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Southern Comfort
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Grasdaggl
Ja, deswegen scheitert man ja auch immer wieder, wenn msn ihn mit moralischen Maßstäben misst. Er wird von Frauen gewählt, die genau wissen, was er für ein Schwein ist. „Er hätte das nie gesagt, wenn er gewusst hätte, dass aufgenommen wird.“ reicht dann als Rechtfertigung.

Man wird denen nicht mit Moral beikommen, leider. Auch eine Suzanne Collins, machen wir uns nichts vor, schaut auf Ihre Wiederwahl, nicht auf das, was „fair“ wäre.
Bruno Labbadia ist wie ein Aschenbecher in einer Kneipe, die schon vor 20 Jahren hätte abgerissen werden sollen. Du weißt nicht, warum, aber er steht stetig in der Ecke, voller kalter Kippen und mit dem beharrlichen Geruch von verbrannter Vergangenheit.

Unter Westfalen
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Grasdaggl
Davon abgesehen: Richter auf Lebenszeit zu ernennen halte ich für Quatsch. Und wenn man das schon so macht, dann sollte man Konsenskandidaten aufstellen und wählen. Dafür wäre die qualifizierte Mehrheit das bessere Instrument.


Immer, wenn ich etwas über das amerikanische Justizsystem lese, bin ich stolz auf die Mütter und Väter unseres Grundgesetzes.
Häggor, fliag iebor da Näggor, fliag iebor da Rai, fliag midda drennai

darkred
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Halbdaggl
Was SC schreibt trifft es gut.
Den moralischen Aspekt hin oder her - die politische Arithmetik gibt es her, also tut man es.
Würden auch die Demokraten so vollziehen, wenn sie in derselben Situation wären und über Senatsmehrheit verfügten.

Tifferette
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Grasdaggl
@Unter Westfalen: Man muss fair bleiben - die waren halt 180 Jahre später dran. Da war gerade die Politiktheorie um Welten weiter. Und gerade von den Amis kam da auch viel Input.

Es ist eigentlich unglaublich, dass sich die US-Verfassung so lange gehalten hat. Die ist älter als die Französische Revolution. Mir nötigt das trotz aller Abnutzungserscheinungen Respekt ab. Man schaue sich zB mal an, wie viele Monarchen, Verfassungen und Republiken zB Frankreich in der gleichen Zeit verschlissen hat.

Weniger respektabel ist halt, dass die US-Politik es über Jahrzehnte hinweg versäumt hat, die Verfassung einer sich ändernden Lebenswirklichkeit anzupassen. Viele Juristen dort behandeln die Verfassung wie die Bibel oder die Zehn Gebote. In Stein gemeißelt.
"They may be drinkers, Robin, but they are also human beings."

(Batman)

Southern Comfort
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Grasdaggl
Schön gesagt... Da wird an Anachronismen festgehalten wie die katholische Kirche am Zölibat. Das 2nd amendment ergibt in damaligen Pionierzeiten und unter der Befürchtung eines Einfalls der englischen Krone natürlich sogar Sinn. Nur, die Zeiten sind halt mittlerweile echt weniger rau. Heute dient die Knarre nicht mehr in erster Linie dem Schutz, sondern... dem Zeitvertreib? Na gut, es ist halt auch ein geiles Gefühl, so einem tollwütigen Waschbär den Schädel wegzubatzen.
Bruno Labbadia ist wie ein Aschenbecher in einer Kneipe, die schon vor 20 Jahren hätte abgerissen werden sollen. Du weißt nicht, warum, aber er steht stetig in der Ecke, voller kalter Kippen und mit dem beharrlichen Geruch von verbrannter Vergangenheit.


muffinho
Southern Comfort hat geschrieben:Man wird denen nicht mit Moral beikommen, leider. Auch eine Suzanne Collins, machen wir uns nichts vor, schaut auf Ihre Wiederwahl, nicht auf das, was „fair“ wäre.


Moral ist ja nichts, was sich analog der IT mit Null oder Eins definieren kann, oder besser formuliert ist Moral nicht Schwarz oder Weiß, sondern besteht aus einer großen facettenreichen Farbpalette. Es ist klar dass es, sofern wir bei den Farben bleiben und Weiß das Optimum darstellen würde, es in der Politik kein Weiß geben wird, denn mit solch einer Moral kommt man nicht bis in solche Ämter, auch wenn man es nicht wie Underwood treiben muss. Daher klar, Moral ist relativ in der Politik, aber ich behaupte dass viele Politiker mit hohen moralischen Ansprüchen beginnen und sich dann der Realität anpassen. Wenn man die Historie von Trump mal anschaut und dem, was so über ihn berichtet wird, glauben mag, dann hat er schon sehr lange einen moralischen Zustand eingenommen, der schwer in Richtung Schwarz geht.

