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Unter Westfalen
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Grasdaggl
Komm runter und höre dir doch mal ein schönes Cellostückle an.
Soll ich Dir einen Link schicken?

wie wär's mit Jacques Offenbach? ;)

Und merke,
vor einem Streik ist immer verhandelt worden.
Pfauenduell! 8)

:arr: :arr: :arr:
Häggor, fliag iebor da Näggor, fliag iebor da Rai, fliag midda drennai

Hasenrupfer
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Grasdaggl
Unter Westfalen hat geschrieben:Und merke,
vor einem Streik ist immer verhandelt worden.


Rein rechtlich gesehen schon, aber kann man es Verhandlungen nennen, wenn die Arbeitgeberseite keinerlei Gegenangebot abgibt...



Tamasi
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Allmachtsbachel
Jetzt wollte ich zur Einstimmung aufs US-TV-Duell die letzten zwei Seiten des Politikthreads nachlesen... und dann musste ich da fast nur lachen.

Gleich wird's jedenfalls ernst...

Nilkheimer
Halbdaggl
"Gleich" wäre ja schön.

Aber will man jetzt noch ZWEI STUNDEN IM INTERNET daddeln, bis es dann überhaupt erst LOSGEHT?

Frage nur, und wer hat die Antwort?
Aber das macht doch nichts.









muffinho
Ich habe mir die Hälfte angeschaut und überlege, ob ich wieder abschalte. Einfach nur noch peinlich. Die einzige Taktik von Trump scheint es zu sein, mit seinen ständigen Dazwischengerede die Fassung von Biden zu schwächen, damit er emotional zu etwas hinreissen lässt. Alleine schon die Aussage, er hätte im College als der schlechteste (or almost) in seinem Jahrgang abgeschlossen und möge daher Kommentare wie "smart" unterlassen, zeigt das politische Niveau dieser Diskussion. Kein einziger Redebeitrag von Biden ohne dass Trump ständig reingelabert hat, teilweise hat mich das an Crimson Tide erinnert:



Am übelsten fand ich aber nicht Trump, da weiß man was man erwarten kann. Nein, Wallace war ein Totalausfall, völlig überfordert mit der Situation. Wollte immer ruhig bleiben und hat Trump dadurch nur noch mehr ermutigt, ständig zu stören.

Ich glaube ich schenke mir die anderen Debatten, das hat mit Politik nichts mehr zu tun.


Tamasi
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Allmachtsbachel
Interessant, der Moderator wird ja überall abgewatscht.

Ich fand ihn okay.

Mit diesem renitenten Störkind aus der ersten Klasse Grundschule hat er schlicht weg nicht gerechnet. Nicht auf DIESEM erbärmlichen Niveau - nicht SOOO renitent und uneinsichtig. Er hat sich ja nichtmal an die Regeln gehalten, die sein Team zuvor mit dem Sender ausgemacht hatten - daran hat Wallace ja auch fassungslos erinnert.

Es hat schlichtweg ein Knopf gefehlt, um diesem orangenen Rotzlöffel das Mikro auszuschalten. Das war aber ein Versäumnis der Technik, nicht des Moderators.

Außerdem, ganz wichtig:
Wenn Wallace Trump noch öfter unterbrochen hätte, hätte Biden noch hilfloser gewirkt. Weil er allein & ohne Hilfe einfach nicht gegen Trump angekommen wäre.

Ein CNN-Kommentator hat es anschließend treffend zusammengefasst: "Nicht Trump oder Biden haben heute verloren. Sondern das amerikanische Volk."

Oder kurz und prägnant eine andere CNN-Frau:
This shitshow.


Absolut bitter fand ich den Moment, als Biden auf seinen verstorbenen Sohn zu sprechen kam und Trump SOFORT unterbrechend reingegrätscht ist - und auf Bidens anderen Sohn zu sprechen kam, Stichwort Korruption und so, aber vor allem: Dass jener Sohn unehrenhaft aus der Army entlassen worden ist, weil er Kokain-süchtig war. Das war echt ein Tiefschlag, Biden war darauf nicht vorbereitet und kurz mal sehr angefasst. Hat er aber gut gelöst, hat sofort offensiv allgemein Drogensucht thematisiert. Aber wie kann man nur so ein Arschloch sein...?

