ihr seit
Wir haben ein Bildungsproblem. Man sieht das überall.
Goofy hat geschrieben:ähm - Grundschulalter?
Ich überleg mir grad: Wie kommt das wohl an, wenn in der achten Klasse ein homosexueller Lehrer ...
um Ruhe bimmelt?
publicenemy hat geschrieben:ihr seit
Wir haben ein Bildungsproblem. Man sieht das überall.
Tifferette hat geschrieben:publicenemy hat geschrieben:ihr seit
Wir haben ein Bildungsproblem. Man sieht das überall.
*batsch*
killroy hat geschrieben:viel wichtiger
https://www.spiegel.de/politik/ausland/ ... 9129fd4b10
schweden - schulschließungen![]()
frank: was ist da los? die schweden sind doch durch dachte ich?
Leben wir wirklich in spätrömischer Dekadenz oder sind die Leute einfach zu blöd?
AxelKruse_FG hat geschrieben:Es will mir nicht in den Kopf, warum nicht alle einfach zwei Wochen in Quarantäne gehen können, bis der Scheiß vorbei ist. Stattdessen machen wir jetzt seit einem Dreivierteljahr hier rum. Leben wir wirklich in spätrömischer Dekadenz oder sind die Leute einfach zu blöd?
Selbst wenn alle Menschen gleichzeitig 14 Tage in Quarantäne bzw. in der Isolation wären, heißt das nicht, dass das Virus damit bekämpft ist. Der Zeitraum von 14 Tagen bezieht sich nur auf Menschen mit leichten oder keinen Symptomen. Es gibt aber auch Menschen mit schwerem Verlauf, die über fünf, sechs Wochen krank und auch ansteckend sind.
Man müsste also die gesamte Menschheit so lange in Isolation halten bis auch der letzte Covid-19 Patient mindestens 14 Tage symptomfrei ist. Das allein würde eine gleichzeitige Isolation aller Menschen über mehrere Wochen bedeuten. Doch auch das könnte nicht ausreichend sein.
Es bleibt immer ein geringes Restrisiko, ein Überträger zu sein, auch wenn man nach der Erkrankung wieder symptomfrei ist und als gesund gilt. Allerdings können wir auch nicht alle Menschen immer wieder testen. Das übersteigt unsere Möglichkeiten.
killroy hat geschrieben:@muff
und findest du das grundsätzlich gut und richtig so bzw. hattest du nicht auch schon einmal überlegungen, ob unser schulsystem so wie es aufgebaut ist heutzutage noch zeitgemäß ist? Wie siehst du das leben deiner kinder, die ja in ihrem bisherigen leben nicht gerade wenig lebenszeit an einer schule verbracht haben? ist es (immer noch) richtig zu denken, dass kinder einen nicht unerheblichen teil ihres tages mit "klaren Regeln mit Lernstoff und festen Stunden" verbringen sollen? was bedeutet kindsein eigentlich?
AxelKruse_FG hat geschrieben:Aha. Das Restrisiko. Dann versuchen wir es lieber gar nicht. Und behalten unseren erfolgversprechenden Weg bei. Ah, jetzt: Die Anwort war von Jogi, stimmts?
muffinho hat geschrieben:killroy hat geschrieben:wenn du meinst
siehst du, meiner hatte 4 1/2 Jahre Freie Schule mit individuellem Lernen ohne Druck intus. Und der hat während des Lockdown sein Wochenpensum gemeistert, ohne das es zu Streit oder Stress gekommen ist. Trotz aller Ablenkungen zuhause und Mama oder Papa parallel im HO. Also worauf ich hinauswill ist, dass Disziplin und Strafe und (im schlimmsten Fall) Gehorsam die natürlichen Feinde des Lernwillens und Lerninstinkts der Kinder sind. Darauf aber, also auf diesen Prinzipien, baut unser Schulsystem - weswegen ich es für völlig überholt halte. KInder wollen von sich aus lernen, es liegt an uns Erwachsenen, ihnen die dafür geeignete Umgebung zu schaffen. Und die besteht nicht aus Papier - zumindest nicht ausschließlich und auch nicht mehrheitlich.
