Auch wenn die Befürchtungen über Einmischung durch Social-Media-Disinformation von außen nicht unbegründet waren, stellt sich nun heraus, dass der Mörder im Haus sitzt:

Brett Kavanaugh deutet an, „Obamacare“ entgegen des Willens von Donald Trump nicht zu kippen
Im Laufe der mündlichen Anhörungen der Richter:innen am Dienstag (10.11.2020) ließ Brett Kavanaugh durchblicken, dass die Rechtsgrundlage seiner Meinung nach nicht ausreiche, um das gesamte Gesetz zu kippen. Die Republikaner wollen sich für die Abschaffung von „Obamacare“ eines Tricks bedienen. Das 2010 nach harten Verhandlungen zwischen Republikanern und Demokraten beschlossene Gesetz beinhaltet nämlich einen Passus, wonach eine Nichteinhaltung eine Steuerstrafe nach sich zieht.
Die Republikaner nutzten diese Bestimmung, um den ACA ad absurdum zu führen. Die Partei des abgewählten Präsidenten Donald Trump setzte die Höhe dieser Strafsteuer im Jahr 2017 auf null. Möglich war das, weil die Republikaner bis 2017 sowohl im Senat als auch im Repräsentantenhaus über eine Mehrheit verfügten, die sie im Repräsentantenhaus erst 2018 an die Demokraten verloren.
Brett Kavanaugh lässt Tendenz erkennen, nicht wie von Donald Trump gewollt für die Abschaffung von „Obamacare“ zu stimmen
Im Falle eines Patts entscheidet die Stimme des vorsitzenden Richters, sodass der Supreme Court unter anderem den Eilantrag der Republikaner um Donald Trump abschmetterte, die Auszählung der Briefwahlstimmen zu verbieten. Nun könnte Amy Coney Barrett die Mehrheit im Falle von „Obamacare“ kippen lassen. Auch wenn Richter John Roberts weiter mit den liberalen Richter:innen abstimmen würde, läge die Mehrheit bei fünf zu vier Konservativen. Und hier kommt Brett Kavanaugh ins Spiel. Der von Donald Trump nominierte und als konservativer Hardliner bekannte Kavanaugh hat durchblicken lassen, dass er die Ansicht von John Roberts teilen könnte.
Bleibt Kavanaugh bei dieser Einschätzung und stimmt tatsächlich gegen die Abschaffung von „Obamacare“, wäre die erschwingliche Krankenversicherung für alle Amerikaner:innen ausgerechnet durch das Votum eines von Donald Trump (der den ACA verachtet und unbedingt abschaffen will) eingesetzten Richters gerettet. Dies würde bedeuten, dass das Horrorszenario, nach dem mitten in einer globalen und landesweiten Pandemie rund 21 Millionen Menschen dem plötzlichen Risiko ausgesetzt wären, ihren Krankenversicherungsschutz zu verlieren, abgewendet werden würde. Bevor der ACA verabschiedet wurde, konnte Millionen von Amerikaner:innen, die an Krankheiten wie zum Beispiel Krebs und Multipler Sklerose litten, aufgrund ihres Zustands die Krankenversicherung verweigert werden. (Mirko Schmid)
Der „Patient Protection and Affordable Care Act“ – so der offizielle Name – wurde 2010 verabschiedet. Heute haben dadurch 20 Millionen mehr Amerikaner eine Krankenversicherung. Aber weiterhin sind knapp 13 Prozent der US-Bürger ohne Versicherungsschutz.
„Beim Supreme Court ist eine Klage gegen die Verfassungsmäßigkeit von Obamacare anhängig. Die Anhörung ist für den 10. November angesetzt, sieben Tage nach den Wahlen. Sollte das Oberste Gericht der Klage stattgeben, könnte das Urteil Obamacare komplett aus den Angeln heben. Die Zukunft des Gesetzes hängt also in der Luft.“
Striking down the law would increase the ranks of the uninsured in America by more than 20 million people — a nearly 70 percent increase — according to new estimates from the Urban Institute.
The biggest loss of coverage would be among low-income adults who became eligible for Medicaid under the law after all but a dozen states expanded the program to include them. But millions would also lose private insurance, including young adults whom the law allowed to stay on their parents’ plans until they turned 26 and families whose income was modest enough to qualify for subsidies under the law that help pay their monthly premiums.
Aufgewachsen in der Bronx, Puertoricanerin, der Vater Alkoholiker, die Mutter überfordert - Sonia Sotomayor war es nicht gerade in die Wiege gelegt, eines Tages Richterin am höchsten Gericht der Vereinigten Staaten von Amerika zu werden. Mit einem großen Herzen und viel Humor erzählt sie von ihrem Weg, aber nicht, wie Männer es so gern zu tun pflegen, um sich selbst auf die Schulter zu klopfen, sondern um anderen Mut zu machen und uns zu zeigen, worauf es im Leben wirklich ankommt.
Als Sonia Sotomayor hört, wie die Eltern darüber streiten, wer ihr die Spritze gegen Diabetes setzen soll, der tremorgeplagte Vater oder die gestresste Mutter, beschließt sie, die Dinge selbst in die Hand zu nehmen. Da ist sie acht Jahre alt und lebt in einem Sozialbau in der Bronx. Ein langer Weg ist es von dort auf die Bänke des Supreme Court, wohin sie von Präsident Obama berufen wurde. Auf diesem Weg lernt Sonia Sotomayor viel ? über die Unterschiede zwischen oben und unten, arm und reich, über Chancen und über Gerechtigkeit, über ihr Land und über die Kunst, Karriere zu machen, ohne seine Wurzeln zu verlieren.
Cantona hat geschrieben:Auswurf hat geschrieben:ich wünsche mir, dass dies nicht Deine erste reaktion war.
Mag ich überhaupt nicht, wenn als erstes danach geschaut wird, ob "wir" da wirtschaftliche vorteile draus ziehen werden, oder was das für unsere militärausgaben bedeuten könnte.
arg schmalspur, bei dem was sonst alles auf dem spiel stand und steht
Mir geht diese Fixierung auf Trump sowas von auf den Sack, das kannst du Dir gar nicht vorstellen.
The Trump administration has carried out sweeping changes atop the Defense Department's civilian leadership structure, removing several of its most senior officials and replacing them with perceived loyalists to the President.
The flurry of changes, announced by the Department of Defense in a statement roughly 24 hours after President Donald Trump fired Defense Secretary Mark Esper, have put officials inside the Pentagon on edge and fueled a growing sense of alarm among military and civilian officials, who are concerned about what could come next.
Four senior civilian officials have been fired or have resigned since Monday, including Esper, his chief of staff and the top officials overseeing policy and intelligence. They were replaced by perceived Trump loyalists, including a controversial figure who promoted fringe conspiracy theories and called former President Barack Obama a terrorist.
A senior defense official told CNN late Tuesday that "it appears we are done with the beheadings for now," referring to the wave of ousted civilian leaders, including Esper.

