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RedBlues
Halbdaggl
CoachingZone hat geschrieben:
AxelKruse_FG hat geschrieben:Der große Vorteil einer Impfung für Leute Ü80 besteht nicht in einer Lebensverlängerung, sondern darin, daß sie ihre Lebenszeit mit deutlich weniger Angst vor Infektion verbringen können. Eine Infektion, die mit nicht geringer Wahrscheinlichkeit für sie tödlich ausgehen kann.


Exakt. Meine fast 83jährige Mutter, die am 7.1.2021 das erste Mal geimpft wurde, meinte kurz vorher zu mir, sie fühle sich aufgeregt wie vor Weihnachten und sehe die Impfung als ein großes Geschenk, das sie kaum erwarten könne.


Deshalb bin ich auch voll dafür, dass man die Bevölkerung von alt nach jung impft

killroy
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Granadaseggl
Seit heute morgen fliegen wieder Impftermine ins System. Jetzt ists allerdings überlastet. Ich will da heute aber durchkommen und bleib dran.
seit/seid

Herr der (Brust-)Ringe III - Die Rückkehr des Präsidenten

de mappes
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Spamferkel
halensee hat geschrieben:
de mappes hat geschrieben:Nee blöd hatte den Namen im plus Angebot
Daher Google :arr:


Du hast BLÖDplus? :shock:


hä?
ist doch verständlich geschrieben...weil im Plus-Angebot, das ich NICHT habe (glaube aber andere im Forum; las mal irgendwas daraus) musste ich GOOGLEN

darkred hat geschrieben:Alles andere würde mich wundern.
:arr:


du hasts zwar verstanden aber die Situation erforderte dein Zutun :mrgreen:
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de mappes
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Spamferkel
Iron hat geschrieben:@Norwegen, Impfungen:
https://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/biontech-moegliche-nebenwirkungen-des-corona-impfstoffs-17148242.html

Für Menschen mit einer ohnehin noch kurzen Lebenszeit könne der Vorteil einer Impfung dann marginal oder irrelevant sein, hieß es.


Auch in Deutschland gibt es Personen, die nach Covid-19-Impfungen gestorben sind. Eine Sprecherin des zuständigen Paul-Ehrlich-Instituts macht aber darauf aufmerksam, dass aus dem „zeitlichen Zusammenhang“ noch kein ursächlicher abzuleiten sei. Die Wissenschaftler des Instituts weisen auf die ohnehin erhöhte Sterbewahrscheinlichkeit in einem gewissen Alter hin und stellen mit Blick auf die deutschen „Impftoten“ fest: „Das bedeutet, dass die beobachtete Fallzahl die erwartete nicht signifikant übersteigt.“


eine Diskussion darüber bzw. die Daseinsberechtigung dieser ist nicht von der Hand zu weisen
Insbesondere auf Palliativ-Stationen...bei der herrschenden Knappheit an Impfstoff...also ich weiß nicht :?
Finde ich wirklich schwer
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de mappes
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Spamferkel
higgi hat geschrieben:Schleswig Holstein und MeckPom, die Länder mit dem niedrigsten Fallzahlen, haben die höchste Impfrate.
BaWü immer noch letzter.

Landesregierung bitte abwählen, danke!


aber dafür habt ihr doch hoch effiziente Ausgangssperren seit 5 Wochen :lol:
Unser lahmer Mitläufer-Ministerpräsident Hans (im übrigen nicht nach der Wahl in dieses Amt gekommen, sondern weil man AKK kurzfristig woanders inthronisieren wollte) bezieht sich auf die tollen Erfahrungen aus BaWü mit der Ausgangssperre :lol:
Was für eine Pfeife
Dafür möchte er im Gegenzug eine Debatte über Beendigung des Profifussballs im Lockdown...damit man wirklich vielen Menschen noch das letzte bisschen Freude zu Hause alleine sitzend nimmt
Klasse, Hans
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Iron
Grasdaggl
Bundesregierung für Lockdown bis Mitte Februar

09:56 Uhr

Die Bundesregierung will sich in den heutigen Beratungen über die Corona-Maßnahmen für eine Verlängerung des Lockdowns bis zum 15. Februar einsetzen. Das geht aus der Beschlussvorlage des Bundes hervor, die dem ARD-Hauptstadtstudio vorliegt.

