Naja, eine kurze Recherche ergibt eher ein durchwachsenes Bild, finde ich:
Hier eine recht umfangreiche Einschätzung zur Zeit seines Wechsels nach Schalke:
http://talentkritiker.de/cedric-teuchert/Auszug:
Die Entwicklung Teucherts, und auch seine bisweilen steile Karriere in den Jugendauswahlen des DFB, blieben auch Hansi Flick nicht verborgen, der ihn in einem Interview aus dem Jahre 2016 als “interessanten Spieler” bezeichnete. Im Nachgang des Interviews, in dem Flick interessanterweise durchaus auch einen fehlenden “Egoismus” und “Killerinstinkt” im deutschen Sturm anprangerte, wurde Teuchert von der Medienlandschaft bereits kurzzeitig als neuer Messias im deutschen Offensivspiel stilisiert. War dies ein Knackpunkt in der noch jungen Karriere Cedric Teucherts? 2017 lässt er sich jedenfalls zu der Aussage hinreißen, dass es in der 2. Bundesliga keinen besseren Spieler in seiner Altersklasse gäbe. Ob dies nun selbstbewusst oder hochmütig ist – daran scheiden sich die Geister. Fest steht, dass sich Teuchert anscheinend zu Höherem berufen fühlte: immer wieder zeigte er mangelnden Einsatz auf dem Trainingsplatz, was schließlich in seiner Degradierung durch Weiler mündete. Eine Vertragsverlängerung schlägt Teuchert immer wieder aus, möchte sich dem Vernehmen nach eine Ausstiegsklausel einbauen lassen, der Klub lehnt ab. Auch dies führte wohl zu Köllners Aussagen, dass Teuchert sich selbst über die Belange der Mannschaft stelle. Das Tischtuch scheint trotz der langjährigen Vereinstreue Teucherts angeschnitten. In der offiziellen Stellungnahme des FC Schalke 04 lobt Domenico Tedesco in der Zwischenzeit die “freche Spielweise” des jungen Stürmers. Ob auf oder neben dem Platz, Teuchert ist forsch, frech und balanciert irgendwo zwischen Genie und Größenwahnsinn.
Schalke velieh ihn dann nach Hannover und hat dem Vernehmen nach für die kommende Saison keine Verwendung mehr für ihn. Und in Hannover wechselten Licht und Schatten offenbar auch häufig:
https://www.sportbuzzer.de/artikel/marv ... iga-kocak/Auszug:
Konstant. Hohes Niveau. Das hatte sich 96 auch von Teuchert gewünscht – und wurde in den vergangenen Wochen enttäuscht. So sehr, dass sogar der Transfer wackelt. Der Schalker ist nur geliehen, 96 ließ die Kaufoption (1,5 Millionen Euro) am 30. April verstreichen. Beide Klubs verhandeln neu. Aber auf welcher Basis, wenn Teuchert nicht spielt?
„Kontinuität ist ein Qualitätsmerkmal“, sagt Kocak. Genau diese Konstanz zeigte Teuchert bisher bei keinem Klub. „Er hat eine enorm hohe Konkurrenz“, erklärt Kocak, „und hat trotzdem von Anfang an gespielt.“ Und enttäuscht.
In Osnabrück fing er an, aber die Wende kam nach seiner Auswechslung (58. Minute) und mit dem doppelten Ducksch. Der ehemalige Sturmpartner hat Teuchert inzwischen abgehängt.
Es riecht nach Trennung in der kommenden Saison. „Das Leistungsprinzip gilt für alle, auch für ihn“, sagt Kocak über Teuchert. In Sandhausen blieb er im Prinzip harmlos. 96 verlor dort 1:3 – der Trainer hat sich das gemerkt. Dann war Teuchert draußen, aus „leistungstechnischen Gründen“, erklärt Kocak.
Der Trainer hat seine Meinung bei beiden Spielern der Aktualität angepasst. Danach lautet der Plan: Mit Ducksch in die nächste Saison, mit Teuchert nicht unbedingt.
Das Fazit, das man aus beiden Artikeln rauslesen kann: Hohes Potential, zweifelhafte Einstellung.
Wäre von Spielweise und Position her aber so ziemlich 1:1 ein Ersatz für Gonzalez. Von der Qualität her aber nur dann, wenn Mathemazzo und Co. seine PS auch auf die Straße bringen und er sich nicht als Ferrari sieht, der sich für den Stadtverkehr zu schade ist. Sonst steht er am Ende noch quer in der Garage...