhalten.

Ich würde also schon erst mal klar unterscheiden wollen, zwischen digitaler Kommunikation die anonym ist und der, die persönlich ist.

Bei der persönlichen Kommunikation (welcher im Arbeitskontext die Regel sein dürfte) hängt sehr viel davon ab, wie gut man jemanden kennt. Ich habe z.B. gerade eine Postdoc in einem US-Forschungsinstitut als Gastwissenschaftlerin untergebracht. Die Kommunikation (Ostküste) klappt hervorragend, weil wir uns eben sehr gut kennen. Der Kontakt ist dann zwar tatsächlich anders, aber nicht notgedrungen weniger herzlich und mitfühlend. Das was Du beschreibst mit Deinen US-Kollegen könnte auch daran liegen, dass Du sie bisher noch nie tiefergehend persönlich kennen gelernt hast. Dann leidet die "Verbindlichkeit" halt auch.

Aber wie gesagt: Homeoffice muss ja nicht zwingend 5-Tage-Homeoffice bedeuten. Ich bin sowieso nie 5 Tage im Büro. Man ist ja auch heute immer viel auf Achse, zu Tagungen, Konferenzen, Weiterbildungen, Verhandlungen usw.... Die soziale Isolation relativiert sich für einige Gruppen dann sehr schnell.

Southern Comfort
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Grasdaggl
Lieber Frank, die Eigenverantwortung ist mir nicht fremd. Ich bin freiberuflich tätig.

So wie Du mit manchen Leuten und manchen Fällen und manchen Lösungen argumentierst, können wir uns doch recht schnell auf "isch halt individuell" einigen.

Und zum letzten Satz... Ich verdeutliche mal, was ich sagen wollte.

Ein Gewalttäter im Office hat nicht die unmittelbare Gelegenheit, seinen Frust an seinen Kindern oder seiner Frau abzubauen. Einer meiner Exchefs hat regelmäßig ne neue Tastatur gebraucht, weil die auch mal gerne quer durch den Raum flog. Der hat zwei Kinder. Ob dem daheim auch mal "die Hand ausrutscht", weil der Gartenschlauch nicht funktioniert, und der Kleine mal zeigen will, was er grad gemalt hat.

Als wir die Leute im Lockdown hatten, hat man mit der gestiegenen häuslichen Gewalt gegen die Kontaktverbote argumentiert. Wenn man einen Gewalttäter permanent daheim hat, dann sei das ganz arg schlimm. Stimmt ja auch. Nur daher die Frage, ob ein Homeoffice nicht diese Gefahr ebenso erhöht. Ist nichtmal ne richtige These...
Bruno Labbadia ist wie ein Aschenbecher in einer Kneipe, die schon vor 20 Jahren hätte abgerissen werden sollen. Du weißt nicht, warum, aber er steht stetig in der Ecke, voller kalter Kippen und mit dem beharrlichen Geruch von verbrannter Vergangenheit.

RedBlues
Halbdaggl
Frank N Furter hat geschrieben:
RedBlues hat geschrieben:
Das ist in der Tat ein interessanter Aspekt. "Homeoffice" dürfte in der Regeln zu einer deutlichen Rediktion sozialer Kontakte führen, jedenfalls zu deren Heterogenität. Da würde ich auch keine Prognose wagen, in wie weit digitale Kommunikation die analoge wirklich ersetzen kann.


Hierzu ein Einwurf mit Vergleich zu den sogenannten Sozialen Medien.
Wir haben zwar mehr „Kontakt“ mit anderen Menschen, aber insgesamt weniger wertvolle Kontakte. In den Social Medias haben sich die digitalen Kontakt soweit mir Studien bekannt sind nicht positiv ausgewirkt im Vergleich zur alten Form. Wage zu bezweifeln, dass sich das im Arbeitsleben anders auswirken wird.

Und ein Beispiel aus meinem persönlichen Arbeitsleben. Wir haben in unserer Abteilung 2 Mitarbeiter die in sen USA lokalisiert sind. Diese Kollegen sind seit Jahren in so gut wie jedem Meeting dabei, wir haben also schon länger diese Virtuellen Meetings. Trotzdem habe ich nicht das Gefühl dass ich diese Kollegen nach 4 Jahren und mindestens 2 Meetings pro Woche kennen würde, ich ihnen auch nur halb so viel Vertrauen entgegenbringen würde wie lokalen Kollegen. Einmal bis Zweimal im Jahr trifft man sich persönlich, aber das reicht hinten und vorne nicht aus.


