13592 Beiträge

Soll der Bundestag einen neuen Kanzler wählen?

Ja
6
43%
Bin da unschlüssig.
3
21%
Nein, Merz macht gute Arbeit
2
14%
Nein, des machts auch net besser
3
21%
Merz soll die Vertrauensfrage stellen und Neuwahlen ermöglichen
0
 
Keine Ahnung, keine Angabe
0
 

Goofy
Benutzeravatar
Grasdaggl
https://www.sueddeutsche.de/politik/amp ... -1.5456521


Die Grünen sehen Probleme beim Klimaschutz, bei den Finanzen, bei Flucht und Asyl und Naturschutz.


Unbefriedigend sind aus Sicht der Partei offenbar nicht nur die Ergebnisse zur Finanzierung notwendiger Zukunftsinvestitionen in Klimaschutz, Infrastruktur, Bildung und Digitalisierung. Die Grünen hatten hier jährlich zusätzlich 50 Milliarden Euro gefordert. Im Sondierungspapier waren Investitionen zwar grundsätzlich für nötig erklärt und ihre Finanzierung zugesichert worden. Die Höhe der Summe aber blieb so offen wie die Frage, wie das Geld trotz Schuldenbremse aufgebracht werden kann


Schwierig, da der FDP das vermutlich ganz recht ist, wenn einiges nicht so ganz fix festgeschrieben ist.

Jetzt haben sie erklärt, dass dann der Zeitplan mit der Kanzlerwahl an Nikolaus eben nicht eingehalten wird.
Gut so. Ich hab keine Ahnung von Politik, aber Verhandlungen unter Zeitdruck, das ist oft nicht gut am Ende, wenn es noch Unstimmigkeiten gibt.



Goofy
Benutzeravatar
Grasdaggl
higgi hat geschrieben:Ich wette wir haben zu Weihnachten keine Ampelregierung
Die Grünen stehen mit heruntergelassenen Hosen da.


Warum die Grünen?

Dass das bisher alles zu kuschelig abgelaufen ist, ist klar. Konnte ja nicht so weitergehen.

Abwarten.

Die Grünen haben halt auch die höchsten Ansprüche.
Die FDP will Steuererhöhungen für Reiche und Unternehmen verhindern. Wenn sie das jetzt durchkriegen, dann haben sie was zu bieten. Auch wenn sie den Mindestlohn schlucken.

Alles andere ist ja verhandelbar und lässt sich auch später wieder korrigieren.

Die Ziele der Grünen lassen sich eben womöglich nicht mehr korrigieren.
Problem.

higgi
Benutzeravatar
Grasdaggl
Warum die Grünen?

Weil die Grünen am meisten Druck haben und sie sich in den Sondierungen ziemlich naiv über den Tisch haben ziehen lassen. Das geht sogar soweit dass sie Umweltverbände anflehen Druck auf SPD und FDP auszuüben

….Aber was folgte, war ein streckenweise windiges Sondierungspapier. An den für die Grünen wichtigsten Punkten wie Klima und Finanzen fehlten Zahlen und Zielmarken. Man vertraue auf das Wort der anderen und werde später alles Fehlende reinschreiben, hieß es damals. Hauptsache keine atmosphärischen Störungen, Hauptsache regieren, war da die Haltung. Sie war naiv, auch mit Blick auf die SPD, die sich an etlichen Punkten nun als ähnlich zäher Widersacher grüner Anliegen zu erweisen scheint wie die FDP. Die Konsequenz, die die Grünen sich am Anfang erspart haben, auch der Mut zu schlechter Laune, wird nun nachgetragen. Mit anderen Worten: Das dicke Ende kommt noch…

https://www.sueddeutsche.de/meinung/koa ... -1.5456660
von daher

Goofy
Benutzeravatar
Grasdaggl
Die Koalitionsvertrag müsste auf das 1,5°C-Ziel ausgerichtet sein,Bund wenn das nicht klappt «dann sind wir in den Koalitionsverhandlungen gescheitert». Sagt Robert Habeck.

Ob das automatisch bedeutet, dass es keine Ampel geben wird?
Wird in den Medien teils so dargestellt. Aber er sagt ja nicht, dass dann "die Koalitionsverhandlungen gescheitert" wären.


