Noch was wirklich Skandalöses:
Die Helmholtz-Gemeinschaft hat dem Abteilungsleiter der Epidemologie, Gérard Krause, einen Maulkorb verpasst. Er wollte ein Papier an die Bundesregierung mit unterzeichnen, indem davon abgeraten wird Corona-Maßnahmen vom Inzidenzwert abhängig zu machen. Die Wissenschaftler argumentieren in ihrem Brief rein sachlich und fachlich.
Eigentlich gilt in Deutschland der Artikel 5 Absatz 3 unseres Grundgesetzes, auch als "Freiheit von Lehre und Forschung" bekannt. Doch die Helmholtzgemeinschaft begründete ihr Verbot damit, dass Wissenschaftler ihrer Einrichtung sich politisch neutral zu verhalten hätten.
Gerade diese Erklärung macht aber den Maulkorb für Krause erst so richtig skandalös, weil nämlich andere Wissenschaftler der Helmholtz-Gemeinschaft, wie zum Beispiel die Virologin Melanie Brinkmann und der Physiker Michael Meyer-Hermann vehement nach harten Lockdown-Maßnahmen in der Öffentlichkeit verlangen und Frau Brinkmann sogar eine der engsten Beraterinnen der Kanzlerin ist. Also während Krause mit ein paar anderen renommierten Epidemologen lediglich auf ein merthodisches Erfassungsproblem aufmerksam machen will, soll ausgerechnet er schweigen. Wohingegen seine Kollegen, welche ein sehr umstrittenes NOCovid-Paper lanciert haben und sich massiv politisch engagieren dafür gelobt wurden.
Das hat dann natürlich überhaupt nichts mehr mit Wissenschaft und einem fairen Wettstreit der Argumente zu tun. In wie weit die Bundesregierung hier hinter den Kulissen mitwirkte, muss man jetzt sehr genau untersuchen.
Hier mal aktuell ein Interview von Herrn Krause, welches er der Tagesschau-Redaktion gegeben hat und seine Position verdeutlicht:
https://www.tagesschau.de/inland/gesell ... obal-de-DEDie Helmholtz-Gemeinschaft hat sich mit diesem Maulkorb für Krause vollständig wissenschaftlich desavouiert und ich hoffe inständig, dass dieser Skandal noch ein gehöriges Nachspiel für den Verein hat.