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Flache9
de mappes hat geschrieben:Die Beschränkungen herrschen nun schon viel länger, wenn auch in unterschiedlichen Schattierungen.
Ich respektiere auch jeden, der sich lieber isolieren möchte, so gut er kann.
Nochmal: diese Reduzierung Haushalt (2 Personen) auf eine halte ich nicht für zielführend, aber für sehr freiheitsberaubend. Deswegen zahle ich dann auch gern 200 Euro, sofern wirklich jemand diese Widrigkeit zur Anzeige brächte (Polizei darf ja nur bei begründetem Verdacht ins Haus; der sollte hier nicht gegeben sein)
Diese 15km-Leine akzeptiere ich, gerade um Tagesausflüge zu verhindern.
Eine Person aus dem Hausstand treffen, die andere dann danach oder am nächsten Tag...wo alle ständig Kontakt haben...Mutation hin-oder her, da sehe ich viel zu wenig Nutzen (wie ausgeführt)

Es kann doch nicht so schwer sein, mal vier oder meinetwegen acht Wochen die Kontakte auf fernmündlich oder fernvisuell zu beschränken. Man hat ja echt das Gefühl, hier wird jeder in eine Gefängniszelle ohne alles gesperrt...


ich glaube das interpretiert jeder Mensch auch ob seiner Situation anders...und das sollte man ihnen auch zugestehen, finde ich.


Ok... Mappes hat den Sinn der Beschränkung nicht verstanden.

de mappes
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Spamferkel
Kinderärztepräsident: Kitas und Grundschulen schnell wieder öffnen
Kinderärztepräsident Thomas Fischbach kritisiert die bundesweit geplante Verlängerung der Schulschließungen. „Je jünger die Kinder sind, desto wichtiger ist der Präsenzunterricht. Für Kinder bis zehn Jahre, die erwiesenermaßen bei der Pandemie keine entscheidende Rolle spielen, müssen Kitas und Schulen unter Wahrung angemessener Hygieneregeln zumindest dort so schnell wie möglich wieder aufmachen, wo die Inzidenzwerte nicht im tiefroten Bereich sind“, sagte der Präsident des Berufsverbandes der Kinder- und Jugendärzte der „Neuen Osnabrücker Zeitung“.


:nod:
Wenigstens gibt es weiterhin Notbetreuung, und diese ohne große Bürokratie
Don't criticize what you can't understand

jagdhuette
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Halbdaggl
Wer seine Wahlentscheidung nur von der Corona Politik abhängig macht, hat wohl ein gewisses Maß an Realitätsverlust. Die Tatsache, dass es keine Partei gibt, die die richtige Entscheidung trifft oder alternativ (im übrigen auch viel bequemer) die richtigen Entscheidungen fordert, liegt einfach daran, dass man auf Basis fehlender Erfahrungen aktuell nicht weiß, was die richtige Entscheidung wäre und man sehr viele unterschiedliche Interessen abwägen muss. Außerdem leben wir in einem föderalen Rechtsstaat , wo Kompetenzen aufgeteilt und wenn überschritten, auch juristisch wieder zurecht gerückt werden.
Hätten wir eine andere Form der Regierung, die in der Lage wäre die bestmöglichen Mittel mit aller Härte durchzusetzen, dann könnte man aller Wahrscheinlichkeit auch nicht wählen.

de mappes
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Spamferkel
da ist was dran, hütte
aber dennoch werden mit der Zeit selbstredend wie bei anderen Politikfeldern Fehler sichtbar.
Und natürlich kann man diese in seine Entscheidung einfließen lassen.
Auf viele Bereiche der pandemie trifft deine Beschreibung zu...dennoch wird man schauen müssen, was zb. bei der Impfstoff-beschaffung schief gelaufen ist, warum Altenheime nicht besser geschützt wurden ect...
da gibt es "Angriffspunkte", die man bei einer Wahl berücksichtigen kann...zumal das Thema Corona, trotz aller Ungewissheiten, eben allgegenwärtig ist.
Nach wie vor würde ich grundsätzlich sagen, dass in einem knappen jahr Pandemie vieles richtig gemacht wurde von unserer Regierung. Aber mal abwarten, was noch kommt
Don't criticize what you can't understand

Iron
Grasdaggl
jagdhuette hat geschrieben:Wer seine Wahlentscheidung nur von der Corona Politik abhängig macht, hat wohl ein gewisses Maß an Realitätsverlust.


