Tifferette hat geschrieben:A propos CNN und Kochsendungen: demnächst kommt eine Doku über Anthony Bourdain raus. Wohl auf Netflix. Da freue ich mich jetzt schon. Dessen Selbstmord hat mich damals wirklich mitgenommen.
Danke für den Tipp, Tifferette.
Von Anthony Bourdain habe ich fast alle seiner Bücher. Es sind ja schon einige
Jahre her, aber soweit ich das noch in Erinnerung habe, waren das viele Jahre sehr oft kein Traumjob
für ihn (auch nicht für andere, ob Spitzenkoch oder einfach nur Chef / Koch).
Werde demnächst zwei wieder lesen (nicht alle fand ich besonders lesenswert).
~
ZEIT
Arbeitsbedingungen in der Gastronomie: Der Teufel trägt Kochhaube
Heiß, rau, misogyn: Die Spitzenküche gilt als toxisches Arbeitsumfeld. Über einen Aussteiger, der nicht mehr konnte und eine Zwei-Sterne-Köchin, die es anders macht. Von Kathrin Müller-Lancé
https://www.zeit.de/zeit-magazin/wochen ... gle.com%2FBuch-Tipp - hat Klasse - 2018
Die Irren mit dem Messer: Mein Leben in den Küchen der Haute Cuisine von Verena LugertSehr lesenswert
https://www.tagesspiegel.de/themen/genu ... 61682.html„In den Küchen der Spitzen-Gastronomie wird ebenso viel geweint und gelitten wie gekocht …“
Diese Erfahrung ist Verena Lugert von Anfang ihrer Kochkarriere in der Haute Cuisine an vertraut. In ihrem mitreißenden Memoir gibt sie eine Antwort auf die Frage, was einen Menschen wie sie dazu bringt, mit Ende dreißig ihre erfolgreiche Karriere als Journalistin aufzugeben und sich in die Küche eines Sternekochs wie Gordon Ramsay zu stellen, dort sechzehn Stunden am Tag zu malochen, körperliche Schmerzen und Erniedrigung zu erdulden und sich einem unvorstellbaren Anspruch nach Perfektion auszusetzen?
Verena Lugert erzählt vom gnadenlosen Druck in der Sterneküche, von Adrenalin-Junkies, die jeden Neuen argwöhnisch auf Herz und Nieren prüfen, und von ihrem Selbstbehauptungswillen inmitten dieser unbarmherzigen Männerwelt.
"Die Irren mit dem Messer" ist die faszinierende Geschichte einer mutigen Frau, die in London im "Le Cordon Bleu", der weltweit bekannten Kochschule, das Kochen für die Spitzen-Gastronomie lernt, um anschließend in einem Restaurant eines Sternekochs tagelang Schweinsköpfe zu zerlegen, glutheiße Herde zu schrubben – und es mit viel Schmerz und Tränen zu schaffen, endlich anerkannt und Teil eines Teams zu werden, das jeden Tag lukullische Kunstwerke auf den Teller zaubert. amazon
Etwas älter 2007, lesenswert
Falscher Hase: Als Spionin bei den Spitzenköchen - Ruth ReichlDas A und O für einen Gastro-Kritiker ist die Anonymität. Was aber, wenn sein Bild in jedem Restaurant der Stadt hängt und der rote Teppich ausgerollt wird, sobald der Kritiker auf der Test-Bildfläche erscheint? – Food-Journalistin Ruth Reichl schlüpft dann in eine andere Rolle, um unerkannt bedient zu werden. Einfach köstlich liest sich, wie sie, verkleidet als neureiches Provinz-Ei, in den nobelsten Restaurants missachtet wird, in denen sie zuvor als bekannte Testerin der New York Times verhätschelt wurde. Doch jede Tarnung fliegt mal auf, und dann muss schnellstens eine neue Maske her. Bizarr allerdings wird es, wenn Ruth Reichl ihre eigene Mutter spielt: Plötzlich verschwimmen Schein und Sein auf höchst vergnügliche, irritierende und erhellende Weise ...
Eine ebenso amüsante wie delikate Tour über die Tummelplätze menschlicher Eitelkeiten – herrlich garniert mit wundervollen Rezepten der Autorin. amazon