Das freut mich wenn es bei Deinem geklappt hat. Meiner ist in einer regulären Schule, und dort gibt es nunmal klare Regeln mit Lernstoff und festen Stunden, und das erfordert eben eine gewisse Disziplin. Und es ist ganz normal, dass ein Kind nach mehreren Wochen Schulschließung diese Selbstdispizpin nicht aufbringen kann, selbiges daheim zu machen, zumal es eben ein Unterschied ist, ob der Klassenlehrer vorne was erklärt oder der Alte daheim, während nebenbei das Telefon klingelt weil ein Kollege anruft und nicht hellsehen kann, dass ich gerade meinem Kurzen im Homeschooling bespaßen muss.
Daher ja, ich gehöre zu der Gruppe Personen die sich freuen dass die Schule wieder geöffnet haben, weil dort Lehrer beschäftigt sind die das Vermitteln von Inhalten erstens besser drauf haben und vor allem auch die Zeit dazu, während bei mir alles mehr oder weniger nebenbei gehen muss. Und ich kenne viele andere, die das ähnlich sehen, die Zeiten mit dem arbeitenden Mann und der Frau hinterm Herd, die sich nebenher um die Kinder kümmert, ist schon lange vorbei, und wenn eben beide Elternteile mit entsprechenden Karrieren voll arbeiten und dann wochenweise nebenher noch die Kinder unterrichten müssen, dann hat das nichts mit Realitätsschreck zu tun, sondern mit der Frage, wie lange dies durchführbar ist. Da interessieren mich auch Vergleichsbeispiele anderer Eltern wenig, weil dort vielleicht die Frau den ganzen Tag daheim ist und Zeit für die Kinder hat, oder aufgrund anderer Umstände wie freie Schule andere Voraussetzungen gegeben sind. Ich schaue auf meine Situation, und die ist so dass ich auf Dauer keine Zeit habe, wochenlang meinen Kurzen daheim zu unterrichten, und meiner Frau geht das ähnlich.
Glückwunsch an jeden der eine andere Situation hat... aber diese Diskussion hatten wir ja schon damals bei der ersten Schulschließung und daher kenne ich ja Deine Meinung und Du meine, also Meinungsaustausch muffi vs kill reloaded...
Tifferette hat geschrieben:Chemtrail-Impf-Wasserwerfer.
Geil.
Bei der Frau handelt es sich mit großer Wahrscheinlichkeit um die frühere Flüchtlingshelferin und mittlerweile Flüchtlingsgegnerin Rebecca Sommer

Dazu weiß eventuell Fränk aber auch mehr zu berichten
Frank N Furter hat geschrieben:Es ging jetzt bissle drunter und drüber. Ich möchte nochmal zusammenfassen, besser gesagt zu weiteren Antworten anregen, was unsere Eleven betrifft, mein ich.
- Killroy plädiert mit (selektiv gewählter) prominenter Unterstützung für neue Schulformen, basierend auf der instrisischen Lernmotivation von Kindern. Allerdings, so lese ich das, meint er, dass jede Art von Schulreformdiskussion ohnehin obsolet sei, solange auch jede neue Art von Schule wieder integraler Bestandteil des alten, verkommenen Scheiß-Gesellschaftssystems wäre.
- Haber und Lenny sehen die neuen Schulformen eher kritisch. So habe ich das jedenfalls euren Statements entnommen. Die ganzen Experimente der letzten 20 Jahre, insbesondere die viel zu starke Einbeziehung von Eltern in den Schulalltag, wo sie besser ihren eigentlichen Erziehungsjob zu Hause besser gemacht hätten. Ob ihr die "alte Schule" von einst wieder haben wollt, oder ob es euch zu etwas Anderem zieht, habt ihr jetzt noch nicht so deutlich ausgesprochen.
