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de mappes
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Spamferkel
Auf gut Deutsch: Was helfen die vielen Hygiene-Konzepte, wenn sich die Leute im privaten Bereich nicht daran halten.


Hier in der Schweiz kam gestern die Mitteilung, dass in den Gymnasien und Berufsmittelschulen in der ersten Schulwoche nach den Weihnachtsferien mal wieder Homeschooling angesagt ist.

Auch wenn es nervt, es ist sicherlich eine wirksame Maßnahme, wenn/weil man dadurch eventuell aus den Ferienbesuchen eingeschleppte Infektionsherde vorab entdecken und von der Schule fernhalten kann.


eben
Konzepte, Regeln, Empfehlungen...wenn sich keiner dran hält, kann man sie noch so weit verschärfen...klar geht es um Akzeptanz

Wie man an Winterurlaub denken kann erschließt sich mir auch nicht.
Auch dort gäbe es natürlich Konzepte, die Risiken sehr zu minimieren (Keine Hotels, nur Hütten für Familien, keine Lifte, nur Spazieren im Schnee)

Es ist halt alles nicht so einfach; jeder erlebt die Dinge anders, jeder priorisiert anders, hat andere Erfahrungen gesammelt...und auch hier: Es gibt nicht das eine "Richtig".
Bei dir, Killroy, hat man aber oft den Eindruck, als gäbs das und es wäre soooo einfach und billig zu haben.
Finde ich ignorant
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darkred
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Halbdaggl
Ich halte es mit CZ und Peter Zudeick, der gestern bei Maischberger dasselbe meinte:

Was helfen die vielen Hygiene-Konzepte, wenn sich die Leute im privaten Bereich nicht daran halten.


Das ist doch der Punkt.
Daher wird der Lockdown zwangsläufig kommen, ob schon vor Weihnachten oder erst ab werden die Zahlen der nächsten Tage zeigen...

Unter Westfalen
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Grasdaggl
Wie gehen andere Länder mit dem Thema Impfen um?

Hier: Russland


https://www.dw.com/de/corona-in-russlan ... obal-de-DE

Corona in Russland: So wurde ich mit "Sputnik V" geimpft

Kurz vor Beginn der Massenimpfung in Russland hat ein DW-Korrespondent an der Testung des russischen Impfstoffs "Sputnik V" teilgenommen. Ein Erfahrungsbericht aus erster Hand.

Massenimpfungen gegen das Coronavirus sollen in Russland noch vor Mitte Dezember beginnen. Präsident Wladimir Putin gab der Regierung des Landes am Mittwoch einen entsprechenden Auftrag. Zuerst sollen Ärzte und Lehrer geimpft werden. Parallel dazu sollen die Tests mit dem im Sommer angemeldeten Impfstoff "Sputnik V" fortgesetzt werden. An den Testungen der vom Moskauer Gamaleja-Institut für Epidemiologie entwickelten Vakzine hat sich DW-Korrespondent Sergei Satanovski beteiligt. Hier sein Erfahrungsbericht:

Anmeldung zur Test-Impfung
Bereits im September wurde im Internet geworben: "Werden Sie Freiwilliger bei der Erprobung eines Impfstoffs gegen COVID-19." Zu diesem Zeitpunkt gab es nur wenig Informationen über "Sputnik V" und die Anzahl der Neuinfektionen in Russland war nicht alarmierend.

Ende November änderte sich die Lage und die Zahl der Neuinfektionen stieg stark an. Ich beschloss, das Risiko einer Impfung einzugehen. Überzeugt hatte mich letztlich die Not von Freunden, die schwer erkrankt waren und in ihrer Wohnung unter Quarantäne gestellt worden waren.

Die Suche im Internet nach "Impfung gegen das Coronavirus" führte mich zur Website der Moskauer Stadtverwaltung. Dort musste ein Fragebogen ausgefüllt werden, unter anderem, ob ich bereits an dem neuen Coronavirus erkrankt war, ob ich in den letzten zwei Wochen zu einem Infizierten Kontakt hatte und ob ich chronische Krankheiten habe. Laut dem Gesundheitsamt sollten sich bereits an COVID-19 erkrankte Menschen in dieser Saison nicht mehr impfen lassen. Ungefähr eine Woche später wurde mir telefonisch angeboten, eine Poliklinik auszusuchen, in der ich mich einer Voruntersuchung unterziehen sollte.

