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Die Nachrichtenagenturen und Medien rufen die Sieger aus – mit dem amtlichen Endergebnis hat das überhaupt nichts zu tun. Aber es stimmt eben fast immer. Das ist eigentlich alles.

Tamasi
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Allmachtsbachel
Mago hat geschrieben:Ich verstehe ebenfalls etwas nicht: Wie kann man Arizona schon Biden zurechnen, wenn da noch 10 Prozent der Stimmen auszuzählen sind? Das wären doch ca. 300 000 Stimmen, wenn schon über 3 Millionen für Biden bzw. Trump gezählt wurden. Biden hat einen Vorsprung von knapp 40.000 Stimmen. Das erscheint mir zu wenig, um da schon einen Sieger auszurufen.

Mir kommt das auch ein wenig trotzig vor. Sieht eigentlich nach einem guten Trend für Trump aus:

Rund 227,871 fehlen noch, Trend bei den letzten Wahlkreisen:
Trump is averaging 57.9% --- Trump needs 58.00%


https://alex.github.io/nyt-2020-electio ... nges.html#


Tamasi
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Allmachtsbachel
Foxy News hat jetzt sehr lange & unkommentiert eine Art Pressekonferenz von offiziellen Trump-Supportern gezeigt. Die Reden waren voller Furor & Anschuldigungen.

Schließlich sind sie dann aber doch rausgegangen aus der Live-Übertragung. Und ein Foxy-Kommentator hat den Furor der Trump-Anhänger bewertet:
"You see a lot of anger and emotion - but you're not seeing any facts behind it."

Ned schlecht. :shock:

Und weiter:
Ganz viele können schlicht nicht damit umgehen, dass sie am 3.11. mit dem Lächeln eines Trump-Sieges ins Bett gegangen sind und am nächsten Morgen war plötzlich vieles wieder offen. Stichwort "Briefwahl" - das scheint einfach zu kompliziert für diese Leute.

Übrigens:
Ich fänd's ja lustig, wenn Trump in einem der knappen Staaten am Ende zu wenig Stimmen hat - weil Kanye West ihm welche abgenommen hat. :D



CoachingZone
Halbdaggl
In Arizona planen sie, bis zum Ende des Wochenendes alle Stimmen bis auf die provisorischen (bei denen die Wähler beispielsweise noch die I.D. nachreichen müssen) tatsächlich :!: ausgezählt zu haben werden (oder was auch immer ;) )

Etwa 137000 Stimmen fehlen noch in Maricopa County.
Etwa 100000 Stimmen fehlen in anderen (vier) Counties, darunter in Apache :!: und Coconino, wo Biden deutlich führt.

Mal sehen. In Maricopa County holt er jedenfalls momentan nicht genug auf...
Wenn die Unfähigkeit einen Decknamen braucht, nennt sie sich Pech.

- Charles Maurice de Talleyrand -



Tamasi
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Allmachtsbachel
Hahaha, in Nevada ist ja eines der "Betrugs"-Argumente, dass Leute gewählt haben, die dort gar keinen Wohnsitz haben. Dagegen steht nun erstens, dass das nicht illegal ist - weil Nevada eh ein Staat ist, in dem auch viele Studenten und Soldaten "von außerhalb" leben. Und nun sind viele der vermeintlich betrügerischen Stimmen von Army-Leuten. Potenziell also überwiegend Trump-Stimmen.

Auch das wurde gerade auf Fox News zurecht gerückt. Und dann kamen auch noch sehr angenehme und ausgleichende Demokraten zu Wort.

Was ist dieses Fox News eigentlich? Ein Kommunisten-Sender?!!


CoachingZone
Halbdaggl
Tamasi hat geschrieben:Was ist dieses Fox News eigentlich? Ein Kommunisten-Sender?!!


Seit neuestem wohl auch Fake News.
Wenn die Unfähigkeit einen Decknamen braucht, nennt sie sich Pech.

- Charles Maurice de Talleyrand -



CoachingZone
Halbdaggl
Tja - mal sehen, ob der Gang vor die Gerichte irgendwann an den Kosten scheitert...