Als Beispiel, ich kann mir vorstellen dass es durchaus moralische Politiker in den USA gibt/gab, selbst wenn sie mit allen Wassern gewaschen waren, etwa McCain.
Daher ist Moral relativ, aber da sind wir halt wieder beim Punkt, Trump stellt sicherlich das Extrem dar, oder gab es schon mal einen Politiker an ähnlicher Position, der öffentlich Behinderte verhöhnt oder Vergewaltigungsvorwürfe damit gekontert hat, diese Frau wäre nicht sein Typ?

In den Zusammenhang interessant wie sich moraltechnisch AOC machen wird, ist ja noch am Anfang der Karriere.

darkred
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Halbdaggl
The Electoral College is a disaster for a democracy


Wer hat's gesagt?

Genau der, dem nun schwer daran gelegen ist, dass die white (cis-male) privileges durch das Wahlssystem zementiert werden, sodass selbst der demographische Wandel nicht zu einer entsprechenden Veränderung des Ergebnisses im Sinne des mehrheitlichen Wählerwillens führen kann.
Und das Biden am Ende in den swing states tatsächlich obsiegen wird, halte ich nach wie vor für alles andere als ausgemachte Sache. Das Ding ist noch nicht durch.

Ich finde es auch grausam, dass die Demokraten in 4 Jahren Amtszeit keinen Kandidaten profilieren und aufs Tableau bringen konnten, der etwas mehr Strahlkraft und politische Zugkraft mitbringt als Biden. Sanders wäre eine Alternative gewesen. Wäre er mal 20 Jahre jünger. Trump vs. Biden ist wohl für die meisten US-Bürger die klassische "Not-oder-Elend" Wahl. So sad. :arr:


muffinho
darkred hat geschrieben:Sanders wäre eine Alternative gewesen. Wäre er mal 20 Jahre jünger. Trump vs. Biden ist wohl für die meisten US-Bürger die klassische "Not-oder-Elend" Wahl. So sad. :arr:


Der alte Bernie wäre für Trump ein Fest gewesen, da wäre der komplette rust belt widerstandslos an Trump gegangen, auch Wall Street und Tech hätten sich mit ihm schwer getan. Biden ist der Einzige, der von Trump die Stimmen des angry white man holen kann.

Ich persönlich hätte O'Rourke klasse gefunden, sehr guter Rhetoriker, aber seine Zeit wird erst noch kommen, ähnlich wie AOC.

Cantona
NDUSTRIESTANDORT IN GEFAHRDer Conti-Schock

EIN KOMMENTAR VON CARSTEN GERMIS

AKTUALISIERT AM 01.09.2020

 - 18:57

Die deutsche Autoindustrie leidet nicht nur unter den Folgen der Coronavirus-Pandemie. Bild: DPA

Continental stellt 13.000 Arbeitsplätze in Deutschland zur Disposition. Doch das ist erst der Anfang. Industrielle Arbeitsplätze lassen sich nicht halten, wenn sich nur noch eine Minderheit für sie interessiert.

https://m.faz.net/aktuell/wirtschaft/un ... 3.amp.html

Es geht richtig voran mit der "Transformation" in Deutschland!

Da dürften bei den "Grünen" Entschleunigern zur Zeit jeden Tag die Sektkorken knallen.

Unter Westfalen
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Grasdaggl
muffinho hat geschrieben:
darkred hat geschrieben:Sanders wäre eine Alternative gewesen. Wäre er mal 20 Jahre jünger. Trump vs. Biden ist wohl für die meisten US-Bürger die klassische "Not-oder-Elend" Wahl. So sad. :arr:


Der alte Bernie wäre für Trump ein Fest gewesen, da wäre der komplette rust belt widerstandslos an Trump gegangen, auch Wall Street und Tech hätten sich mit ihm schwer getan. Biden ist der Einzige, der von Trump die Stimmen des angry white man holen kann.

Ich persönlich hätte O'Rourke klasse gefunden, sehr guter Rhetoriker, aber seine Zeit wird erst noch kommen, ähnlich wie AOC.


Wer in den USA für eine linksliberale Agenda steht, ist von vorneherein in der Sozialistenecke. "Socialist" ist fast noch schlimmer als "communist". McCarthy lässt grüßen. So sehr ich Bernie schätze und insbesondere sein unermüdliches Eintreten für eine bessere Gesellschaft bewundere, so sehr bin ich überzeugt, dass auf Jahre hinaus in den USA linksliberale Politik chancenlos ist. Es ist halt, wie es ist.
Häggor, fliag iebor da Näggor, fliag iebor da Rai, fliag midda drennai

Southern Comfort
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Grasdaggl
Und eine Bemerkung sei erlaubt: Das, was in den USA teilweise als linksliberal gilt, ist so sozial wie das S in CSU.
Bruno Labbadia ist wie ein Aschenbecher in einer Kneipe, die schon vor 20 Jahren hätte abgerissen werden sollen. Du weißt nicht, warum, aber er steht stetig in der Ecke, voller kalter Kippen und mit dem beharrlichen Geruch von verbrannter Vergangenheit.


