Monitor hat geschrieben:Trotzdem finde ich es wichtig, nicht nur ich, auch u. a. Gefäßchirurgen (meine), die meine Thrombosen
halbjährlich checken, ich habe ja noch mehrere Thrombosen, dass es sehr wünschenswert wäre,
dass viel mehr Menschen (allgemein ohne vorab Embolien gehabt zu haben) labortechnisch nach Gerinnungsstörungen untersucht würden (Check, nur ein Wunsch!). Ich wusste erst 10 Monate nach der Lungenarterienembolie (Infarkt), dass ich mehrere ausgefallene Gerinnungsstörungen habe, bei einer ist das 40fache Thromboserisiko.
Davor bin ich sehr oft Langstrecke geflogen mit 2 x umsteigen (Schnitt 20 - 26 h). Jetzt kann ich viel
besser Vorsorge treffen, auch bei längeren Auto- oder Zugfahrten. Also nicht nur mit Thrombosestrümpfen, sondern auch mit den auf mich abgestimmten Blutverdünner (ganz wichtig, auch da habe ich gewechselt) und mehr.
Öfters haben dann auch weitere Familienmitglieder die Gerinnungsstörungen. Bei zwei meiner
Kinder wurde das später festgestellt, eine hat bisher zum Glück nichts davon, einer lässt sich noch testen. Beide, die es haben, haben unterschiedliche Gerinnungsstörungen, nicht ganz so heftig und mehrere Varianten wie bei mir. nur eine Variante. Vor allem bei Frauen ist das wichtig, nicht nur wg. Einnahme von Hormonen, Schwangerschaften, OPs, lange Reisen.
Ein Sohn mit Gerinnungsstörung lässt sich mit AstraZeneca impfen bzw. hat sich auf die Warteliste beim Hausarzt setzen lassen.
Im Bekanntenkreis war das auch so. Betagte Eltern eines Bekannten hatten Gerinnungsstörungen, der Vater starb an einer Lungen-Embolie, die drei Kinder sollten sich testen lassen. Nur ein Sohn (selber Hausarzt) hat es gemacht, auch bei seinen Kindern und er / sie hatte auch das Problem. Einige Jahre später ist ein weiterer Bruder, der sich bis dato nicht testen ließ, beinahe an der Lungenembolie gestorben (Gerinnungsstörungen). Er lag daheim alleine und wurde in letzter Minute gefunden und gerettet.
Der dritte Bruder hat es nicht so ernst genommen am Anfang, dann hat er es bei mir mitbekommen und
beim Bruder und Restfamilie und lässt sich wohl testen.
Selbst der Hausarzt meiner Tochter, der jemand aus der engsten Familie bei der Pharmaindustrie / Impffreigabe / Kontrolle sitzen hat, hat was gegen AstraZeneca und einige andere aus meinem Umfeld auch (Biologen, Chemiker etc.). Wir sind keine Experten.
Nach meinem traumatischen Erlebnis in der Notaufnahme und anderswo bin ich jetzt besorgter und vorsichtiger, ob ein Krankenhausarzt eine weitere Embolie / Thrombose oder Hirnvenenthrombose sofort erkennt und Maßnahmen ergreift (CT). In meinem Fall (sehr viele deutliche Anzeichen und schlechter Zustand und den Moment der Embolie, den ich deutlich spürte, sowas vergisst man nie) wurde wie gesagt kein CT veranlasst, nur die Galle untersucht und dann heimgeschickt. Seltsam.
Wenn man Glück hat, gerät man an kompetente Mediziner, keine Frage.
Ist eigentlich OT, aber aus Betroffenheit innerhalb der eigenen Familie möchte ich kurz darauf eingehen.
Man sollte nicht von Gerinnungsstörung sprechen, sondern von einer erhöhten Gerinnungsneigung. Es handelt sich nämlich tatsächlich um Mutationen bei einzelnen oder mehreren Gerinnungsfaktoren innerhalb der Gerinnungskaskade, die deswegen so weit verbreitet sind, weil sie
unseren Vorfahren tatsächlich eher einen Selektionsvorteil verschafft haben: eine raschere Gerinnung, die bei Verletzungen oder nach der Geburt ein Verbluten besser verhinderten.
Heutzutage, bei langem Sitzen oder Stehen, kommt dagegen eher ihr Nachteil zum Tragen: eine höhere Wahrscheinlichkeit für das Entstehen von Beinvenenthrombosen, die im Falle des Lösens zu einer Lungenembolie führen können.
Und noch einen weiteren Nachteil hat man erst in den letzten Jahren herausgefunden: Eine erhöhte Gerinnungsneigung bei einer werdenden Mutter geht nicht nur mit einem erhöhten Risiko für Thrombosen oder Präeklampsie während der Schwangerschaft einher, sondern auch mit einem erhöhten Risiko einer Fehlgeburt in den ersten Monaten aufgrund von Mikrothromben, die die Blutversorgung des Embryos kappen.
Letzteres hat hier die Frau des Hauses nach ihrer zweiten Fehlgeburt recherchiert. Die dritte Schwangerschaft unterstützt von der täglichen "Heparinspritze" verlief dann bestens.
Die besagte (weit verbreitete) genetische Mutation, Faktor-V-Leiden heterozygot (d.h. nur auf einem Chromosom vorhanden), führt zu einer 4-7fach erhöhten Thrombosewahrscheinlichkeit, diesselbe Mutation homozygot (also auf beiden Chromosomen) zu einer 11,5-26fach erhöhten Wahrscheinlichkeit, eine Thrombose zu erleben.
Ihre Großmutter (vermutlich Faktor V Leiden homozygot) hatte deren mehrere, wurde daraufhin perfekt mit Marcumar eingestellt - und starb im Alter von 83 Jahren, nur wenige Monate, nachdem man diese Antikoagulantientherapie aus Altersgründen abgesetzt hatte, an einem Niereninfarkt.
Ist also unbedingt empfehlenswert, solche genetischen Veränderungen in der Gerinnungsbereitschaft untersuchen zu lassen, weil man dann darauf reagieren kann
Und Dir, @Monitor, wünsche ich gutes Gelingen der OP und eine rasche Genesung

Wenn die Unfähigkeit einen Decknamen braucht, nennt sie sich Pech.
- Charles Maurice de Talleyrand -