Zu dem Thema Verschleppung von Entscheidungen durch Vogt habe ich ja eine Theorie. Es ist nur eine Theorie, aber - wie alle meine Theorien

- eine sehr schlüssige.
Zunächst mal gehe ich davon aus, daß Vogt und Hitzlsperger in vielen Fragen sehr unterschiedliche Vorstellungen und Ideen haben. Das macht die Zusammenarbeit zwischen Vorstand und Aufsichtsrat natürlich per se schwierig. Ich schließe auf diese Differenzen aus Verlautbarungen aus Vogts Umfeld, hier vor allem Buffalo Bill aka Prechtl, und auch die Stuttgarter Lokalpresse stellte diese Vermutung schon an.
Auch Adrion halte ich für einen Kritiker Hitzlspergers. Zum einen gibt es wiederum Presseberichte darüber, daß Vogt bei strittigen Entscheidungen im Aufsichtsrat nur Adrion auf seiner Seite hätte - nur diesen, aber eben auf seiner Seite. Zum anderen erinnere ich an die Rede Adrions auf der WLAN-Gate-Mitgliederversammlung, die eben neben dem legendären Satz in Richtung Dietrich auch heftige inhaltliche Kritik insbesondere auch an dem damaligen Sportvorstand Hitzlsperger enthielt. Und ich gehe nicht davon aus, daß Adrion im Verlauf der doch recht zähen Zweitligasaison zu seinem Freund und Förderer mutiert ist.
Wenn nun der Vorstand für bestimmte Entscheidungen - die in dessen Geschäftsordnung festgelegt sind - die Genehmigung oder Zustimmung des Aufsichtsrates braucht, könnten Vogt und Adrion mit ihrer Mehrheit im
Präsidialausschuss eben diese verweigern. Daß Hitzlsperger am Ende doch an sein Ziel kommt, dafür sorgt dann die Mehrheit gegen Adrion und Vogt im Gesamtaufsichtsrat - aber eben mit einer gewissen zeitlichen Verzögerung.
Der Sinn des Präsidialausschusses verkehrt sich damit in sein Gegenteil: Anstatt schnelle Entscheidungen zu ermöglichen, dient er Vogt als Blockade- bzw. Verzögerungsinstrument.