Unter Westfalen
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Grasdaggl
Das C ist für die Union unbedeutend. Die braucht keine Hirtenbriefe mehr. Die Alten sterben aus und die Jungen pilgern in Scharen zu den Grünen.

SC
Sehe ich genau so.
Bei vielen amerikanischen Wählern genügt das Wort "radical left", um den Teufel persönlich an die Wand zu malen.

Ich habe jetzt gerade den Wikipedia-Artikel über McCarthy noch mal durchgelesen. Verblüffende Ähnlichkeit im Charakter und den kriminellen Machenschaften mit Trump.
Und natürlich ein Rep.
Aber seine Position war zeitweise so stark, dass sich nicht einmal Eisenhower öffentlich gegen ihn zu stellen wagte.
Häggor, fliag iebor da Näggor, fliag iebor da Rai, fliag midda drennai

Cantona
...die eigentliche Pfaffenpartei ist mittlerweile die SPD, die ihre säkularen Wurzeln quasi komplett über Bord geworfen hat.
Dafür hat die SPD ihre einstigen Verbindungen zur Industriearbeiterschaft nahezu komplett gekappt.

Unter Westfalen
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Grasdaggl
Der erste Satz ist Schwachsinn, der zweite stimmt.

Wenn Du schon so kühn argumentierst, dann nenn mir doch mal Beispiele für das Pfaffenhafte in der SPD. Die SPD war nie antireligiös, aber oft antiklerikal.
Häggor, fliag iebor da Näggor, fliag iebor da Rai, fliag midda drennai

Cantona
...brauche ich nur in den Vorstand meines Ortsvereins schauen, dem ich auch mal angehörte, hat mit kühner Argumentation nichts zu tun.

https://app.handelsblatt.com/unternehme ... 1600953751

AUTOBAUER SPART DRASTISCH
Daimler könnte Belegschaft im Berliner Motorenwerk halbierenVon: Franz Hubik

Ab 2022 sollen in Berlin keine Dieselaggregate mehr produziert werden. 2500 Beschäftigte in Daimlers ältester Fabrik bangen um ihre Jobs. Die IG Metall ist entsetzt.


Es geht voran!!!

Goofy
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Grasdaggl
Daimler produziert weniger Diesel?

Das „grüne Herz“ feiert Party. Dann müssen sie jetzt ja nur noch anfangen „grüne“ Autos zu bauen (oder halt erstmal zu entwickeln - bissle spät dran :roll: ) - dann klappts auch mit den Arbeitsplätzen.
linksgrünversifft - was davon weit entfernt ist, ist Ironie, Sarkasmus und schlechter Humor


Goofy
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Grasdaggl
Wo hast das denn ...

Ach, ich frag besser garnicht. Von daher ...
linksgrünversifft - was davon weit entfernt ist, ist Ironie, Sarkasmus und schlechter Humor


Cantona
Finde es eben erstaunlich, dass es offensichtlich keinen juckt, dass hunderttausende gut bezahlte Arbeitsplätze wegfallen (die unseren Sozialstaat etc mitfinanzieren).

Und wie gesagt, woher alternativ die Wertschöpfung her kommen soll, das würde mich schon interessieren: dazu höre ich nichts, jedenfalls verdammt wenig.

Was daran witzig sein soll, keine Ahnung.

Cantona
Goofy hat geschrieben:Wo hast das denn ...

Ach, ich frag besser garnicht. Von daher ...


Stellst du das in Frage, dass die Grüne Partei sich gegen individuelle Mobilität ausspricht?

jagdhuette
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Halbdaggl
@Cantona

Individueller Mobilität, mit was anderem als Fahrrädern, sind in Großstädten auch schlicht Grenzen gesetzt.
Wer schon Mal mit dem Auto in einer Großstadt oder im Großteil von NRW in der Rush hour unterwegs war, weiß was ich meine.

Das sollte sinnvollerweise auf andere Verkehrsmittel verteilt werden. Gleichzeitig würden vermutlich ein paar Herzinfarkte weniger auftreten, wenn statt mit dem Auto 5km zu fahren diese Strecke mit dem Rad / E-Bike zurückgelegt würde. Über Eltern, die in der Großstadt ihre Kinder mit dem Auto in die Schule bringen und andere sinnbefreite Freizeitfahrten brauch ich gar nicht erst anfangen.

Das E-Auto (evtl. auch nur als Übergangstechnik) wird meiner Ansicht nach nur in ländlichen Gegenden den Verbrenner ablösen, weil es dort mangels Masse sinnvoll ist selbst zu fahren. Aber in den Städten sollten sich andere Verkehrsmittel durchsetzen. Daher wäre es für Daimler sicherlich auch sinnvoll zusätzliche Sparten als den PKW zu pushen. Mit LKWs und Bussen sind sie da ja auch schon dabei. Beim Thema Fahrrad etc weiß ich nicht. Es wird natürlich auch in Städten weiterhin Individualverkehr geben. Aber vermutlich wie seit Ewigkeiten in London mit sehr hohen Kosten verbunden, so dass ein Taxi günstiger ist.