Die grundsätzliche Frage stellt sich, warum man sich von der Vereins-/AG-Seite (vermutlich

) gerade schwer tut, in der bisherigen Konstellation weiterzumachen.
Denn momentan ist es offenbar so, dass die Kompetenzen zwischen Hitz (als VV und Sportvorstand) und Mislintat (als Sportdirektor) anders aufgeteilt sind, als man es von den Hierarchieebenen her vermuten sollte.
Hitz hat sich - wie er es erst neulich wieder berichtete -, als er Sportvorstand wurde, mit Mislintat ja bewusst eine Ergänzung gesucht, die all das abdeckt, was er selbst nicht bieten kann, nämlich insbesondere sehr gute Kompetenzen in Kaderplanung und Scouting sowie internationale Vernetzung. Dies sind traditionelle Arbeitsgebiete eines Sportdirektors.
Gemeinsam wiederum haben sie eine Vision und einen Plan erarbeitet, wie sie den VfB neu aufstellen wollen. Dies sind eher die Zuständigkeiten eines Sportvorstands.
Mislintats Rolle ist also nicht die eines reinen Sportdirektors, sondern er hat wohl auch wesentliches Mitspracherecht bei der Ausrichtung des Clubs (oder zumindest liegen er und Hitz da auf einer Linie).
Wie es sich liest, will der Club als solches oder wollen zumindest einige einflussreiche Leute wohl die Doppelfunktion von Hitzlsperger wieder auflösen und die Positionen Vorstandsvorsitzender und Sportvorstand personell trennen. Was an und für sich nicht unbedingt eine schlechte Idee ist, wenn man damit beispielsweise die Arbeit auf mehr Schultern verteilen kann, um die betreffenden Personen zu entlasten, oder wenn man zusätzliche Kompetenz in den Verein holen will und dafür eben eine geeignete Stelle schaffen möchte.
Hier allerdings zerstört man damit ein gut funktionierendes Konstrukt und bringt Unruhe in ein momentan ausbalanciertes System. Denn mit der Bestellung eines neuen Sportvorstands installiert man eine Hierarchieebene zwischen Hitz und Mislintat, nimmt Hitz möglicherweise u.a. die Verantwortung für die sportliche Ausrichtung des Clubs und setzt Mislintat eine Person vor die Nase, der gegenüber er weisungsgebunden ist.
Um zum Beginn zurückzukehren: Welche Gründe bewegen den Club also, ein funktionierendes System aufbrechen zu wollen?
Wenn es zusätzliche Kompetenz bringen soll, dann muss die Person ja trotzdem irgendwie zu den bisherigen Personen passen, damit man keine unnötige Unruhe erzeugt oder Sand ins Getriebe streut!
Wenn es jedoch zur Kontrolle der gerade gestaltenden Personen dienen soll, dann stellt sich die Frage, warum es der Club für notwendig erachtet und/oder was er damit wirklich bezweckt?
Man kann als Fan dieses Clubs echt nur hoffen, dass nicht schon wieder eine erfolgreiche Konstellation zerstört wird, aus welchem Grund auch immer

Wenn die Unfähigkeit einen Decknamen braucht, nennt sie sich Pech.
- Charles Maurice de Talleyrand -