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Karl Kasper
Schoofseggl
Matherazzo hat geschrieben:
- Beauftragung Esecon/Beauftragung Seitz

mE wäre zu klären, ob sich der Auftragsumfang rechtmäßig auf die Ausgliederungsthematik erstreckte (scheint ja noch unklar);

wenn nein, wäre zu klären, ob Vogt dafür verantwortlich ist, oder ob es insoweit ein Alleingang von Esecon war; nach allem was bisher veröffentlicht wurde, war es Teil des Auftrags;

ferner wäre zu klären, ob und warum sich der Auftrag ggü Seitz auf Aussagen zur Ausgliederung erstreckte und wenn ja, wer das veranlasst hat (Vogt oder Esecon, offenbar war es Esecon die den Auftrag erteilte, auf Grundlage des eigenen Auftrags;
Die Datenweitergabe hatte wohl den Zweck, diese beim "Guerilla-Marketing" einzusetzten, von daher schließt das die Ausgliederung mit ein


M.E. ist auch der Nachweis erforderlich, dass die Datenweitergabe und die darauf basierenden Maßnahmen von Schlittenhard zu dem konkret dann vorgenommenen Abstimmungsverhalten geführt haben. Das halte ich selbst in Einzelfällen für praktisch nicht möglich.
Theoretisch wäre es aber möglich
Aber: Auch wenn es nur ein paar Leute gerichtlich versuchen, wird das den Verein auf Jahre hinaus beschäftigen und in nie zur Ruhe kommen lassen.
Das wird mehr Anwälte und Gerichte beschäftigen
Sollte absurder Weise die Ausgliederung doch (irgendwie) durch Anfechtung rückgängig gemacht werden können, hätte das m.E. wohl massive Forderungen von Mercedes zur Folge, was nicht nur die AG wohl an den Rand der Insolvenz treiben würde, sondern auch den größten Vermögenswert des e.V. vernichten würde. Dann sind wir wieder bei oben genannter Fragestellung...

Naja, falls sich herausstellen sollte das Daimler sich aktiv am "Guerilla-Marketing" beteiligt haben sollte, könnte der e.V. massive Forderungen an Daimler stellen.

Unter Westfalen
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Grasdaggl
de mappes hat geschrieben:
Matherazzo hat geschrieben:
Flache9 hat geschrieben:Was die Anwälte schreiben interessiert mich einen Dreck.
Entweder Beweise auf den Tisch legen oder tschüss.


Wenn Du mich meinst - ich habe doch oben von Nachweisen gesprochen, die vorgebracht werden müssten (ungeachtet zusätzlicher vereins- und wahlrechtlicher Besonderheiten, die es auch noch geben könnte).

Ansonsten - um welche Nachweise/Beweise geht es Dir?

Es geht mE leider nur noch um Rechtsfragen. da wirst Du um Juristen nicht rumkommen.

Mir scheint es eher so, dass der Karren deshalb so verfahren ist, weil die Herren monatelang selbst rum gewurstelt haben und die Sache sowohl in rechtlicher Hinsicht, als auch hinsichtlich der Beteiligten unterschätzt haben und dabei eine völlig falsche Strategie eingeschlagen haben, aus der sie nun keinen Ausweg mehr finden.


das kann schon sein
das problem ist nur: viele Juristen...noch mehr Meinungen...noch mehr Kosten
Ob das also raus aus der Krise führt...keine Ahnung


Tiffi machd des beschdimmd ommasondschd.
Häggor, fliag iebor da Näggor, fliag iebor da Rai, fliag midda drennai



Wundermann
Granadaseggl
Iron hat geschrieben:
Karl Kasper hat geschrieben:Naja, falls sich herausstellen sollte das Daimler sich aktiv am "Guerilla-Marketing" beteiligt haben sollte, könnte der e.V. massive Forderungen an Daimler stellen.


