de mappes hat geschrieben:RedBlues hat geschrieben:killroy hat geschrieben:Aber auch das stimmt so nicht ganz.
1. Gab es eine umfassende Berichterstattung darüber, dass Astra bei Ü60 bis dato total sicher ist. Und die Veränderungen der jeweiligen Empfehlungen über die Zeit kamen ja nicht aus heiterem Himmel sondern immer anlassbezogen. Es ist immer klar und deutlich kommuniziert worden, dass es einen wissenschaftlichen Hintergrund für die jeweils aktuelle Empfehlung gab und gibt. Das verstehen doch auch Ü60-jährige.
Stimme dir da grundsätzlich zu. Nur, das ist die objektive Sicht auf die Dinge, wenn man nicht betroffen ist. Was da völlig vergessen wird ist die emotionale subjektive Sicht. Der Mensch funktioniert eben nur teilweise komplett rational, in diesem Fall leider.
Gibt es eigentlich einen rationalen wissenschaftlichen Grund warum Astra in BaWü nicht eine Impfempfehlung für U60 Männer hat? Die allermeisten Fälle waren soweit mir bekannt ist ja Frauen.
Frage weil du dich da etwas tiefer auskennen zu scheinst.
Was die Impfgeschwindigkeit angeht. Ich sehe das aktuelle Vorgehen auch skeptisch, weil man durch die Praxis, dass sich Menschen selbst einen Termin organisieren müssen, Nebeneffekte erzeugt die garantiert nicht gewünscht sein können. So hört man in meinem Umfeld, dass sich Menschen in jedem Impfzentrum in der Nähe eine Nummer besorgt haben und bei allen impfenden Hausärzten die sie kennen ihren Namen hinterlegt haben. In der Hoffnung so zu einem Impftermin zu kommen.
Was das für das System bedeutet ist ja ziemlich offensichtlich. Da werden einige, wenn nicht sogar viele, mehr als einen Impftermin haben, der Ansturm von vielen auf mehrere Buchungssysteme erzeugt doch nur Probleme. Und dann stehen da Menschen auf 5 Wartelisten von unterschiedlichen Hausärzten und probieren wie wild bei den Impfzentren von Heilbronn bis Stuttgart einen Termin zu bekommen.
Effizient ist das nicht, und nicht nur die die sich einen Impftermin auf diese Weise besorgen vergeuden Zeit, nein die Hausärzte die dann ständig umsonst Leute anrufen dass nun ein Termin frei ist, vergeuden wichtige Zeit und Ressourcen.
das vorgehen ist verständlich und wird von vielen so gelebt...hier im Saarland geht man von durchschnittlich 500 abgesagten Terminen pro Tag! aus...ich glaube es werden täglich generell "nur" ein paar Tausend Leute hier geimpft...also ist das schon ne hohe Zahl an Absagen...deswegen wurde hier das System erweitert um kurzfristig buchbache Termine und dadurch kommt es zu deutlich weniger AUsfällen an Terminen und Dosenabgaben...gut gemacht kann man da ausnahmsweise mal sagen
Aber die kurzfristigen Absagen bzw. verfallende Impftermine aufgrund von no-shows ist doch genau das systematische Problem welches man durch die Terminvergabe erzeugt!
Ist doch ganz einfach, ich hab mir zum Beispiel (ich bin nicht berechtigt, ich schreibe nun nur in der ich-Form) in einem Impfzentrum einen Termin besorgt, der ist in 2 oder 3 Wochen, bei mindestens einem Hausarzt habe ich mich dazu noch auf die Warteliste setzen lassen. Jetzt meldet sich der eine Hausarzt, nächsten Samstag kann ich kommen, also denk ich mir super, ich bin am Start und lasse mich impfen. Und die Woche drauf poppt in meinem Kalender auf, dass ich morgen oder in 2 Stunden einen Impftermin im Impfzentrum habe.
Jo, und da melde ich mich wenn ich freundlich bin dann wenigstens noch und sage meinen Termin ab, oder ich denk mich am Arsch die Räuber und lasse den einfach verfallen.
Und am Ende kommen dann halt am Tag dutzende Leute je Impfzentrum nicht zum Impftermin, weil sie schon wo anders geimpft wurden.
Jetzt kann man sagen, das ist so gedacht, das erhöht die Anzahl der Impfungen pro Tag. Aber ich hab da eben meine Zweifel.
Und es wäre so einfach das anders zu machen. Aber wir in Deutschland haben halt immer besonders gute Ideen.







