13592 Beiträge

Soll der Bundestag einen neuen Kanzler wählen?

Ja
6
43%
Bin da unschlüssig.
3
21%
Nein, Merz macht gute Arbeit
2
14%
Nein, des machts auch net besser
3
21%
Merz soll die Vertrauensfrage stellen und Neuwahlen ermöglichen
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Keine Ahnung, keine Angabe
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de mappes
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Spamferkel
Tifferette hat geschrieben:So was finde ich einfach nur erschreckend. Und dann gleichzeitig über politische Kultur und so lamentieren.

Ich glaube, ich brauch mal ne Forumspause. Diese Doppelmoral zieht mich immer richtig runter. Bis bald.


ach tiffi ist doch quatsch
verstehe auch nicht, wieso du dich seit jeher so persönlich angegriffen fühlst, wenn man über die FDP ablästert

wenn es mir so geht, weil man über meinen VfB herzieht...zudem in einem vfb-forum...kann ich das verstehen...aber ne Partei? Politiker?

Verstehe es nicht
Don't criticize what you can't understand


Angry Wasenhuhn
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Granadaseggl
Tifferette hat geschrieben:Ich merke schon - es ist wie immer. Immer schön anständig, nur bei der FDP darf man alles über Bord werfen die Sau raus lassen. Was man anderen natürlich so nicht durchgehen lässt. Und sei es, die jüngere Generation pauschal für grenzdebile Egozentriker zu erklären.

Bäh.



Das Krokodil passt hervorragend. Immer wenn man es batscht, johlt das Publikum.

Im Ernst, wenn die Gesellschaft untereinander solche Werturteile fällt, können wir uns das mit dem gewünschten Pluralismus sparen. Dann fragt man halt besser vorher bei gewissen Autoritäten nach, wen man denn wählen soll, damit es akzeptabel wäre... oder die Autorität übernimmt das gleich selbst und füllt die Wahlzettel selbst aus. Hatten wir schon zweimal, lief nicht so gut, imho.

Die breite Berichterstattung zu den libreralen Jungwählern ist ein redaktionelles "ad hominem" und, auch wenn man es im Bereich der Kolumnen abdruckt, fern einer kritischen Auseinandersetzung mit Normaltemperatur.

Dieses vermeintliche Gespräch hier ist mir auch zu doof.

Und weil ihr auf freie Wahlen wohl nicht so steht, ist das mit dem "geheim" vielleicht auch nicht so attraktiv:
  • Erststimme Toncar
  • Zweitstimme Grün
Das souffliert auch gleichzeitig die Bewertung meiner Meinung, vermutlich als teilweise geistesgestört. Aber gut, ich geh jetzt mit Tiffi einen saufen. Bis denn dann.
Entspannt Euch doch mal... - AM ARSCH GELECKT!


flux
Iron hat geschrieben:Wer Grün wählt hat die Kontrolle über sein Leben verloren

Naja, ganz so weit würde ich nicht gehen. Aber zumindest ist so jemand offenbar bereit, die Kontrolle über sein Leben ab zugeben. :mrgreen:


flux
Haber hat geschrieben:https://www.kontextwochenzeitung.de/kolumne/549/hurensoehne-for-future-7759.html?pk_campaign=KONTEXT-per-EMail&pk_kwd=Ausgabe-549

FDP fuck you :!:


"Neoliberal versifft": Der Duktus der Kontext-Kolumne ist lupenreiner AfD-Sprech - nur halt spiegelverkehrt. Hufeisentheorie reloaded... :nod:

Goofy
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Grasdaggl
flux hat geschrieben:
Iron hat geschrieben:Wer Grün wählt hat die Kontrolle über sein Leben verloren

Naja, ganz so weit würde ich nicht gehen. Aber zumindest ist so jemand offenbar bereit, die Kontrolle über sein Leben ab zugeben. :mrgreen:




Wer grün wählt, hat erkannt, dass die Menschheit die Kontrolle über das Leben verloren hat.


So!

