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Frank N Furter
@Haber

Interessante Zusammenfassung!

Das Irre ist ja auch, dass der von Dir geschilderte Ansatz wirklich allseitig fruchtlos blieb:

1. Die Schüler wurden gemäß Pisa immer schlechter.
2. Das dreigliedrige Schulsystem ad absurdum geführt aber nicht aufgehoben
3. Die Lehrer entmachtet und handlungsunfähig gemacht
4. Den Eltern die Zeit genommen, in der sie sich nicht um ihre Kinder kümmern mussten, weil das ein Lehrer konnte und durfte.

Wer hat denn dann überhaupt von diesem Wandel profitiert und weshalb lässt man das immer weiter so laufen?

Unter Westfalen
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Grasdaggl
Egal, mit welchem Lehrer Du sprichst, das Gefühl, von "denen da oben" nicht gehört und allein gelassen zu werden, ist durchgängig.
Häggor, fliag iebor da Näggor, fliag iebor da Rai, fliag midda drennai

Frank N Furter
Haber hat geschrieben:
1. Die Schüler wurden ja nicht explizit durch die Elternarbeit schlechter aber so meinst du es auch nicht aber diese Art von Elternarbeit hat sicherlich dazu beigetragen


Nochmal zu dem Punkt. Das was Lenny und ja auch viele andere Lehrer schon beschrieben haben, geht ja auch immer dahin, dass die Eltern so einen Druck machen, wegen angeblich nicht korrekter Einschätzung und Benotung der Leistungsfähigkeit ihrer designierten Stammesnachfolger. Wenn Du dann als Lehrer nicht anders aus der Nummer rauskommst, als das gesamte Beurteilungssystem so weichzuspülen, dass fast jeder zum Gymnasiasten wird und jeder Gymnasiast, sei er noch so faul, mit einem 2,x Abitur durchgeht, dann haben doch die Eltern am Ende maßgeblich zur Erosion des Qualitätsanspruchs beigetragen, oder nicht?

Mal ganz abgesehen davon, dass dieses Elterntheater maßgeblich von Akademikereltern aufgeführt wird, während die Eltern von Migrantenkindern selten für ihren Nachwuchs intervenieren, weshalb diese dann gleich zweimal benachteiligt sind.

Frank N Furter
Haber hat geschrieben:Das läuft immer so weiter außer wir werden durchgetrumpt. Ich nehme an, dass ein Trendwandel stattfindet, die PArteien, die all diese Entwicklungen mitgetragen haben werden immer weniger gewählt. Es wird zu härteren autoritären Strukturen zurück gepfiffen, Autotitäten wie Lehrer vlt. wieder gestärkt. Es werden Exempel statuiert (bitte erlaube einen Querverweis zum Urteil über einen 18 jährigen Krawallheini). Ich vermute harte Massnahmen zeigen einen trend auf. Vorsicht, extra Thema. Mit Vorsicht zu genießen.


Shit. Ich hatte echt die Hoffnung Leute wie Precht bekommen am Ende recht. Weil es sich reimt, natürlich. Aber auch wegen der Argumente. Ich würde mir für meine Enkel eine viel bessere Schule wünschen. Eine, wo es weder um Autorität noch um antiautotritär geht, sondern darum, die natürliche, ganz lebendige Neugier von Kindern zu befriedigen. Sie wissensgierig zu machen, das zarte Pflänzchen Geist zu einem Baum heranwachsen zu lassen....

killroy
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Granadaseggl
Wenn Du dann als Lehrer nicht anders aus der Nummer rauskommst, als das gesamte Beurteilungssystem so weichzuspülen, dass fast jeder zum Gymnasiasten wird und jeder Gymnasiast, sei er noch so faul, mit einem 2,x Abitur durchgeht, dann haben doch die Eltern am Ende maßgeblich zur Erosion des Qualitätsanspruchs beigetragen, oder nicht?

exakt. dazu trägt aber auch ein gesellschaftssystem bei, das "akademiker" sein glorifiziert und alles was "nur" eine ausbildung hat als minderwertig betrachtet. eigentlich bräuchte es mal einen aufstand der handwerker, um nur mal eine berufsgruppe zu nennen
seit/seid

Herr der (Brust-)Ringe III - Die Rückkehr des Präsidenten

Frank N Furter
killroy hat geschrieben:eigentlich bräuchte es mal einen aufstand der handwerker, um nur mal eine berufsgruppe zu nennen


Tja, dann sind wir aber wieder bei dem anderen Thema, killroy. Denn rate mal was die Handwerker sagen? Die beklagen regelmäßig, dass die manuellen Fähigkeiten derer, die sich noch überhaupt bei ihnen bewerben, verstörend gering seien...