:roll:

Was sicherlich den kompletten Rückzug als Geldgeber in jeglicher Form bedeuten würde.
Lautern und 60 wir kommen!
Zuletzt geändert von Wundermann am 12. Februar 2021 13:23, insgesamt 1-mal geändert.


muffinho
Iron hat geschrieben: aber darf man einen Menschen aufgrund von Vorwürfen ächten?


Das muss jeder für sich selbst entscheiden, aber dazu: wenn Dir Leute vor dem ersten Date mit Deiner neuen Bekanntschaft sagen, dass sie sich für einen Cocktail mit Fremden ins Bett steigt, brauchst Du Dich nachher nicht beschweren wenn sie später mit dem Nachbar für einen Sixpack ins Bett steigt.

Wenn man sich solche Typen ins Boot holt, braucht man sich nachher nicht wundern wenn es Ärger gibt, egal um welchen Ärger es sich handelt.

Bei Spielern haben wir doch auch schon hier diskutiert, dass man Spieler XY nicht verpflichten sollte, weil es Ärger hier und Gerüchte dort gibt, warum sollte das bei einem Funktionär anders sein. Und Vorwürfe um Mobbing, sexueller Belästigung und versuchter Einbruch in ein Hotelzimmer bzw. Beschädigung der Hoteltür der zuvor sexuell Belästigten, naja, ich weiß nicht ob ich solch eine Person in meinem Unternehmen möchte, selbst Beckenbauer hat bei den Weihnachtsfeiern die Toilettentüren ganz gelassen.

Egal, jetzt haben wir ihn. Bei Vogt und Hitzlsperger hat man es vorher nicht wissen können, dass es derartigen Ärger gibt, aber Mutschler... muss jeder selbst werten.

de mappes
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Spamferkel
Wundermann hat geschrieben:Ist eigentlich bei der Fusion 1912 zwischen dem Kronen-Club und dem Fußballverein Stuttgart 1893 alles korrekt abgelaufen?


Laut Esceon und Rahic bestehen da konkrete Zweifel.
Sie wurden von einer nicht unerheblichen Anzahl an Augenzeugen darüber in Kenntnis gesetzt.
Diese möchten aber verständlicherweise anonym bleiben
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Iron
Grasdaggl
muffinho hat geschrieben:Wenn man sich solche Typen ins Boot holt, braucht man sich nachher nicht wundern wenn es Ärger gibt, egal um welchen Ärger es sich handelt.


Wer kennen ja nicht die ganze (Vor) Geschichte. Zumindest kennt er sich im Profisport aus ... generell würde ich aber nicht ableiten, dass Ärger vorprogammiert ist ... außer wir hätten eine Damen... :stumm:

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Halbdaggl
Wundermann hat geschrieben:Ist eigentlich bei der Fusion 1912 zwischen dem Kronen-Club und dem Fußballverein Stuttgart 1893 alles korrekt abgelaufen?


Sehr witzig :!: Finde es wirklich spannend, wie hier mit solch blöden Bemerkungen darüber hinweggegangen wird, dass es möglicherweise (!!!!!!!!!) im Vorfeld der und während der bedeutsamen Abstimmung, bei der ja darüber befunden wurde, dass 25% des Vereinsvermögens an externe Investoren verkauft wird bzw. werden soll, zu illegalen Handlungen gekommen ist oder gekommen sein könnte.

de mappes hat geschrieben:in meinen Augen keine Fans des VfB, denn sie schaden dann ggfs. jahrelang mit stetem Tropfen


Wenigstens schreibst Du dazu, dass es in Deinen Augen keine Fans sind. Tatsächlich ist es vollkommen egal, ob es Fans sind, es sind nämlich Vereinsmitglieder, denen nicht egal ist, welch krumme Touren die Führung von Verein und/oder Tochtergesellschaft fährt. Und die das abstellen wollen. In meinen Augen ein sehr legitimes und legitimiertes Ziel :!: Und den vermuteten Schaden hat zunächst einmal diese Vereins- und AG-Führung angerichtet. Deren an der illegalen Datenweitergabe Beteiligte hätten auch leise und unauffällig zurücktreten können. Deren Mitglieder hätten auch keine Schlammschlacht über die Medien und über offene Briefe führen müssen.