Untersuchung im Krankenhaus
Zur Untersuchung fuhr ich ins Moskauer Schadkewitsch-Krankenhaus. Dort erfuhr ich, dass der Chefarzt dieser Klinik der bekannte Doktor und Fernsehmoderator Alexander Mjasnikow ist. Er ist Freund des bekannten Moderators des Staatsfernsehens, Wladimir Solowjow, der als Teil der russischen Propagandamaschine gilt. Zu Beginn der Pandemie hatte er die Wahrscheinlichkeit der Russen, sich mit COVID-19 zu infizieren, mit "Null" eingeschätzt. Mir war plötzlich mulmig, doch für einen Rückzieher war es zu spät.

Vor der Untersuchung fragte die Ärztin, ob ich in letzter Zeit Medikamente eingenommen hätte. Sie wollte wissen, ob ich Allergien habe und ob bei mir chirurgische Eingriffe vorgenommen wurden. Ich musste bei meinen Eltern anrufen und nachfragen, welche Operation genau bei mir im Alter von fünf Jahren durchgeführt wurde. Während des Gesprächs gab mir die Ärztin Informationsmaterial auf 16 Seiten und erläuterte mir den Inhalt mündlich.

Dort heißt es beispielsweise, Ziel der Studie sei, die Wirksamkeit, Immunogenität und Sicherheit des Impfstoffs Gam-COVID-Vac (Handelsmarke "Sputnik V") zu bewerten. In vorklinischen Studien sei die Vakzine an Tieren getestet worden, so an syrischen Goldhamstern und Meerschweinchen. Bei ihnen habe "Sputnik V" Sicherheit und Wirksamkeit bewiesen, doch an Freiwilligen unter Menschen nur Sicherheit.

Versicherungspolice für jeden Teilnehmer
Insgesamt werden 40.000 Menschen an der Studie teilnehmen: 30.000 erhalten den Impfstoff und 10.000 ein Placebo. 21 Tage nach der ersten Impfung müssen Sie ins Krankenhaus kommen, denn dann wird ihnen die zweite Komponente der Vakzine verabreicht. Außerdem soll in der App "Check Covid-19" Tagebuch geführt werden, wie man sich fühlt. Sonst wurde von mir nichts weiter verlangt. Es gibt aber noch eine weitere Forschungsstudie, und die Ärztin schlug mir vor, daran teilzunehmen.

Es stellte sich heraus, dass die Hauptstudie keine Blutuntersuchung auf Immunogenität beinhaltet, also die Fähigkeit des Impfstoffs, eine Immunantwort in Form von Antikörpern zu bilden, die das Virus neutralisieren können. Solche Untersuchungen werden in einer zusätzlichen Studie durchgeführt. Der Staat zahlt für eine Teilnahme 8500 Rubel (rund 93 Euro). Es werden nur 95 Milliliter Blut abgenommen, also stimmte ich zu.
"Auch wenn die Teilnahme an der Studie sicher ist, gibt es während der gesamten Studie eine spezielle Versicherung für Sie", sagte die Ärztin. In der Versicherungspolice für die Teilnehmer der Studie steht, dass im Falle des Todes die Begünstigten (in meinem Fall meine Eltern) zwei Millionen Rubel (rund 22.000 Euro) erhalten. Im Falle einer Behinderung würden je nach Grad zwischen 500.000 und 1,5 Millionen Rubel (rund 5500 bis 16.500 Euro) gezahlt, bei einer Verschlechterung des Gesundheitszustands ohne Behinderung etwa 300.000 Rubel (rund 3300 Euro).

Nach dem Gespräch unterschrieb ich die Einwilligung zur Teilnahme an der Studie und ging zur Untersuchung. Ich wurde auf HIV, Syphilis, Hepatitis C und B, das Coronavirus (PCR- und Antikörpertest) und auf Rückstände von Medikamenten im Urin getestet. Bei mir wurde nichts gefunden und ich wurde zur Impfung zugelassen.