Aber ...das müssen auch die Politker für sich beanspruchen. Es geht in erster Linie darum bei der nächsten Pandemie besser aufgestellt zu sein und nicht dass sich einzelne Politiker profilieren.

RedBlues
Halbdaggl
Corona mit der Bundestagswahl zu verknüpfen halte ich für unklug.

Begründung, die Maßnahmen zum Schutz der Bevölkerung liegen zum größten Teil in der Hand der Bundesländer und nicht im Kanzleramt. Dazu, das Kanzleramt hatte sich mehrmals dafür eingesetzt härtere Maßnahmen zu beschließen und Maßnahmen länger laufen zu lassen.

Wir halle erinnern uns sicherlich noch an den Öffnungswettlauf Mitte des Jahres. Jedes Bundesland musste da noch was oben drauf setzen.

Die Kanzlerin hatte schon früh gewarnt, dass wenn sich das Verhalten nicht ändert, wir gegen Ende des Jahres in große Schwierigkeiten kommen werden, aber geändert hat sich nichts. Das liegt nicht nur an der Politik, sondern auch an den Bürgern die es selbst in der Hand haben wie lange sich die Pandemie noch hinziehen wird.

Gestern dann der nächste Gipfel, das Kanzleramt fordert harte Einschränkungen in der Bewegungsfreiheit ab einem Indikator von 100, nachdem die Ministerpräsidenten verhandelt hatten, waren es dann ab 200 pro 100k Einwohner 15km.

Jetzt zu sagen, die Regierung war nicht in der Lage Corona besser zu meistern ist zu kurz gesprungen. Die Landesregierungen haben hier eine ziemlich große Mitverantwortung.

Flache9
de mappes hat geschrieben:da ist was dran, hütte
aber dennoch werden mit der Zeit selbstredend wie bei anderen Politikfeldern Fehler sichtbar.
Und natürlich kann man diese in seine Entscheidung einfließen lassen.
Auf viele Bereiche der pandemie trifft deine Beschreibung zu...dennoch wird man schauen müssen, was zb. bei der Impfstoff-beschaffung schief gelaufen ist, warum Altenheime nicht besser geschützt wurden ect...
da gibt es "Angriffspunkte", die man bei einer Wahl berücksichtigen kann...zumal das Thema Corona, trotz aller Ungewissheiten, eben allgegenwärtig ist.
Nach wie vor würde ich grundsätzlich sagen, dass in einem knappen jahr Pandemie vieles richtig gemacht wurde von unserer Regierung. Aber mal abwarten, was noch kommt



....Und weil sie alles richtig gemacht haben flippst du aus und willst Protestwähler werden, nur weil du die Haushaltsbeschränkung nicht akzeptieren willst und argumentierst wie ein Corona Verweigerer.
Mappes ist verloren. Er wurde wahrscheinlich kognitiv neu kalibriert von ein paar Alu Hut Trägern.

CoachingZone
Halbdaggl
Ein, wie ich finde, sehr guter Kommentar auf Spiegel online zu den öffentlichen Diskussionen über die Imofstoffbeschaffung und die Einschränkungen. Habe ihn ein wenig sortiert und umgestellt, weil ich finde, dass so die Kernaussagen etwas übersichtlicher und klarer sind.

Welche Lehre lässt sich daraus ziehen? Eine Ursache für diesen Fehler liegt in unserer Fehlerkultur. Richtige Entscheidungen der Politik werden häufig nicht wahrgenommen, Fehler dagegen massiv und nicht selten unfair attackiert.