Ich weiß, man weiß das. :stumm:

Das Schlimme ist, dass Trump unterm Strich von dieser Debatte profitieren wird. Er hat der Debatte seinen Arschloch-Stempel aufgedrückt; es war quasi Trump Life. Wie man's aus den letzten 3,5 Jahren kennt. Biden kam dagegen nicht an. Es gab nach der Sendung keinen bleibenden "Aha, so könnte es nach Trump werden!"-Eindruck. Alles nur...

... ein Desaster.

Flache9
Trump ist ja nicht gut, aber Biden war ja höllisch schlecht. Keine Inhalte, keine Antworten, kein Konzept, nur ein „Was“ aber nicht „Wie“. Als Herausforderer muss mehr kommen als nur Trump anzugreifen. So wird das nichts. Trump hat sein übliches Spiel gespielt.

Tamasi
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Allmachtsbachel
Naja, nicht ganz. Es gab ein paar - wenige - Momente, in denen Biden konkrete Vorschläge gemacht hat. Zum Beispiel den runden Tisch mit verschiedenen Beteiligten & Betroffenen zum Thema (rassistische) Polizeigewalt; inkl. Cops am Tisch natürlich. Das hat er gut ausgeführt, das war ein guter Moment.

Aber klar, er hat viele Chancen verpasst.

muffinho
Flache9 hat geschrieben:Trump ist ja nicht gut, aber Biden war ja höllisch schlecht. Keine Inhalte, keine Antworten, kein Konzept, nur ein „Was“ aber nicht „Wie“. Als Herausforderer muss mehr kommen als nur Trump anzugreifen. So wird das nichts. Trump hat sein übliches Spiel gespielt.


Meinst Du das wirklich ernst? Schaust Du das erste Mal diese TV Duelle an?

In diesen Duellen geht es nicht um Inhalte, es geht um emotionale Überzeugungsarbeit. Biden hat das getan, was er am besten kann, nämlich emotional auf Menschen einzugehen, Zuversicht ausstrahlen und den kleinen Joe Shmoe anzusprechen, den es zu überzeugen gilt. Und Joe Shmoe will keine Zahlen hören, er will Emotionen, denn wenn Zahlen oder Konzepte zählen würden, dann wäre Trump niemals POTUS geworden.
Und Trump macht das gleiche auf seiner Seite, er streut Lügen, Hass und Furcht in der Hoffnung, dass alle, die sich vor dem schwarzen Mörder, dem braunen Vergewaltiger und dem gelben Wirtschaftsmonster fürchten, ihn für die Rettung der weißen Vorstädte halten, auch wenn die Realität anders ausschaut. Aber in Zeiten von alternativen Fakten und QAnon ist Realität relativ.

Fazit: es geht nicht um Fakten oder Konzepte, es geht nur um Emotionen. Die Fakten interessieren nicht, auch nicht die Moderation, sonst hätte Wallace so viele Lügen schon im Vorfeld eliminiert. Man will eine Show und Trump liefert sie.

Flache9
Ich habe meinen Kommentar dazugegeben und nein, ich schaue das nicht zum ersten Mal an.
Obama hat damals durch Inhalte brilliert und nicht auf das Bush Bla Bla gesetzt.
Wenn Biden aber das Spiel von Trump eingeht, dann verliert Biden und genau das hat er getan.
Mir persönlich ist es egal wer Präsident wird, daher kann ich das auch neutraler bewerten statt aus Sympathie für den einen oder anderen.
Die Stammwählerschaft muss nicht überzeugt werden, sondern die unentschlossenen. Als Herausforderer muss man mehr bieten als sich auf das niedrige Niveau des anderen anzupassen. So sehe ich Trump nach dieser ersten Debatte vorne.

muffinho
Flache9 hat geschrieben:Obama hat damals durch Inhalte brilliert und nicht auf das Bush Bla Bla gesetzt.