Tifferette
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Grasdaggl
Mappes, Du bist nicht der richtige Adressat, aber Du hast artig gefragt, und das verdient Antwort.
Es geht nicht darum, welche Partei man gut oder schlecht findet. Oder welchen Politiker. Oder gar den Lindner (über den weiß ich leider mehr, als wohl jeder andere hier, und habe sehr gute Gründe, dem nicht über den Weg zu trauen, aber anderes Thema). Oder welche politische Sachfrage man so oder so beantworten würde. Ein Beispiel: wenn UWe schreibt „interessante Herausforderung, dem Klimawandel neoliberal zu begegnen“, dann denke ich mir verschiedene Dinge, wie zB dass schon die Wortwahl „neo“liberal auf jedenfalls geringes Interesse hindeutet, sich mit der Frage auseinander zu setzen, und dass er „Emissionszertifikatshandel“ wohl kaum buchstabieren, geschweige denn erklären kann, und sich schon gar nicht mit Studien zum Thema auseinander gesetzt hat (Disclaimer: ich schon, fachlich) und dass es schon eine merkwürdige Verkürzung ist – denn niemand hat je behauptet, dass dem Klimawandel (impliziert: nur) mit liberalen Methoden begegnet werden soll (Sorry, Uwe). Aber, und das ist entscheidend: da geht es um eine Sachfrage. Da ist alles im grünen Bereich. Ist seine Meinung, das tut keinem weh, alles gut.

Was die „Elena“ da verzapft hat, ist meiner Meinung nach strunzdumm. Auch das ist okay. Nur setzt sie sich nicht mit der Sache auseinander, das will sie gar nicht. Sondern diffamiert eine ganze Gruppe von Leuten, nämlich die ca. 25% Erstwähler, die gelb gewählt haben. Und da liegt das Problem. Wenn man sich nicht mit der Sache auseinandersetzen will, dann qualifiziert man halt den Gegenüber ab. Ist bequemer und leider gerade ganz arg „in fashion“. Und läuft allem entgegen, was uns bei einer politischen Diskussion, gerade mit der jüngeren Generation, wichtig sein sollte. Bei der AfD ist das total üblich, und selbst das finde ich sehr schwierig (aber das ist jetzt ein anderes Thema). Bei der FDP erlebe ich das seit glatt 25 Jahren und es wird tendenziell schlimmer. Vielleicht gibt es ja einen Grund, warum die FDP gerade bei den Jüngeren gut ankommt. Mein Tipp: das ist nicht Lindner. Das hat was mit auswucherndem Staat, mit Digitalisierung und auch mit Staatsverschuldung und der Rentenfrage zu tun. Vielleicht auch was anderes, aber man sollte doch zuerst mal davon ausgehen, dass es einen sachlichen Grund gibt.

Kleines Gedankenspiel – man stelle sich doch mal vor, dass man jetzt nicht über dekadente Jungassis abrotzen würde, sondern über irgendeine andere politische Gruppe – zum Beispiel die Grünen. Oder die Linke. Oder Gewerkschaften. Oder noch schlimmer: Arbeitslose. Oder Migranten. Dann wäre hier was los, und zwar völlig zu Recht. Das würde man völlig richtig als Hetze bezeichnen. Und wenn zum Beispiel Haber sagt, dass das ja die Elena ist, und die schreibt halt Quatsch – nein. Es ist Hetze. Und ja, das ist für mich auch Doppelmoral, weil da mit unterschiedlichem Maß gemessen wird. Vielleicht denkt da ja der eine oder andere mal drüber nach.

Mein eigentliches Problem ist, dass das keinen zu stören scheint. Weil es ja um die FDP geht, jedenfalls kann ich nur das mutmaßen. Das Muster ist aber genau das gleiche wie bei Geifereien auf Tichys Einblicke und Compact und ähnlichen Scheißhausportalen. Warum fällt das niemandem auf? Weil Hetzer immer nur die anderen sind? Wenn selbst Leute wie Haber und Nice Weather, die ich beide für sehr überlegt halte, sich hinter so was stellen, und dann auch auf Zuruf nicht merken, was da los ist (hey, wir sind alle fehlbar und ich bin selbst gewiss kein Heiliger...) dann setzt bei mir leichte Verzweiflung ein. Denn was ist dann mit Leuten, die einfacher gestrickt sind? Da graust es mich und zieht mich wirklich runter.