Auch die Nachrichtenagentur AFP berichtete, dass der Lockdown bis zum 15. Februar verlängert werden solle. Sie beruft sich ebenfalls auf die Beschlussvorlage.

Ebenso sollten die Regelungen für das Homeoffice verschärft werden. Laut AFP plant das Bundeswirtschaftsministerium eine Verordnung, die Arbeitgeber verpflichtet, überall dort, "wo es möglich ist, den Beschäftigten das Arbeiten im Homeoffice ermöglichen müssen".

Medizinische Masken sind im Öffentlichen Nahverkehr und beim Einkaufen weiterhin zu tragen. Nach Angaben der Nachrichtenagentur Reuters genügen aber auch in Zukunft OP-Masken. Eine Pflicht für FFP2-Masken sei nicht vorgesehen.

Schulen sollen demnach weiterhin geschlossen bleiben. Eine Arbeitsgruppe werde Konzepte für mögliche Lockerungen erstellen, wenn ein Inzidenzwert von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche erreicht wird.


Eine Pflicht für FFP2-Masken sei nicht vorgesehen. Zum Glück, obwohl hatten wir in einer Paniktattacke gestern bestellt... aber vielleicht kommt der Wahnsinn ja noch.

Also mindestens bis Mitte Februar Berufsverbot für Frisöre ...

muffinho
Iron hat geschrieben:Also mindestens bis Mitte Februar Berufsverbot für Frisöre ...


Mach doch eine Umschulung auf Hundefrisör, die dürfen Kunden empfangen. Vielleicht darfst Du dem Terrier Berti dann die Haare schneiden...

Iron
Grasdaggl
Grüne kritisieren Bundesregierung

Der forschungspolitische Sprecher der Grünen im Bundestag hat der Bundesregierung vorgeworfen, zu wenig zur Erforschung des Coronavirus zu tun. Mit Blick auf die heutigen Beratungen von Bund und Ländern sagte Kai Gehring der Nachrichtenagentur dpa, wenn dort nicht auf Basis eines breiten Forschungswissens entschieden werden könne, liege das an den wissenschaftspolitischen Versäumnissen der vergangenen Monate.

"Wir wissen nach wie vor noch zu wenig, zum Beispiel über Infektionswege, Ansteckungsrisiken, Mutationen und die Wirksamkeit von Maßnahmen", sagte Gehring. Er verwies auch auf eine Antwort der Bundesregierung auf eine Grünenanfrage im Dezember, wonach bisher so gut wie keine Forschungsergebnisse zum Ansteckungsrisiko im öffentlichen Nahverkehr vorlägen.

jagdhuette
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Halbdaggl
Iron hat geschrieben:
Eine Pflicht für FFP2-Masken sei nicht vorgesehen. Zum Glück, obwohl hatten wir in einer Paniktattacke gestern bestellt... aber vielleicht kommt der Wahnsinn ja noch.

Also mindestens bis Mitte Februar Berufsverbot für Frisöre ...


Die FFP2 aus China sind immer noch günstiger als die medizinischen aus der Apotheke ums Eck.

RedBlues
Halbdaggl
jagdhuette hat geschrieben:
Iron hat geschrieben:
Eine Pflicht für FFP2-Masken sei nicht vorgesehen. Zum Glück, obwohl hatten wir in einer Paniktattacke gestern bestellt... aber vielleicht kommt der Wahnsinn ja noch.

Also mindestens bis Mitte Februar Berufsverbot für Frisöre ...


Die FFP2 aus China sind immer noch günstiger als die medizinischen aus der Apotheke ums Eck.


Eine Haare schreien mittlerweile wirklich nach einem Friseursalon

de mappes
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Spamferkel
halensee hat geschrieben:
de mappes hat geschrieben:
halensee hat geschrieben:
Du hast BLÖDplus? :shock:


hä?
ist doch verständlich geschrieben...weil im Plus-Angebot, das ich NICHT habe (glaube aber andere im Forum; las mal irgendwas daraus) musste ich GOOGLEN


Das beruhigt mich jetzt, aber vor GOOGLE erst mal bei der BLÖD reingeschaut :mrgreen: ;)

so ist es :prost: :mrgreen:
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jagdhuette
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Halbdaggl
RedBlues hat geschrieben:
jagdhuette hat geschrieben:
Iron hat geschrieben:
Eine Pflicht für FFP2-Masken sei nicht vorgesehen. Zum Glück, obwohl hatten wir in einer Paniktattacke gestern bestellt... aber vielleicht kommt der Wahnsinn ja noch.

