Noch schlimmer war, dass offensichtlich in einigen Wahllokalen sogar falsche Stimmzettel auslagen. Die Wählerinnen und Wähler werden das regelmäßig kaum erkannt haben. Folge ist die Ungültigkeit der entsprechenden Stimmen.
Die Leute erfahren ja dann nicht mal, dass ihre Stimme nicht zählte. Ergo können sie noch nicht mal Beschwerde einlegen!
Noch gravierender, weil zahlenmäßig verbreiteter: einige Briefwahlunterlagen hatten kein Dienstsiegel. Was dann einer Juristin beim Auszählen der Briefwahlunterlagen auffiel. Wie verbreitet das war und ob die Stimmen nun gezählt werden können, ist gar nicht bekannt. Bekannt ist, dass dieser Mangel jedoch schon vor der Wahl von etlichen Bürgern aus unterschiedlichen Bezirken gemeldet wurde. Eine Reaktion der Landeswahlleitung ist ... nicht bekannt.
Es wurden eine bisher nicht festgestellte Zahl an Bürgern nach 18:00 Uhr nach Hause geschickt, mit der Aussage, dass sie gar nicht wählen können oder, was noch häufiger vorkam, an der Berliner Wahl nicht teilnehmen können. Mangels Stimmzettel. Ein absolutes no-go für eine Wahl die sich am Ende demokratisch nennen will.
Jetzt ist die SICHTLICH

überforderte Landeswahlleiterin zwar als Bauernopfer zurückgetreten, aber die Vorkommnisse und Fehler sind so mannigfaltig, wurden auf so vielen verschiedenen Ebenen verbockt, alleine zur Wahrung des rechtsstaatlichen Anstrichs muss diese Wahl vollständig gerichtlich überprüft werden, was die Stimmabgabe in Berlin betrifft.
Und es wäre auch ein wichtiges Zeichen an die Berliner Verwaltung und deren politische Führung: das Ende der Schludrigkeiten und Inkompetenz ist jetzt definitiv erreicht. Wenn sie es jetzt immer noch nicht raffen, müssen sie halt in die "Bundesauftragsverwaltung" überführt werden.