Nach wie vor: Ich bin weder für noch gegen Hitz oder Vogt. Ich bin aber für einen integren Verein :!:
Wenn die Unfähigkeit einen Decknamen braucht, nennt sie sich Pech.

- Charles Maurice de Talleyrand -

Spielgerät
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Halbdaggl
Wundermann hat geschrieben:Ist eigentlich bei der Fusion 1912 zwischen dem Kronen-Club und dem Fußballverein Stuttgart 1893 alles korrekt abgelaufen?


Deine Frage nennt übrigens genau den Grund, warum man die Ausgliederung von 2017 nicht rückgängig machen könnte - egal ob da nun 10, 100, 1000 oder 10.000 Mitglieder ihre Stimmabgabe anfechten. Wenn bei der Gründung eines Vereins oder einer Gesellschaft etwas schief läuft und man merkt das Jahre später, kann man es ja nicht mehr "rückabwickeln", also lässt man es trotz des Fehlers weiterlaufen.

Allerding gibt es für die Mitglieder (oder Gesellschafter), die sich durch den "Fehler" bei der Gründung benachteiligt sehen, eine Möglichkeit: Sie dürfen den Verein (oder die Gesellschaft) mit fristloser Kündigung verlassen :lol: , ohne dass das negative Konsequenzen für sie hätte. Also auf geht's, ihr Ausgliederungsanzweifler.... :bounce:
"In this world there's two kind of people: Those who have loaded guns and those who dig. And you dig."

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Halbdaggl
Haber hat geschrieben:Was hat der VfB dafür oder dagegen getan? Wurden die Interessen der Fans ernst genommen?

es sind auch die Fans, Ultras die den Streit eskalieren lassen.


:nod: aber warum werden sie - was ihre INTERESSEN betrifft, ihre Sachargumente betrifft, - nicht ernst genommen :?:

Weder Hitz noch Vogt hat sich jetzt (seit dem Theater ab Dezember) inhaltlich dazu geäußert, ich meine nicht die Empfindlichkeiten, sondern das Ernst nehmen der Interessen und Anliegen der Fans, was wollen sie wirklich, was davon kann beim/vom VfB aufgenommen werden, was muss abgelehnt werden - inhaltlich/faktisch ganz ohne Betroffenheitsgesülze.

Sonst geht der Protest ewig weiter .....

Gibt es Möglichkeiten der Annäherungen?

Sind AG-Denke (und deren Protagonisten) und Fan-sein so dermaßen widersprüchlich?


Danke.

Wir kommen vermutlich jetzt endlich in ein Zeitalter (in der Politik wie im Verein), in dem man einfach nicht mehr von oben herab regieren kann. Das grundsätzliche Problem besteht meiner Meinung nach, dass man das Mitnehmen der Basis zu lange vor sich hergeschoben hat, so dass sich dort - auch durch das lange Ignorieren - inzwischen eine Radikalität breitgemacht hat, die man vermutlich nur schwer wieder auflösen kann.

Letztendlich muss das vermutlich wie bei Gesprächen zwischen Eltern und heranwachsenden Kindern ablaufen. Viel Kommunikation. Über lange Zeit. Verständnis zeigen. Ernstnehmen. Trotzdem Aufzeigen, was geht und was nicht. Aber eben in direkter und wertschätzender Kommunikation.
Wenn die Unfähigkeit einen Decknamen braucht, nennt sie sich Pech.

- Charles Maurice de Talleyrand -

Karl Kasper
Schoofseggl
Spielgerät hat geschrieben:
Wundermann hat geschrieben:Ist eigentlich bei der Fusion 1912 zwischen dem Kronen-Club und dem Fußballverein Stuttgart 1893 alles korrekt abgelaufen?