Cantona hat geschrieben:MEINUNGSFREIHEIT AN DER UNI
Toleranz im geschlossenen Zirkel
VON THOMAS THIEL
AKTUALISIERT AM 10.11.2020
- 14:20
Eine Studie belegt überraschend große Bereitschaft von Studenten der Sozialwissenschaft, die Meinungsfreiheit einzuschränken. Wie kommt es dazu
https://m.faz.net/aktuell/feuilleton/de ... 44294.html
muffinho hat geschrieben:... aber McConnell, ich kann es einfach nicht verstehen.
Ach ja, und die baldigen Senatsnachwahlen in Georgia! Die soll die GOP auch mithilfe der Trumpwähler gewinnen. Wenn McConnell dann wieder Mehrheitsführer im Senat wird, hat auch er ganz persönlich profitiert. CoachingZone hat geschrieben:The Trump administration has carried out sweeping changes atop the Defense Department's civilian leadership structure, removing several of its most senior officials and replacing them with perceived loyalists to the President.
The flurry of changes, announced by the Department of Defense in a statement roughly 24 hours after President Donald Trump fired Defense Secretary Mark Esper, have put officials inside the Pentagon on edge and fueled a growing sense of alarm among military and civilian officials, who are concerned about what could come next.
Four senior civilian officials have been fired or have resigned since Monday, including Esper, his chief of staff and the top officials overseeing policy and intelligence. They were replaced by perceived Trump loyalists, including a controversial figure who promoted fringe conspiracy theories and called former President Barack Obama a terrorist.
A senior defense official told CNN late Tuesday that "it appears we are done with the beheadings for now," referring to the wave of ousted civilian leaders, including Esper.
https://edition.cnn.com/2020/11/10/poli ... index.html
Will eigentlich nicht unken - aber das sieht gerade schon ein wenig so aus, als ob man seitens der GOP alle wichtigen Institutionen auf Linie bringen will (insbesondere Supreme Court und Verteidigungsministerium), um ggf. einen Machterhalt auf gerichtlichem oder notfalls auf militärischem Wege (insbesondere, falls es zu Protesten kommt) durchzusetzen. Puuh. Wer hätte je ein solches Szenario einer Machtergreifung in den USA in der Zeit VOR Trump erwartet
Tifferette hat geschrieben:Ich würde es eher eine verkappte Form von Aristokratie nennen. Aber mit vielen Beobachtungen hat Barfly schon nicht Unrecht.

Die haben mit Trump einenfaustischenfaschistischen Pakt geschlossen, ...

