Anscheinend gab es ja doch Vorab-Warnhinweise auf die Extremniederschläge, auch mit regionaler Zuordnung. Das "Europäische Hochwasser-Warnsystem" hat die Bundesregierung informiert und der DWD die Bundesländer.
Solche Warnungen hätten vermutlich auch nicht zu großflächigen Evakuierungen geführt, aber die Anwohner wären gewarnt gewesen und hätten dann selbst entscheiden können. Ob sie das Auto umparken, Wertsachen griffbereit packen oder vielleicht Freunde in höher gelegenen Regionen besuchen. Gerade in Regionen, in denen man normale Hochwasser kennt, hätten die Leute wohl gewusst, was sie tun können.
Also, wie kann man solche Warnungen beim nächsten Mal besser weiterleiten? So dass sie bei den Menschen ankommen?
Sirenen? Hmm. Ist das das Mittel der Wahl, in der heutigen Zeit? Im Laufe des letzten Jahres gab es doch einen großen Sirenen-Test-Tag und das war ein rechter Rohrkrepierer. In Großstädten kam man eh zu dem Schluss, dass Sirenen nicht sinnvoll sind, u.a. weil man den Gefahrenherd nicht lokalisieren kann. Soll man jetzt die Sirenen, die man anschließend eingemottet hat, wieder für teuer Geld neu installieren? Ich weiß nicht...
Und dann erzählt mir jemand was von einer Katastrophen-Warn-App namens NINA. Nur habe die leider kaum ein Bundesbürger runtergeladen. Ja, klar. Die einzige Nina, die ich kenne, war leider zu schön und meine Liebe ohne Chance. Durchaus eine Katastrophe - und ich werde mir sicher keine App runterladen, die mich daran erinnert.
Warum nicht von Ländern lernen, die sich besser damit auskennen?
In Japan werden im Falle eines Erdbebens oder eines drohenden Tsunamis SMS verschickt. Hoppla, das geht ganz ohne App. Wow!!

Zusätzlich geht automatisch der Fernseher an und verbreitet eine Warn-Meldung. Da reicht eine Ansage mit Text-Einblendung, ich muss dazu kein Bild von Nina sehen.