Ärgerlich, dass der FC Scheichstaat weitergekommen ist. Aber ein 0-2 wäre gestern absurd gewesen.
mappes,
fehlende Geilheit? Du meinst, die Bauern wollten's nicht so richtig?
Come on! Es lag gestern nicht am fehlenden Willen, sondern am Können.
Und wohl auch am Coaching. In der ersten Hälfte hatten die Bauern zwar auch kaum was Zwingendes, aber sie waren wenigstens halbwegs nah dran. Ein paar halbgare Strafraumszenen - aber immerhin! In der zweiten Halbzeit kam quasi nix mehr. Und das, obwohl nur noch ein Tor gefehlt hat! PSG hat da einfach besser nachjustiert und das Spiel noch besser im Griff gehabt. Die Bauern haben nur phantasielos weiter immer das Übliche versucht.
Oft waren auch "Spiel' ruhig!"-Zurufe zu hören, auch noch kurz vor Schluss. Dabei war offensichtlich, dass sie mit einem sachlichen Aufbauspiel längst nicht mehr durchgekommen sind. Bisschen mehr wilde Luzie wäre vielleicht auch ein Versuch gewesen, zumindest gegen Ende, irgendwann
muss man ins Risiko.
Natürlich haben Lewandowski, Goretzka und Gnabry gefehlt. Das war hart. Aber vielleicht hatten die drei auch Glück, weil sie dadurch nicht - wie der Rest der Truppe - auf Normalmaß gestutzt wurden. Vor allem Alaba, Kimmich,... in der Bundesliga oder meinetwegen im CL-Vorspiel gegen Lazio Rom ragen sie heraus, aber gegen die gestrigen Topspieler war das ein krasser Abfall. Neymar schlenzt von der Strafraumkante ans Lattenkreuz, Coman aus gleicher Position ans Drehkreuz, irgendwo hinter der Tribüne, draußen am Stadion-Eingang. Und dass Sané ausgerechnet gestern seine Wette mit Herbert Bockhorn eingelöst hat - "Wetten, dass keinem auffällt, wenn du statt mir spielst" - war auch nicht hilfreich.
Im Ernst, Sané... klar, die Außen waren diesmal dicht, aber eigentlich war das gestern ein Spiel von ihm, wie es auch Coulibaly - an einem schwächeren Tag - bei uns macht. Könnt' was draus werden, wird meist nix draus. Allein die Situation in der 92. Minute. Er setzt sich - endlich mal - gut durch, ist im Strafraum, hat sogar Zeit - und anstatt in den Rückraum zu Musiala zu legen oder zur Not (fast aussichtslos) zu schießen, spielt er einen laschen Pass mitten in die vielbeinige Pariser Abwehr, der Weg war absolut dicht und Navas hat Danke gesagt. Bei einem Spieler wie Coulibaly ist sowas okay. Beim Millionen-Mann Sané sollte etwas anderes eingepreist sein.
Und zum Schiri:
Ja, ärgerlich - und null verständlich - dass er trotz Zeitverzögerungsschauspielereien pünktlich nach vier Minuten NSZ abgepfiffen hat. Mindestens eine Extra-Minute wäre angebracht gewesen. Nur: Hätt's was gebracht? Nicht wirklich.
Die meisten Bauernfans heulen rum. Aber es gibt auch Ausnahmen:
Unbekannter Bauernfan hat geschrieben:Schon ein Kindergartenniveau, das hier manche an den Tag legen.
mimimi Schiri, immer alles gegen uns, Schwalben, Nachspielzeit, mimimi, mimimi
Verletzte mimimi, alles gegen uns verschworen mimimi
Neymar Schwalbe mimimi mimimi
die Welt ist doof und ungerecht, mimimi mimimi
Sorry aber ich kann den Schwachsinn, den manche hier absondern nicht mehr lesen. Im Hinspiel war man schlicht und ergreifend zu doof, im Rückspiel schlicht und ergreifend zu schlecht und harmlos. Da PSG die richtigen Lehren aus dem Hinspiel gezogen hat, war man selbst nicht in der Lage irgendetwas am eigenen Spiel zu ändern.
(...) Die einzig wirklich wichtige Fehlentscheidung des Schiedsrichters ging gegen PSG, als Mbappe alleine aufs Tor gelaufen wäre, aber fälschlicherweise Abseits entschieden wurde.
Man ist verdient ausgeschieden, weil PSG es geschafft hat ihr Spiel im Rückspiel komplett anders zu strukturieren und man selbst nichts dagegen setzen konnte.
Lob an den kicker:
"Der FC Bayern ist immer ein fairer Verlierer", behauptete er [Flick] und schob die nächste gewagte These über seinen Arbeitgeber gleich hinterher: "Dass wir da im Nachhinein noch mal nachkarten, ist nicht unser Stil."
Die fett verlinkten Stellen führen zu Artikeln übers DFB-Pokalfinale 2018 (
"Bayern-Profis warten Eintracht-Siegerehrung nicht ab") und zu Rummenigges Bankettrede nach dem CL-Aus 2017 (
"Wir sind beschissen worden, im wahrsten Sinne des Wortes").