Man sollte es nicht zu hoch hängen, aber vielleicht brauche ich gerade mal zwei oder drei Wochen Forumspause. Jetzt kommt nämlich wieder die Zeit, in der ich mich von Berufs wegen wieder mehr mit diesen ganzen verzogenen, egozentrischen Lindnerjüngern rumschlagen muss. Nennt sich Semester. Und soll ich Dir was sagen? Diese jungen Leute sind viel engagierter und differenzierter, als sich die geifernde Elena vorstellen kann. Zumindest ein Licht am Horizont.

Auf bald.
"They may be drinkers, Robin, but they are also human beings."

(Batman)


de mappes
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Spamferkel
Tiffi

Guter Und starker Beitrag
Danke dafür
Hoffe du fällst hier nicht zu lange aus

Kann vieles nachvollziehen was du schreibst!

Für mich ist aber, um zum Thema zurück zu kehren ziemlich klar, woher die vielen Zugewinne bei Erstwählern kommen: corona und die Maßnahmen/folgen sowie die Lücken, die corona und die darauf folgende Politik offen legten
Don't criticize what you can't understand

Upthedubs
Muggaseggele
Letzte Woche kamen zwei Interviews von Erstwählern (FDP) in den Tagesthemn. Der Finn aus Stuttgart, der hat die FDP gewählt, weil er erst kürzlich den Führerschein gemacht hat und auch in 2 Jahren noch schneller als mit 130 über die Autobahn brettern will.
Diese Woche kamen dann nochmal 5 FDP-Erstwähler zu Wort, wieder einer: "Ich habe die gewählt, weil die gegen das Tempolimit sind."
Das nenne ich mal eine fundierte Wahlentscheidung. :bounce:

schwaebi
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Grasdaggl
Upthedubs hat geschrieben:Letzte Woche kamen zwei Interviews von Erstwählern (FDP) in den Tagesthemn. Der Finn aus Stuttgart, der hat die FDP gewählt, weil er erst kürzlich den Führerschein gemacht hat und auch in 2 Jahren noch schneller als mit 130 über die Autobahn brettern will.
Diese Woche kamen dann nochmal 5 FDP-Erstwähler zu Wort, wieder einer: "Ich habe die gewählt, weil die gegen das Tempolimit sind."
Das nenne ich mal eine fundierte Wahlentscheidung. :bounce:


Das klingt schon krass :shock: Allerdings kann man auch hier leider manipulieren. Sende ich halt nur die, die was übers Tempolimit schwafeln, auch wenn 10 Andere was anderes erzählen.

Es ist wirklich einfach... Und ich sag jetzt mal so: die Frau von unserem Innenminister (und Tochter unseres Herrn Bundestagspräsidenten) hat nen wichtigen Posten bei der ARD.
Die Dauer einer Minute hängt sehr davon ab auf welcher Seite der Klotüre man sich befindet.

Upthedubs
Muggaseggele
Ich halte das Ergebnis 2 von 7 auch nicht für repräsentativ, wollte nur damit zeigen, dass es neben "neoliberal versifft" und "an Rentenpolitik, Staatsverschuldung und Digitalisierung interessiert; Coronpolitik etc." auch noch andere Gründe gibt, und Tempolimit wohl so abwegig schien, dass er hier noch von niemandem erwähnt wurde.

Frank N Furter
Tifferette hat geschrieben:Wenn man sich nicht mit der Sache auseinandersetzen will, dann qualifiziert man halt den Gegenüber ab. Ist bequemer und leider gerade ganz arg „in fashion“.


Tifferette hat geschrieben:Was die „Elena“ da verzapft hat, ist meiner Meinung nach strunzdumm.


:arr:


Unter Westfalen
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Grasdaggl
Lieber Tiffy,

da Du mich in Deinem Post namentlich erwähnt hast, möchte ich Dir auch direkt darauf antworten.

Ich fange einmal mit Deinem letzten, auf mich bezogenen Satz an. Ja, es sind Sachfragen und über die kann man halt trefflich streiten. Wenn es nicht gerade um politische Themen geht, stehen wir uns möglicherweise näher.