Kann ich absolut nachvollziehen! Gegenüber den (a)sozialen Medien bin ich sowieso sehr skeptisch. Das ist für mich gar kein sozialer Kontakt wegen der Anonymität! Auch in diesem Forum ist ganz deutlich zu spüren, wie sehr die soziale Verbindlichkeit fehlt, die i.d.R. dazu führt, dass sich Menschen eher höflich, respektvoll und empathisch verhalten.

Ich würde also schon erst mal klar unterscheiden wollen, zwischen digitaler Kommunikation die anonym ist und der, die persönlich ist.

Bei der persönlichen Kommunikation (welcher im Arbeitskontext die Regel sein dürfte) hängt sehr viel davon ab, wie gut man jemanden kennt. Ich habe z.B. gerade eine Postdoc in einem US-Forschungsinstitut als Gastwissenschaftlerin untergebracht. Die Kommunikation (Ostküste) klappt hervorragend, weil wir uns eben sehr gut kennen. Der Kontakt ist dann zwar tatsächlich anders, aber nicht notgedrungen weniger herzlich und mitfühlend. Das was Du beschreibst mit Deinen US-Kollegen könnte auch daran liegen, dass Du sie bisher noch nie tiefergehend persönlich kennen gelernt hast. Dann leidet die "Verbindlichkeit" halt auch.

Aber wie gesagt: Homeoffice muss ja nicht zwingend 5-Tage-Homeoffice bedeuten. Ich bin sowieso nie 5 Tage im Büro. Man ist ja auch heute immer viel auf Achse, zu Tagungen, Konferenzen, Weiterbildungen, Verhandlungen usw.... Die soziale Isolation relativiert sich für einige Gruppen dann sehr schnell.


Völlig richtig, dazu benötigt es einen längeren Zeitraum an persönlichem Kontakt.
Soziale Medien sind aber nicht total anonym. Meine Kontakte die ich zum Beispiel auf Linkedin oder früher Facebook pflegte kannte ich zum größten Teil persönlich. Trotzdem ist der Digitale Kontakt ein anderer.

Und ja, 100 Prozent homeoffice wird keiner haben, also werden die Schwierigkeiten nicht so massiv sein.

Aber was mich noch an HomeOffice stört ist die Zerklüftung des Arbeitsalltags. Wir haben das nicht erst seit Corona, von daher meine ich da ganz gut mitreden zu können. Je nachdem wie groß die Abteilung ist, meine ist eher klein, kann es auch sein dass ich regelmäßig alleine im Büro bin und dort quasi die gleichen Vor und Nachteile von Home Office genießen darf, ohne das dann aktiv zu wollen.

Ich habe mich aktiv gegen Home Office entschieden solange es keinen notwendigen Grund wie zum Beispiel Handwerker, Stromablesung etc gegeben hat.

Und ein letzter Kommentar, ich kann nicht beurteilen wie in anderen Unternehmen die Arbeitsbelastung während der Hochphase von Corona war, bei uns war die Belastung definitiv geringer. Ein richtiger Test des Home Office war dies deswegen meiner Meinung nicht.

Frank N Furter
Southern Comfort hat geschrieben:Als wir die Leute im Lockdown hatten, hat man mit der gestiegenen häuslichen Gewalt gegen die Kontaktverbote argumentiert. Wenn man einen Gewalttäter permanent daheim hat, dann sei das ganz arg schlimm. Stimmt ja auch. Nur daher die Frage, ob ein Homeoffice nicht diese Gefahr ebenso erhöht. Ist nichtmal ne richtige These...


Die Gefahr erhöht das sicher. Allerdings haben wir gesehen, dass sich auch für diese Klientel die Gefahr erhöht, dass sich Frauen dann von ihnen trennen... hat halt immer alles zwei Seiten...

Der Corona-Lockdown war ja aber vor allem dadurch bestimmt, dass auch die Kinder zuhause bleiben mussten. Also nicht ausweichen konnten, wie das Kinder üblicher Weise eben tun, wenn ihr Vater ein cholerisches Arschloch ist. Ich würde den Corona-Lockdown nicht 1:1 mit Homeoffice in Normalzeiten vergleichen. Ich will aber auch nicht in Abrede stellen, dass es dann vermehrt zu Homeoffice-typischen Konflikten kommt. Auch solchen, wie gesagt, die wir jetzt noch gar nicht kennen oder unterschätzen.