Schwierig für die Grünen. Sie wollen und müssen ihr Ding mit dem Umweltschutz durchkriegen.
Zurückziehen wie einst die FDP geht eigentlich nicht. Lindner sagte halt, dann macht euern Scheiss doch alleine.
Das können die Grünen so nicht bringen. Denn wenn es eine Koalition ohne Grüne gibt, dann wird es mit den Klimaschutzzielen in ein paar Jahren noch schwieriger. Was in der Umwrltpolitik gemacht wird, das lässt sich nicht später komplett reparieren.

z.B. von einer falschen Steuerpolitik hat sich ein Land schnell wieder erholt ... (oder hat halt etwas mehr Schulden - na und?)


Goofy
Benutzeravatar
Grasdaggl
Gibts des hat geschrieben:...oder Neuwahlen.
K.-Kandidaten: Habeck, Söder, Scholz...
Ich würd's interessant finden.


Dann machts wohl der Söder.

Obwohl ... der Unionszirkus wirkt auch nicht sehr überzeugend.
Andererseits ist der bis dahin nicht mehr sehr aktuell. Söder eint die Partei. Wenn er an der Spitze steht, muss er ja gegen niemand mehr "schmutzeln".


Für die Grünen wäre es riskant und unkalkulierbar, was passiert, wenn sie abbrechen.
Und ob sie damit eine bessere Umweltpolitik erreichen können?
Der Weg wäre weit.


Ich glaub nicht an Neuwahlen. Aber die Grünen müssen jetzt halt mal zeigen, dass sie da ein harter Verhandlungspartner sind. Und offensichtlich wollen sie dazu öffentlichen Druck auf die anderen Parteien aufbauen.

higgi
Benutzeravatar
Grasdaggl
Glaube auch nicht an Neuwahlen aber aus der Ampel wird mindestens eine Partei als Verlierer raus gehen. Wenn nicht sogar 2.
Die Quittung wird’s dann in 4 Jahren geben.

Und dass der Röttgen sich das wieder antut verstehe ich nicht. Wie oft will er sich noch Watschn abholen, bis er versteht dass die CDUler nicht viel von ihm halten
von daher

jagdhuette
Benutzeravatar
Halbdaggl
Da potentielle Neuwahlen erst nach dem aktuellen Winter stattfinden können wäre aufgrund der bevorstehenden Coronatoten vermutlich nicht mehr so viel CDU Wahlvolk übrig.
Söder hat sich mit seinen Machtspielen und seinem nur oberflächlichen Krisenmanagement ohnehin selbst verkleinert.
Für ihn wären 25% auch ein Erfolg.
Ich denke allerdings dass der Scholz-Effekt mittlerweile ziemlich verpufft ist.



higgi
Benutzeravatar
Grasdaggl
jagdhuette hat geschrieben:Da potentielle Neuwahlen erst nach dem aktuellen Winter stattfinden können wäre aufgrund der bevorstehenden Coronatoten vermutlich nicht mehr so viel CDU Wahlvolk übrig…

Da ist was dran
@FnF
Kann man von der Intensiv noch per Brief wählen
von daher


Auswurf
Benutzeravatar
Grasdaggl
meiner meinung nach, würden nur die afd und die cdu von neuwahlen profitieren können.
Ich finde Du siehst das zu klein klein.
Es war doch völlig klar, dass es bei den verhandlungen irgendwann knirschen würde,
aber den beteiligten ist bewusst, dass nach der verkorksten regierungbildung nach der vorgängerwahl
und der daraus resultierenden "weiterso -stillstandspolitik",
nichts anderes folgen darf, als ein gelingen der ampel.
Wer da ausschert, würde mit dem makel mangelnder kompromissfähigkeit zurecht stigmatisiert.
Man ist zum gelingen verpflichtet im auftrag der eigenen wählerschaft.

Die zeiten werden hart bleiben und es braucht eine handlungsfähige regierung
- jetzt, bzw. sehr bald
das ist doch keine Musik

publicenemy
Benutzeravatar
Halbdaggl
So ist das, wenn man in Koalitionsverhandlungen das Parlament ausschalten möchte. Man könnte auch ein paar Punkte offen lassen und so dem Bundestag zur Diskussion und Entscheidung vorlegen. Das wahrscheinlich aber eine naive Vorstellung.