Nein, ich habe mich nicht mit dem „Emissionszertifikatshandel“ beschäftigt und habe es auch zukünftig nicht vor. Hätte ich Probleme, das Wort richtig zu schreiben, würde ich im Duden nachschlagen (Das soll jetzt keine Anspielung auf Duden I oder II sein). Ich bin kein Unternehmer und muss mich daher nicht mit dem Thema auseinandersetzen. Damit meine ich explizit, wie ich trotz der Belastungen durch den Handel ein gutes Unternehmensergebnis erzielen kann.

Dass ich dennoch, wie alle Steuerzahler und Konsumenten, in den nächsten Jahren indirekt über die Weiterleitung von Kosten auch „Beteiligter“ des Zertifikatshandels bin, weiß ich. Dass ich als ehemaliger Arbeitnehmer und jetzt Rentner keinerlei Möglichkeiten habe, etwas von dieser Belastung an andere weiter zu geben, ist mir auch bekannt und bereitet mir keine Sorgen, da ich der bevorzugten Generation angehöre, die neben der gesetzlichen Rente auch noch über eine gute Betriebsrente verfügen darf.

Dass in diesem Forum eine Mehrheit der User dem „Mitte-Links-Spektrum“ angehört, ist nicht verwunderlich. Zählen wir mal die Ergebnisse der letzten Bundestagswahl zusammen, so könnte man das Forum durchaus als nahezu repräsentativ für die deutsche Gesellschaft ansehen, wenn wir alle anderen Parameter außer der politischen Einstellung mal außer Acht lassen. Und das, obwohl wir vom Ursprung her eigentlich nur ein Forum für einen Fußballtraditionsverein sind. In einer FB-Gruppe des Coburger Conventes wäre die politische Zusammensetzung bestimmt anders.

Den Kampfbegriff der anderen Seite, „linksgrünversifft“ sehe ich als Ehrenbezeichnung an. Ebenso lassen mich kalt die Versuche, mich in die Sozialisten- oder gar Kommunistenecke zu schieben, weil ich als Kapitalismuskritiker mir erlaubt habe, aus dem Nichts heraus zusammen mit meiner Frau ein Haus und einen Garten zu erwerben, in dem ich fröhlich einem meiner Hobbys nachgehen kann, so lange ich noch rüstig bin. Damit bist nicht Du gemeint, das weißt Du. Daher denke ich, müssen andere auch damit umgehen können, wenn man ihre bevorzugte Partei als „neoliberal“ bezeichnet, was zunächst einmal eine politische Standortbezeichnung war, in den letzten Jahren aber durchaus ins Negative abgetrudelt ist. Und das ist, je nach eigenem Standort, richtig oder falsch. Ich erlaube mir, bestimmte Verhaltensweisen auch weiterhin als „neoliberal“ zu bezeichnen. Und wer neoliberal sagt, denkt nun einmal zuerst an die FDP.

Und damit wären wir beim Thema. Es gibt nicht eine FDP, sondern wenigstens zwei, nämlich Deine und meine. Ich kenne Deine persönlichen Verhältnisse nicht und weiß nicht, wie Du politisch sozialisiert worden bist. Ich vermute mal, du bist Prof., entweder an einer Uni oder als freier Unternehmer. Es wäre sicher interessant, bei einer Halben mal über die jeweilige politische Sozialisation sich auszutauschen.

Als ich neu hier war, habe ich in einem interessanten Dialog mit FnF über meine Sozialisation geschrieben, die heftigen Auseinandersetzungen mit meinem Vater, die politische Bewusstwerdung während meiner Studentenzeit und auch über den Antrieb, nach Verkündigung der „Freiburger Thesen“ in die FDP einzutreten und meine Genugtuung darüber, dass ich es nicht getan habe, weil die FDP nach 1982 nicht mehr meine gewesen wäre, so wie die SPD nach 2003 nicht mehr die war, in die ich einmal eingetreten bin.

Für Dich ist es, alleine schon wegen des Altersunterschieds, anders gelaufen.

Ich will jetzt nicht abschweifen, es genügt zu erwähnen, dass meine FDP mit den Namen, Dahrendorf, Hirsch, Baum, Maihofer, Hamm-Brücher, Maier-Matthäus verbunden ist. Alles Linksliberale oder Sozialliberale, wie man nach 1969 zu sagen pflegte. Genscher, den ich als Außenpolitiker sehr schätze, war trans.