Deine Frage nennt übrigens genau den Grund, warum man die Ausgliederung von 2017 nicht rückgängig machen könnte - egal ob da nun 10, 100, 1000 oder 10.000 Mitglieder ihre Stimmabgabe anfechten. Wenn bei der Gründung eines Vereins oder einer Gesellschaft etwas schief läuft und man merkt das Jahre später, kann man es ja nicht mehr "rückabwickeln", also lässt man es trotz des Fehlers weiterlaufen.

Allerding gibt es für die Mitglieder (oder Gesellschafter), die sich durch den "Fehler" bei der Gründung benachteiligt sehen, eine Möglichkeit: Sie dürfen den Verein (oder die Gesellschaft) mit fristloser Kündigung verlassen :lol: , ohne dass das negative Konsequenzen für sie hätte. Also auf geht's, ihr Ausgliederungsanzweifler.... :bounce:


Warum sollte es nicht möglich sein eine AG zu liquidieren?

Tamasi
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Allmachtsbachel
Haber hat geschrieben:
Iron hat geschrieben:
Es ist nicht nur der Verein oder insbeondere die AG, es sind auch die Fans, Ultras die den Streit eskalieren lassen.


Ich schreibe seit mindestens 2 oder 3 Jahren immer wieder über die Anliegen und Bedürfnisse vom CC 97 und den Ultras und den Fanclubs und habe dazu auch Kontakte hergestellt zu dem beauftragten Kommissar. Dass da ein Interessenskonflikt oder halbe Ideologien und völlig andere Wahrnehmungen vorliegen ist ewig klar und es brennt seit Jahren. Wir haben hier in Stuttgart und der Umgebung etwas andere (teils verzerrte) Einstellungen zum Thema Mitbestimmung, Mitwirkung, Interessensvertretung, Einmischung ... ernst genommen werden wollen ...) als in anderen Regionen, meine ich.

Wird teils so erklärt :roll: : Pietismus, Protestantismus blabla, was weiß ich, vgl. - wenn es erlaubt sei: S 21 oder Querdenker u.a.). Stuttgart und Umland strotzt von Widerständlern und dass diese Mentalität auch einen Fußballverein erreicht ist jedem klar.

Was hat der VfB dafür oder dagegen getan? Wurden die Interessen der Fans ernst genommen?

es sind auch die Fans, Ultras die den Streit eskalieren lassen.


:nod: aber warum werden sie - was ihre INTERESSEN betrifft, ihre Sachargumente betrifft, - nicht ernst genommen :?:

Weder Hitz noch Vogt hat sich jetzt (seit dem Theater ab Dezember) inhaltlich dazu geäußert, ich meine nicht die Empfindlichkeiten, sondern das Ernst nehmen der Interessen und Anliegen der Fans, was wollen sie wirklich, was davon kann beim/vom VfB aufgenommen werden, was muss abgelehnt werden - inhaltlich/faktisch ganz ohne Betroffenheitsgesülze.

Sonst geht der Protest ewig weiter .....

Gibt es Möglichkeiten der Annäherungen?

Sind AG-Denke (und deren Protagonisten) und Fan-sein so dermaßen widersprüchlich?

Guter Beitrag. Ich finde ja schon, dass die jeweiligen Anliegen unvereinbar sind. Aber es ist natürlich Schwachsinn, dann automatisch auf ein "Das wird eh nie funktionieren" zu schließen. So wie ich das routiniert mache. :lol:

Tatsächlich wird man den Konflikt nie lösen, wenn man im Schützengraben verharrt. Insofern... stimmt. Es wäre allerhöchste Zeit, sich mal in Ruhe zusammen- und miteinander auseinanderzusetzen.

Mein worst-case-Szenario ist halt, dass am Ende die Fan-Vertreter z.B. bei Transfers gewichtig mitreden. (Siehe tw. HSV.) Das ist m.E. ein No-Go. Aber gleich an den worst case zu denken, ist blöd. Es wird ja genügend andere Bereiche geben, wo man sich annähern kann.