Die Art und Weise, wie die Debatten über den Start der Impfkampagne geführt werden, verunsichert viele Menschen, weckt Zweifel an der Effektivität der Strategie und zerstört Vertrauen. Dies heißt nicht, dass man diese Debatten nicht führen soll. Im Gegenteil: In einer Demokratie müssen sie geführt werden, um Transparenz sicherzustellen und Fehler beheben zu können. Aber sie ist in Deutschland auf einem Niveau angekommen, das nicht zu Aufklärung und Transparenz beiträgt, sondern lediglich polarisiert.

Zu einer ehrlichen Debatte gehört es ebenso, richtige Entscheidungen anzuerkennen wie zu analysieren, welche Fehler vorhersehbar waren und welche nicht. Auch Politikerinnen und Politiker haben nicht die Gabe, die Zukunft voraussagen zu können und machen daher zwangsläufig Fehler – gerade in außergewöhnlichen Zeiten wie dieser Pandemie. Das Letzte, was wir in einer solchen Krise brauchen, sind Entscheidungsträgerinnen und -träger, die aus Angst vor Fehlern nicht handeln.


Die Tendenz der Öffentlichkeit, Politikerinnen und Politiker gern zum Sündenbock für Probleme abzustempeln und deren richtige Entscheidungen nicht anzuerkennen, führt häufig dazu, dass diese zu lange am Status quo festhalten. Der wohl größte Fehler der Politik in den letzten sechs Monaten der Pandemie war die Entscheidung Anfang Oktober, auf erneute Restriktionen zu verzichten und diese in die Zukunft zu verschieben. Denn in der Öffentlichkeit hieß es im Sommer noch, man könne sich »einen zweiten Lockdown nicht leisten«.

Wie wäre die öffentliche Reaktion gewesen, wenn die Politik bereits Anfang Oktober einen harten Lockdown umgesetzt hätte und damit die zweite Infektionswelle in Deutschland hätte stark abschwächen können? Dies hätte wohl viele Kritiker auf den Plan gerufen, die auch schon nach der ersten Welle moniert hatten, dieser Lockdown sei ein Fehler gewesen, denn es gäbe ja kaum Infizierte und Tote. In anderen Worten, viele hätten eine erfolgreiche Entscheidung der Politik anstelle dessen als deren Fehler ausgelegt. Kurzum, die Polemik und fehlende Differenzierung des öffentlichen Diskurses setzt starke Anreize für die Politik, am Status Quo festzuhalten und Risiken zu vermeiden.


Wie hätte wohl die Öffentlichkeit in Deutschland reagiert, wenn die EU im Sommer riesige Vorbestellungen der relativ teuren Impfungen von Biontech und Moderna getätigt hätte und diese dann nicht erfolgreich gewesen wären (so wie dies für den Impfstoff von Sanofi gilt, der sehr viel günstiger ist, aber nun deutlich länger braucht, um zugelassen und produziert zu werden)? Ich habe die starke Vermutung, die Öffentlichkeit hätte die verantwortlichen Politikerinnen und Politiker dafür an den Pranger gestellt und nach deren Rücktritt gefordert.

Manchmal muss die Politik große Risiken eingehen, um das Richtige zu tun, wie in dieser Pandemie. Richtig wäre es gewesen, das Fünf- oder Zehnfache der benötigten Dosen frühzeitig zu bestellen und massive Überkapazitäten bei der Produktion aufzubauen.