... aber es war ja schon vorher bekannt, dass einige potente Spender sich von Trump abgewandt und den Demokraten zugewandt haben...
Wenn die Unfähigkeit einen Decknamen braucht, nennt sie sich Pech.

- Charles Maurice de Talleyrand -



Tifferette
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Grasdaggl
Anderson Cooper braucht aber mal ganz dringend ne große Mütze voll Schlaf. Die Moderatoren gehen inzwischen auf dem Zahnfleisch.
"They may be drinkers, Robin, but they are also human beings."

(Batman)

CoachingZone
Halbdaggl
Sehe ich auch so. Aber jetzt wird es halt vielleicht endlich wirklich spannend, da wollen vermutlich alle dabei sein.

... und immerhin sehen sie nicht so schlimm aus wie der mit Gesichtsbräuner beschmierte Zombie aus dem White House Press Briefing Room... (A propos - hat er den auch von der Steuer abgesetzt :?: )

Arggghhh. Ich werde auch müder, die Buchtsabnevewrehcsler häufen sich...
Wenn die Unfähigkeit einen Decknamen braucht, nennt sie sich Pech.

- Charles Maurice de Talleyrand -

Hasenrupfer
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Grasdaggl
Dann gönn dir den Schlaf! Die Gschichte wird auch Morgen oder Übermorgen noch nicht vorbei sein, und dürfte sich eher noch einige Wochen hinziehen.

Das war und ist aber ganz unironisch eine Sternstunde dieses unseren Forums, very nice...

Frank N Furter
Dass sich manche Leute über das Drehen von Ergebnissen durch die Briefwahlauszählung wahlweise wundern bis ärgern, darf aber niemanden erstaunen.

In Michigan waren 92% der Stimmen ausgezählt, als dann die Briefwahlstimmen gezählt wurden. Bis zu den Briefwahlstimmen, hatten 92% superrepräsentativ etwa zu 50% Trump gewählt und zu 48% Biden. Nun ist ja die Briefwahl keine kausal zusammenhängende Eigenschaft, die mit der Präferenz eines Kandidaten einhergeht. Briefwähler wählen hauptsächlich per Post, weil sie sich a) frühzeitig sicher darüber sind, wen sie wählen werden und b) keine Lust haben lange in einer Schlange anzustehen. Manche mögen auch am Wahltag einfach verhindert oder im Urlaub sein. Aber keine dieser Eigenschaften ist per se Trump-Wähler- oder Biden-Wähler spezifisch.

Wenn nun eine durch 92% repräsentativ abgesicherte Auswahl eine Verteilung von 50:48 für Trump zeigt, dann ist es schon ziemlich erstaunlich, wenn die restlichen 8% (Briefwähler) plötzlich 60:40 für Biden stimmen. Statistisch betrachtet ist das sogar sehr überraschend! Ab 70:30 kommt man richtig ins Grübeln, woher eine akausale Korrelation plötzlich so kausal korrelieren soll. In Michigan hatten wir aber zum Schluß 90:10 und mehr für Biden.

Also auch ich, als jemand der sagen darf, mit wissenschaftlich-statistischen Methoden doch gut vertraut zu sein, habe keine Erklärung für so einen krassen Bias. Mich würde mal interessieren, ob man bei anderen Wahlen (auch in Deutschland) ähnliche Verzerrungen bei Briefwahlergebnissen schon gesehen hat.

Nun aber auch noch zu erwarten, dass das Trump-Wähler verstehen, ist glaube ich ein wenig zu viel erwartet.

CoachingZone
Halbdaggl
(1) Empfehlung der Demokraten an "ihre" Wähler, sicherheitshalber per Post zu wählen (wenige Wahllokale, lange Schlangen, Pandemie)
(2) Empfehlung von Trump an "seine" Wähler, vor Ort zu wählen (auch, um am Wahlabend ein pro-Trump-Ergebnis zu haben)
(3) außerdem ist es wohl in den USA tatsächlich eher eine "demokratische" Vorliebe, per Briefwahl zu wählen
Wenn die Unfähigkeit einen Decknamen braucht, nennt sie sich Pech.

