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higgi
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Grasdaggl
muffinho hat geschrieben:Btw, wenn das so ist dann sollten wir sofort die Handelsbeziehung zu Saudi Arabien einstellen, wer Kritiker in eine Botschaft lockt und dort ermordet und zerstückelt, muss ein Schurkenstaat sein. Und Russland, wer Kritiker vergiftet.... oder oder oder.

Und zum Thema Schurkenstaat, sicherlich fördert der Iran mit nichtstaatlichen Gruppierungen Konflikte in vielen Ländern.... und wo ist nun der Unterschied zu Saudi Arabien oder den USA?

Du vergleichst die USA mit dem Iran?
Gut an dieser Stelle beenden wir das
von daher

muffinho
higgi hat geschrieben:Der Iran unternimmt ja aktuell auch alles um an Glaubwürdigkeit zu gewinnen. "Die pöse pöse USA hat den Vertrag gekündigt, also darf Ich jetzt meine Atombombe bauen muharharhar"


Ist klar, die USA kündigen ohne Grundlage einen funktionierenden Vertrag, verhängen einseitig und ohne Unterstützung der Verbündeten Sanktionen, aber die Iraner sind die Bösen weil sie nach einem Jahr dann verkünden, sich nun auch nicht mehr einseitig an das Abkommen zu halten, weil sie erkannt haben dass die Europäer die Schäden nicht kompensieren können... Wahnsinn wie einseitig Du denkst.

Ich halte die Iraner auch nicht für die persischen Engelchen, und sicherlich sind sie für genug Tote und Leid in der Welt verantwortlich, aber da stehen sie auf einer Stufe mit anderen Ländern, die entweder von den USA protegiert werden oder, um es mal direkt zu sagen, gleich selbst sind, denn wenn ich daran denke was die USA die letzten Jahre so alles angestellt haben, welche Folterknechte sie so unterstützen, sei es in Chile, Vietnam oder Nicaragua, dann..... spielt aber auch keine Rolle, was die Vergangenheit so alles ans Tageslicht gespült hat, Fakt ist dass in Sachen Atomvertrag die Rollen verteilt sind, nämlich in Vertragspartner die ihre Verpflichtungen erfüllt haben und einem Vertragspartner, der mit Lügen über angebliche Verstöße aus dem Vertrag ausgetreten ist, vermutlich weil dieser Vertrag von einem Präsidenten geschlossen worden ist, den der Nachfolger gehasst hat und versucht hat, alles was besagter Präsident geleistet hat, zu revidieren.

Aber gut, Nordkorea lässt seine Bürger hungern und zu hundertausenden in Zwangslager inhaftieren, aber laut Trump ist der gute Kim Jong-Un ein toller Typ, mit dem man eine tolle Brieffreundschaft pflegen konnte... und auch Russland und Putin, lupenreiner Demokrat, der kann doch nichts Schlimmes auf der Welt machen... und der kleine Duterte, wer heult schon um die paar Drogendealer.... und natürlich Bolsonaro, toller Typ. Ja, Trump hat schon einen guten Riecher wenn es um Schurken(staaten) geht.

muffinho
higgi hat geschrieben:
muffinho hat geschrieben:Btw, wenn das so ist dann sollten wir sofort die Handelsbeziehung zu Saudi Arabien einstellen, wer Kritiker in eine Botschaft lockt und dort ermordet und zerstückelt, muss ein Schurkenstaat sein. Und Russland, wer Kritiker vergiftet.... oder oder oder.

Und zum Thema Schurkenstaat, sicherlich fördert der Iran mit nichtstaatlichen Gruppierungen Konflikte in vielen Ländern.... und wo ist nun der Unterschied zu Saudi Arabien oder den USA?

Du vergleichst die USA mit dem Iran?
Gut an dieser Stelle beenden wir das


In dieser Hinsicht? Klar, denn gibt es einen größeren Konflikt seit 50 Jahren, in den die USA nicht direkt oder indirekt beteiligt waren? Wie viele Diktatoren wurden weltweit im Namen des Kampfes gegen den Terrorismus, den Kommunismus oder für die Wirtschaft (United Fruit Company) gefördert und deswegen verdeckt oder offen interveniert? Rechtmäßig gewählt Präsidenten wie Allende die von den USA geputscht wurden, nur damit man mit Diktatoren wie Pinochet eine Marionette installieren konnte und tausendfache Folter und Ermordung gebilligt hat?
Vietnam? Agent orange? Napalm gegen die Zivilbevölkerung?