Anstatt solche Risiken wertzuschätzen, erwarten wir in unserer Demokratie, dass der Staat und seine Bediensteten wenig Risiken eingehen, und legen ihnen möglichst enge Daumenschrauben an, damit sie bloß nicht zu viel Geld ausgeben. Die Einführung der Schuldenbremse 2009 ist ein Beispiel dafür: Wenige haben gefragt, ob der Staat sein Geld sinnvoll und für die Gesellschaft gewinnbringend ausgibt. Es ging stattdessen lediglich darum, diese Schulden möglichst schnell abzubauen, egal zu welchem Preis. Öffentliche Investitionen sind fast immer riskant und mit hoher Unsicherheit verbunden. Vor allem, wenn sie wie bei Bildungsreformen, aber auch bei großen Infrastrukturprojekten erst nach langer Zeit Früchte tragen. Ein weiteres Beispiel ist die öffentliche Vergabe von Aufträgen. Meistens ist der Preis das ausschlaggebende Kriterium, nicht aber, ob eine Leistung umweltfreundlich, klimaschonend, sozial verträglich oder qualitativ hochwertig ist. Dies setzt Anreize für Minimalismus und bremst Innovation und Veränderung.

Diese Sparfuchsmentalität, gekoppelt mit einer hohen Risikoaversion, geht in Deutschland einher mit einer Kultur, die Fehler nur schwer verzeiht. Dies hat den Boden bereitet für den strategischen, aber vorhersehbaren Fehler beim Aufbau der Impfkapazitäten. Der Fehler wurde erkannt und Politik und Pharmakonzerne tun derzeit alles, um Produktionskapazitäten aufzubauen. Statt auf diesen Fehlern herumzureiten, sollten wir unseren Blick nach vorne richten und fragen, wie solche Fehlentscheidungen in der Zukunft verhindert werden können.


Und der Autor benennt auch gleich den Fehler, den die EU gemacht hat:

Vier einflussreiche amerikanische Ökonominnen und Ökonomen, darunter der Nobelpreisträger Michael Kremer, hatten bereits Anfang Mai 2020 in der »New York Times« auf die zwei Grundvoraussetzungen für eine erfolgreiche Impfkampagne hingewiesen. Die eine ist der sogenannte Pull-Faktor: Damit möglichst schnell ein Impfstoff entwickelt wird, muss die Politik die richtigen Anreize setzen, indem sie möglichst allen potenziellen Pharmakonzernen verspricht, eine bedeutende Menge an Impfstoffen zu einem angemessenen Preis abzunehmen.

Das zweite Element ist der Push-Faktor: Die erfolgreichen Impfstoffe müssen nach Zulassung möglichst schnell produziert werden können. Dies erfordert riesige Produktionskapazitäten, die kein einzelnes Pharmaunternehmen hat und die daher vor allem über staatliche Hilfen geschaffen werden müssen.

[...]Und genau hier liegt der zentrale Fehler der Politik: Sie hat die Erhöhung der Produktionskapazitäten für Impfstoffe vernachlässigt – was die Ökonominnen und Ökonomen den Push-Faktor nennen – und sich dabei zu sehr auf die Pharmakonzerne verlassen. Viele Kritiker behaupten, eine höhere Bestellung (also der Pull-Faktor) allein hätte ausgereicht, um die Unternehmen dazu zu bringen, ihre Kapazitäten auszuweiten. Das ist ein fataler Fehler, denn es verkennt, wie Märkte und Unternehmen funktionieren. Die Firmen haben finanziell einen relativ geringen Anreiz, Impfstoffe früher zu produzieren, wenn sie bereits einen Vertrag für eine fixe Anzahl von Dosen haben. Denn ein Aufbau von Produktionskapazitäten ist extrem teuer.