Also mindestens bis Mitte Februar Berufsverbot für Frisöre ...


Die FFP2 aus China sind immer noch günstiger als die medizinischen aus der Apotheke ums Eck.


Eine Haare schreien mittlerweile wirklich nach einem Friseursalon


Meine, Deine, seine?

Meine habe ich kürzlich mit der Haarschneidemaschine um 2-3 Wochen in die Verlängerung geschickt.



Spielgerät
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Halbdaggl
Iron hat geschrieben:
Grüne kritisieren Bundesregierung

Der forschungspolitische Sprecher der Grünen im Bundestag hat der Bundesregierung vorgeworfen, zu wenig zur Erforschung des Coronavirus zu tun. Mit Blick auf die heutigen Beratungen von Bund und Ländern sagte Kai Gehring der Nachrichtenagentur dpa, wenn dort nicht auf Basis eines breiten Forschungswissens entschieden werden könne, liege das an den wissenschaftspolitischen Versäumnissen der vergangenen Monate.

"Wir wissen nach wie vor noch zu wenig, zum Beispiel über Infektionswege, Ansteckungsrisiken, Mutationen und die Wirksamkeit von Maßnahmen", sagte Gehring. Er verwies auch auf eine Antwort der Bundesregierung auf eine Grünenanfrage im Dezember, wonach bisher so gut wie keine Forschungsergebnisse zum Ansteckungsrisiko im öffentlichen Nahverkehr vorlägen.


Wenn ich Dummerle das bisher alles richtig verstanden habe, wird an dem Scheißvirus weltweit geforscht und die Forschungsergebnisse werden schnell und ebenfalls weltweit geteilt. Aus (weltweit) fehlenden Forschungsergebnissen zu einem bestimmten Problem ein "deutsches wissenschaftspolitisches Versäumnis" abzuleiten halte ich deshalb für eine ziemliche Unverschämtheit.
"In this world there's two kind of people: Those who have loaded guns and those who dig. And you dig."

AxelKruse_FG
Granadaseggl
CoachingZone hat geschrieben:
AxelKruse_FG hat geschrieben:Der große Vorteil einer Impfung für Leute Ü80 besteht nicht in einer Lebensverlängerung, sondern darin, daß sie ihre Lebenszeit mit deutlich weniger Angst vor Infektion verbringen können. Eine Infektion, die mit nicht geringer Wahrscheinlichkeit für sie tödlich ausgehen kann.


Exakt. Meine fast 83jährige Mutter, die am 7.1.2021 das erste Mal geimpft wurde, meinte kurz vorher zu mir, sie fühle sich aufgeregt wie vor Weihnachten und sehe die Impfung als ein großes Geschenk, das sie kaum erwarten könne.


Und das innerhalb eines Jahres, nachdem das Virus sich ausgebreitet hat. Eine in der Geschichte nie dagewesene weltweite Forschungsleistung. Man kann das gar nicht hoch genug schätzen.

Übrigens möchte ich mich an der Stelle noch für einen nach meinem Dafürhalten vorzüglichen Beitrag von Dir vom 14.1. in diesem Fred über die Immunatwort des Körpers bedanken, den ich aufmerksam gelesen und von dem ich allerhand gelernt habe. Wirklich lesenswert!

CoachingZone
Halbdaggl
Danke für die Blumen und gern geschehen :!:

Auch wenn ich mittlerweile - da ich mich vor nun fast 20 Jahren beruflich komplett umorientiert habe - nicht mehr alle neuen Forschungserkenntnisse im Detail mitverfolge, so macht es mir doch immer sehr viel Spaß, Wissen in (hoffentlich) verständlicher Form an diejenigen weiterzugeben, die sich mit der Materie wenig(er) bis gar nicht auskennen. Sozusagen mein kleiner Beitrag zur "Aufklärung" (die historische, nicht die sexuelle, falls es jemand missversteht oder missverstehen möchte).