Aber klar, USA, beacon of light


higgi
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Ja muffi
Deutschland hat auch mal einen Krieg angezettelt, oder warens 2?

Was soll das jetzt?

Für mich hat Trump diesbezüglich genau richtig gehandelt, du darfst das gerne anderes sehen
von daher

muffinho
higgi hat geschrieben:Ja muffi
Deutschland hat auch mal einen Krieg angezettelt, oder warens 2?

Was soll das jetzt?


Das sollte ich Dich fragen. Du bist doch derjenige, der schaut was neben der eigentlichen Sache passiert oder passiert ist. Für Dich ist es wichtiger, was der Iran an Rhetorik rauslässt, ich sage "so what", entscheidend ist ob sie ihren Verpflichtungen nachkommen, und das ist der Fall. Iran ist sicherlich kein einfaches Land, was den Einfluss der konservativen Elite angeht, und genau deswegen muss man schauen dass man sie in Sachen nuklearer Aufrüstung an einer kurzen Leine hält, im Gegenzug jedoch versucht die wirtschaftliche Situation der Menschen zu verbessern, und das hat eine Zeitlang ganz gut geklappt, siehe Berichte der IAEA. Nur leider hat sich dann Trump auf die Abkommen seines Vorgängers eingeschossen und den Vertrag, auch wenn er ihn vermutlich nicht mal ansatzweise verstanden hat, zum schlechtesten Vertrag ever gekürt und damit zum Abschuss freigegeben. Ich bin der Überzeugung, dass wenn der Vertrag nicht von Obama, sondern etwa Bush Jr. geschmiedet worden wäre, Trump nicht diese Notwendigkeit gesehen hätte, ihn zu eliminieren. Aber nein, man kündigt den Vertrag, gibt damit die Kontrolle über die Überwachung des Atomprogrammes aus der Hand, inklusive Inspektionen vor Ort, und hofft dass mit drastischen Sanktionen das Volk hungert und sich gegen die Elite erhebt, eine Art persischer Frühling. Ist schlief gegangen, und was hat man nun? Ein hungerndes Volk, eine Elite die wieder nach Atomwaffen strebt, weil das stable genius aller Welt gezeigt hat, dass man als Staatslenker sein Volk ohne Konsequenzen hungern lassen kann, inhaftieren, foltern, man kann sogar amerikanische Staatsbürger zu Tode foltern, es passiert nichts so lange man eine Atombombe hat, dann bekommt man sogar von dem POTUS noch öffentlichkeitswirksam das, was man am meisten möchte, nämlich Aufmerksamkeit und Anerkennung. Tolle Politik, und das wird uns in ein paar Jahren auch drohen, danach strebt Saudi Arabien nach der Bombe, danach Katar, und irgendwann knallt es halt mal.

Für mich hat Trump diesbezüglich genau richtig gehandelt, du darfst das gerne anderes sehen


Trump hat imho in 4 Jahren Amtszeit nur eines richtig gemacht, nämlich er hat den Zuschauern gestern bei Bidens inauguration die Peinlichkeit seines Besuchs erspart und hat sich vorher nach Florida verkrümelt.

muffinho
Nachtrag:

Trump replied by praising Kim as a “tough guy. Hey, when you take over a country, tough country, with tough people, and you take it over from your father, I don’t care who you are, what you are, how much of an advantage you have – if you can do that at 27 years old, that’s one in 10,000 could do that.”

Trump went on: “So he’s a very smart guy, he’s a great negotiator and I think we understand each other.”


Ohne Worte.

higgi
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Grasdaggl
muffinho hat geschrieben:
higgi hat geschrieben:Ja muffi
Deutschland hat auch mal einen Krieg angezettelt, oder warens 2?

Was soll das jetzt?