Dies hätte die EU und auch die Bundesregierung schon im Frühjahr 2020 wissen können und neben Anreizen für die Forschung auch Anreize zum Aufbau von Produktionskapazitäten setzen müssen. Die Politik wäre dabei gut beraten gewesen, auch den größten Teil der Kosten dieser zusätzlichen Produktionskapazitäten (Push-Faktor) zu übernehmen. Nun ist es zu spät: Der Aufbau weiterer Produktionskapazitäten braucht Zeit und wird wohl erst im Laufe des Jahres 2021 Früchte tragen. Dies kostet viele Menschenleben und verursacht enorme wirtschaftliche Folgekosten.



https://www.spiegel.de/wirtschaft/sozia ... 71d7c2b99a

Wobei man hierzu ergänzen muss, dass sich Deutschland finanziell für den Aufbau von Produktionskapazitäten in Europa (Deutschland und Belgien) engagiert hat, aber halt erst im September 2020, so dass die neu- oder umgebauten Produktionsstätten erst jetzt (im neuen Jahr) in Betrieb gehen werden.
Wenn die Unfähigkeit einen Decknamen braucht, nennt sie sich Pech.

- Charles Maurice de Talleyrand -

Cantona
Was ist nochmal der Grund dafür, dass trotz 1,3 Mio. ausgelieferter Impfdosen nur 317.000 Menschen in D geimpft wurden?

Die nächste Charge soll ja am Freitag ausgeliefert werden.

Kitas und Grundschulen geschlossen zu lassen halte ich für unverantwortlich.

Diese 15km Regelung Quatsch. Diese Ausgangssperre ab 20/21h Quatsch.

Erstaunlich finde ich nach wie vor, dass der untertänige Bürger diese Gängelung der staatlichen Behörden widerspruchslos akzeptiert. Oder so tut als ob.

Denke, die Politiker an den Schalthebeln der Macht sind selber erstaunt, wie unproblematisch das funktionniert; möglicherweise wird unbewusst ausgetestet, wie weit man gehen kann. Verheisst jedenfalls nichts Gutes für die Zukunft (ja, nur ein Gefühl, ich will mich gerne irren/täuschen).
Zuletzt geändert von Cantona am 6. Januar 2021 12:54, insgesamt 1-mal geändert.


Cantona
Wie kann das eigentlich sein, dass für Alten/Pflegeheime immer noch nicht flächendeckend Schnelltests vorhanden sind?

Zur Erinnerung: Corona-Tote im Dezember -> ca. 80% in Alten/Pflegeheimen; Corona-Tote seit Beginn der Pandemie in D -> ca. 80% > 70 Jahre.



Cantona
RedBlues hat geschrieben:Corona mit der Bundestagswahl zu verknüpfen halte ich für unklug.

Begründung, die Maßnahmen zum Schutz der Bevölkerung liegen zum größten Teil in der Hand der Bundesländer und nicht im Kanzleramt. Dazu, das Kanzleramt hatte sich mehrmals dafür eingesetzt härtere Maßnahmen zu beschließen und Maßnahmen länger laufen zu lassen.

Wir halle erinnern uns sicherlich noch an den Öffnungswettlauf Mitte des Jahres. Jedes Bundesland musste da noch was oben drauf setzen.

Die Kanzlerin hatte schon früh gewarnt, dass wenn sich das Verhalten nicht ändert, wir gegen Ende des Jahres in große Schwierigkeiten kommen werden, aber geändert hat sich nichts. Das liegt nicht nur an der Politik, sondern auch an den Bürgern die es selbst in der Hand haben wie lange sich die Pandemie noch hinziehen wird.

Gestern dann der nächste Gipfel, das Kanzleramt fordert harte Einschränkungen in der Bewegungsfreiheit ab einem Indikator von 100, nachdem die Ministerpräsidenten verhandelt hatten, waren es dann ab 200 pro 100k Einwohner 15km.

Jetzt zu sagen, die Regierung war nicht in der Lage Corona besser zu meistern ist zu kurz gesprungen. Die Landesregierungen haben hier eine ziemlich große Mitverantwortung.


Selbstverständlich sind sowohl Bund und Länder in der Verantwortung (interessant, wie politische Entscheidungsträger zeitweilig versuchen, die Ausbreitung der Pandemie dem Bürger anzulasten, nach dem Motto: ihr seid nicht brav genug).
Und selbstverständlich werde ich meine Wahlentscheidung auch davon abhängig machen, wie die politischen Protagonisten in dieser Pandemie-Zeit agieren.