Hauptsache, beide Seiten fangen endlich mal an, sich zu verstehen.

(Vielleicht spricht mich der Beitrag deshalb so an, weil ich es bisher nicht so gesehen habe.)

Edit:
CZs Beitrag schließe ich mich auch an. Und ich sehe diese Kommunikation zwar angestoßen vom aktuellen Konflikt - aber letztlich davon losgelöst. Geht um ein grundsätzliches Verständnis.

Matherazzo hat geschrieben:Mir scheint es eher so, dass der Karren deshalb so verfahren ist, weil die Herren monatelang selbst rum gewurstelt haben und die Sache sowohl in rechtlicher Hinsicht, als auch hinsichtlich der Beteiligten unterschätzt haben und dabei eine völlig falsche Strategie eingeschlagen haben, aus der sie nun keinen Ausweg mehr finden.

Das glaube ich auch. Umso wichtiger wäre es, die Konfliktlösung vom Tagesgeschäft zu trennen. Damit endlich mal ein bisschen Ruhe einkehrt.

CoachingZone
Halbdaggl
Spielgerät hat geschrieben:
Wundermann hat geschrieben:Ist eigentlich bei der Fusion 1912 zwischen dem Kronen-Club und dem Fußballverein Stuttgart 1893 alles korrekt abgelaufen?


Deine Frage nennt übrigens genau den Grund, warum man die Ausgliederung von 2017 nicht rückgängig machen könnte - egal ob da nun 10, 100, 1000 oder 10.000 Mitglieder ihre Stimmabgabe anfechten. Wenn bei der Gründung eines Vereins oder einer Gesellschaft etwas schief läuft und man merkt das Jahre später, kann man es ja nicht mehr "rückabwickeln", also lässt man es trotz des Fehlers weiterlaufen.

Allerding gibt es für die Mitglieder (oder Gesellschafter), die sich durch den "Fehler" bei der Gründung benachteiligt sehen, eine Möglichkeit: Sie dürfen den Verein (oder die Gesellschaft) mit fristloser Kündigung verlassen :lol: , ohne dass das negative Konsequenzen für sie hätte. Also auf geht's, ihr Ausgliederungsanzweifler.... :bounce:


Tatsächlich ist es wohl im Vereinsrecht etwas anders als im Gesellschaftsrecht geregelt.

Ich verweise hier auf die Beiträge auf tm.de

tm.de user @RedTemptation hat geschrieben:Okay, als nicht im Vereinsrecht (aber dem sehr nahen Gesellschaftsrecht) Tätigen kann ich die Einschätzung, die Datenweitergabe führe zur Anfechtbarkeit eines Beschlusses jedenfalls auf den ersten Blick nicht nachvollziehen, aber das mag sich begründen lassen.

In keinem Fall ist aber eine Nichtigkeit des Beschlusses gegeben (das ist quasi noch eine Eskalationsstufe drüber...), sondern allenfalls die Anfechtbarkeit. Anfechtbar heißt, der Beschluss muss gerichtlich angefochten werden. Hierfür gibt es im Gesellschaftsrecht klare Fristen, die entweder im Gesellschaftsvertrag/der Satzung geregelt sind, gesetzlich festgelegt oder eben durch die Rechtsprechung entwickelt. Anfechtungsfristen sind in der Satzung des eV jedenfalls in der heute gültigen Fassung nicht enthalten. Das BGB sieht ebenfalls keine Anfechtungsfristen vor. Die Gerichte tendieren wohl zu einer viermonatigen Anfechtungsfrist.