Das sollte ich Dich fragen. Du bist doch derjenige, der schaut was neben der eigentlichen Sache passiert oder passiert ist. Für Dich ist es wichtiger, was der Iran an Rhetorik rauslässt, ich sage "so what", entscheidend ist ob sie ihren Verpflichtungen nachkommen, und das ist der Fall. Iran ist sicherlich kein einfaches Land, was den Einfluss der konservativen Elite angeht, und genau deswegen muss man schauen dass man sie in Sachen nuklearer Aufrüstung an einer kurzen Leine hält, im Gegenzug jedoch versucht die wirtschaftliche Situation der Menschen zu verbessern, und das hat eine Zeitlang ganz gut geklappt, siehe Berichte der IAEA. Nur leider hat sich dann Trump auf die Abkommen seines Vorgängers eingeschossen und den Vertrag, auch wenn er ihn vermutlich nicht mal ansatzweise verstanden hat, zum schlechtesten Vertrag ever gekürt und damit zum Abschuss freigegeben. Ich bin der Überzeugung, dass wenn der Vertrag nicht von Obama, sondern etwa Bush Jr. geschmiedet worden wäre, Trump nicht diese Notwendigkeit gesehen hätte, ihn zu eliminieren. Aber nein, man kündigt den Vertrag, gibt damit die Kontrolle über die Überwachung des Atomprogrammes aus der Hand, inklusive Inspektionen vor Ort, und hofft dass mit drastischen Sanktionen das Volk hungert und sich gegen die Elite erhebt, eine Art persischer Frühling. Ist schlief gegangen, und was hat man nun? Ein hungerndes Volk, eine Elite die wieder nach Atomwaffen strebt, weil das stable genius aller Welt gezeigt hat, dass man als Staatslenker sein Volk ohne Konsequenzen hungern lassen kann, inhaftieren, foltern, man kann sogar amerikanische Staatsbürger zu Tode foltern, es passiert nichts so lange man eine Atombombe hat, dann bekommt man sogar von dem POTUS noch öffentlichkeitswirksam das, was man am meisten möchte, nämlich Aufmerksamkeit und Anerkennung. Tolle Politik, und das wird uns in ein paar Jahren auch drohen, danach strebt Saudi Arabien nach der Bombe, danach Katar, und irgendwann knallt es halt mal.

Für mich hat Trump diesbezüglich genau richtig gehandelt, du darfst das gerne anderes sehen


Trump hat imho in 4 Jahren Amtszeit nur eines richtig gemacht, nämlich er hat den Zuschauern gestern bei Bidens inauguration die Peinlichkeit seines Besuchs erspart und hat sich vorher nach Florida verkrümelt.

Sorry muffinho
Was du schreibst stimmt einfach nicht. Wenn du deine Trump Aversion mal kurz bei Seite schiebst

Der Iran ist nicht nur "kein einfaches Land" wie du das so nett formulierst, sondern ein Land das Terrorismus fördert, finanziert und betreibt.
Obama und der Westen hätten sich niemals auf diesen Deal einlassen dürfen. Denn damit macht man sich mitschuldig an der iranischen Politik des Tötens.
Man hatte niemals zu keinem Zeitpunkt die Kontrolle darüber was der Iran in seinen Anlagen so treibt, sei bitte nicht so blauäugig.
von daher

muffinho
higgi hat geschrieben:Der Iran ist nicht nur "kein einfaches Land" wie du das so nett formulierst, sondern ein Land das Terrorismus fördert, finanziert und betreibt.


Das machen viele andere Länder auch, die offiziell von den USA unterstützt werden, etwa Saudi Arabien. Die Türkei mischt auch fröhlich mit, in Syrien, Libyen oder Bergkarabach. Russland ist ebenso in allen 3 Ländern vertreten.
Und nochmal, sollen wir die Rolle der USA näher beleuchten? Ich denke dass die USA in den letzten 30 Jahren mehr Diktatoren unterstützt hat als der Iran.

Obama und der Westen hätten sich niemals auf diesen Deal einlassen dürfen. Denn damit macht man sich mitschuldig an der iranischen Politik des Tötens.


Was ein Quatsch. Man hat versucht mittels wirtschaftlichen Lockerungen den Menschen etwas Aufschwung zu geben im Tausch gegen die Aufgabe der nuklearen Aufrüsten, aber, und jetzt kommt Dein Fazit:

Man hatte niemals zu keinem Zeitpunkt die Kontrolle darüber was der Iran in seinen Anlagen so treibt, sei bitte nicht so blauäugig.


