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halensee hat geschrieben:
Tamasi hat geschrieben:Der Text des Jahres:
https://sz.de/1.4991239


Kann ich leider nicht lesen, da es sich um einen kostenpflichtigen Artikel handelt. Und wenn wir schon beim Thema sind, eine Frage an Zeus oder die juristisch vorgebildeten Forenteilnehmer:

Ist es rechtswidrig kostenpflichtige Artikel vollständig oder auch nur teilweise zu zitieren? Und wenn ja, wer kann belangt werden?


Der Scheiß dabei ist, dass das meines Wissens meistens per Abmahnung geregelt wird. Kostet ekliges Geld und nervt brutal. Ist noch nie vorgekommen, aber wer weiß, ob das nicht bald automatisiert werden kann und man dann voll in der Soße hockt.

Teilweise zitieren sollte in Ordnung sein, vollständig war schon immer problematisch.

halensee hat geschrieben:Bin mir sicher, dass das Internet gescannt werden kann.


Nennt sich “Google”. Suchmaschinen suchen nicht erst, wenn jemand eine Anfrage stellt, sondern scannen das WWW ununterbrochen. Und man kann längst nach Fotos suchen, indem man sein eigenes Bild hochlädt und guckt, ob es das anderswo auch gibt.

Tamasi
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Allmachtsbachel
Ein paar kleine Auszüge:

Das Beste an dem ganzen Schlamassel war der Zeitpunkt, an dem es losging. Nicht auszudenken, die Maßnahmen wären im November verkündet worden, wenn die Tage immer grauer, kürzer, kälter werden. So aber leuchtete die Welt mit jedem Tag heller, wärmer, grüner. Drinnen düstere Hiobs-News am laufenden Band, draußen Frühling, Licht, Spazierengehen. Ja klar, nur allein oder als Familie und mit dieser seltsamen Achtsamkeits-Choreografie aus Warten, Ausweichen, Vorbeischlängeln. Aber immerhin ist man nicht in der fahlen Dämmerung durch den Schneematsch gestapft, sondern lustwandelte durch täglich freundlichere Natur. Dabei konnte man sich dann noch ein Beispiel nehmen am tapferen Chlorophyll, das Jahr für Jahr stoisch von vorn anfängt. Jedes Blatt macht einfach seinen Job, und schon ist Schönheit in der Welt.

Während die Natur also unbeeindruckt weitermachte, blieb an den Litfaßsäulen von Mitte März an die Zeit kleben. Es gab ja nichts mehr anzukündigen. Weshalb Kristen Stewart alias Jean Seberg uns von den Filmplakaten herunter monatelang bei unserem seltsamen Treiben zuschaute: Erst eilen alle (...)


Wir leben im Zeitalter der Dystopie. Zukunft wird in den aktuellen Drehbuch-Szenarios und Romanhandlungen ausnahmslos als düstere Variante der Jetzt-Zeit gezeigt. Man muss sich nur mal im Hugendubel die Jugendbuchabteilung ansehen. Meterweise Weltuntergang. Klimaalbträume in allen Schattierungen. Faschistische Gesellschaften, meist in einem Mix aus postapokalyptischer Mittelalter-Trümmerwelt und High-Tech. Als würde das kollektive Unterbewusste, das an unseren gemeinsamen Geschichten schreibt, die Jugendlichen vorbereiten auf das, was sie erwartet. So was wie Corona aber hatte keine Autorin und kein Autor auf dem Schirm. Virenattacken, das schon. Aber nicht diese seltsame Freizeitparkatmosphäre. Diese frei schwebende Wartezeit, das Gefühl kollektiver Sommerferien in Verbindung mit der dumpfen Ahnung, draußen, kurz hinterm Horizont dieser heiteren Strandtage, baut sich die Riesenwelle auf. (...)


Da dachten alle noch, na gut, drei Wochen Improvisationsmanagement, dann wird die Kurve flach sein und alles zurück auf Normal. Beeindruckend, wie naiv man irgendwie hofft, dass das alles einfach wieder weggeht. So wie es aussieht, wird es wohl lange so weitergehen. Und wir alle brauchen dringend eine Art Lebensyoga, tägliche Dehnübungen in Sachen Gelassenheit, Flexibilität, Zuversicht.

Gerade das mit der Zuversicht wird nicht leicht, haben sich doch die meisten vermeintlich guten, schönen Aspekte der Pandemie schnell in Frühlingsluft aufgelöst oder als Trugbilder erwiesen. Etwa die Hoffnung darauf, dass jetzt der ökologische Umbau nebst sinnstiftender Entschleunigung komme, schließlich habe man doch gesehen, dass es im Notfall sehr wohl geht, den Verkehr von einem Tag auf den anderen runterzufahren, all das Rumfliegen, Konferenzgetingel, Wochenendgebrause... Geflogen wird noch nicht wieder so frenetisch wie zuvor, ansonsten aber ist mittlerweile fast alles (Autoverkehr, Stromverbrauch, Smog) wieder beim Alten. Und Peter Altmaier und die anderen Sachwalter des klimaschädlichen Status quo können umweltpolitische Forderungen wieder als Ökoschnickschnack und wirtschaftsschädliche Traumtänzerei abtun, schließlich geht es jetzt erstmal um die Rettung der Wirtschaft. (...)