Nur mal so: Bevor man Akademiker oder das Handwerk auf- oder abwertet, sollte die Politik noch zwei wirtschaftspolitisch sehr wichtige Fragen beantworten, weil die Antworten das jeweilige Auf- und abwerten maßgeblich beinflussen würde:

1. Richten wir unsere Nation weiter exportorientiert, global aber auch klimaschädlich aus?
Okay, dann brauchen wir eher weniger Handwerker in Zukunft, denn den Job machen dann Kindersklaven oder Roboter dereinst.

2. Wird weiterhin erlaubt, das extrem klimafeindliche Produkte auf den Markt kommen, weil die absichtsvoll geplante Obsoleszenz weiterhin gestattet wird, wo Nachhaltigkeit unbedingt geboten wäre?
Falls ja, brauchen wir keine Handwerker mit Reparaturkompetenz mehr. Wir kaufen weiter industrielle Massenware und werfen sie nach einem Jahr weg und kaufen das neue Modell, bzw. kippen den Schrott afrikanischen Staaten vor die Füße.

Tamasi
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Allmachtsbachel
Nur kurz:
Ich muss mal eine Lanze für die Elternschaft brechen. Tatsächlich hatte ich bei meinen beiden Kindern - bisher - nur entspannte Elternabende & "Elterngemeinschaften". Sowohl in der Kita, als auch in der Schule. Und es gab auch schon mehrmals Feedback der Lehrer & Erzieher, die das bestätigen.

Es gibt auch anderes! Und das im akademikerverseuchten Berlin-Mitte! :lol:

Langweilig, ich weiß. Ich ziehe natürlich auch die Horrorstories vor. :D
Zuletzt geändert von Tamasi am 18. November 2020 12:13, insgesamt 1-mal geändert.

Frank N Furter
Haber hat geschrieben:
Bitte erlaube mir ein Lächeln:

:lol:


Absolut! Ich argumentiere hier nur als (leidenschaftlicher) Laie. Ich habe nicht die geringste Ahnung, was gehen könnte und was nicht. Deshalb finde ich ja auch so spannend, wenn Lehrer mal was dazu sagen.

Also sehe ich das jetzt wenigstens von der Tendenz her richtig: Du siehst gar nicht so viele echt praktikable Alternativen zum klassischen Frontaluntericht? Der Lehrer steht vorne und sagt 20-30 Schülern was heute gelernt werden soll?

Ich hätte auch gedacht, dass es in der Zukunft viel mehr zum Individualunterricht hin geht. Meine Nichte z.B. wollte unbedingt auch Medizin studieren. Hat eben in der Coronazeit ihr Abi noch gemacht. Sie brauchte einen Schnitt von mindestens 1,2. Sie ist sehr fleissig, aber bestimmt kein Mathe-As. Wie hat sie es jetzt hinbekommen? Durch den Frontalunterricht bei ihrem Mathelehrer? Nee, sie hat das Integrieren und Differenzieren wirklich ganz ernsthaft durch youtube-Tutorials gelernt. Alleine, zu Hause, wenn sie gerade Bock drauf hat oder wenigstens nichts wahnsinnig viel Besseres zu tun hatte. So gut offensichtlich hat sie dass durch youtube gelernt, dass es am Ende tatsächlich reichte. Natürlich ist mir klar, das auch das meiste davon, was sie durch Internet-Tutorials gelernt hat, reines Bulimie-Wissen ist....

de mappes
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Spamferkel
Tamasi hat geschrieben:Jetzt habe ich das mehrmals gelesen und jedes Mal lese ich Spinnenarzt.

Vermutlich ist das dann korrekt.