Ich bin immer wieder erstaunt wie viel Kompetenz hier im Forum herrscht, in diesem Fall scheinst Du bzgl. nuklearer Proliferation mehr auf dem Kasten zu haben als die Diplomaten einer Handvoll Länder und der IAEA als verantwortliche Organisation für nukleare Bereiche.

Nur noch eine Frage: die Berichte der IAEA, dass es seit Beginn des Abkommens keine Verstöße gab... waren das Fake News? Oder waren da nur Pfeifen am Werk?

Frank N Furter
muffinho hat geschrieben:Trump hat imho in 4 Jahren Amtszeit nur eines richtig gemacht, nämlich er hat den Zuschauern gestern bei Bidens inauguration die Peinlichkeit seines Besuchs erspart und hat sich vorher nach Florida verkrümelt.


Die Iran-Atom-Geschichte sehe ich überwiegend so wie Du, vor allem auch deshalb, weil ich gar keine echte Alternative zu einer vertraglichen Kooperation erkennen kann.

Dein obiger Satz allerdings - und da würde ich eher zu higgi halten - ist zu stark von Deiner emotionalen Ablehnung gegenüber Trump bestimmt. Ich kann Trump als Mensch auch nicht ab und tatsächlich halte ich auch den größten Teil dessen was er politisch gemacht hat, für Schwachsinn.

Aber ein paar Zeichen der Zeit hat er schon richtig erkannt. Z.B. das der Internationalismus sehr weitgehend gescheitert ist und überall von sehr starken nationalen Interessen überlagert wird. Das betrifft keinesfalls nur das Klima oder die Weltwirtschaft.

Aber bei der Wirtschaft wird es interessant, weil Trump da einiges auf eine Art angefasst hat, die man nicht nur auf Grund der starken Antipathie gegen ihn gleich in Bausch und Bogen verdammen sollte:

- Ist es zum Beispiel wirklich so falsch, wenn jedes Land wieder stärker auf seine nationale Ökonomie schaut und man sich aktiv mit Schutzzöllen gegen das wandernde Kapital und dessen Vernichtungskraft wappnet? Müssen Waren alternativlos immer international hergestellt, durch die Gegend geschippert und verbraucht werden?
Ich würde jetzt nicht sagen können, dass ich überzeigt für eine reine Nationalökonomie wäre, aber genauer anschauen wollte ich mir das schonmal. Zumindest auf den ersten Blick sehe ich in autonomeren Nationalökonomien auch eine Menge Vorteile für Arbeitnehmer, Verbraucher, das Klima und den gesellschaftlichen Zusammenhalt.

- Wäre es Biden jetzt möglich gleich so entschieden gegen die chinesische Politik anzutreten, wenn Trump diesem Vorgehen nicht schon den Weg geebnet hätte? Vergleiche die Trump-Politik gegenüber China mal mit der EU-Politik. Die EU-Politik kann man ja gegenüber China noch nicht mal als Appeasement beschreiben. Der einzige der in den letzten 4 Jahren wirklich konsequent gegen Chinas Expansionspolitik etwas gesagt und unternommen hat war Trump. Nicht etwa unsere Obermenschenrechtler aus Brüssel.

- Ich persönlich bin auch froh drüber, dass Trump der NATO-Idee mal so richtig in den Arsch getreten ist. Die NATO ist bis heute ideologisch tot und ergo völlig konzeptlos. Was soll das Ding überhaupt noch? Deutschland ist eine der Superarschklemmernationen. Wir ruhen uns hier auf ekelhafteste Art in einer Wir-waren-mal-Hitler-Gedächtnishaltung aus. Unsere Bundeswehr ist komplett marode und verteidigt im Zweifelsfall gar niemanden mehr. Außerdem haben wir auch gar keinen Plan, wie und gegen wen wir uns zukünftig verteidigen sollen. Wie z.B. gegen die 20.000 Computerhacker in Moskau, die vielleicht gerade den größten Hackerangriff der Geschichte auf die USA (aber auch auf uns) durchgeführt haben. Gut dass Trump die NATO so grundsätzlich in Frage gestellt hat. Wir bräuchten heute natürlich immer noch ein Bündnis. Aber halt ein ganz Neues.