AxelKruse_FG hat geschrieben:Und das innerhalb eines Jahres, nachdem das Virus sich ausgebreitet hat. Eine in der Geschichte nie dagewesene weltweite Forschungsleistung. Man kann das gar nicht hoch genug schätzen.


Man darf sogar noch weiter denken. Mittlerweile schätze ich die Situation so ein, dass wir der SARS-CoV-2-Pandemie vermutlich verdanken, dass eine neue Technologie in der Entwicklung und Herstellung von Impfstoffen den Durchbruch geschafft hat, auf den sie sonst - mangels Investitionsgelder - noch lange gewartet hätte: die mRNA-Impfstoffe. Und das Ganze tatsächlich eine Revolution darstellt. Dazu noch Detaillierteres am Schluss dieses Beitrages.

Kurzer Blick zurück: Bis Anfang 2020 haben sich weltweit drei Firmen damit beschäftigt, Impfstoffe oder Therapien auf mRNA-Basis zu entwickeln, nämlich die beiden deutschen Start-Ups BioNTech in Mainz und Curevac in Tübingen sowie das amerikanische Unternehmen moderna. BioNTech hatte sich auf individuelle Impfstoffe in der Krebstherapie fokussiert, Curevac war am Entwickeln eines ersten Impfstoffes gegen die Tollwut, der sich aktuell in Phase 2 der Zulassung befindet, moderna hatte versucht, gegen seltene Erkrankungen mRNA-basierte Therapien zu entwickeln.

Da die Forschung und das Zulassungsverfahren mit mehreren klinischen Studien Zeit, Manpower und viel Geld (ver)braucht und - damit sich das Ganze auch lohnt - das Produkt hinterher auch einen Markt finden muss, damit dieser Aufwand finanziell ausgeglichen wird, ging es bis 2020 nur langsam voran, und alle Unternehmen waren weit von einem zugelassenen Produkt und damit von der Gewinnerzielung entfernt. Denn in Konkurrenz zu bereits marktreifen Impfstoffen anderer Genese zu gehen, lohnte den Aufwand nicht. (Deswegen vermutlich hat sich Curevac als Projekt einen Impfstoff gegen die Tollwut ausgesucht, weil es diesbezüglich Bedarf und zwar (über)lebenswichtigen und auch relativ häufigen gibt und die traditionelle Impfstoffindustrie diesen nicht abdeckt!)

... und dann kam SARS-CoV-2 und der dann bald absehbare Bedarf an einer schnellen Entwicklung von Impfstoffen. Und dann das massive Bereitstellen von Forschungsgeldern seitens des Staates und der großen Pharmakonzerne. Dass hier der CEO von BioNTech Uğur Şahin SCHON IM JANUAR 2020 diese "Marktlücke" erkannt hat und umgehend die Entwicklung von Impftstoffkandidaten vorangetrieben hat, kann man nicht hoch genug anrechnen :!: Jedenfalls verdanken wir ihm und den beiden anderen Firmen nun tatsächlich die extrem rasche Entwicklung von sehr wirksamen Impfstoffen. (Dass Curevac ein wenig hinterher hinkt, liegt an der zweiten guten Entscheidung von Herrn Şahin, nämlich sich für die (teuren) klinischen Studien sehr schnell mit einem potenten Partner zusammenzutun, der eben - neben den finanziellen Möglichkeiten - auch über das ganze KnowHow für eine rasche Zulassung verfügt.)

So - und was macht nun die mRNA-Impfstoffe so wirksam und ihre Entwicklung so rasch? (Warum also habe ich vorhin von einer Revolution gesprochen?)

Ganz einfach und genial: Mittels eines mRNA-Impfstoffes wird eine tatsächliche Erkrankung so nahe imitiert wie seit der Impfung mit Lebendviren (Kuhpockeninokulation - daher übrigens der Fachbegriff "Vakzination" - gegen "echte" Pocken) nicht mehr, allerdings ohne das Risiko, dass diese (wieder) virulent werden und die Krankheit erzeugen können.

Während man über ein Jahrhundert lang versuchte, den Körper durch abgeschwächte Viren oder Virenproteine zu einer Immunreaktion zu provozieren (die Immunzellen reagieren v.a. auf große Molekularstrukturen wie Proteine oder Polysaccharide (Zuckerverbindungen)) und dafür allerhand Hilfsstoffe benötigte, die diese Strukturen den entsprechenden Zellen präsentieren sollten, so schickt man nun einen kleinen Teil des Virenerbgutes in menschliche Muskelzellen, die dann dieses Protein herstellen und der Immunabwehr genauso präsentieren wie bei einer echten Virusinfektion. Eigentlich kein Wunder, dass das so gut funktioniert und so gute Ergebnisse nach sich zieht.