Flache9
Cantona hat geschrieben:Wie kann das eigentlich sein, dass für Alten/Pflegeheime immer noch nicht flächendeckend Schnelltests vorhanden sind?

Zur Erinnerung: Corona-Tote im Dezember -> ca. 80% in Alten/Pflegeheimen; Corona-Tote seit Beginn der Pandemie in D -> ca. 80% > 70 Jahre.


Ich glaube ein Grund dafür ist auch, das einige Betreiber einfach inkompetent sind oder sogar wie ich lesen konnte, Hilfen nicht weiterleiten um daraus Profit zu machen. Die Regierung ist nicht immer schuld.

killroy
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Granadaseggl
Cantona hat geschrieben:Was ist nochmal der Grund dafür, dass trotz 1,3 Mio. ausgelieferter Impfdosen nur 317.000 Menschen in D geimpft wurden?

Die nächste Charge soll ja am Freitag ausgeliefert werden.

Kitas und Grundschulen geschlossen zu lassen halte ich für unverantwortlich.

Diese 15km Regelung Quatsch. Diese Ausgangssperre ab 20/21h Quatsch.

Erstaunlich finde ich nach wie vor, dass der untertänige Bürger diese Gängelung der staatlichen Behörden widerspruchslos akzeptiert. Oder so tut als ob.

Denke, die Politiker an den Schalthebeln der Macht sind selber erstaunt, wie unproblematisch das funktionniert; möglicherweise wird unbewusst ausgetestet, wie weit man gehen kann. Verheisst jedenfalls nichts Gutes für die Zukunft (ja, nur ein Gefühl, ich will mich gerne irren/täuschen).

So ein bißchen Zweifel wird man ja wohl noch säen dürfen.
seit/seid

Herr der (Brust-)Ringe III - Die Rückkehr des Präsidenten

killroy
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Granadaseggl
Cantona hat geschrieben:
Selbstverständlich sind sowohl Bund und Länder in der Verantwortung (interessant, wie politische Entscheidungsträger zeitweilig versuchen, die Ausbreitung der Pandemie dem Bürger anzulasten, nach dem Motto: ihr seid nicht brav genug).
Und selbstverständlich werde ich meine Wahlentscheidung auch davon abhängig machen, wie die politischen Protagonisten in dieser Pandemie-Zeit agieren.

tja, dann grenzt sich das politische spektrum für dich mittlerweile ganz schön ein
seit/seid

Herr der (Brust-)Ringe III - Die Rückkehr des Präsidenten

muffinho
Die 15 Km Regelung geht mir ehrlich gesagt am Arsch vorbei, aber dass der Lockdown bis Ende Januar ausgeweitet werden soll, ist schon ein hartes Ding. Habe die letzten Tage eine Statiskik gelesen, dass von den 30000 Toten in Deutschland 20000 über 80 waren und nur 1000 unter 60, da zeigt sich doch genau das Problem, und das will man angehen indem man Baumärkte und Schulen schließt. Ich glaube es war Toni, der hier mal geschrieben hat dass man die Alten irgendwie abschotten sollte, etwa in Hotels. Halte ich inzwischen für die beste Lösung, denn der Lockdown ist doch fürn Arsch, sieht man auch jetzt wieder, wenn draußen Schnee ist sind die Kinder nicht zu halten, mit ihnen die Erwachsene, und während die Kinder im Schnee toben, labern sich die Eltern ohne Mundschutz einen ab. Danach gehts wieder heim und man besucht Opa und Oma am nächsten Wochenende.
Gleiches mit den Schulen, glaubt denn wirklich jemand dass in der Zeit, in der die Kinder nicht in der Schule sind, sie auch die ganze Zeit daheim sitzen? Wer das glaubt hat keine Kinder, man sieht die Gruppen draußen spielen, die Spielpätze sind auch bei schlechtem Wetter voll, klar oder was willst Du 3 Wochen lang mit den Kindern daheim machen, stundenlang Netflix schauen lassen?