Aber interessant, dass man bei euch überhaupt noch ohne Maske aufs Gelände darf. Bei der Schulleitung, mit der ich hier zu tun habe, hatte ich im Sommer ja noch eine vermeintliche Skepsis rausgehört - inzwischen geht es aber knallhart zu: Schüler ohne Maske, die kein ausführlich begründetes Attest haben, kriegen Hausverbot. Spinnenatteste gelten nicht. Yeah.

Update Ukraine:
Inzwischen noch drei weitere positive Tests. Die SZ meint: "Fehlt nur noch ein Torwart, dann haben sie ein komplettes Team beisammen." Aber Dr. mappes sagt ja, das ist für den Gegner ungefährlich. Die vielköpfigen Corona-Ausbrüche bei Hoffenheim - nach einem EL-Spiel gegen das durchseuchte Liberec - und Real Madrid - nach einem CL-Spiel gegen das durchseuchte Donezk - sind sicher vom Himmel gefallen.


Sicher nicht...aber damals gab es schon ne ausführliche Erklärung von mir (und meinen Gedanken dazu, denn wissen tuts ja niemand, solange keine genetischen Abgleiche der Viren gemacht werden) und Iron wies dich auch drauf hin.
Daher nochmal zusammengefasst, was ich deutlich wahrscheinlicher finde im Kontext Corona-Fußball

generell liest man das kaum...bzw. im Umkehrschluss: (Gefühlt) die meisten positiv getesteten Fussballer waren inmitten des Geschehens, also betrieben Leistungssport und hatten das Virus bereits in sich...also ja, in den meisten Fällen symptomlos
dazu kommt, dass die Tests bei den Ukrainern negativ waren...ein Indiz auf derzeit noch geringere Virenlast...das in Verbindung mit frischer Luft und seltener körperlicher Nähe...ich glaube weiterhin, dass das Risiko einer Ansteckung beim Gegenspieler sehr gering, nahezu verschwindend, ist

Innerhalb eines Teams gehts natürlich schnell...Kabine, Besprechungen, Behandlungen ect...

Auch beim Hoffenheim-Ausbruch muss nicht zwangsläufig eine Ansteckung mit dem Gegner in der EL stattgefunden haben.
Beim aktuellen bzw. gerade damals vorherrschenden Infektionsgeschehen in Deutschland kann sich ja durchaus jemand aus dem Team/Staff infizieren und es in die Gruppe hinein tragen...halte ich für wahrscheinlicher als eine Ansteckung während des Spiels (drumherum gibts vlt. natürlich auch "bessere" Möglichkeiten einer Ansteckung; Gespräche über Thema XY...keine Ahnung was da alles am Rande des Spiels so abläuft...aber auf dem Rasen?!mMn nicht
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de mappes
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Spamferkel
muffinho hat geschrieben:Die Lehrer von heute sind echt nicht mehr zu beneiden. Früher haben die Mamas für eine bessere Note dem Klassenlehrer schöne Augen gemacht oder zur Not auch mal die Stoßstange laminiert, heute schicken sie ihm dumme Sachen über WhatsApp und diskutieren über veganes Essen, Fahrservice für den Sprössling bis ins Klassenzimmer und die Gefahren im Schulsport... kein Wunder dass die Burn Out Rate so hoch ist, fehlt nur noch dass sie auch noch was arbeiten müssen, dann lohnt sich das Studium echt nicht mehr :bounce:


:lol: :lol: :lol: :lol:
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killroy
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Das dreigliedrige, auf Leistung, Karriere und Selektion getrimmte Schulsystem und insbesondere diejenigen aus Elternschaft und dem System, die hier für einen dringenden Erhalt alles tun .... ist doch eigentlich völlig am Arsch. Das ist so nicht mehr zeitgemäß. Da wird Denken und Handeln aus Wachstumszeiten gelehrt, gelernt, verinnerlicht, und das werden wir in den kommenden post-ökonomischen Zeiten kaum mehr brauchen. Es braucht ein ganz anderes Denken.