Und dann war da noch die Hoffnung, dass uns Corona einen werde, jenseits von Differenzierung, Fragmentierung und Singularisierung. Vier Monate später scheint ein canyontiefer Riss durch die Gesellschaft zu gehen. Fast jeder kann von solch einem unheimlichen Überraschungsmoment berichten: die Tante, die überzeugt ist, dass uns allen Mikrochips implantiert und wir versklavt werden; der Lehrer der Kinder, der flüstert, Corona gebe es gar nicht, das seien alles Nebenwirkungen der 5G-Strahlung. Die nette Nachbarin, die weiß, dass Bill Gates das Virus in die Welt gesetzt hat. Auf den Corona-Demos wird vorne auf der Bühne für den Weltfrieden getanzt, hinten in der Menge aber werden Kameramänner angegriffen und Journalistinnen mit Hass übergossen. Wie soll das erst im Herbst werden, wenn Novemberdunkelheit, Kälte und schaurige Wirtschaftsmeldungen vermutlich mit der zweiten oder dritten Welle und unser aller Erschöpfung zusammenfallen? (...)

Unter Westfalen
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Grasdaggl
Das ist wirklich der Text des Jahres.
Hohe Literatur.
Danke fürs Reinstellen.

Und allen, die jetzt jammern rufe ich zu:
1348 war schlimmer!

Katastrophen
25. Januar: Ein schweres Erdbeben mit Epizentrum in Friaul führt unter anderem zu einem Bergsturz am Dobratsch in Kärnten, bei dem zahlreiche Dörfer verschüttet und etliche Burgen zerstört werden.

Die Ausbreitung der Pest als europäische Pandemie beginnt, die (später) Schwarzer Tod genannt wird, und der bis 1353 etwa die Hälfte der europäischen Bevölkerung zum Opfer fällt. Sie führt zu Flagellantentum und Judenverfolgungen wegen angeblicher Brunnenvergiftungen.

Die Pest wütet auch im Orient, allein in Kairo sollen 900 000 Menschen an ihr gestorben sein.


https://de.wikipedia.org/wiki/1348
Häggor, fliag iebor da Näggor, fliag iebor da Rai, fliag midda drennai

Tamasi
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Allmachtsbachel
In Berlin ist seit Montag Schule. Und heute - am dritten Tag - geht's schon los und es ist JEDE Schule betroffen, die ich über mein privates Umfeld kenne.

ALLE werden heute dicht gemacht, ab 11.30 Uhr...










... weil: Hitzefrei! :-)



de mappes
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Spamferkel
Im Saarland auch abgeschafft...die Berliner könnens sich halt erlauben 8)

Ist aber eigentlich ein Unding, sofern man keine klimatisierten oder gut durchlüftbare Räume zur verfügung stellen kann...gibt ja auch Arbeitsschutz-Richtlinien...warum nicht auch bei Kindern?!
Don't criticize what you can't understand

Southern Comfort
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Grasdaggl
Hitzefrei...

Befürworter gehören zur Mimimi-Gesellschaft!
Abschaffer sind Klimaleugner!
Bruno Labbadia ist wie ein Aschenbecher in einer Kneipe, die schon vor 20 Jahren hätte abgerissen werden sollen. Du weißt nicht, warum, aber er steht stetig in der Ecke, voller kalter Kippen und mit dem beharrlichen Geruch von verbrannter Vergangenheit.

Tamasi
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Allmachtsbachel
Kann in Berlin jede Schule selbst entscheiden. Ich finde es aber auch doof, weil aktuell sind ja eh alle Fenster offen und somit ein gewisser Luftzug.

Außerdem sollte man jede Präsenzstunde mitnehmen, so lange es geht...

Der Sohn eines Bürokollegen hat den zweiten Tag Schnupfen & Halsweh. Scheint's geht gerade eine Sommergrippe rum. Morgen früh hat er einen Test-Termin - natürlich nicht auf "Sommergrippe".

de mappes
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Spamferkel
Ich finde es aber auch doof, weil aktuell sind ja eh alle Fenster offen und somit ein gewisser Luftzug.


ja, wobei die Luft teilweise so erhitzt ist, dass der Zug kaum Abkühlung bringt. Muss man denke ich individuell entscheiden bzw. die Kinder fragen :lol:
Don't criticize what you can't understand

Iron
Grasdaggl
Bei so einer Hitze effektiv zu lernen wird schwierig.

Aber auch hier sieht man mal wieder was unser Nachwuchs uns Wert ist. Klimaanlagen sollten in Lerneinrichtungen eigentlich Standard sein.

Iron
Grasdaggl
Tamasi hat geschrieben:Der Sohn eines Bürokollegen hat den zweiten Tag Schnupfen & Halsweh. Scheint's geht gerade eine Sommergrippe rum. Morgen früh hat er einen Test-Termin - natürlich nicht auf "Sommergrippe".