Ja und Deine FDP, das ist nun die andere, die „Leistung muss sich wieder lohnen-Partei“, die ehemalige, muss man ja jetzt sagen, „Partei der Besserverdienenden“. Für Dich ist sie möglicherweise politische Heimat, für mich politischer Gegner. Ich erinnere mich noch genau, dass wir beide über Deregulierung und Privatisierung gestritten haben. Du hieltest es für notwendig. Für mich ist es ein Abbau von einigermaßen gesicherten Arbeitsplätzen zugunsten von ungesicherten außerhalb der Tarife stehenden. Und das alles habe ich ja seit 1982 als Betriebsrat zähneknirschend begleitet. Und jetzt könnte man trefflich darüber dozieren, wie sehr sich das „lass das mal die Märkte machen“ auf die Schere zwischen arm und reich ausgewirkt hat. Ich muss da keine schlauen Bücher lesen, ich bin Zeitzeuge dessen, was sich seitdem in unserer Republik geändert hat. Aber zum Glück hat man inzwischen auch in Teilen der CDU erkannt, dass die Privatisierungsorgien des Staates die Probleme nicht beseitigt, sondern vergrößert haben. Und bei allen Maßnahmen, die das Klima betreffen, muss, wie auch immer, eine regulierende Kraft vorhanden sein. Das ist die eigentliche Aussage meines Satzes, der Dich so verärgert hat.

Was hältst Du von folgendem Deal?

Wir könnten ins Detail gehen und mal auflisten, welche „Errungenschaften für Arbeitnehmer“ in den letzten 30 Jahren auf Initiativen der FDP zurückzuführen sind.

Du fängst an. Solltest Du welche finden, können wir sie ja den von der SPD stammenden Initiativen gegenüberstellen, natürlich unter Berücksichtigung der von der CDU durchgesetzten Streichungen.

Am besten fangen wir mit dem Mindestlohn an.

UWe
Häggor, fliag iebor da Näggor, fliag iebor da Rai, fliag midda drennai

publicenemy
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Halbdaggl
Das weiß ich nicht. Mein Eindruck geht dahin, dass viele sehr wohl das Gemeinwohl im Blick haben. Und auch die Freiheit des Individuums scheint wichtig zu sein. Das ist heute halt oft im Zusammenhang mit Datenschutz zu sehen. Zurecht, meine ich. Die FDP schlägt sich auf diesem Feld nicht schlecht.

Tifferette
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Grasdaggl
@UWe: Können wir gerne machen, das mit der Halben. Nur so viel - "Deine" FDP ist auch meine. Ich zähle mich zum Mitte-Links-Spektrum. (Edit: Hamm-Brücher halte ich für grob überschätzt, für mich sind es Schnarrenberger und Baum) Nur sehe ich in der bestehenden FDP viel mehr als nur "Leistung muss sich wieder lohnen" und diese dämliche "Steuererklärung auf Bierdeckel"-Scheiße. Nur muss man dafür ein wenig genauer hinschauen. Das hat auch mit meinem Hintergrund zu tun. Ich sehe nämlich, wer gegen sehr viel Mist, der in Berlin produziert wird, nach Karlsruhe geht und gewinnt. DAS ist für mich liberal. Rechtsstaat. Bürgerfreiheiten. Ein starker Staat, der sich aber nicht einfach alles nehmen darf. Nicht einfach nur "Steuern runter" und dieser simplifizierende Käse (wobei meiner Meinung auch Steuererhöhungen seeeehr begründungsbedürftig sind und der Staat vorher erstmal schauen soll, wo man einsparen könnte, aber das sind in diesem Zusammenhang Nuancen). Nicht Kubicki. Eher Schnarri. Oder meinetwegen Toncar/Fricke/usw. Solche Leute. Gute Leute. Nicht dieser Schnösel, der einem auf Wahlplakaten entgegenstrahlt.