(Kleiner Einschub am Rande: Tatsächlich gab es von BioNTech sogar einen Kandidaten, bei dem die Immunreaktion "zu gut" und deswegen insbesondere sehr, sehr heftig ausfiel, so dass schließlich ein anderer Kandidat für die Zulassung ausgewählt wurde...)

Dennoch natürlich auch wieder nicht SO einfach, schließlich muss man die mRNA auch gut verpacken, dass sie noch heil und intakt in den Zellen ankommt, denn mRNA ist nicht sehr langlebig und nicht sehr stabil, insbesondere wenn sie in Kontakt mit RNasen (also RNA-abbauenden Enzymen) kommt, die wiederum mit die stabilsten Enzyme überhaupt sind. Deswegen steckt hinter der Entwicklung eines Impfstoffes auf mRNA-Basis dann schon noch ein bisschen mehr als nur eine geniale Idee.

Und die Revolution steckt nicht nur in dieser Idee, sondern auch in der Auswirkung auf die Entwicklungszeit von Impfstoffen überhaupt. Während man zur Herstellung eines traditionellen, proteinbasierten Impfstoff viel mehr Zeit braucht, kann man mRNA-Impfstoffkandidaten wesentlich schneller produzieren und auch schneller verändern, man muss nur die entsprechenden Basen austauschen. Und während man bei der Herstellung von eiweißbasierten Impfstoffen oft auch Probleme mit der richtigen Faltung (also der 3-dimensionalen Struktur des Proteins) hat - und ohne richtige Faltung auch keine richtigen Antikörper! -, wird das Eiweiß in den mit mRNA geimpften Zellen automatisch "richtig" produziert. Und hier sind die Probleme mit den Hilfsstoffen in den traditionellen Impfstoffen noch gar nicht aufgezählt.

Das alles soll jetzt nicht heißen, dass mRNA-Impfstoffe automatisch völlig ungefährlich sind (aber das sind die Infektionskrankheiten, gegen die sie wirken sollen, ja auch nicht!). Über mögliche Nebenwirkungen, die über die üblichen auf eine Immunreaktion des Körpers folgenden hinausgehen, habe ich ja schon an anderer Stelle ausführlich geschrieben. Aber man hat nun für die Zukunft ein System entwickelt, das es ermöglicht, wesentlich rascher hochwirksame Impfstoffe zu entwickeln. Und das ist eben wirklich ein Quantensprung in der Geschichte der Impfstoffe :!: :!: :!:
Wenn die Unfähigkeit einen Decknamen braucht, nennt sie sich Pech.

- Charles Maurice de Talleyrand -

CoachingZone
Halbdaggl
... A propos BioNTech-Impfstoff. Es gab im Dezember 2020 ja einen Hacker-Angriff auf die Zulassungsunterlagen. Würde mich nicht wundern, wenn da die ein oder andere Großmacht, die zu diesem Zeitpunkt noch keinen vergleichbar wirksamen Impfstoff auf dem Markt hatte, mal eben Industriespionage betrieben hätte... Welche Großmacht, das könnt Ihr Euch aussuchen, gibt nicht so viele, die da valides Interesse am KnowHow haben könnten...
Wenn die Unfähigkeit einen Decknamen braucht, nennt sie sich Pech.

- Charles Maurice de Talleyrand -

AxelKruse_FG
Granadaseggl
Erneut hervorrander Beitrag, besten Dank und nein, da nicht für :mrgreen:
Das hier:
(Dass Curevac ein wenig hinterher hinkt, liegt an der zweiten guten Entscheidung von Herrn Şahin, nämlich sich für die (teuren) klinischen Studien sehr schnell mit einem potenten Partner zusammenzutun, der eben - neben den finanziellen Möglichkeiten - auch über das ganze KnowHow für eine rasche Zulassung verfügt.)

hatten wir im Börsen-Fred auch schon angeschnitten - es reicht halt nicht, nur eine revolutionäre Idee zu haben, man muß sie eben auch verbreiten können. Die Pfizer-Buben haben da halt mal kurz eine Fabrikation für Kühlbehälter für die Dosen hochgezogen und eine ganze Armada von Kühl-Transportern auf die Beine gestellt. Das können sie echt gut, die Amis. Sie haben auch das Potential der beiden deutschen Gründerfirmen frühzeitig erkannt und dann noch aus Ihrem FuE.-Topf (da gibts ne eigene Behörde) die Entwicklung massiv bezuschußt und sich noch Vorrechte bei der Lieferung gesichert - so macht man das.