- Muffie findet die aktuelle Schulform okay, jedenfalls soweit gerade keine Pandemien durchs Land wabern und läßt anklingen, dass er durchaus auch bereit wäre, den Lehrern wieder wirksamere "Steuerungswerkzeuge" an die (gewaschene) Hand zu geben (welche?). Muffie hat Bücher zum Thema gelesen, aber wohl noch nicht von Pawlow oder Eibl-Eibesfeld. Er hat sich trotzdem als profunder Behaviorist geoutet, mit einer entscheidenden Ausnahme allerdings: andere Kinder, die seine Kinder vornehmlich an Klettergerüsten wegchecken, während deren Eltern gleichzeitig dümmlich an ihrem Smartphone herumknabbern. Allerdings sei angesichts seiner Phallus-Obsessionen die Frage gestattet, was nur bei Muffies Sexualerziehung schief gegangen ist. Zu wenig behave?
- Flache9 verweist auf das klassenstufenübergreifende Lernkonzept (Schüler unterrichten Schüler). btw.: Gilt das eigentlich zwischenzeitlich als gescheitert? Hat jemand von euch Erfahrungen damit gesammelt?
- Tamasi findet, dass die jetzige Schulform von (übellaunigen) Muffelbären oft, aber zu Unrecht diffamiert wird. Vor allem wird die Witzigkeit junger Lehrerinnen total unterschätzt (Nein, nur deren Witzigkeit!). Er erinnert sich voller Sentimentalität an die entspannten Elternabende & "Elterngemeinschaften", welche er schon im Zeichen der großen Himbeere erlebt hat.
- Higgi bedauert die Lehrer, jedenfalls in dem Ausmaß in dem er zur Empathie wahlweise bereit oder in der Lage ist. Wenn Milfs ins Spiel kommen, würde er aber auch seine Meinung den Umständen anpassen können.
- Darkred sieht im Moment noch nicht die Zeit gekommen, da man sich wirklich ein evidenzbasiertes Urteil zu diesem Thema erlauben kann. Er wäre aber auch an den Milfs interessiert.
- Uwe, Tochter eines Lehrer...nee, halt, umgekehrt, meint jedenfalls, dass die Lehrer von oben im Stich gelassen würden.
- Tifferette ist das Kind von mindestens einem Lehrkörper (alles andere wäre reine Spekulation! Muffie! Aus!). Er sieht deshalb nicht ganz zufällig Lehrer in einer Reihe mit Bundesfinanzministern und Fussballnationaltrainern. Allegorisch und was die Fähigkeiten betrifft, völlig übertriebene Kritik ertragen zu müssen. Er persönlich hatte schon viele, sehr, sehr gute Lehrer (wahrscheinlich sogar während seiner Schulzeit). Man muss befürchten, dass er nur wenige gute Lehrerinnen hatte. Aber er möchte dazu sicherlich noch ganz viel sagen, bzw. uns endlich mal sein übervolles Herz ausschütten.
So, hab ich jemand vergessen? Fühlt sich jemand falsch verstanden oder gar ungeliebt?
muffinho hat geschrieben:Hey, 3 Posts in Folge, muffi macht einen auf mappes, Spamferkelrennen

Lenny hat geschrieben:@Muffi
Dabei hab ich die Erfahrung gemacht, dass die alte Weisheit „Dumm f......gut“ überhaupt nicht wahr ist. Im Gegenteil. Aber jeder hat nen blinden Fleck.

de mappes hat geschrieben:Was man auch vergisst:
Für die Kinder ist es ungemein wichtig, in Gruppen zusammen zu sein...Isolation wie beispielsweise bei dauerhaftem Homeschooling schadet den Kindern
Haber hat geschrieben:- Haber und Lenny sehen die neuen Schulformen eher kritisch. So habe ich das jedenfalls euren Statements entnommen. Die ganzen Experimente der letzten 20 Jahre, insbesondere die viel zu starke Einbeziehung von Eltern in den Schulalltag, wo sie besser ihren eigentlichen Erziehungsjob zu Hause besser gemacht hätten. Ob ihr die "alte Schule" von einst wieder haben wollt, oder ob es euch zu etwas Anderem zieht, habt ihr jetzt noch nicht so deutlich ausgesprochen.
wer ist denn eigentlich diese Lenny?
Mich mit einer Lehrerin in einen topf zu werfen! Ganz schön frech!
Ich war Seminarschulrat und Lehrbeauftrager für Geschichte Deutsch und Pädagogik in der Lehrerausbildung und habe an der PH geprüft.