Impfstoff-Lagerung in speziellen Kühlschränken
Die durchgeführten Untersuchungen sind eine Woche gültig, also kam ich genau nach sieben Tagen zur Impfung. An der Tür der Klinik befindet sich ein Aufkleber mit der Aufschrift "Kommen Sie zur COVID-19-Impfung herein". Im Krankenhaus selbst führen Schilder zur entsprechenden Abteilung. Dort gibt es einen Empfangsschalter und vier Räume: Impfung, Arzt, Untersuchung, Ruheraum.

Um 10 Uhr morgens waren zwei Teilnehmer anwesend: ich und eine etwa 30jährige Frau. Ich meldete mich beim Arzt und ging zur Blutabnahme für den Test auf Antikörper, für den mehrmals Blut abgenommen werden muss. Dann ging ich zur Impfung in ein kleines Zimmer, in dem nur ein paar Stühle, ein medizinischer Tisch und zwei Kühlschränke der russischen Marke "Pozis" stehen. Sie kosten pro Stück etwa 150.000 Rubel (rund 1600 Euro). Dort wird der Impfstoff bei minus 28 Grad gelagert.

Der Arzt gab mir eine schmerzlose Spritze in die linke Schulter. Danach verbrachte ich eine halbe Stunde im Ruheraum. Mir wurde gesagt, bei einigen Patienten sinke nach der Injektion der Blutdruck, aber bei mir war er normal. Ich erhielt ein Teilnahmezertifikat und wurde nach Hause entlassen. Abschließend wurde mir noch gesagt, es könnte passieren, dass meine Körpertemperatur ansteigt. Dann sollte ich einfach Paracetamol einnehmen. Zudem wurde ich gebeten, in den kommenden drei Monate kein Kind zu planen, da die Auswirkung des Impfstoffs auf Spermien noch nicht untersucht sei.

Schüttelfrost und Fieber
Erst nach der Impfung habe ich gelesen, wie andere Teilnehmer reagiert haben, darunter Journalisten und Mitglieder der Gruppe "Ergebnisse der Impfung" bei Telegram, in der sich über 1800 Personen zusammengefunden haben. Am Abend nach der Verabreichung des Impfstoffs (oder Placebos) und am nächsten Tag klagten die Menschen über Fieber und Muskelschmerzen. Als ich gegen sieben Uhr abends die Arbeit verließ, bekam ich bereits Kopfschmerzen, leichten Schüttelfrost und Schwindel. Ich schloss nicht aus, dass es sich um Einbildung handelte, nach all den Geschichten, die ich gelesen hatte.

Doch am späten Abend gab es keinen Zweifel mehr, dass mein Körper auf den Impfstoff reagierte. Die Körpertemperatur stieg auf 38,6 Grad. Die Muskelschmerzen nach meiner letzten Yoga-Sitzung nahmen zu. All das war unangenehm, aber es war erfreulich, dass ich höchstwahrscheinlich den Impfstoff bekommen hatte und kein Placebo. Ich nahm Paracetamol ein, hielt die Symptome in meinem digitalen Tagebuch fest und ging schlafen. Am nächsten Tag lag die Temperatur bei etwa 37 Grad und schon am Tag darauf waren die Nebenwirkungen verschwunden.

In drei Wochen bekomme ich die zweite Komponente des Impfstoffs injiziert, und ungefähr 42 Tage nach der ersten Injektion sollten sich bei mir Antikörper bilden. Die Frage, ob diese Antikörper das Virus wirksam bekämpfen können, ist jedoch noch offen.
Häggor, fliag iebor da Näggor, fliag iebor da Rai, fliag midda drennai

Goofy
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Grasdaggl
killroy hat geschrieben:
de mappes hat geschrieben:ich frage mich durchaus, wo die vielen Leute sich derzeit anstecken.

Anders gefragt: das, was jetzt bald noch geschlossen/verboten wird, müsste ja eine große Rolle bei den Zahlen spielen.