Der Mindestlohn ist eine der großartigsten sozialpolitischen Errungenschaften, die wir in den letzten 10 Jahren hatten. Und ich bin der allererste (hier mehrfach nachzulesen!), der schier daran verzweifelt, dass die SPD jahrelang nicht den ihr zustehenden Lohn für politische Veränderungen der letzten 15 Jahre bekommen hat. Ist meine Rede seit Jahren. Errungenschaften der FDP wirst Du in diesem Zusammenhang unmittelbar wenige finden. Außer dass es halt durch mehr Wachstum halt mehr Jobs gibt. Durch weniger Bürokratie mehr Gründungen, etc. Und das ist eine ganze Menge. Das wird dann gerne übergangen. Aber wenn man sich halt mal ein wenig mit den Nöten von Gründen und Kleinunternehmern unterhält, da fängt man sehr schnell an, anders über solche Dinge zu denken. Ich glaube daran, dass eine Mark erst einmal verdient werden muss, bevor sie verteilt werden kann. Anders funktioniert es nicht.

Weißt Du - das ist genau die Sache, über solche Dinge kann man sich unterhalten und auch streiten. Mir sind diese damit verbundenen weltanschaulichen Gräben und das daraus resultierende Gift aber erstens unbegreiflich und zweitens zuwider. Ja, es muss eine Linke geben. Und es muss eine liberale Kraft geben. Das muss sich ergänzen. Und auch eine konservative Kraft, die dafür sorgt, dass es für die Gesellschaft mit dem Wandel nicht zu schnell geht. Alles das hat seine Daseinsberechtigung, no problemo. Genau wie Wachstum (für Jobs) und Mindestlohn (für faire Bezahlung im unteren Bereich).

Und dann wird wieder unterstellt, dass es halt um Besserverdienende geht. Und um Steuerflüchtlinge. Und was weiß ich. Und da sind wir wieder bei meinem Grundproblem. Ich finde Deinen Standpunkt total okay. Aber ich verabscheue es einfach, wenn dann (siehe oben) Gruppen von Wählern einfach mal abqualifiziert werden. Macht Haber gerade schon wieder. Da fällt mir einfach wenig ein.

Edit: Zur Sozialisation - ich erinnere mich noch, wie mein Vater eines Tages mit versteinertem Gesicht meiner Mutter erzählte, dass "Adam-Schwätzer verloren" habe. Das war in den späten 80ern. Habe ich damals kraft Alters noch nicht verstanden, heute natürlich schon.
"They may be drinkers, Robin, but they are also human beings."

(Batman)

Tifferette
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Grasdaggl
Das ist die eigentliche Aussage meines Satzes, der Dich so verärgert hat.


Noch ein Nachtrag - nein, der Satz hat mich überhaupt nicht verärgert, warum denn? Ich halte das halt für wenig durchdacht, aber wenn das Deine Meinung ist, dann meinetwegen. Das ist doch gerade das GEGENBEISPIEL zu den Elogen dieser Dame. Meine Güte. :D
"They may be drinkers, Robin, but they are also human beings."

(Batman)

Tifferette
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Grasdaggl
Frank N Furter hat geschrieben:
Tifferette hat geschrieben:Wenn man sich nicht mit der Sache auseinandersetzen will, dann qualifiziert man halt den Gegenüber ab. Ist bequemer und leider gerade ganz arg „in fashion“.


Tifferette hat geschrieben:Was die „Elena“ da verzapft hat, ist meiner Meinung nach strunzdumm.


:arr:


Da haste aber schön die entscheidenden Sätze, die dazwischen stehen, weggelassen. Ganz saubere Zitierweise, meinen Glückwunsch.

Leute, lasst Euch von diesem Typen bitte nicht manipulieren. Danke.
"They may be drinkers, Robin, but they are also human beings."

(Batman)

Hasenrupfer
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Grasdaggl
Ja, hey, jetzt bisch immer noch da...

Please don't go (Haddaway)

Für mich ist die FDP bissle - und du musst jetzt stark sein - wie der HSV, die haben beide in den letzten Jahren genug Häme abbekommen, so dass man ihnen den Aufstieg respektive eine Regierungsbeteiligung durchaus gönnen kann.
Und ja, die Kritik an überzogenen Corona-Maßnahmen bzw deren Zustandekommen habe ich Lindner zähneknirschend hoch angerechnet, der wird ein super Gesundheitsminister werden...