Als Lehrer und als Schüler und als Lehrerausbilder bin ich totaler Fan von PROJEKTUNTERRICHT, hatte selbst damit nur Erfolge. Und dazu auch einiges veröffentlicht.
Ich erinnere mich sehr gerne an die Projektprüfungen, noch an der Hauptschule (Kl. 9) später Werkrealschule Kl. 10 und an eigene Projekte über die sixties und als Schüler auch. Rassenproblem und später dann noch 1884 von Orwell.
Die selbsterlebten und referierten Projekte haben meine Schullaufbahn gerettet.
Jetzt müsste man*n definieren und erklären was Projektarbeit ist aber ich glaube das wissen hier alle gell.
Insofern auch ein weiter Schritt weg vom Frontalunterrichtstechniker alter Prägung hin zur "geleiteten" oder begleitenden Schülerorientierung und selbstständigem Lernen. Also sehr progressiv und innovativ.
Haber hat geschrieben:cantona, die Frage beantwortet sich imo von alleine wenn man die Ergebnisse der PISA Studien zieht. Aber kein Mensch möchte heute noch antiquierten Frontalunterricht, ich denke auch der Mix machts. Und ja Lenny, das was wir hier alles diskutieren ist immer abhängig von der Lehrerpersönlichkeit und dem Alter der kids, den Klassenstufen.
Noch ein kleiner Zusatz: Lebenswelt - Ansatz (Lebenswirklichkeit der kids) oder soziokulturelle Voraussetzungen (sagt man*n), also wissen wer meine kids sind, ist entscheidend ob Schule funktioniert oder nicht.
Für mich war das letzte Stadium meines Berufes eine herzzerreißende Phase, ich habe meine Schüler immer so wie die entsprechenden VfB Trainer die grad aktuell waren unterrichtet. Zu Magath Zeiten autoritär-zynisch besserwisserisch aber trotzdem erfolgreich weil ich eine super Truppe hatte, zu Veh Zeiten eher moderierend, die kids konnten alles fast wie von alleine aber das war dann halt die Krönung. Ja es ist der Mix, wie immer.
AxelKruse_FG hat geschrieben:killroy hat geschrieben:viel wichtiger
https://www.spiegel.de/politik/ausland/ ... 9129fd4b10
schweden - schulschließungen![]()
frank: was ist da los? die schweden sind doch durch dachte ich?
Das war zwar sowas von mit Ansage, aber leider kein Grund zur Genugtuung. Auch bei uns reichen die Maßnahmen vorn und hinten nicht. Und auch das war absehbar. Jetzt ist die Gastronomie, die Unterhaltungs- und Freizeitbranche praktisch tot aber das Virus nicht im Griff. Und das wird so weitergehen.
Es will mir nicht in den Kopf, warum nicht alle einfach zwei Wochen in Quarantäne gehen können, bis der Scheiß vorbei ist. Stattdessen machen wir jetzt seit einem Dreivierteljahr hier rum. Leben wir wirklich in spätrömischer Dekadenz oder sind die Leute einfach zu blöd?
Knapp zehn Millionen Menschen wurden in Qingdao innerhalb von vier Tagen auf das Virus getestet. In Xinjiang mussten sich mehr als vier Millionen Menschen testen lassen,
killroy hat geschrieben:Leben wir wirklich in spätrömischer Dekadenz oder sind die Leute einfach zu blöd?
Beides. Das die Leute zu blöd sind siehst du ja daran, dass sie massenhaft SUVs kaufen und global ablaufende Krisen wie den Klimawandel einfach ignorieren (oder sogar leugnen, damit sich das eigene Gewissen beim Ignorieren nicht so laut meldet).
Und ja, Dekadenz ist das richtige Stichwort ... uns geht es schon viel zu lange viel zu gut - i.Ü. selbstredend nicht allen - wir leisten uns z.B. in einem der reichsten Länder der Welt immer noch massiv Kinderarmut.
Siehst du doch in diesem Forum. Da wird rumbeblökt, dass es schon doof ist, das die Restaurants jetzt zu haben, wenn man seinen angeblichen Wichtig-Hintern auf Dienstreisen durchs Land bewegt.
DAS sind die "offensichtlichen" Probleme der Menschen. Wir sind am Arsch.