Das war weil auch Romney und McCain die inhaltliche Diskussion gepflegt haben, die Regeln eingehalten wurden und persönliche Angriffe auf ein Mindestmaß beschränkt waren. Trump hat in den letzten 4 Jahren das Niveau des politischen Diskurses derart nach unten verschoben, dass Biden keine andere Wahl mehr hat, dieses Spiel begrenzt mitzuspielen, denn die breite Intelligenz des Landes und auch die Linke werden Biden schon alleine deswegen wählen, weil sie so Trump verhindern wollen, also keine Wahl aus Überzeugung, sondern der Pragmatik geschuldet. Somit muss Biden nun die Schichten gewinnen, die Trump zum Sieg verholfen haben, nämlich die weiße Mittel- und Unterschicht ohne höhere Bildung, die Menschen aus dem rust belt, die um ihre Jobs bangen und die Menschen, die Angst vor dem Fremden haben, und diesen Menschen brauchst Du nicht mit Zahlen kommen. Würden sie die Zahlen verstehen, würden sie Trump nicht so lange die Treue halten, denn die Zahlen sind eindeutig, schon lange vor der geleakten Veröffentlichung seiner Steuererklärung war es ein offenes Geheimnis, dass es um seine Finanzen nicht gut steht, seine Pleiten mit Casinos und Airline sind bekannt und seine finanziellen Tricksereien von Coen und anderen Handlangern öffentlich dokumentiert, und trotzdem hält sich sein Ruf als wirtschaftlicher Retter. Daher interessieren Fakten nicht, es zählt die Überzeugung. Fakten interessieren nur dort, wo man sie dramatisch darstellen kann, wie die Anzahl der Coronatoten, aber selbst da kommt dann das Trump Team mit einer Statistik daher, die das Gegenteil aussagt, siehe Interview mit Swan.

Wenn Biden aber das Spiel von Trump eingeht, dann verliert Biden und genau das hat er getan.


Biden macht das was er am besten kann, er begegnet Menschen auf emotionaler Ebene.

Unter Westfalen
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Grasdaggl
Flache 9 hat geschrieben:
Wenn Biden aber das Spiel von Trump eingeht, dann verliert Biden und genau das hat er getan.


Was hättest Du an seiner Stelle gemacht?

Verloren haben Trump und Chris Wallace.
Trump, weil er, wie zu erwarten, nicht präsidial agieren kann, weder in der Attitüde, noch im Inhalt.
Und Wallace, weil er wusste, wie sich die Dumpfbacke verhalten wird und er es nicht geschafft hat, die vorher vereinbarten Spielregeln durchzusetzen.
Häggor, fliag iebor da Näggor, fliag iebor da Rai, fliag midda drennai

Unter Westfalen
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Grasdaggl
Wenn das viral geht, ist er erledigt:

https://www.channel4.com/news/revealed-trump-campaign-strategy-to-deter-millions-of-black-americans-from-voting-in-2016

Revealed: Trump campaign strategy to deter millions of Black Americans from voting in 2016

Channel 4 News has exclusively obtained a vast cache of data used by Donald Trump’s 2016 presidential campaign on almost 200 million American voters.

It reveals that 3.5 million Black Americans were categorised by Donald Trump’s campaign as ‘Deterrence’ – voters they wanted to stay home on election day.


Tonight, civil rights campaigners said the evidence amounted to a new form of voter “suppression” and called on Facebook to disclose ads and targeting information that has never been made public.

The ‘Deterrence’ project can be revealed after Channel 4 News obtained the database used by Trump’s digital campaign team – credited with helping deliver his shock victory to become president four years ago.

Vast in scale, it contains details on almost 200 million Americans, among more than 5,000 files, which together amass almost 5 terabytes of data – making it one of the biggest leaks in history.

It reveals not only the huge amounts of data held on every individual voter, but how that data was used and manipulated by models and algorithms.

In 16 key battleground states, millions of Americans were separated by an algorithm into one of eight categories, also described as ‘audiences’, so they could then be targeted with tailored ads on Facebook and other platforms.

One of the categories was named ‘Deterrence’, which was later described publicly by Trump’s chief data scientist as containing people that the campaign “hope don’t show up to vote”.

Analysis by Channel 4 News shows Black Americans – historically a community targeted with voter suppression tactics – were disproportionately marked ‘Deterrence’ by the 2016 campaign.

In total, 3.5 million Black Americans were marked ‘Deterrence’.

In Georgia, despite Black people constituting 32% of the population, they made up 61% of the ‘Deterrence’ category. In North Carolina, Black people are 22% of the population but were 46% of ‘Deterrence’. In Wisconsin, Black people constitute just 5.4% of the population but made up 17% of ‘Deterrence’.