Gestern hatten wir sowohl im Saarland als auch in meinem Regionalverband (Saarbrücken) die höchsten Zahlen seit Beginn der Pandemie.
Für den Regionalverband habe ich sie mir angeschaut:
von 258 Fällen entfallen 107 auf Bewohner einer Einrichtung für behinderte Menschen.
Dazu 9 Mitarbeiter dort.
Quasi die Hälfte also in einer Einrichtung, die es zu schützen gilt/galt.
Das sollte man auch ohne knallharten Lockdown schaffen finde ich

tja, findest du, aber eben nicht die durchaus geballte kompetenz der leopoldina. aber klar, wir sind auch alle bundestrainer ...

Das findet de mappes.
Aber, killroy, du kannst dich darauf verlassen - es wird andere, wirklich kompetente Leute geben, die eben nicht sagen „alles dicht ist der einzige Weg“.

Unsere Regierung entscheidet ja nicht völlig an der Wissenschaft vorbei. Man hört doch die letzten zehn Monate dauernd, dass sie wissenschaftliche Berater haben.
linksgrünversifft - was davon weit entfernt ist, ist Ironie, Sarkasmus und schlechter Humor

Flache9
Wenn sich Menschen nicht an Hygiene Vorschriften und Abstandsregelungen halten, dann muss der knallharte Lockdown her.
Es laufen immer noch 20-30 % Vollhonks durch die Gegend und halten sich absichtlich nicht daran.
Ich sehe es täglich.
Daher ab ins Käfig und 3 Wochen die Arschbacken zusammenkneifen.
Merkel hat es gestern wunderbar auf den Punkt gebracht und die Frau hat zu 100% recht!

darkred
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Halbdaggl
Haber hat geschrieben:
darkred hat geschrieben:Ich halte es mit CZ und Peter Zudeick, der gestern bei Maischberger dasselbe meinte:

Was helfen die vielen Hygiene-Konzepte, wenn sich die Leute im privaten Bereich nicht daran halten.


Das ist doch der Punkt.
Daher wird der Lockdown zwangsläufig kommen, ob schon vor Weihnachten oder erst ab werden die Zahlen der nächsten Tage zeigen...


eine klare eindeutig Strategie der Politik fehlt vielen Menschen, leicht gesagt, ich weiß, wird halt auch viel ausprobiert, ich habe Verständnis bin aber kein Experte


Wenn wir ehrlich sind, dann verhält es sich mit dem eigenen Verhalten in der Pandemie doch wenig anders als beim Wandel zu mehr Nachhaltigkeit im alltäglichen Leben. Man hat gesellschaftlichen Konsens darüber, aber die Umsetzung im Kleinen funktioniert nur so mittelprächtig bis bemüht. Ausnahmen bestätigen natürlich die Regel. ;)

So wie sich die Lage nun darstellt, werden wir um einen Lockdown nicht herum kommen, wobei ich, wie viele andere auch, der Meinung bin, dass ein so drastischer Einschnitt durch eine bessere Strategie hätte verhindert werden können.

• Konzentration im Sommer auf die Beschaffung von Schnelltests und FFP2-Masken
• Entsprechende Ausstattung von und Hygienekonzeptionen für Einrichtungen für Alte und Vulnerable
• Personelle Aufstockung und bessere digitale Ausstattung der Gesundheitsämter und der, der Pandemiebekämpfung angeschlossenen, Institutionen
• Länderübergreifende verbindliche Stufenpläne entlang der Inzidenz, die lokal/regional Anwendung finden und von den dortigen Exekutive überwacht werden.

Ich gehe gemäß der jetzigen Entwicklung davon aus, dass wir zu Weihnachten in den Lockdown gehen. Sollte sich die Intensivbetreuung und die Todesrate in den kommenden Tage weiter hoch schrauben, dann wohl bereits ab KW 52.


de mappes
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Spamferkel
@dark
Ab KW 52 wäre dann ja zu Weihnachten ;)
Glaube aber auch, dass sie es nicht zum 24.12. beginnen lassen
Entweder schon ganz bald oder halt erst am 27.12.
Man darf gespannt sein
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Iron
Grasdaggl
Flache9 hat geschrieben:Wenn sich Menschen nicht an Hygiene Vorschriften und Abstandsregelungen halten, dann muss der knallharte Lockdown her.
Es laufen immer noch 20-30 % Vollhonks durch die Gegend und halten sich absichtlich nicht daran.
Ich sehe es täglich.
Daher ab ins Käfig und 3 Wochen die Arschbacken zusammenkneifen.
Merkel hat es gestern wunderbar auf den Punkt gebracht und die Frau hat zu 100% recht!


