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Rufus
Granadaseggl
Auch bei TM gefunden :D
Für mich als Taktik-Laien eine sehr gute Taktik-Analyse aber mich würde interessieren was die Fußball-Experten im Forum dazu meinen, z.B. :
Oft werden Spielern klare Aufgaben gegeben: Wenn der 6er vom Gegner einen Rückpass auf den Torwart spielt, dann läuft der Mittelstürmer ihn an. Im oben genannten Beispiel würde Castro nach Erfolgen des Rückpasses sein Pressing also abbrechen und Nicolas Gonzalez würde durchlaufen. Das ergibt in vielen Szenen aber überhaupt keinen Sinn. Dadurch, dass Castro bereits Dynamik aufgenommen hat und Gonzalez diese erst noch aufbauen müsste, kann Castro früher und vor allem höheren Druck auf den Ball machen. Diese Verwendung von Prinzipien statt klaren Aufgaben macht die Mannschaft insgesamt sehr flexibel.

Statt auf bestimmte Räume oder Rollen festgelegt zu sein, werden diese bei den Schwaben fließend übernommen und gewechselt. Gonzalez, nominell oft der Mittelstürmer, findet sich im Pressing auch mal positionell als linker Wingback wieder. Didavi, nomineller Zehner, läuft ähnlich wie der „Achter“ Castro oft vom Flügel oder gar als „Stürmer“ an und versucht, den Gegner nach außen oder hinten zu lenken. Das macht es auch so schwierig, eine Formation für die Stuttgarter Defensiv-Struktur zu benennen.

Wenn man es ganz drauf anlegt, lässt sich die Formation wohl als 4-4-2/4-1-3-2 Hybrid beschreiben. Viel wichtiger als diese Zahlenanordnung ist jedoch das Grundverständnis jedes Spielers dafür, was das Team erreichen möchte. Da dieses Grundverständnis bei den Stuttgartern gut ausgebildet ist, fällt es den Spielern leicht, auf jede Spielsituation zu reagieren: Unabhängig davon, auf welcher Position sie sich gerade befinden.

http://konzeptfussballberlin.de/2021/01 ... art-20-21/

Rufus
Granadaseggl
halensee hat geschrieben:Die Analyse ist gut. Entscheidend ist folgender Satz

Viel wichtiger als diese Zahlenanordnung ist jedoch das Grundverständnis jedes Spielers dafür, was das Team erreichen möchte. Da dieses Grundverständnis bei den Stuttgartern gut ausgebildet ist, fällt es den Spielern leicht, auf jede Spielsituation zu reagieren: Unabhängig davon, auf welcher Position sie sich gerade befinden.

Das Prinzip z.B. den Torwart anzulaufen macht nur dann Sinn, wenn die Mitspieler sich in einer Position befinden aus der heraus sie ebenfalls Druck auf die potentiellen Anspielpositionen ausüben. In diesem Fall muss man defensiv so gestaffelt sein, dass ein langer Befreiungsschlag kein Risiko bedeutet.

Der Grundsatz ist, dass Aktionen die ein potentielles Risiko für die Abwehr bedeuten immer koordiniert und gemeinsam stattzufinden haben. Spielt da einer nicht mit oder interpretiert das "Prinzip" fehlerhaft, kann das durchaus zu Problemen führen.

Beim VfB funktioniert das i.d.R. sehr gut, was auch daran zu erkennen ist, dass wir unnötige Kilometer gut vermeiden und somit die Power für "aktive" Aktionen nutzen können.

:nod: :nod:
Ich finde aber auch folgenden Satz entscheidend:
Diese Verwendung von Prinzipien statt klaren Aufgaben macht die Mannschaft insgesamt sehr flexibel.

Das ist bei Rino aber nicht neu, es wurde schon von Anfang geschrieben, dass er das von Nagelsmann (aka "der kleine Pisser") gelernt hat!

CoachingZone
Halbdaggl
Rufus hat geschrieben:Das ist bei Rino aber nicht neu, es wurde schon von Anfang geschrieben, dass er das von Nagelsmann (aka "der kleine Pisser") gelernt hat!


Echt? Vielleicht war es ja auch umgekehrt? Weil Nagelsmann ja schon höchst respektvoll von dem Nürnberger Jugendtrainer gesprochen hat, gegen dessen Mannschaften es immer so schwer zu spielen gewesen sei.

Oder vielleicht haben sie es ja auch gemeinsam entwickelt? So im gemeinsamen Zimmer während der Fußballlehrer-Ausbildung.

"Prinzipien" klingt jedenfalls schon ein ganz klein wenig nach höherer Mathematik, findest Du nicht... ;)
Wenn die Unfähigkeit einen Decknamen braucht, nennt sie sich Pech.