Ich vertraue hier wirklich auf die "Evolution". Wenn sich das Homeoffice für signifikant Viele als die wahre Hölle herausstellen sollte, wird es im Feldversuch zu keiner weiteren Ausbreitung kommen. Corona bietet jetzt halt überhaupt mal die Startchance für einen Feldversuch unter Normalbedingungen.

Allerdings - und das sollte bei dieser Diskussion nicht untergehen, weil es einfach so bedeutend ist - liegen die größten Vorteile des Homeoffice ja gar nicht auf der Argumentations-Ebene der Arbeitssituation, sondern bestehen in unabhängigen, gesellschaftlichen Vorteilen (Verkehr, Umwelt, Mobilitätsfolgekosten usw.). Das Homeoffice wäre schon ein großer gesellschaftlicher Erfolg, wenn es genügend Arbeitnehmer gibt, die freiwillig ins Homeoffice gehen und gerne dort bleiben, weil sie es jetzt dürfen.

Southern Comfort
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Grasdaggl
Ich bin bei Dir, dass wir alle durch Corona gezwungenermaßen mal gelernt haben, was digitale Zusammenarbeit sein kann und wie einfach es teilweise ist, diese zu implementieren. Gleichzeitig habe ich neben den Potentialen auch die Grenzen erfahren. Da jetzt eine gesellschaftliche Umwälzung auszurufen, springt mir viel zu schnell.
Bruno Labbadia ist wie ein Aschenbecher in einer Kneipe, die schon vor 20 Jahren hätte abgerissen werden sollen. Du weißt nicht, warum, aber er steht stetig in der Ecke, voller kalter Kippen und mit dem beharrlichen Geruch von verbrannter Vergangenheit.

RedBlues
Halbdaggl
Was mich etwas wundert ist die ganze Diskussion über diese revolutionäre Entwicklung während Corona. Ich habe ja schon wissen lassen, dass bei mir in der Firma Home Office seit Jahren geht. Bei Bosch in Abstatt wurden Büros so geplant bzw umgestaltet, dass nicht mehr jeder Arbeitnehmer einen eigenen Schreibtisch hat und man rechnete direkt mit einer gewissen Quote die pro Tag Home Office haben, da können soweit ich weiß gar nicht alle Angestellten kommen. Selbiges gilt für Siemens neues HeadOffice in München. Ebenfalls in München hat Microsoft 2014 sein neues Büro bezogen, ebenfalls so geplant dass ein bestimmter Anteil der Mitarbeiter nicht vor Ort ist.

Das alles wurde aber lange vor Corona eingeführt, so neu ist das also gar nicht.

Was neu war ist, dass man nicht zur Arbeit kommen durfte sondern daheim bleiben musste.

Southern Comfort
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Grasdaggl
Ich glaube, da muss man unterscheiden zwischen großen Konzernen, die auch für solche technologischen Überlegungen die Zeit und das Geld haben...

...und dem Mittelstand oder den ganzen kleinen Unternehmen bis hin zu den Soloselbständigen, die bei diesen Themen recht schenll argumentieren mit: "Ich schaff lieber was, bnevor ich da Zeit reinstecke."
Die hat es im Lockdown kalt erwischt und die mussten reagieren.
Bruno Labbadia ist wie ein Aschenbecher in einer Kneipe, die schon vor 20 Jahren hätte abgerissen werden sollen. Du weißt nicht, warum, aber er steht stetig in der Ecke, voller kalter Kippen und mit dem beharrlichen Geruch von verbrannter Vergangenheit.

Tamasi
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Allmachtsbachel
76% der Ehen basieren auf "am Arbeitsplatz kennengelernt".

Im Home-Office würden wir onanierend aussterben.

76% war frei erfunden.

In meinem Gemeinschaftsbüro sitzt auch ein Single. Der bringt immer reichlich Gesprächsbedarf mit ins Büro. Ich will echt nicht wissen, wie viele Leute im Home-Office allein zu Hause verwelken würden.

Aus meiner Sicht überwiegen die Nachteile.

RedBlues
Halbdaggl
Southern Comfort hat geschrieben:Ich glaube, da muss man unterscheiden zwischen großen Konzernen, die auch für solche technologischen Überlegungen die Zeit und das Geld haben...

...und dem Mittelstand oder den ganzen kleinen Unternehmen bis hin zu den Soloselbständigen, die bei diesen Themen recht schenll argumentieren mit: "Ich schaff lieber was, bnevor ich da Zeit reinstecke."
Die hat es im Lockdown kalt erwischt und die mussten reagieren.