Schon alleine dass man öffentlich nicht mal hört, warum die Schulschließungen alternativlos sein sollen und warum man das eigentliche Problem dahinter, nämlich den Schulweg, nicht sicherer machen kann, nervt mich einfach nur noch. Man verpasst wieder mal völlig die Bevölkerung mitzunehmen, das ist einfach nur ein "Schaut auf die Zahlen, so viele Tote, das und das wird gemacht"
Warum kann man nicht die Schulwege entzerren? Eltern sichere Ablieferstationen mit vorgegebenen Wegen einrichten? Mehr Busse einsetzen und die Taktung verändern? Auf den Schulwegen zu Fuß auf Abstand achten durch freiwillige Eltern, die gleichzeitig auch auf eine Maskenpflicht achten? Ach es würde so viele Punkte geben, wie man den Schulweg sicherer machen kann und damit nicht alles schließen muss, aber wird das ein Mal öffentlich erklärt? Die Öffentlichen fahren noch täglich Leute zur Abeit, warum dürfen sie die Kinder nicht mehr hinfahren? Die Schulen habe bessere und sicherere Konzepte als viele Firmen, trotzdem sind Schulen zu und Firmen weiterhin geöffnet, ich verstehe es einfach nicht. Gleichzeitig sind die Alten draußen die ganze Zeit ohne Mundschutz unterwegs und halten ohne Sicherheitsabstand genmütlich ein Schwätzle, kann ich so oft beobachten, auch in der Nachbarschaft... "Ja Frau Häberle, hend sie au dr neue Tatort gsehe?"

Ich für meinen Teil kenne jetzt knapp 10 Corona Fälle persönlich, manche hatten ein leichtes Kratzen im Hals, einer ist nach 4 Wochen noch etwas erschöpft, alle unter 60 und alle soweit kein Problem. Daher ist und bleibt das Problem über 70, und da sollte man viel mehr ansetzen, aber solange die Senioren noch Rollatorrennen machen und zu Nikolaus in kuschliger Runde zusammen singen, wird sich auch nichts ändern, aber Hauptsache man schließt das ganze Land ein.

Flache9
Die 15 Km Beschränkung finde ich gut. Ob es 15 km oder 20 km sind ist egal. Wichtig ist die Leute von ihren Reisen oder Tagesausflügen abzuhalten. Wir sehen was an den Skigebieten los war. Das ist die Quittung für das Verhalten.



jagdhuette
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Halbdaggl
Die 15-20km sind von der Idee her nicht schlecht, aber ich finde den französischen Ansatz viel sinnvoller. Wenn meine homebase grün ist, dann darf ich in alle angrenzenden grünen departments reisen. Alles was rot ist ist verboten.
In Deutschland haben Polizisten von nun an einen Zirkel und eine ausgedruckte Deutschlandkarte dabei. Sonst können sie in der Praxis diese Regel ja gar nicht kontrollieren. Ist eigentlich eindeutig geklärt, ob es Luftlinie oder zu Fuß oder mit dem PKW ist?

Aber die zusätzlichen Kontakbeschränkungen halte ich zwar für hart, aber sinnvoll.
Ich hoffe, dass man wenn die ersten priorisierten Impfgruppen durch sind und man bundesweit mal wieder unter 100/100.000 ein wenig Normalität zurück bekommt. Gerne vor Ostern.


Goofy
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Grasdaggl
Flache9 hat geschrieben:Die 15 Km Beschränkung finde ich gut. Ob es 15 km oder 20 km sind ist egal.


Ist mir auch egal.
Die Regelung wird in Baden-Württemberg ja nicht umgesetzt.
linksgrünversifft - was davon weit entfernt ist, ist Ironie, Sarkasmus und schlechter Humor