Waren es die Einstürzenden Neubauten* die mal diese Songzeile hatten: "destruction is necessary to build something new." In dem Sinne war vielleicht auch Trump necessary...?


*Nö, sehe gerade, es war wohl Picasso: "Every act of creation begins with an act of destruction” :lol:

higgi
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Grasdaggl
muffinho hat geschrieben:
higgi hat geschrieben:Der Iran ist nicht nur "kein einfaches Land" wie du das so nett formulierst, sondern ein Land das Terrorismus fördert, finanziert und betreibt.


Das machen viele andere Länder auch, die offiziell von den USA unterstützt werden, etwa Saudi Arabien. Die Türkei mischt auch fröhlich mit, in Syrien, Libyen oder Bergkarabach. Russland ist ebenso in allen 3 Ländern vertreten.
Und nochmal, sollen wir die Rolle der USA näher beleuchten? Ich denke dass die USA in den letzten 30 Jahren mehr Diktatoren unterstützt hat als der Iran.

Obama und der Westen hätten sich niemals auf diesen Deal einlassen dürfen. Denn damit macht man sich mitschuldig an der iranischen Politik des Tötens.


Was ein Quatsch. Man hat versucht mittels wirtschaftlichen Lockerungen den Menschen etwas Aufschwung zu geben im Tausch gegen die Aufgabe der nuklearen Aufrüsten, aber, und jetzt kommt Dein Fazit:

Man hatte niemals zu keinem Zeitpunkt die Kontrolle darüber was der Iran in seinen Anlagen so treibt, sei bitte nicht so blauäugig.


Ich bin immer wieder erstaunt wie viel Kompetenz hier im Forum herrscht, in diesem Fall scheinst Du bzgl. nuklearer Proliferation mehr auf dem Kasten zu haben als die Diplomaten einer Handvoll Länder und der IAEA als verantwortliche Organisation für nukleare Bereiche.

Nur noch eine Frage: die Berichte der IAEA, dass es seit Beginn des Abkommens keine Verstöße gab... waren das Fake News? Oder waren da nur Pfeifen am Werk?

Ich glaube eher dem Mossad als irgendwelchen Beamten
von daher

muffinho
Zuerst das Kurze:

higgi hat geschrieben:Ich glaube eher dem Mossad als irgendwelchen Beamten


Dieser Satz fügt sich nahtlos in Dein Denken ein und zeigt mir, dass es ähnlich viel Sinn hat, mit Dir über Politik zu diskutieren wie mit mappes über Schiri-Entscheidungen.

muffinho
Jetzt das Längere, zumal ich vorhin noch die Kinder an der Backe hatte, es wäre auch langweilig ohne Streiterei (der hat angefangen... nein der hat das zuerst gemacht.... schlimmer als Hitzlsperger vs Vogt):

Frank N Furter hat geschrieben:Aber ein paar Zeichen der Zeit hat er schon richtig erkannt. Z.B. das der Internationalismus sehr weitgehend gescheitert ist und überall von sehr starken nationalen Interessen überlagert wird. Das betrifft keinesfalls nur das Klima oder die Weltwirtschaft.


Da bin ich komplett anderer Meinung, und die Grundidee von Trump, die verlorenen Arbeitsplätze zurück ins Land zu holen, sind grandios gescheitert. Im Endeffekt haben die USA die gleiche Herausforderung wie wir auch, nämlich Transformation der Wirtschaft. Im Billiglohnsektor haben wir keine Chance, Trigema und ähnliche Dinge werden die Ausnahme bleiben. Die Zukunft kann nur durch Innovation gesichert werden, nicht durch endlose Handelskriege und Subventionen von auslaufenden Rohstoffen wie Kohle.
Es ist richtig seine Errungenschaften gegen andere zu sichern, Thema Patente und Schutz gegen Plagiate. Es ist aber falsch mittels Handelsbeschränkungen Politik betreiben zu wollen oder Verbündete zu bestrafen, weil etwas nicht nach dem Willen des POTUS verläuft. Wie auch bei den anderen Bereichen müssen Verträge Bestand haben, wie verheerend sich so etwas auswirken kann, sah man bei BoJo im Rahmen des Brexit.