20 bis 30% würden 25 Mio. Menschen bedeuten ... bei einem % wären es auch noch knapp eine Millionen Menschen. Hinzu kommen die Fehler die man macht und dass der 100%ige Schutz bei Einhaltung der Maßnahmen nicht gewährleistet ist.

darkred
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Halbdaggl
Ganz früh wäre für mich Montag der 52. Woche.
Der Betrachtungshorizont wird sicher noch bis Mitte der kommenden Woche gehen... und zum Wochenende hin dann der Dringlichkeit nach verkündet. So denke ich könnte es passieren...

Schneller wird es nicht gehen, man muss allen davon Betroffenen ja auch mindestens eine Woche Vorlauf geben.

Goofy
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Grasdaggl
darkred hat geschrieben:Schneller wird es nicht gehen, man muss allen davon Betroffenen ja auch mindestens eine Woche Vorlauf geben.

:lol: :lol: :lol:


tschuldige, aber ...
bei unserer Politik der letzten zehn Monate mit einer Woche Vorlauf rechnen :bleich:
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darkred
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Halbdaggl
Wie gesagt? wenn die Intensivbetreuung und die Letalitätsrate sprunghaft ansteigt, dann hat unsere Kanzlerin alle Argumente, um hier auch mal ganz schnell was in die Wege zu leiten.
Da müssen die Landesfürsten mitziehen, ob sie wollen oder nicht.

de mappes
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Spamferkel
dann hat unsere Kanzlerin alle Argumente, um hier auch mal ganz schnell was in die Wege zu leiten.


in die Richtung geht ein wenig die Presse auch
Ich meine die Zahlen sind zu hoch und gehen nicht runter, aber sie steigen auch nur Minimal (Infektionszahlen)
Die Todeszahlen sind viel zu hoch und stiegen auch an, was einerseits versetzt die gestiegenen Zahlen von vor 3-4 Wochen wiederspiegelt (als das Plateau noch nicht erreicht wurde) und andererseits, wie vom RKI geschildert, auch die vielfach verstärkten Ausbrüche in Pflege-und Altenheimen, die man nicht gut gelöst bzw. in den Griff bekommt.

Exponentielles Wachstum, was ich heute irgendwo hörte oder las...ist das eine weitere dringliche Warnung oder aus welchen Zahlen entnehmen die Experten die Erwartung?
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muffinho
Da bekomme ich schon wieder die Krise, wenn ich die Diskussion um einen Lockdown höre inklusive der Forderung, einfach mal alles runterzufahren, wie etwa von Söder.
Und um die Nackenhaare von killroy mal ein wenig aufzustellen, schnell eine Erklärung warum ich von einem generellen Lockdown mal überhaupt nichts halte:

Wenn ich schaue wie die Schulen und Kindergärten hygienisch abgesichert sind, wenn ich sehe wie in Einkaufsläden streng geachtet wird dass nur eine bestimmte Anzahl von Kunden eintreten, die Maskenpflicht greift immer besser, daher fühle ich mich auch draußen relativ sicher, aber wo wird das Problem liegen? Genau dort was schon andere User hier angemerkt haben, im privaten Bereich. Da wird eben keine Maske getragen, da liegt kein Desinfektionsmittel rum, da nimmt man sich in den Arm und begrüßt sich mit Küsschen und quetscht sich danach zusammen aufs kleine Sofa, während es Kaffee und Kuchen gibt. Und genau da liegt das Problem mit einem strengen Lockdown: Menschen sind nun mal generell Sozialwesen, die Kontakt zu anderen Menschen wollen, Unterhaltung suchen, Ablenkung. Nimmt man ihnen die Ablenkung und Sozialkontakte, weichen sie aus. Wenn man nun auch noch die "sicheren" Aktivitäten wie Einkaufen und Gastronomie mit überzeugendem Hygienekonzept verbietet, dann drängt man die Menschen nur mehr in den privaten Bereich, den man nicht überwachen kann... dann trifft man sich halt bei Freunden, Hauptsache man kommt mal wieder raus und erlebt was anderes. Eben das gleiche Prinzip wie damals mit den Tauschbörsen und illegalen Filmen/Musik: schafft man keine legale Möglichkeit des Streaming bzw. setzt man unnötig hohe Hürden wie Kopierschutz und fehlende Abspielmöglichkeit an bestimmten Geräten, dann darf man sich nicht wundern wenn Menschen auf illegale Wege ausweichen, so war das schon mit der Prohibition in den USA, so ist das mit Unterhaltung in der Neuzeit. Und lieber biete ich den Menschen Dinge, die relativ sicher sind und die ich gut überwachen kann, statt ihnen alles zu nehmen und damit das Risiko eingehe, dass sie auf Wege ausweichen, die eben nicht sicher sind und die man nicht überwachen kann.

Aber schon klar, sperrt die Leute wochenlang daheim ein und jammert dann rum, wenn sie sich mit anderen Menschen privat treffen und dort anstecken, weil es dort eben kein Hygienekonzept mit Abstand und Masken gibt.

Ich sage ja nicht dass ein gar keine Maßnahmen geben sollte, im Gegenteil, aber diese teilweise populistischen Forderungen, einfach mal für 2 Wochen das komplette Leben einzustellen und danach rumjammern, dass es einerseits immer mehr Zulauf für Spacken wie die Querdenker gibt und andererseits Menschen sich halt dann privat anstecken, das kann es doch echt nicht sein.

Auswurf
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Grasdaggl
da nimmt man sich in den Arm und begrüßt sich mit Küsschen und quetscht sich danach zusammen aufs kleine Sofa


persönlich hab ich das bei leuten meines erweiterten umfelds noch nicht erlebt
und halte dies nicht für das gängige verhalten eines durchnittsmitmenschen
- hast Du vielleicht aber auch nicht behauptet
das ist doch keine Musik

killroy
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Granadaseggl
ich empfehle allen den letzten NDR-podcast vom dienstag anzuhören - dort wird der aktuelle stand der wissenschaftlichen erkenntnis dargelegt
dazu noch das hier lesen und besonders auch die grafiken zur kenntnis nehmen
https://www.leopoldina.org/uploads/tx_l ... _final.pdf
und noch ein wenig mit der neuen kinder-studie aus österreich beschäftigen

zu allen, die danach immer noch feuchtfröhlich auf weniger einschränkungen plädieren kann ich nur noch sagen: wir sprechen uns im frühjahr wieder.
:prost:
seit/seid

Herr der (Brust-)Ringe III - Die Rückkehr des Präsidenten

Auswurf
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Grasdaggl
ps
bin jetzt zu faul um mit recherchierten fakten zu protzen,
aber beispiele aus anderen ländern zeigen meines wissens,
dass nur ein harter lockdown in der lage war,
zahlen entscheidend und für einen erheblichen zeitraum zu drücken.
Sollte dies unser ziel sein, ist das wohl die einzig wirksame maßnahme
und der zeitraum "zwischen den jahren" auch der geeignetste
das ist doch keine Musik

jagdhuette
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Halbdaggl
@Muffinho: Deine Erwartungshaltung bezüglich deiner Mitmenschen ist ziemlich bedauerlich.
Ich kenne sehr viele Leute die sagen, lieber mal 2 Wochen die Füße komplett still halten und dann wieder ein bisschen mehr Luft zum atmen haben. Ich denke alle Gastronomen usw sehen das sicherlich ähnlich.
Nix anderes haben sie in Asien gemacht und damit den Sack recht schnell zu gemacht.
Sollen sie halt jedem Haushalt 1000€ für Verpflegung überweisen, dann kann man es sich in den zwei Wochen gut gehen lassen und vorher einkaufen und dann Ausgehsperre mit kompletter Kontrolle, wenn danach der Virus nahezu weg ist, wäre es mir das wert. Das ist doch kein Leben aktuell und es nervt, dass all die Zweifler, Besserwissen und Leichtsinnigen für den status quo (mit)verantwortlich sind.



