Die bewußte Abkehr vom maximal turbokapitalistischen Investorenfußball ala Manchester City, PSG, Barca oder auch dem FC Bauern in Deutschland kann man doof finden - sie muss aber nicht zwangsweise falsch sein. Nur weil alles geht, muss nicht jeder noch lange nicht alles mitmachen. Oder soll der VfB irgendwann auch nach Katar fliegen? Will man das? Bzw. wer kann da dann mitgehen, wenn der Scheich kommt?
Wer weiß, vielleicht ist die Schraube eines Tages wirklich überdreht und dann profitieren diejenigen Fußballclubs (um mal nicht Vereine zu sagen), die eine gute Alternative gefunden haben. Und mit profitieren meine ich nicht zwingend maximale Fernsehpräsenz, Rasierklingenwerbung und noch mehr und noch teureres Merchandise. Mit profitieren meine ich eher, dass diejenigen Menschen, die Spaß und Freude an diesem Spiel und einem gut ausgestalteten Wettbewerb haben, kommen, sich das anschauen, darüber diskutieren, sich zanken, fetzen, lieben und in den Armen liegen.
Oh, jetzt kommen sie gleich wieder und beschimpfen mich als ewigen Romantiker und Traditionalisten und sagen, ich solle mich zu meinen Kumpels in die Kurve schleichen (die ich doch gar nicht habe - also Kumpels

).
Interessant wäre aber mal eine wirklich gut durchdachte, sachliche (vor allem sachliche) Befragung von Fußballinteressierten, Fans, Kickern usw usw was Ihnen den wirklich an derSache Fußball, VfB usw wichtig ist und wie sie sich das vorstellen. Quer durch alle Schichten, vom HT-Bruddler über den ich-komm-einmal-wenn-CL-ist-Edelfan bis zum Kurvenfan. Repräsentativ.
DAS würde mich wirklich interessieren.