Ich empfehle dringend, sich mit Maria Montessori in Verbindung mit Gerald Hützer zu beschäftigen. Wir für unseren Teil sind erfolgreich aus dem Scheißdreck ausgestiegen und genießen alle zusammen mittlerweile das System der Freien alternativen Schulen, beim dem Kinder Kinder sein dürfen, Talente noch einen Wert haben und die Entfaltung der eigenen Persönlichkeit im Vordergrund steht. Und nicht, wie es Hüther sinngemäß so schön sagt, die Erziehung hin zu komsumkofromen Subjekten.
seit/seid

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de mappes
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Lenny hat geschrieben:Muffi, die Begeisterung hat in der Tat stark nachgelassen. Higgi hat von beschissenem Job gesprochen, so weit würde ich jetzt nicht gehen. Ich bin Lehrer mit Leib (Mist...) und Seele und für mich ist es nach wie vor ein Traumberuf. Aber die Beispiele, die du hier anbringst, sind noch die harmlosen Varianten des „Sicheinmischens“
Eine Kollegin aus Klasse 1 hat heute berichtet, dass ne Mama deswegen Theater gemacht hat, weil ihr Sohn auf die Gewitterwolke gekommen ist, weil er ununterbrochen gestört hat. Hat er nicht, sagt sie, und er wäre jetzt ganz niedergeschlagen, dabei hat das nicht mal irgendwelche Konsequenzen für das Kind. Morgen ist er wieder in der Sonne. Es werden Nachschreibetermine verweigert (mein Max-Ferdinand schreibt morgen definitiv nicht nach, er war schließlich 4 Tage krank) und lauter so Mist, und das in einem Tonfall, dass man fassungslos das Ganze geschehen lässt. Jede Aufgabe in ner Klassenarbeit wird von den verrückten Tanten sofort als zu schwer oder als unsinnig reklamiert, sobald die Thronfolger nicht die volle Punktzahl geschenkt bekommen usw. Da braucht man echt ne dicke Haut. Aber ich bin ja 1. durch mappes (danke an dieser Stelle) abgehärtet und 2. ist es doch so, dass es (noch) nicht die Mehrheit ist. Aber wir haben im Moment 4(!) Burnoutfälle im Kollegium und der Druck von den Reschkinnen nimmt gefühlt täglich zu.


Gerne Reinhold :prost:
Bei uns gab es damals weniger Burnouts bei Lehrern...dafür wurde mehr gesoffen
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Frank N Furter
killroy hat geschrieben:Das dreigliedrige, auf Leistung, Karriere und Selektion getrimmte Schulsystem und insbesondere diejenigen aus Elternschaft und dem System, die hier für einen dringenden Erhalt alles tun .... ist doch eigentlich völlig am Arsch. Das ist so nicht mehr zeitgemäß. Da wird Denken und Handeln aus Wachstumszeiten gelehrt, gelernt, verinnerlicht, und das werden wir in den kommenden post-ökonomischen Zeiten kaum mehr brauchen. Es braucht ein ganz anderes Denken.


Das denke ich ja auch !....ähhhh

killroy hat geschrieben:Ich empfehle dringend, sich mit Maria Montessori in Verbindung mit Gerald Hützer zu beschäftigen. Wir für unseren Teil sind erfolgreich aus dem Scheißdreck ausgestiegen und genießen alle zusammen mittlerweile das System der Freien alternativen Schulen, beim dem Kinder Kinder sein dürfen, Talente noch einen Wert haben und die Entfaltung der eigenen Persönlichkeit im Vordergrund steht. Und nicht, wie es Hüther sinngemäß so schön sagt, die Erziehung hin zu komsumkofromen Subjekten.