- Ist es zum Beispiel wirklich so falsch, wenn jedes Land wieder stärker auf seine nationale Ökonomie schaut und man sich aktiv mit Schutzzöllen gegen das wandernde Kapital und dessen Vernichtungskraft wappnet? Müssen Waren alternativlos immer international hergestellt, durch die Gegend geschippert und verbraucht werden?


Ich will nicht final beurteilen, ob Trump mit der einen oder anderen Sache recht hatte, dafür fehlt mir das Wissen, ich bin kein Wirtschaftsweiser, daher kann ich meine bescheidene Einschätzung geben. Was ich aber sehr gut beurteilen kann (jedenfalls aus subjektiver Sicht), wie fast jeder andere Mensch auch, ist die Art, wie die politischen Ziele umgesetzt werden, und es ist halt so, dass Dinge, die vielleicht einen guten Kern haben mögen, bei der falschen Umsetzung völlig ins negative umschlagen. So auch Trump und die Wirtschaft. Ähnlich wie bei der Diskussion mit dem Abkommen mit Iran halte ich eine Verlässlichkeit für das Wichtigste überhaupt. Ein Vertragspartner steht und fällt mit seiner Integrität bzgl. Einhaltung von Abmachungen. Ein Mensch kann mir noch so unsympathisch sein, wenn ich weiß dass er sich an abgemachte Sachen hält, ist es mir lieber als ein supernetter Typ, der beständig festgelegte Abmachungen bricht. Dass Trump nun beide negativen Eigenschaften vereint, verstärkt das Ganze nur bzgl. der negativen Beurteilung.


- Wäre es Biden jetzt möglich gleich so entschieden gegen die chinesische Politik anzutreten, wenn Trump diesem Vorgehen nicht schon den Weg geebnet hätte? Vergleiche die Trump-Politik gegenüber China mal mit der EU-Politik. Die EU-Politik kann man ja gegenüber China noch nicht mal als Appeasement beschreiben. Der einzige der in den letzten 4 Jahren wirklich konsequent gegen Chinas Expansionspolitik etwas gesagt und unternommen hat war Trump. Nicht etwa unsere Obermenschenrechtler aus Brüssel.


Ich denke dass Biden in diversen Gebieten nicht anders verfährt wie Trump, etwa Nord Stream 2 oder China, aber ich erwarte einen anderen Umgang, weniger impulsive Entscheidungen, mehr Einfluss von Beratern und auf jeden Fall mehr Rechtssicherheit. Bei Trump war das Problem, dass man nie wusste ob das, was er selbst ausgemacht hat, auch morgen noch Bestand hat. Bei Biden erwarte ich in der Sache selbst auch harte Auseinandersetzungen, etwa Beiträge zur NATO, aber verbindlich und berechenbar. Bei Biden erwarte ich weniger Symbolpolitik, die primär zur Befriedigung des eigenen Ego durch sein Bauchgefühl gesteuert wurde, sondern Politik, die wieder nüchterner und faktenbasiert getroffen werden. Die Tendenz ist da, etwa bei Corona oder dem Klimaschutz.

- Ich persönlich bin auch froh drüber, dass Trump der NATO-Idee mal so richtig in den Arsch getreten ist.


Über das Konstrukt der NATO lässt sich streiten, aber auch ein Streit muss im geregelten Rahmen verlaufen. Auch im Rahmen von Bündnissen muss es Sicherheiten geben, dass im Fall der Fälle der Bündnispartner zur Stelle ist. Bei Trump hatte man immer den Eindruck, der denkt ausschließlich in monetären Ebenen, strategische Denkweise oder gar Visionen in geopolitischer Sicht sind ihm total fremd. Mit dieser Auffassung sind alle Bündnisse zweckfrei, seien sie militärisch oder wirtschaftlicher Natur.
Zuletzt geändert von muffinho am 22. Januar 2021 06:51, insgesamt 1-mal geändert.

muffinho
Frank N Furter hat geschrieben:Die Iran-Atom-Geschichte sehe ich überwiegend so wie Du, vor allem auch deshalb, weil ich gar keine echte Alternative zu einer vertraglichen Kooperation erkennen kann.