Goofy
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Grasdaggl
Beim Zeitabsitzen kann man aber die Abstände besser halten. :cyclops:
linksgrünversifft - was davon weit entfernt ist, ist Ironie, Sarkasmus und schlechter Humor

Auswurf
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Grasdaggl
es genügt völlig (auch im fall einer atomaren katastophe),
wenn man den schulranzen zwischen sich und den anderen stellt.
Zu hause hab ich wände
das ist doch keine Musik



CoachingZone
Halbdaggl
muffinho hat geschrieben:statt ihnen alles zu nehmen


Das ist einfach falsch. Es wird den Menschen hier nicht "alles genommen". (Das ist echt eine Unverschämtheit gegenüber Menschen, die wirklich gar nichts zum Leben haben :!: )

Es wurde und wird vielmehr seit März darum gebeten, dass man über einen immer noch recht überschaubaren Zeitraum auf die gewohnte Weise verzichtet, auf die man bestimmte Dinge immer getan hat. Und zwar Dinge, die viele (und wohl zum eher größeren Teil ungeschützte) Kontakte nach sich gezogen haben.

Vieles kann man nicht so machen, wie man es gewohnt ist, aber es gibt doch genug Möglichkeiten, mit denen man diesen Beschäftigungen auf alternative Weise nachgehen kann, wenn man will:
- im Internet shoppen statt in der Stadt einkaufen gehen
- selbst ein besonderes Rezept ausprobieren und ein leckeres Essen kochen statt essen gehen
- Filme oder Kulturprogramme streamen statt ins Kino oder ins Theater gehen
- telephonieren oder skypen statt Freunde treffen
- ein Buch lesen, also eine Phantasiereise machen, oder spazierengehen und die Natur um einen herum erleben statt reisen

Es gibt so viele andere Möglichkeiten, sich die Zeit zu vertreiben. Das Einzige, was von uns verlangt wird, ist, aus unserer Komfortzone herauszutreten und mal etwas an unserem Alltags(freizeit)trott zu (ver)ändern, damit man andere, vulnerable Personen vor einem neuartigen Virus schützen kann (und letztlich natürlich auch sich selbst).

Warum dieses Geschrei um ein Recht auf seine gewohnte Lebensgestaltung :?: (Eine Lebensgestaltung übrigens, deren Luxus wir uns nicht selbst verdient haben, sondern die uns zuteil wird, weil wir auf der "richtigen" Seite der Erde zur Welt gekommen sind...)

Das ist ein Verhalten eines Kleinkindes, dem man sein Lieblingsspielzeug weggenommen hat :!: Nur dass dieses Kleinkind üblicherweise in der Lage ist, sich nach kurzer Zeit etwas anderes zu suchen, womit man sich beschäftigen kann. Den erwachsenen "Kleinkindern" hier ist diese Fähigkeit zur Adaption an Veränderungen offenbar komplett verloren gegangen.

WENN wir uns alle von Anfang an an diese Einschränkungen gehalten hätten UND die empfohlenen Schutzmaßnahmen in den privaten Bereich übernommen hätten, dann bin ich sicher, dass man die Fallzahlen in einem überschaubaren Bereich hätte halten können. Stattdessen wurde jede noch so kleine Lockerung nach dem ersten Lockdown von nicht wenigen Leuten überstrapaziert (und da seien die Querdenker-Demonstrationen ohne Maske und Abstand nur als extremes Beispiel genannt).

Jetzt haben wir den Salat - und wir können so weitermachen, bis die Intensivstationen vollkommen überfüllt und die PflegerInnen und ÄrztInnen am Ende ihrer Kräfte sind und die Großelterngeneration zu großen Teilen dahingerafft sein wird - oder wir reißen uns am Riemen und isolieren uns für einen gewissen Zeitraum UND verhalten uns danach so vernünftig wie möglich.
Wenn die Unfähigkeit einen Decknamen braucht, nennt sie sich Pech.

- Charles Maurice de Talleyrand -