The disproportionate categorising of Black Americans for ‘Deterrence’ is seen across the US. Overall, people of colour labelled as Black, Hispanic, Asian and ‘Other’ groups made up 54% of the ‘Deterrence’ category. In contrast, other categories of voters the campaign wished to attract were overwhelmingly white.

The 2016 campaign preceded the first fall in Black turnout in 20 years and allowed Donald Trump to take shock victories in key states like Wisconsin and Michigan by wafer-thin margins, reaching the White House despite losing the popular vote to Hillary Clinton.

Trump’s digital campaign, called ‘Project Alamo’ and based in San Antonio, Texas, involved a team from the now defunct British company Cambridge Analytica, working with a team from the Republican National Committee. Two senior members of the Cambridge Analytica team are working on the Trump 2020 campaign.

Cambridge Analytica collapsed after investigations by Channel 4 News, The Observer and the New York Times in 2018.

Facebook is facing calls to ban political advertising, following an international backlash over the use of its platform to spread misinformation, disinformation, and suppression during election campaigns.

The Trump campaign spent £44 million on Facebook ads alone during 2016, posting almost six million different versions of highly targeted messages that were pumped directly into the feeds of target voters across America, helped by a Facebook employee embedded within the Trump campaign.

But many of the ads were so called ‘dark posts’, which could vanish from recipients’ feeds once a campaign stopped paying for them.

It means no complete public record exists of the ads posted on Facebook during the 2016 campaign or the audience lists used to target voters. The platform offered no ‘Ad Library’ at the time.

Without Facebook or the campaign itself revealing the information, it means it’s not possible to ascertain exactly how potential voters in the ‘Deterrence’ group may have been targeted on Facebook.

The Trump campaign itself has categorically stated that it did not target African Americans.

Brad Parscale, the campaign’s 2016 digital director told PBS Frontline: “I would say I’m nearly 100 percent sure we did not run any campaigns that targeted even African Americans.”

But Channel 4 News has uncovered evidence that the campaign did target Black voters with negative ads designed to crush Hillary Clinton’s turnout.

These included videos featuring Hillary Clinton referring to Black youths as “super predators” which aired on television 402 times in October 2016 and received millions of views on Facebook.

In one confidential document seen by Channel 4 News, Cambridge Analytica admitted the Trump campaign did target “AA” (African Americans) with what it called the “Predators video” – spending $55,000 USD in the state of Georgia alone.

Reacting to the Channel 4 News revelations, Jamal Watkins, vice president of the National Association for the Advancement of Colored People (NAACP) branded it a modern-day suppression campaign, using data and digital technology to keep Black voters at home.

He said: “The thing that’s shocking slash troubling about this is that there’s this category of suppression. That ‘Deterrence’ part. So, we use data – similar to voter file data – but it’s to motivate, persuade and encourage folks to participate. We don’t use the data to say who can we deter and keep at home. That just seems, fundamentally, it’s a shift from the notion of democracy.

“It’s not ‘may the best candidate win’ at that point it’s ‘may the best well-funded machine suppress voters and keep them at home thereby rigging the election so that someone can win’.”

He added: “I don’t believe Facebook has fully disclosed their role, and fully disclosed the types of ads that were run, who was involved and literally how they may have been embedded in, say, the Trump campaign to make this all come to life.

“Facebook is a very profitable platform. It reaches billions of folks every day. It doesn’t need this kind of money. If it were to monitor and check these suppressive ads and say this is not the platform for this type of misinformation disinformation suppression tactics, Mark Zuckerberg would still live well, and eat well.”

Today, a Facebook spokesperson said: “Since 2016, elections have changed and so has Facebook – what happened with Cambridge Analytica couldn’t happen today. We have 35,000 people working to ensure the integrity of our platform, created a political ads library… and have protected more than 200 elections worldwide. We also have rules prohibiting voter suppression and are running the largest voter information campaign in American history.”

The Trump campaign, the Republican National Committee and the White House did not provide any comment to Channel 4 News prior to broadcast.
Häggor, fliag iebor da Näggor, fliag iebor da Rai, fliag midda drennai

Lenny
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Granadaseggl
„Mir persönlich ist es egal wer Präsident wird, daher kann ich das auch neutraler bewerten statt aus Sympathie für den einen oder anderen.“

Jetzt muss ich da doch nochmal nachhaken.

WAS?