Flache9
Spielgerät hat geschrieben:
Iron hat geschrieben:
Grüne kritisieren Bundesregierung

Der forschungspolitische Sprecher der Grünen im Bundestag hat der Bundesregierung vorgeworfen, zu wenig zur Erforschung des Coronavirus zu tun. Mit Blick auf die heutigen Beratungen von Bund und Ländern sagte Kai Gehring der Nachrichtenagentur dpa, wenn dort nicht auf Basis eines breiten Forschungswissens entschieden werden könne, liege das an den wissenschaftspolitischen Versäumnissen der vergangenen Monate.

"Wir wissen nach wie vor noch zu wenig, zum Beispiel über Infektionswege, Ansteckungsrisiken, Mutationen und die Wirksamkeit von Maßnahmen", sagte Gehring. Er verwies auch auf eine Antwort der Bundesregierung auf eine Grünenanfrage im Dezember, wonach bisher so gut wie keine Forschungsergebnisse zum Ansteckungsrisiko im öffentlichen Nahverkehr vorlägen.


Wenn ich Dummerle das bisher alles richtig verstanden habe, wird an dem Scheißvirus weltweit geforscht und die Forschungsergebnisse werden schnell und ebenfalls weltweit geteilt. Aus (weltweit) fehlenden Forschungsergebnissen zu einem bestimmten Problem ein "deutsches wissenschaftspolitisches Versäumnis" abzuleiten halte ich deshalb für eine ziemliche Unverschämtheit.


Ergänzend dazu.
Noch nie wurde ebenfalls so viel Geld in die Forschung investiert und Genehmigungen so schnell vergeben, statt ewig lang zu warten.
Professor Cichutek sagte vor zwei Wochen in einer PK, dass teilweise bis zu 50% der bisherigen Forschungsdauer mit warten verzögert wurde oder sie auf Investitionen warten mussten.
Daher eine gemeinsame Top Leistung der Forschung.
Auch ein Grund warum so es so schnell ging.


Was die Grünen angeht, bleibe ich bei meiner Meinung. Sie sind realitätsfern und verbreiten nur grünen Populismus ohne echte Lösungen. Erst gestern hat Dampfplauderin Baerbock bei Hart aber Fair Unwahrheiten verbreitet und wurde von Altmaier sofort korrigiert.
Und Grün zu sein oder zu denken, ist kein exklusives Recht nur für die Grünen.

de mappes
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Spamferkel
@Frank und Knaust, weil kürzlich diskutiert:

Schlaganfallpatienten kamen kranker in Kliniken
Schlaganfallpatienten sind während der ersten Coronawelle im Frühjahr später und damit kranker in die Kliniken gekommen. Das führte zu einer erhöhten Sterblichkeitsrate unter Schlaganfallpatienten, wie eine am Dienstag veröffentlichte Studie der Deutschen Gesellschaft für Neurologie bestätigte. Während der Pandemie seien verhältnismäßig mehr Patienten mit schwereren Symptomen und somit schlechterer Prognose eingeliefert worden.


offenbar gab es doch nachweislich spätere Einlieferungen
Muss aber auch noch nach einem detaillierten Bericht oder der Studie suchen.
dies nur vorab weil ich an euch denken musste
Don't criticize what you can't understand

de mappes
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Spamferkel
Sie haben auch das Potential der beiden deutschen Gründerfirmen frühzeitig erkannt und dann noch aus Ihrem FuE.-Topf (da gibts ne eigene Behörde) die Entwicklung massiv bezuschußt und sich noch Vorrechte bei der Lieferung gesichert - so macht man das.


Jenes von Pfizer sogar schon sehr früh :mrgreen:
Don't criticize what you can't understand