Das heißt, die (gegebenenfalls gegebene) Anfechtbarkeit hätte faktisch keine Auswirkungen mehr auf die damaligen Beschlüsse, könnte aber natürlich für die Beteiligten ungemütlich werden...


https://www.transfermarkt.de/mitglieder ... or_1662472

tm.de user @RedTemptation hat geschrieben:Nein, Beschlussanfechtungsfristen sind von Kenntnis der Umstände unabhängig, vgl. hierfür die im Gesellschaftsrecht grundlegende Norm des §246 AktG. Damit soll exakt die hier im Raum stehende Rechtsunsicherheit vermieden werden, ob ein Beschluss wirksam ist. Die Frist gilt wie gesagt nur im Fall der Nichtigkeit des Beschlusses nicht.

Edit: Die Frist von 4 Monaten ist übrigens nicht "starr", da nicht gesetzlich geregelt. Manche Gerichte sind wohl auch schon von bis zu 2 Jahren Anfechtungsfrist ausgegangen. Auch da wären wir aber ja deutlich drüber...

Weiterer Edit: Aus Interesse habe ich - wie gesagt nur im Gesellschaftsrecht, nicht im Vereinsrecht vorgebildet - mich mal in ein Urteil des OLG Saarbrücken (https://www.iww.de/quellenmaterial/id/32937 hier im Volltext frei zugänglich) eingelesen.

Das OLG zitiert dabei weitere Obergerichte, wonach im Vereinsrecht keine starren Fristen angenommen werden können, sondern (nur) eine Verwirkung des Klagerechts in Frage kommt. Dabei kommt jetzt deine Aussage ins Spiel: Verwirkung setzt nicht nur einen reinen Zeitablauf voraus, sondern auch ein sogenanntes "Umstandsmoment", aus dem der Gegner folgern kann, das das Recht nicht mehr klageweise geltend gemacht wird. Das OLG schreibt hierzu:

"Die Treuepflicht des Mitglieds gebietet ihm deshalb, eine beabsichtigte Klage gegen Vereinsmaßnahmen mit zumutbarer Beschleunigung zu erheben."

Das heißt, wir sind im Endeffekt doch - insofern liegst du richtig und ich mit meiner Spontaneinschätzung des Vereinsrechts falsch - bei der Frage, wann eine Klage unter dem Gesichtspunkt der "zumutbaren Beschleunigung" eingereicht hätte werden müssen bzw. noch eingereicht werden kann.

Bitte beachten: Diese Ausführungen betreffen NUR die Klagefrist, insbesondere kann ich als Außenstehender nicht einschätzen, ob überhaupt (wie RA Seitz das annimmt) ein Anfechtungsrecht (und für wen) besteht.


https://www.transfermarkt.de/mitglieder ... or_1662557

Dass ich dies hier zitiere, bedeutet übrigens nicht, dass ich selbst eine Anfechtung befürworte. Es soll aber dazu dienen, dass man diesbezüglich nicht mehr wild herumspekulieren muss.
Zuletzt geändert von CoachingZone am 12. Februar 2021 11:44, insgesamt 2-mal geändert.
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de mappes
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Spamferkel
Wenigstens schreibst Du dazu, dass es in Deinen Augen keine Fans sind. Tatsächlich ist es vollkommen egal, ob es Fans sind, es sind nämlich Vereinsmitglieder, denen nicht egal ist, welch krumme Touren die Führung von Verein und/oder Tochtergesellschaft fährt.


korrekt
zumindest waren sie Mitglieder
wenn leute, die für die Ausgliederung stimmten sich jetzt hinstellen und klagen würden, weil sie sich getäuscht fühlen, habe ich dafür null Verständnis

Manchmal ertappe ich mich bei dem Gedanken: Dann lasst doch alles an die Wand fahren, wickelt alles zurpck ab, werft alles raus und zahlt Millionenstrafen...meldet vom Profi-Betrieb ab...mal sehen, wer dann zufrieden ist.
Ein paar Ultras tingeln dann sicher zur Bezirksliga...manche kicken dann vielleicht sogar für ihren Herzensverein VfB Stuttgart 21
Ein Großteil, die überwältigende Mehrheit, da bin ich mir sicher, hätte jetzt gerne eine Aufarbeitung, gerne personelle und zu zahlende Konsequenzen in einem gewissen Rahmen und die Zuwendung zum sportlichen Geschehen.