Hasenrupfer
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Grasdaggl
Um mal wieder nen positiven Spin hier rein zu kriegen, ich find's sehr angenehm, wie schnell und vor allem auch geräuschlos man sich in dieser doch ungewohnten Situation auf defacto Koalitionsverhandlungen einigen konnte. Sehr pragmatisch, Respekt.

Söder findet's eh geil, muss aber irgendnen Nonsens ("unfair!") zur Wahrung des Scheins von sich geben, und Laschet nur so:

Bild

RedBlues
Halbdaggl
Wie in jeder anderen größeren Partei gibt es auch in der FDP zwei Flügel, den marktliberalen und den sozialliberalen Flügel. Darin sehe ich grundsätzlich kein Problem.

In den vergangenen Jahrzehnten war in der FDP der Fokus stark auf dem Markt, wobei das auch ein Zeichen der Abgrenzung zu anderen Parteien sein kann. Denn der Rest der großen Parteien hatte in dieser Zeit eine stärkere Ausprägung Richtung sozial und Umverteilung.

Für mich gehört Wirtschaft und Sozialstaat zusammen. Soziale Marktwirtschaft eben. Man kann nur ausgeben was erwirtschaftet wird. Wenigstens über längere Zeiträume. Ich halte es nicht für wünschenswert wenn der Staat in jedem Bereich meint durch Mikromanagement eingreifen zu müssen. Das ist weder effizient noch funktioniert es richtig. Der Staat sollte Ordnungspolitik machen, Regeln aufstellen und Leitplanken für die Entwicklung geben. Wo notwendig mit Subventionen neue Industrien fördern und in heftigen Krisen wie zum Beispiel Corona helfend einzugreifen. Aber auch nur dann.

Wenn es um soziale Themen geht, dann muss der Fokus des Handelns sein Menschen eine Chance auf sozialen Aufstieg zu ermöglichen. Nicht den Status Quo in den Sozialsystemen zementieren. Meiner Meinung wird zu wenig für ersteres getan. Das Aufstiegsversprechen das die SPD einmal im Kern hatte ist ihr verloren gegangen. Meiner Meinung diskutieren wir viel zu viel darüber wie viel ein Mensch mehr an Transferleistungen bekommen müsste und viel zu wenig darüber was wir tun müssten, damit diese Menschen nicht dauerhaft auf Transferleistungen angewiesen sind.

Für mich ist es nicht sozial Aufstocken zu müssen. Natürlich ist es sozial und richtig diesen Menschen Transferleistungen zur Verfügung zu stellen, keine Abrede, aber dass es so häufig dazu kommen muss, das zeigt das etwas nicht stimmt.

Und jeder muss seinen Teil zu diesem Staat beitragen, arme und reiche Bürger. Genau wie Unternehmen.

Eine mögliche Ampel erscheint mir aktuell die beste Variante für die nächsten 4 Jahre. Man darf gespannt sein was dabei heraus kommt.



Noch ein Wort zum Mindestlohn und seiner wohl kommenden Erhöhung. Natürlich wird diese Erhöhung kommen, denn die kostet den Staat erst einmal gar nichts. Man macht eigentlich ein Geschenk auf Kosten anderer.
Und jetzt das traurige daran, die öffentlichen Träger, Kommunen, Stadtwerke, Fahrdienste von Politikern und so weiter, werden dann auch ihre Löhne erhöhen müssen, weil auch diese häufig unterhalb der 12 Euro bezahlen. Der Staat ist auch kein lieber netter Arbeitgeber :mrgreen:

factotum
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Granadaseggl
Bin da beim Sportkameraden Tiffert.

Sich benehmen und keinesfalls frech - übergriffiges von sich geben, das sollen die anderen.
Man selber ist da nicht dran gebunden, weil rechtgläubig. Den Style liest man oft, die Elena schlägt da nicht aus der Art.

Ich häng mich aus Faulheit mal an AW:

Die breite Berichterstattung zu den libreralen Jungwählern ist ein redaktionelles "ad hominem" und, auch wenn man es im Bereich der Kolumnen abdruckt, fern einer kritischen Auseinandersetzung mit Normaltemperatur.


Auf den Punkt.
The shit that used to work, won`t work now.