Wahr. Was natürlich auch an den Ressourcen liegt, denn die gesamte IT Infrastruktur auf Mobiles Arbeiten umzustellen kostet Geld, gar nicht so wenig, und es Bedarf darüber hinaus auch geschultem Personal um das sinnvoll aufzusetzen.

Man denke nur daran, dass so ein VPN client ordentlich power im Backend benötigt um auch von auserhalb mal kurz auf das SAP zuzugreifen.

Oder mein Favorit bei uns, alte Telefonanlage, man kann zwar Anrufe automatisch weiterleiten, aber eben nur auf ein Telefon. Wer kein Geschäftshandy hat, verspürt wenig Lust das auf sein privates einzustellen.
Dass da schon seit Jahren andere Lösungen erhältlich sind, wusste man zwar, aber es kostet halt Geld, ...

RedBlues
Halbdaggl
Tamasi hat geschrieben:76% der Ehen basieren auf "am Arbeitsplatz kennengelernt".

Im Home-Office würden wir onanierend aussterben.

76% war frei erfunden.

In meinem Gemeinschaftsbüro sitzt auch ein Single. Der bringt immer reichlich Gesprächsbedarf mit ins Büro. Ich will echt nicht wissen, wie viele Leute im Home-Office allein zu Hause verwelken würden.

Aus meiner Sicht überwiegen die Nachteile.


Ich bin so einer, auch deshalb verspüre ich keinen Bedarf mich restlos selbst zu isolieren nur um etwas moderner zu werden :mrgreen:

Nur der Teil mit dem onanieren, ...
möchte ich nicht hoffen :prost:

Tamasi
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Allmachtsbachel
RB:
Andersrum würde ich durchdrehen, wenn ich NICHT ab und an Abstand nehmen könnte vom Familientrubel zu Hause. Unsere Wohnung ist eh zu klein und selbst wenn's ein Zimmer mehr gäbe... Nee, Abstand muss auch mal sein.

Frank N Furter
76% derer, die jetzt gerne, wenn sie dürften im Homeoffice arbeiten würden, sind bereits verheiratet und gehen in Büro fremd...

:lol:

higgi
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Grasdaggl
BioNtech, das andere Hopp Unternehmen, scheint die Nase vorn zu haben, jedenfalls bestellen die USA ne große Menge Impfstoff bei den Mainzern und bei Pfizer
von daher

RedBlues
Halbdaggl
halensee hat geschrieben:@RedBlues ... dann hängt ihr aber technologisch etwas hinterher. Jabber, Teams, VPN, etc. gibt es schon 'ne ganze Weile. Bei uns kannste, wenn du darfst, auf locker 300 SAP-Systeme durchgreifen, auch von zu Hause.


Etwas, der VPN ist klasse, aber das mit der Telefonanlage ist etwas altertümlich. Wir haben zwar Webex (ich hasse es, da gibt es besser) und Jabber (wenn denn mein IT Typ das auf dem MacBook zum Laufen bringen würde) , aber keine Möglichkeit Anrufe auf dem Festnetz damit zu empfangen bzw auch mal zu tätigen. Manchmal muss man ja Kunden anrufen, oder Lieferanten, ...

Also um das klarzustellen, wir haben VPN etc schon ziemlich lange, nur halt die Telefonanlage ist aus dem letzten Jahrtausend und wird von Avaya nicht mehr unterstützt :bounce:

Plan B
Grasdaggl
Wir haben auf Teams gewechselt. Das hat das Homeoffice viel einfacher gemacht.
Ich könnte auch alles von zuhause machen, bin aber froh, dass wir wieder teilweise im Büro sind. Manches geht da schneller. Und die Kollegen aus Spanien sind monatlich eine Wiche gekommen um den persönlichen Kontakt zu wahren.
Was echt wegfällt bei mir sind 90 Minuten Arbeitsweg, auf der anderen Seite habe ich mich anfangs echt schwer getan, das Notebook abends zuzuklappen und zugeklappt zu lassen. Das Problem hatte ich imBüro nicht. Meistens lasse ich den Rechner dort ausser bei Bereitschaft oder wenn ich noch was erledigen muss.
Carpe diem.

RedBlues
Halbdaggl
halensee hat geschrieben:Jabber-Telefonie ist geil, da kannst nicht nur quatschen, sondern auch deinen Bildschirm für den Gesprächspartner freigeben, so dass er ihn sieht und er kann sogar die Kontrolle über deinen Bildschirm übernehmen. Ist für Bereitschaft, Fehleranalyse, Schulung etc. absolut top. Das ganze geht auch mit mehreren Teilnehmern.