Es wäre schade, wenn es den VfB in der Form nicht mehr gäbe...vereinzelte verblendete aber scheinen das in Kauf zu nehmen
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de mappes
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Es werden immer neue Baustellen aufgemacht, die man garnicht mehr zuschütten kann...diese ganzen Fragestellungen ausgehend vom Datenskandal werden monatelang rumgeistern
die medien freut das natürlich...sie graben immer weiter und halten die gräben auch offen...immer neue klicks und neue aufmacher...toll!
mal sehen, wie lange sie noch über den umtriebigen Bundesligisten VfB Stuttgart schreiben dürfen...wie so oft sind sie Teil eines Unterganges, der sich anbahnt (und hoffentlich sportlich nicht eintritt)
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CoachingZone
Halbdaggl
@de mappes

Hast Du denn die Leute mal gefragt, was sie eigentlich wollen? (Vielleicht den Prechtl mal ausgenommen...)

Oder willst Du das alles schon selbst ganz genau vorher wissen?
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- Charles Maurice de Talleyrand -




de mappes
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Spamferkel
CoachingZone hat geschrieben:@de mappes

Hast Du denn die Leute mal gefragt, was sie eigentlich wollen? (Vielleicht den Prechtl mal ausgenommen...)

Oder willst Du das alles schon selbst ganz genau vorher wissen?


das worst case horror szenario, das ich beschrieb, kann keine Mehrheit wollen...da bin ich ganz sicher.
Wer dem Verein (Sagen wir Club VfB Stuttgart) schaden möchte, ist kein Fan dieses Clubs.
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Unter Westfalen
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Grasdaggl
Das schöne an den Verzagtheitsposts von mappes ist,
dass er uns in seinem letzten Halbsatz immer noch ein Handbreittürchen offenhält.

Kräht der Hahn auf dem Mist, ändert sich 's Wetter oder es bleibt, wie es ist.
Häggor, fliag iebor da Näggor, fliag iebor da Rai, fliag midda drennai

VfB-1893
Muggaseggele
Einige werden die Anfechtbarkeit schon irgendwie gegen den VfB nutzen.
Aber fernab von tatsächlichen größeren Konsequenzen, geht es doch um das gesäte jahrelange Misstrauen von Fans, Mitgliedern aber auch von potentiellen Investoren, die in 1.Linie auf makelloses Image achten und wegen unberechenbarer Wut-Fans jederzeit die Vernichtung ihrer Kapitaleinlage beim "Betrüger"-Verein fürchten müssen
Und was ist, falls Daimler die Anfechtbarkeit nutzt?
VfB und Fußball generell scheint ohnehin eine zunehmend nachrangigere Bedeutung einzunehmen.

de mappes
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Spamferkel
CoachingZone hat geschrieben:... und bei tm.de haben sie schon ausgegraben, dass er auf einer rechten Plattform mitgeschrieben hat... :?


unglaublich...weiß zwar nicht was dran ist, aber generell
gibt es noch unvorbelastete Personen? ich glaube nicht

Was ich las ist, dass er an einer jüdischen Zeitung mitwirkte...und dann nebenbei noch rechts?
wahnsinn
dann haben wir auch bald wieder ne politische Diskussion

Der 44-Jährige war vor seiner Zeit beim Kölner Bundesligist unter anderem beim Kölner Stadt-Anzeiger tätig, baute dort als Chef vom Dienst den Online-Newsdesk auf. Zudem arbeitete er bei der Jüdischen Allgemeinen und dem RBB. Kaufmann soll zum 1. März seinen neuen Job aufnehmen.


also rechts, ÖR und bei der Jüdischen Allgemeinen...HÄ????!!!!!!!!!!!!!!
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