Klingt spannend. Wie macht ihr denn das jetzt mit der ganz konkreten Wissensvermittlung. Wie sieht euer Unterricht aus?

killroy
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Granadaseggl
Ich bin kein Lehrer sondern Papa .... war aber auch schon längers Vorstand in einer freien Schule. Der Unterricht findet individuell statt, jedes Kind nach seinem Tempo und seinem Lernstand, mit individueller Unterstützung. Lernen am Objekt statt am Papier .... Montessori hat tolle Lernmaterialien z.B. für Mathe und Deutsch entwickelt. Lernen im Tun, durch Be-Greifen.
Ist schwierig hier kurz zu skizzieren, aber z.B. von Hüther gibts massenhaft bei YouTube, z.B. oder noch besser

I.Ü. gibt es nicht die eine Freie Schule, die sind alle ... hehe ... wieder individuell und jede macht es etwas anders. Aber die Prinzipien der Freiwilligkeit und des individuellen Tempos und der Entfaltung der ureigenen Talente .... die verfolgen alle.
seit/seid

Herr der (Brust-)Ringe III - Die Rückkehr des Präsidenten

de mappes
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killroy hat geschrieben:
Ja, Helikoptereltern die Angst vor allem haben, Eltern die denken dass ihr Kind alles darf und jegliche Einmischung mal gar nicht geht, Eltern den es dagegen scheißegal ist was ihre Kinder machen, solange man mit dem Smartphone rumsurfen kann, während das Kind heulend neben der Schaukel liegt, es wird nicht langweilig.

Tja, erziehen ist scheins zu anstrengend und das Kind heutzutage nur noch eine Option neben den vielen anderen Optionen ... mein Haus, mein Skoda RS Leasing-Firmenwagen, meine Reise ... etc. der ganze Scheiß eben
Deswegen waren ja auch so viele so hysterisch, als im Frühjahr einmal im Leben die staatlichen Versorgungsanstalten für die eigene Brut weggebrochen sind. Mal die eigenen Kinder in voller Pracht den ganzen Tag zu erleben war für viele ein Realitätscheck, den sie so gar nicht haben wollten. Und dann schnell die Verdrängung und das lauthalse Geschreie, dass die Kinder doch nicht ansteckend sind usw., nur damit man die schnell wieder los wird und "nur noch" die zurechtgelogene "schöne Zeit" mit den Schrazen hat.
Warum wohl hat die Politik im Moment so einen Heidenschiß davor, Kitas und Schulen nochmal anzurühren und ignoriert dabei ziemlich eindeutige Fakten?
Aber wurscht ... Eltern heutzutage sind zu guten Teilen einfach unerträglich, das reicht bis in den tiefen Freundes- und Bekanntenkreis. Es macht einen manchmal sprachlos ...


Fakten wie die aktuelle Studie der Bundesregierung darüber, wie unterdurchschnittlich sich in Kitas angesteckt wird?
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de mappes
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Spamferkel
Iron hat geschrieben:So Typen kenne ich ... vor 20 Jahren hatte ich auch einen Achtzigjährigen als Nachbarn den alles und jeden gestört hat..


:lol: :lol:
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Frank N Furter
@killroy

Was der Hüther da sagt, ist durchaus bedenkenswert. Mich wundert trotzdem, dass Du jemand der etwas tendenziös ideologisch argumentiert (wie Spitzer) kritisierst und jemanden wie Hüther, der massiv ideologisch argumentiert "verehrst" ? (Davon ab, kritisiert doch auch Spitzer, dass das ganze Digitalgedöns einfach eine Agenda der Digitalwirtschaft ist und genau so wie Hüther das benennt, Teil der Erziehung zu einem kapitalistischen Konsum-Untertanen...? Non?)

Falls Du Dich fragen solltest, was ich von Hüther halte:
a) Ich weiß es noch nicht. Ich muss da weiter drüber nachdenken und brauche mehr Info.
b) Dass die Schule, so wie sie ist, nicht meinen Wünschen entspricht, teile ich mit Hüthers Ansichten. Dass das ein gezieltes Machwerk der "kapitalistischen Schweine" wäre, bezweifle ich jedoch sehr stark. Also bei Hüther ebenso wie bei Spitzer.

Übrigens: wußtest Du, welche Lernform mit Abstand am Besten in vergleichenden Leistungstests, genannt Abitur, abschneidet? Ich wußte das auch nicht bis vor einem halben Jahr und war wirklich... ja, schockiert, trifft es eigentlich doch ganz gut: Homescholing!. Ist das nicht krass?


darkred
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Halbdaggl
Hm.
Da sollte man gesellschaftlich aber schon eine ganzheitliche Betrachtung wagen.
Also samt dem Prekariat, dem u.U. die Möglichkeiten, Homeschooling in adäquater Form abzuhalten, gar nicht gegeben sind. Sowohl aus materieller als auch aus intellektueller Perspektive. Ohne hier jetzt despektierlich klingen zu wollen.