Du ich wohne nicht hinter dem Mond, nur seit ich keine virtuelle Windowsoberfläche mehr auf dem Mac habe, ist der neue IT Typ überfordert. :mrgreen:

RedBlues
Halbdaggl
halensee hat geschrieben:
RedBlues hat geschrieben:
halensee hat geschrieben:Jabber-Telefonie ist geil, da kannst nicht nur quatschen, sondern auch deinen Bildschirm für den Gesprächspartner freigeben, so dass er ihn sieht und er kann sogar die Kontrolle über deinen Bildschirm übernehmen. Ist für Bereitschaft, Fehleranalyse, Schulung etc. absolut top. Das ganze geht auch mit mehreren Teilnehmern.

Du ich wohne nicht hinter dem Mond, nur seit ich keine virtuelle Windowsoberfläche mehr auf dem Mac habe, ist der neue IT Typ überfordert. :mrgreen:

Aber vielleicht dein neuer IT Typ :mrgreen:
Abgesehen vom persönlichen Kontakt habe ich im Homeoffice nur einen Nachteil. Im Geschäft arbeite ich mit 2 fetten 24" Bilschirmen, zu Hause halt mit dem Laptop. Für Bereitschaft ist's egal, wenn man aber entwickelt und parallel testet, dann ist es schon etwas hinderlich.


Bei dir ist 24 Zoll fett? :shock:
Ok, immerhin 2. ich hab nur einen 27 Zoll
Und ja, ein Notebookbildschirm ist äußerst suboptimal beim Arbeiten, find ich

Tamasi
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Allmachtsbachel
Frank N Furter hat geschrieben:76% derer, die jetzt gerne, wenn sie dürften im Homeoffice arbeiten würden, sind bereits verheiratet und gehen im Büro fremd...

:lol:

Und das willst du ihnen nehmen? Wie gemein kann man sein?!!!

RedBlues
Halbdaggl
halensee hat geschrieben:
RedBlues hat geschrieben:Bei dir ist 24 Zoll fett? :shock:
Ok, immerhin 2. ich hab nur einen 27 Zoll
Und ja, ein Notebookbildschirm ist äußerst suboptimal beim Arbeiten, find ich

Im Vergleich zum Laptop schon. Außerdem habe ich da keine Spiele am laufen, sondern arbeite. Okay für 'ne Simulation / Emulation könnte einer der beiden auch etwas größer sein. Es geht aber auch ohne. ;)
Manche von uns haben auch 3 Bildschirme, die lesen glaube ich auch mit den Hühneraugen. :D

:lol:
Möglich, ich hab den Laptop immer zusätzlich offen, aber mit einem 27 Zoll kann man gut genug in Excel, Datenbanken, Pim, CMS Und so arbeiten.
Nur an einem kleinen 15 Zoll Bildschirm trägt das nicht Positiv zur Produktivität bei.

Southern Comfort
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Grasdaggl
Der Bildschirm ist die neue Karre. Mein Haus, meine Downloadgeschwindigkeit, meine Bildschirme!

"Was hast Du? Zwei 24er...? Ist ja süß! Ich hab drei fette 30er! Mein Nachbar kann nachts nicht schlafen, wenn ich den Bildschirmschoner anlasse."
Bruno Labbadia ist wie ein Aschenbecher in einer Kneipe, die schon vor 20 Jahren hätte abgerissen werden sollen. Du weißt nicht, warum, aber er steht stetig in der Ecke, voller kalter Kippen und mit dem beharrlichen Geruch von verbrannter Vergangenheit.


RedBlues
Halbdaggl
halensee hat geschrieben:Was kann ich denn dafür, wenn mir meine Chefs solche Dinger hinstellen. Daheim bin ich mit 22" unterwegs.
Viel wichtiger sind aber die PS unter der Haube ;). Prozessor, Hauptspeicher, Grafikkarte :nod:


Ich zock ja nicht am PC, daher ist mir jetzt Optik wichtiger wie PS unter der Haube.
MacBook :mrgreen:

Nilkheimer
Halbdaggl
Southern Comfort hat geschrieben:Mein Nachbar kann nachts nicht schlafen, wenn ich den Bildschirmschoner anlasse."


:D

Aber ansonsten müssen einige von Euch jetzt ganz stark sein:

Ich habe auch zwei große Bildschirme auf Arbeit...























... aber ich habe nicht die geringste Ahnung, wieviel Zöller die haben :shock: :bleich: :cry:
Aber das macht doch nichts.