Noch ein Gedanke hierzu, solange die Kinder friedlich TV schauen :D

Ich kann verstehen, dass andere Nationen nach der Atomwaffe streben, denn sie verleiht Macht und Sicherheit. Gaddafi hat die Atomwaffe aufgegeben, was hat es ihm gebracht? Eine Entmachtung durch Invasion. Die Kims können seit Jahren einen auf dicken Toni machen, amerikanische Staatsbürger zu Tode foltern, und hat es Konsequenzen? Nein, denn allen ist bewusst, eine falsche Entscheidung und in irgendeiner Stadt wird es ungemütlich. Daher kann ich nachvollziehen, dass viele insgeheim oder offen nach einer Atombombe streben. Verhindern wollen es primär die Nationen, die schon Atommacht sind, verständlich denn man will ja den Vorteil erhalten. Ich finde schon den Atomwaffensperrvertrag spaßig, initiiert von den Atommächten, die die Verbreitung verhindern wollen... klar, sie haben ja schon eine. Egal. Jedenfalls wäre eine Welt ohne Atomwaffen das Ideal, aber wer gibt schon gerne seine Spielzeuge aus der Hand.

Aber da sich Higgi ja so über "Schurkenstaaten" ausgelassen haben, gewisse Faktoren entscheiden halt, wie man einen Staat einschätzt. Es mögen manchmal viele Faktoren sein, manchmal reichen aber auch schon einzelne. Ein Faktor zum Beispiel: was haben folgende Staaten gemeinsam und lässt sie dieser Faktor in der Sympathieskala nach oben klettern?

Armenien
Aserbaidschan
Bahrain
Myanmar
Volksrepublik China
Kuba
Ägypten
Mikronesien
Georgien
Indien
Iran
Israel
Kasachstan
Nordkorea
Südkorea
Kirgisistan
Laos
Libanon
Libyen
Mongolei
Marokko
Nepal
Pakistan
Russland
Saudi-Arabien
Singapur
Syrien
Tonga
Vereinigte Arabische Emirate
Vereinigte Staaten
Usbekistan
Vietnam

Flache9
Der Iran hat zumindest vom Tag des Beschluss über das Atomabkommen bis zur Kündigung seitens Trump sich an die Regel gehalten. Ende

higgi
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Grasdaggl
muffinho hat geschrieben:Zuerst das Kurze:

higgi hat geschrieben:Ich glaube eher dem Mossad als irgendwelchen Beamten


Dieser Satz fügt sich nahtlos in Dein Denken ein und zeigt mir, dass es ähnlich viel Sinn hat, mit Dir über Politik zu diskutieren wie mit mappes über Schiri-Entscheidungen.

Es ist tatsächlich sinnlos mit mir darüber zu diskutieren. Du hast nämlich keinen Zugang zu Informationen, die auch mal einen anderen Blickwinkel, als der der hiesigen Medienlandschaft , auf das Thema erlauben
Ist aber ok, ist nicht deine Schuld
Zuletzt geändert von higgi am 21. Januar 2021 21:06, insgesamt 1-mal geändert.
von daher

Cantona
...ach ja, die Annäherung zwischen Israel und diversen arabischen Staaten (VAR, Marroko, etc...) auf Betreiben der US-Administration unter Trump finde ich sehr begrüssenswert.



muffinho
Unter Westfalen hat geschrieben:Ich möchte mir das eigentlich nicht vorstellen können:

https://www.zeit.de/zett/politik/2021-0 ... ung-streit


Bei dem Artikel bleibt mir primär die Gendersprache in Erinnerung. Muss man denn alles klinisch rein machen? Freund*innen statt Freunde? Irgendwo hört es auf, aber wenn es schon Leute gibt, die in der IT standardisierte Begriffen wie root, default oder primary mit neutralen Begriffen ersetzen wollen, dann scheinen wir echt keine anderen Probleme mehr zu haben. Muss man denn immer alles auf diesem Scheiß runterbrechen? Ich meine, seit Jahren gibt es die Redewendung dass man alles schwarz weiß sieht oder etwas schwarz auf weiß bekommt. Wollen wir nun alle Farben abschaffen, nur damit sich niemand angegriffen fühlt? Darf jemand künftig keine weiße Weste mehr haben? Sollten wir die weiße Taube der Friedensbewegung besser durch eine in Regenbogenfarben ersetzen? Daher, wo liegt das Problem an einer Blacklist oder Whitelist? Warum muss man alles sofort auf die Hautfarbe eines Menschen runter reduzieren?