Wenn es danach geht, müssten wir uns die nächsten Jahre isolieren ...

Tamasi
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Allmachtsbachel
Iron hat geschrieben:
Tamasi hat geschrieben:Der Sohn eines Bürokollegen hat den zweiten Tag Schnupfen & Halsweh. Scheint's geht gerade eine Sommergrippe rum. Morgen früh hat er einen Test-Termin - natürlich nicht auf "Sommergrippe".


Wenn es danach geht, müssten wir uns die nächsten Jahre isolieren ...

Eben, das ist es ja. Im Herbst/Winter hat doch jeder Zweite eine Erkältung. Diese kleinen Infekte bleiben dieses Jahr ja nicht „der Einfachheit halber“ aus.

Wird lustig. Alle zwei, drei Wochen zum Test? Die ganze Bevölkerung... Hätte natürlich immense Vorteile - nur ist es logistisch ganz sicher nicht bewältigbar.

Wird womöglich ähnlich vorbereitet wie die Tests für Reiseheimkehrer. Da war man ja auch völlig überrascht, dass es die plötzlich gibt.


Iron
Grasdaggl
Frank N Furter hat geschrieben:
Iron hat geschrieben:Klimaanlagen sollten in Lerneinrichtungen eigentlich Standard sein.


Dit klärste aber bitte ma mid de Greta, wa.


Wenn man weniger Politik betreiben würden, dann würden wir in sehr vielen Bereichen CO2 bilanztechnisch deutlich besser dastehen.

Iron
Grasdaggl
Tamasi hat geschrieben:Wird lustig. Alle zwei, drei Wochen zum Test? Die ganze Bevölkerung... Hätte natürlich immense Vorteile - nur ist es logistisch ganz sicher nicht bewältigbar.


Es handelt sich bei Schulkalssen ja nicht um die gesamten Bevölkerung. Da muss halt auch die Klassengemeinschaft darauf achten mit wem sie in Kontakt treten z.B. bei Auslandsaufenhalt in Risikogebieten und dann freiwillig fernbleiben oder zumindest getestet werden.

Angstmacherei als Lösungsansatz wäre dann doch sehr lähmend ...

Tamasi
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Allmachtsbachel
Iron,
ich gehe davon aus, dass nicht nur Kinder, sondern auch zahlreiche Erwachsene die saisonal üblichen Infekte haben werden. Und es dürfte so manchen Arbeitgeber geben, der einen hustenden Mitarbeiter dann umgehend zum Testen schickt.

(Ausnahmen vielleicht in der Schlachtindustrie.)


Tamasi
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Allmachtsbachel
Absolut! Ich hasse niesende und hustende Kollegen. Aber stimmt, die kann man in der kommenden Saison deutlich leichter disziplinieren. :-)

Trotzdem wird es nervig sein, dass immer der „Ist das jetzt Corona?“-Gedanke mitschwingt.

Auswurf
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Grasdaggl
auf bento ein plädoyer auch nach corona zum schutz vor grippe und erkältungskrankheiten weiterhin masken zu tragen
Irgendwann werden meine Zukunftskinder erstaunt sagen: Ach, damals habt ihr das mit den Erkältungsmasken eingeführt.
Und ich werde nicken. Hoffentlich.


Arsch geleckt !
So weit geht meine solidarität nicht freiwillig.

Sie jetzt richtig und an den geforderten orten zu tagen mach ich natürlich
- auch aus überzeugung
das ist doch keine Musik

CoachingZone
Halbdaggl
Nochmals zum Mitlesen:

Das Besondere an SARS-CoV-2 ist, dass es hochansteckend ist und zwar bereits BEVOR man oder OHNE dass man Symptome aufweist. Das unterscheidet es von den üblichen Erkältungs- und Grippeviren.

Und deswegen ist das Tragen von Masken eine Möglichkeit, die Viruslast in der Umgebungsluft zu reduzieren. Weil man ja unter Umständen nicht wissen kann, ob man selbst Virusträger ist.

Bei Grippe oder Erkältung würde es ausreichen, wenn die Symptomträger Masken tragen, wenn sie schon nicht zuhause bleiben und die Grippe oder Erkältung auskurieren wollen (was für den Körper besser wäre...).

Und sonst gilt: Sich mit Viren und Bakterien herumzuschlagen ist das beste Training für das Immunsystem, damit es nicht auf dumme (allergische) Gedanken kommt. (Letzteres nur ein Wortspiel, denn das Immunsystem kann ja nicht denken...)
Wenn die Unfähigkeit einen Decknamen braucht, nennt sie sich Pech.

- Charles Maurice de Talleyrand -

Auswurf
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Grasdaggl
ja dann hab ich ja glück, das meine egoscheisse niemanden killt
(falls es gott doch geben sollte :? und gericht gehalten wird - anwälte hier, oder dann dort vor ort, wenn ich Sie brauchen könnte ?)
das ist doch keine Musik