- Charles Maurice de Talleyrand -


CoachingZone
Halbdaggl
Jurist bin ich keiner. Und Prinzipien, wie man gewisse Aufgabenstellungen lösen kann, gibt es in der Mathematik schon. Erklär(t)e ich zumindest immer meinen Mathenachhilfeschülern...
Wenn die Unfähigkeit einen Decknamen braucht, nennt sie sich Pech.

- Charles Maurice de Talleyrand -

Goofy
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Grasdaggl
Rufus hat geschrieben:
Oft werden Spielern klare Aufgaben gegeben: Wenn der 6er vom Gegner einen Rückpass auf den Torwart spielt, dann läuft der Mittelstürmer ihn an. Im oben genannten Beispiel würde Castro nach Erfolgen des Rückpasses sein Pressing also abbrechen und Nicolas Gonzalez würde durchlaufen. Das ergibt in vielen Szenen aber überhaupt keinen Sinn. Dadurch, dass Castro bereits Dynamik aufgenommen hat und Gonzalez diese erst noch aufbauen müsste, kann Castro früher und vor allem höheren Druck auf den Ball machen. Diese Verwendung von Prinzipien statt klaren Aufgaben macht die Mannschaft insgesamt sehr flexibel.

Statt auf bestimmte Räume oder Rollen festgelegt zu sein, werden diese bei den Schwaben fließend übernommen und gewechselt. Gonzalez, nominell oft der Mittelstürmer, findet sich im Pressing auch mal positionell als linker Wingback wieder. Didavi, nomineller Zehner, läuft ähnlich wie der „Achter“ Castro oft vom Flügel oder gar als „Stürmer“ an und versucht, den Gegner nach außen oder hinten zu lenken. Das macht es auch so schwierig, eine Formation für die Stuttgarter Defensiv-Struktur zu benennen.


Eine Mischung aus Alex Zorniger und Tim Walter.

:D

Rufus
Granadaseggl
CoachingZone hat geschrieben:Jurist bin ich keiner. Und Prinzipien, wie man gewisse Aufgabenstellungen lösen kann, gibt es in der Mathematik schon. Erklär(t)e ich zumindest immer meinen Mathenachhilfeschülern...

Klar du warst natürlich auch Mathenachhilfelehrer.
Mr. Superman, wow!


Rufus
Granadaseggl
Ja aber bei CZ ist das was anderes, der Typ glaubt immer, er weiß alles besser:
- Seine Anspielungen auf seinen Nicknamen....sprich er ist auch Trainer
- Seine Anspielungen, dass er Internas kennt
- Seine "Kenntnisse" über Fußball, Taktik, etc
Wahrscheinlich weiß er auch über Corona und Politik allgemein mehr als andere.

Klar, ich weiß in all diesen Dingen nicht so viel Bescheid aber wenn man dermaßen andauernd immer besserwisserisch auftritt, kotzt es einen "Normalo" wie mich halt an.

Sorry, musst mal raus!


Hasenrupfer
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Grasdaggl
^ Check ich jetzt au net ganz, woher des auf einmal kommt...

Aber hey, seh mer's positiv, den Amis kannsch einfach alles verkaufen:

How did a New Jersey-born Columbia University graduate with a degree in applied math become the head coach of one of Germany’s top soccer clubs?


Hach, seufz.

Nilkheimer
Halbdaggl
Gleichwohl ist da ein Fehler drinne. Momentle, ich korrigier das mal kurz... *krutschl*...:

How did a New Jersey-born Columbia University graduate with a degree in applied math become the head coach of Germany’s top soccer club?


Kein Ding.
Aber das macht doch nichts.







Rufus
Granadaseggl
higgi hat geschrieben:Rose ist nicht gut beraten.
Er muss doch wissen, dass das eigentlich nur schief gehen kann

Es soll tatsächlich Menschen geben, die einfach wegen der vielen Kohle den Arbeitgeber wechseln. :shock:
OT:
Oder wegen anderer Gründe, der schöne Brüno z.B wählt seinen neuen Club vielleicht auch auf Grund der Attraktivität der Spielerfrauen aus. :mrgreen:





Hasenrupfer
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Grasdaggl
heggi hat geschrieben:Hab gerade gelesen, dass Rose nach der Säsong zum BVB geht. Gladbach braucht also nen neuen Dräner. Würde mich nicht wundern, wenn Eberl deshalb bei uns nachfragte...


Fragen koscht ja nix, aber mehr als "Isch klar. Danke, Tschüss!" wird da kaum bei rumkommen.