Es ist richtig dass jeder Mensch die gleichen Rechte und Möglichkeiten haben sollte, unabhängig von Geschlecht, Rasse, Herkunft, politischer Ausrichtung sofern legal oder Religion, aber irgendwo hört es doch auf.... Freund*innen, also wirklich.


de mappes
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Spamferkel
- Ich persönlich bin auch froh drüber, dass Trump der NATO-Idee mal so richtig in den Arsch getreten ist. Die NATO ist bis heute ideologisch tot und ergo völlig konzeptlos. Was soll das Ding überhaupt noch? Deutschland ist eine der Superarschklemmernationen. Wir ruhen uns hier auf ekelhafteste Art in einer Wir-waren-mal-Hitler-Gedächtnishaltung aus. Unsere Bundeswehr ist komplett marode und verteidigt im Zweifelsfall gar niemanden mehr. Außerdem haben wir auch gar keinen Plan, wie und gegen wen wir uns zukünftig verteidigen sollen. Wie z.B. gegen die 20.000 Computerhacker in Moskau, die vielleicht gerade den größten Hackerangriff der Geschichte auf die USA (aber auch auf uns) durchgeführt haben. Gut dass Trump die NATO so grundsätzlich in Frage gestellt hat. Wir bräuchten heute natürlich immer noch ein Bündnis. Aber halt ein ganz Neues.


:nod: :nod: :nod:
WIeviele Milliarden drücken wir in die Bundeswehr?
Wieviele allein kassiert McKinsey?
Und was bringen wir damit aufs Tablett?
Ich dachte gestern auch noch dran...die längste anhaltende Friedensphase in Europa seit Menschengedenken...das ist eine wahnsinnige Errungenschaft und ich glaub wir alle, da wir keinen Krieg erleben mussten, können das garnicht hoch genug einschätzen...allein die Vorstellung im Krieg leben zu müssen...Jahrelang...ohne zu wissen, was kommt...nie wieder!
Aber dafür müssen alle Staaten drumherum auch mitmachen...wenn jetzt etwas passieren würde, was tun wir denn dann?
Ich fürchte die Bundeswehr verdient diesen Namen nichtmal mehr
Don't criticize what you can't understand

Cantona
Macron (nicht Trump) bezeichnete die Nato in ihrem gegenwärtigen Zustand als Hirntod, womit er in meinen Augen in Teilen recht hat:

https://www.tagesschau.de/ausland/macron-nato-101.html

Zu Trump & China: die Problematik mit den Handelsdefizit wollte Obama bereits begegnen, reindustrialisierung & co:
https://www.industryweek.com/the-econom ... says-obama

...letztlich das gleiche Ziel wie Trump, nur mit unterschiedlichen (obwohl, naja...) Methoden. Beide diesbezüglich mässig erfolgreich.
Auch Obama hatte sich von Europa ein Stück weit abgewendet und sich auf den asiatischen Raum konzentriert.
Amüsanterweise hat die EU ja Ende des letzten Jahres noch schnell ein Handelsabkommen mit China unterzeichnet, mit etwas verbesserten Bedingungen für europäische Investoren und Unternehmen in China (auf dem Papier: wenn's drauf ankommt, interessieren Chinesen Verträge und Abkommen nen feuchten Dreck, so meine Erfahrung: als Beispiel fällt mir beispielsweise das deutsch-chinesische Doppelbesteuerungsabkommen in der praktischen Umsetzung ein); waere ohne den Trump'schen Druck auf China so nie zustande gekommen; ob das im Übrigen so clever war, dieses Abkommen noch schnell durchzudrücken, wird sich zeigen.

Diese volkswirtschaftlichen Ungleichgewichte auf Dauer ein globales Problem.