Frank N Furter
Logen!
Es suggeriert (!) ja nur, die Überlegenheit des Individualunterrichts, abhängig vom sozioökonomischen Status der Eltern, freilich.

Ob es tatsächlich egal ist, wer den Individuallehrer gibt, also ob die Liebe zum Subjekt, Nachsicht, Nahrungsmonopol, Genfaschismus u.Ä. eine Rolle spielt, wurde bisher noch nicht untersucht...

...halt, das stimmt ja gar nicht. Horst Mahler tat das einst ja wirklich, als es noch um die große Bambule ging. Ach, der Horst...

muffinho
darkred hat geschrieben:Hm.
Da sollte man gesellschaftlich aber schon eine ganzheitliche Betrachtung wagen.
Also samt dem Prekariat, dem u.U. die Möglichkeiten, Homeschooling in adäquater Form abzuhalten, gar nicht gegeben sind. Sowohl aus materieller als auch aus intellektueller Perspektive. Ohne hier jetzt despektierlich klingen zu wollen.


Da muss ich biggi zustimmen. Das hat nichts damit zu tun, dass man auf einmal die Kinder die ganze Zeit um sich hat und sich die Betreuung durch die entsprechenden Einrichtungen zurückwünscht, schon gar nicht der von killroy benannte Realitätsschock, sondern einerseits die Notwendigkeit, dass man auch weiterhin arbeiten muss, während die Kinder daheim sind und andererseits die von biggi genannte Kompetenz im Vermitteln. Wenn das alles so einfach wäre, dann müssten Lehrer nicht jahrelang studieren und sich weiterbilden. Ich habe mit meinem Kurzen noch Glück, zweite Klasse geht noch gut zu vermitteln, aber Freunde haben in den höheren Klassen mit Mathe und anderen Dingen echt zu kämpfen. Und es ist das eine, wenn man, so wie jetzt, mal ein paar Minuten Pause macht und schnell ein Post absetzt, aber es ist das andere wenn man einen unmotivierten Zwerg neben sich sitzen hat und ihm erklären muss, dass er erstens wegen Quarantäne nicht raus darf und zweitens die Aufgaben heute gemacht werden müssen. In der Schule ist bzgl. Klassenlehrer halt eine andere Disziplin, daheim wird schon mal diskutiert, dann sieht man das, dann klingelt hier das Telefon, und nebenbei muss man auch noch arbeiten, kann da nicht verstehen wie man dann hier so negativ davon redet dass man sich die Institutionen zurückwünscht, die extra dafür geschaffen wurden, nämlich unseren Kindern Wissen zu vermitteln.

killroy
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Granadaseggl
nämlich unseren Kindern Wissen zu vermitteln.

wenn es nur darum geht ... dann kannste den laden schule wirklich dicht machen. im ernst, die verbringen einen großen teil des tages in dieser institution ... da MUSS es um viel mehr gehen als nur um die wissensvermittlung. und genau DAS leisten die schulen nicht .... oder nicht adäquat. schulen sind doch in teilen nicht viel mehr als eine verwahranstalt mit angehängter wissensvermittlung. damit papa und mama dem kapitalismus und der wertschöpfung dienen können. das soziale miteinander beschränkt sich darauf, das schlimmste zu verhindern und dafür zu sorgen, das am nachmittag alle gesund wieder nach hause gehen können .... was oft genug schief geht.

überspitzt .... freilich
nah an der realität .... leider
seit/seid

Herr der (Brust-)Ringe III - Die Rückkehr des Präsidenten

killroy
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Granadaseggl
In der Schule ist bzgl. Klassenlehrer halt eine andere Disziplin, daheim wird schon mal diskutiert,

krasser satz .... sollen deine kinder keine eigensinnigen persönlichkeiten werden?

p.s.: eigensinn ist anstrengend, schon klar, aber ernsthaft so wie du es schreibst?
seit/seid

Herr der (Brust-)Ringe III - Die Rückkehr des Präsidenten

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