Wahnsinn, wie hier die Emotionen hoch kochen.
CZ findet keinen Schlaf, schiebt wortreich Nachtschicht ... und keiner weiß so wirklich, wann sich Fränk in dieser Causa radikalisiert hat.
Auch wenn es in der Tat auffällig ist, dass wir hier nun verstärkt "Neulinge" im Forum haben, die zudem und bezeichnenderweise nahezu ausschließlich zur "großen Vereinspolitik" posten, sollte man trotzdem konstatieren, dass diese mit "Troll" reichlich ungebührlich kategorisiert sind. Denn sie bringen mit Ihrer Meinung auch Argumente und hinterleuchten ihre Betrachtungen & Schlussfolgerungen ausgiebig. Das sollte man zugute halten und vor allem mit Contenance aushalten können. Denn ach der landläufigen Definition eines Trolls, wäre in der Betrachtung eher Württi ein solcher, der ja so gut wie nichts an seiner holzschnittartigen Betrachtung mit Herleitung unterfüttert. Aber gut, diese "Basta-Beiträge" kann ja im Grunde auch keiner ernst nehmen, sie dienen höchstens als als "auflockerndes Element in zeitgeistiger Manier".
on topic.
In Zeiten wie diesen, muss das Nachdenken über die Einberufung einer außerordentlichen MV online eigentlich obligat sein. Wie hier schon mehrfach nachvollziehbar dargestellt (zuletzt von matthes) kann man in der gesamtheitlichen Betrachtung der Situation gar nicht anders. Ob diese nun unbedingt für Ende März einberufen werden musste, sehe ich zurecht als streitbar, da die Zeit für eine Meinungsbildung in nahezu allen prekären Fragestellungen nicht gerade üppig, bis gradewegs zu kurz ist. Hier wäre die Wahl des Zeitpunkts, April bis Richtung Saisonende hin, deutlich glücklicher gewesen. Die Verschiebung bis in den September, wie von Vogt präferiert, halte ich für deutlich zu spät. Dies würde alleine zeitlich dann mit der ordentlichen und von der Satzung her verlangten MV kollidieren, in der die anderen Gremien zur Wahl stehen. Die ordentliche und außerordentliche MV gemeinschaftlich abhandeln zu wollen, halte ich für wenig zielführend.
Da eine Verschiebung mit mehr zeitlichem Vorlauf durch den mehrheitlichen Präsidiumsbeschluss nun nicht gegeben ist, gehe ich davon aus, dass wir bis Ende Februar einiges an Weichenstellungen erfahren werden. Bis dahin müssen folgende Punkte eine für die Mitglieder nachvollziehbare Beleuchtung erfahren:
1) Die rechtliche Bewertung der Datenaffäre und die Strafe durch den LDSB,
2) die damit verbundenen personellen Konsequenzen auf Funktionärsebene sowie
3) das letztgültige Bewerberfeld um den Präsidentenposten des e.V.
ad 1)
Hier wird mEn von den handelnden Personen beim VfB klar benannt werden müssen, dass die Weitergabe von Mitgliederdaten zum Zwecke der Mitgliederbeeinflussung sowohl rechtlich wie auch ethisch zu verurteilen ist und man die Strafe des LDSB hier vollumfänglich akzeptiert. Im Weiteren muss so aufrichtig wie nur eben möglich versichert werden, dass man hier künftig transparent und moralisch einwandfrei agieren will. Sowohl Hitz als auch Adrion haben ja bereits zu Protokoll gegeben, dass durch die neu aufgesetzten Strukturen so etwas gar nicht mehr möglich sei. Ob das zur Befriedung ausreicht...?
ad 2)
Die unmittelbar in die Guerilla-Aktion verwickelten Kräfte, die heute noch beim VfB tätig sind, müssen abberufen werden. Mutschler und Schraft vorneweg, dazu eigentlich auch Röttgermann und Heim, ohne deren Kenntnis die Aktion faktisch nicht hätte laufen können. Der eine als Chef des Marketings (dessen Führungskraft Fischer ja zusammen mit Schraft die Aktion seitens des VfB begleitete) der andere als Finanzvorstand, der das Budget von 700.000 € für die Guerilla-Marketing-Aktion bereitstellte. Dies wäre der "tiefe Schnitt" ins Organigramm des VfB. Welches man in der 109 sicher mehr als gerne verhindern möchte. Mir fällt aber kaum ein Szenario ein, wie man diese Leute aus der Schusslinie nehmen will, wenn man die Ergebnisse des Untersuchungsbericht -wie versprochen- vollumfänglich zugängig macht.
ad 3)
Ich könnte mir vorstellen, dass man Adrion dazu überredet bekommt zu kandidieren. Das wäre aus Sicht des Vereins wohl die einzige Möglichkeit, wie man Vogt zur Wahl zulassen könnte. Die Abgrenzung Adrion / Vogt wäre da sicher spannend, sowohl von den Kandidaten selbst, als auch was da aus dem Umfeld käme. Denn man müsste erkennbar transportiert bekommen, wieso Vogt nicht das Format zu mehr als "dem Aufklärer" hat und im Umkehrschluss Adrion als "altgediehnter VfB'ler" das Zeug dazu hat die Gräben zuzuschütten und den VfB auf der Krise zu führen.
Aber zunächst muss man schauen, ob das Präsidium in der jetzigen Form überhaupt noch die Legitimierung hat, Mehrheitsbeschlüsse wie den zur Terminierung der aoMV Ende März zu fassen. Rechtlich hat es das bestimmt, aber im Umfeld formiert sich der Widerstand.
STN hat geschrieben: Ein Zusammenschluss mehrerer VfB-Mitglieder, darunter der ehemalige Präsidentschaftsbewerber Christian Riethmüller, Susanne Schosser und Blogger Ron Merz, fordert den sofortigen Vereinsausschluss von VfB-Präsidiumsmitglied Rainer Mutschler.
„Aus unserer Sicht ist es unverantwortlich, dass ein Präsidiumsmitglied, das
Tausende von Mitgliedern getäuscht hat, weiterhin Entscheidungen im Präsidium trifft, und
damit erneut weitreichenden Einfluss auf Vorgänge nimmt, die die Interessen der von ihm
getäuschten Mitglieder betreffen. Mit diesem Verhalten stellt Rainer Mutschler seine eigenen Interessen – offenbar nicht zum ersten Mal - vor die der Mitglieder und des Vereins,“ wird Susanne Schosser in einer Mitteilung der Initiative zitiert, welche deren Motivation erläutert. "Wir haben mit dieser Aufforderung für Vereinsausschluss ganz bewusst ein paar Tage gewartet, um Herrn Mutschler, aber auch Präsidium und Vereinsbeirat die Möglichkeit zu geben, selber die notwendigen Konsequenzen zu ziehen. Da dies nicht geschehen ist, sehen wir es als unsere Pflicht als Mitglieder an, mit dieser Forderung weiteren Schaden vom Verein abzuwenden", heißt es weiter.
https://www.stuttgarter-nachrichten.de/ ... 380bb.htmlEs bleibt spannend.