- Charles Maurice de Talleyrand -

Tamasi
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Allmachtsbachel
FNF:
Ich war mir bei den anfänglichen Zahlen ja auch sicher, dass Trump gewinnen wird. Aber die Briefwahl-Besonderheit ist recht schlüssig erklärbar: Trump hat seine Wähler dazu aufgefordert, KEINE Briefwahl zu machen (weil Briefwahl schließlich unzuverlässig / betrugsanfällig ist). Stattdessen sollten sie PERSÖNLICH wählen gehen. Was sie auch gemacht haben, allein schon, um zu zeigen, dass sie mutig sind und keine (Corona-)Angst vor langen Schlangen haben. Und natürlich weil: Gott befiehlt, wir folgen.

Biden-Wähler hingegen nehmen Corona sicher deutlich ernster und haben den Andrang am Wahltag vermieden.

Ein Grund wie "Briefwähler wissen früher, wen sie wählen" dürfte nicht relevant sein, die Fronten waren eh klar & verhärtet. Und beim Schlangestehen geht es nicht um "keine Lust drauf haben", sondern um s.o. Desweiteren ist Briefwahl wohl bei eher jüngeren Wählern populär, weil bequem. Jüngere Wähler sind auch nochmal eher demokratisch.

Ach so, außerdem können Biden-Wähler lesen & schreiben. (Sorry, billig muss sein.)

Sodele. Ich will eigentlich auch längst im Bett sein. Morgen ist schließlich ein wichtiges Spiel. :-)

Bei Anderson Cooper hab ich immer Angst, dass er die kleine Stufe im Studio runterfällt. Aber vielleicht ist die ja gar nicht echt. Nur noch ein paar Minuten, dann gehe ich ins wirklich Bett!

Edit:
Ja, gut, CZ, so kurz & knapp kann man es natürlich auch sagen. :D


Frank N Furter
CoachingZone hat geschrieben:(1) Empfehlung der Demokraten an "ihre" Wähler, sicherheitshalber per Post zu wählen (wenige Wahllokale, lange Schlangen, Pandemie)
(2) Empfehlung von Trump an "seine" Wähler, vor Ort zu wählen (auch, um am Wahlabend ein pro-Trump-Ergebnis zu haben)
(3) außerdem ist es wohl in den USA tatsächlich eher eine "demokratische" Vorliebe, per Briefwahl zu wählen


Das mag ja alles sein und natürlich muss auch ich annehmen, dass diese Faktoren offenbar dann enorme Effekte hervorrufen können. Aber mach Dir bitte nochmal klar, wie unglaublich unwahrscheinlich es mathematisch ist, wenn bei 92%, wo ja wirklich schon eine superrepräsentative Gruppengröße erreicht ist, auf jeden Trump-Wähler etwa ein Biden-Wähler kommt und plötzlich kippt das auf einen Trump-Wähler zu neun Biden-Wähler., also von 1:1 auf 1:9. Mir ist keine Art von nicht-korrelierendem Effekt bekannt, der zwei unabhängige Ereignisse so stark bindet, als wären sie plötzlich streng korreliert, nur noch vergleichbar mit einer strikt ursächlichen Korrelation. Das ist wirklich schon sehr, sehr krass.

Jedenfalls wäre es ratsam, die Trump-Wähler hier nicht einfach nur zu verspotten, sondern sich Mühe zu geben, diesen unorthodoxen Effekt zu erklären.

Ich bin angesichts dieser "Erfahrungen" froh, dass wir das in Deutschland anders handhaben mit den Briefwahlstimmen und deren Auszählung. Und man kann den Amis nur raten dies und vieles andere schleunigst zu ändern. Wenn ein Land gleichzeitig dermaßen gespalten und populistisch aufgehetzt ist, ist es langfristig ein Spiel mit dem Feuer, auf diese Weise Wahlen abzuhalten. Noch dazu, wenn 45% der einen Gruppe Waffen besitzen und sich nicht mal scheuen mit diesen Waffen vor Wahllokalen aufzukreuzen.