Unter Westfalen
Benutzeravatar
Grasdaggl
Also ich sehe das Problem eher bei der FDP.
Sie hat die Chance, die vielen neuen jungen Wähler*innen mitzunehmen, aber auch die dynamischen Wirtschaftskräfte, die durch den Energiewechsel profitieren könnten.
Aber wahrscheinlich wird sie Politik für die wirtschaftlichen Altbestände, die Porsche- und SUV-Fahrer machen.
Es bleibt sehr spannend.
Häggor, fliag iebor da Näggor, fliag iebor da Rai, fliag midda drennai

Goofy
Benutzeravatar
Grasdaggl
Interessante Zusammenfassung, was unsere Wahlstimmen ausgelöst haben.



Wahlrecht
Das aktive Wahlalter für die Wahl zum Bundestag soll auf 16 Jahre gesenkt werden. Dafür muss das Grundgesetz geändert werden. Das aktive Wahlalter für das Europäische Parlament soll ebenso auf 16 Jahre gesenkt werden. Für die Europawahlen könnten die Koalitionäre diese Reform mit einfacher Mehrheit beschließen. Die Ampelkoalition will "innerhalb des ersten Jahres" das Wahlrecht überarbeiten, um das Anwachsen des Bundestages zu verhindern.


Mindestlohn
Der gesetzliche Mindestlohn soll in einer einmaligen Anpassung auf zwölf Euro pro Stunde erhöht werden. Die Mindestlohnkommission soll dann über weitere Erhöhungsschritte befinden. Derzeit liegt der Mindestlohn bei 9,60 Euro pro Stunde.



Bürgergeld
Hartz IV soll durch ein Bürgergeld ersetzt werden. "Wir gewähren in den ersten beiden Jahren des Bürgergeldbezuges die Leistung ohne Anrechnung des Vermögens und anerkennen die Angemessenheit der Wohnung", heißt es im Koalitionsvertrag. Das Schonvermögen soll erhöht werden. An Mitwirkungspflichten, die in der Teilhabevereinbarung festgehalten werden, will die Ampel-Koalition festhalten.



Cannabis
Die Ampel-Koalition will die kontrollierte Abgabe von Cannabis an Erwachsene "zu Genusszwecken" in lizenzierten Geschäften einführen. Dadurch werde die Qualität kontrolliert, die Weitergabe verunreinigter Substanzen verhindert und der Jugendschutz gewährleistet. Das Gesetz soll nach vier Jahren auf gesellschaftliche Auswirkungen evaluiert werden. Die Regelungen für Marketing und Sponsoring bei Alkohol, Nikotin und Cannabis sollen verschärft werden.



Klima
Die Ampel-Koalition will den Kohle-Ausstieg vorziehen. "Idealerweise gelingt das schon bis 2030", heißt es in der Vereinbarung. Bisher war dies bis spätestens 2038 verankert. Dafür sollen Wind- oder Solarstrom massiv ausgebaut werden. Bis 2030 solle 80 Prozent des Stromverbrauchs aus erneuerbaren Energien stammen. Bisher waren nur 65 Prozent vorgesehen. Dafür sind mehr Gaskraftwerke nötig. Diese sollen aber auf den Betrieb mit Wasserstoff umgerüstet werden können. Die Solarleistung wollen die Partner unter anderem mit einer Photovoltaik-Pflicht auf Gewerbedächern bis auf 200 Gigawatt mehr als verdreifachen. Beschleunigt wird demnach auch der Windenergie-Ausbau auf hoher See, der 2030 auf 30 Gigawatt klettern soll (bisher 20 GW). Für Windenergie an Land sollen zwei Prozent der Bundesfläche reserviert werden. Der Ausstieg aus der Kohle soll auch über den europäischen Handel mit CO2-Verschmutzungsrechten beschleunigt werden. Daher will sich die Koalition bei der EU für einen Mindestpreis für diese Zertifikate einsetzen, die die Kraftwerke benötigen. Sollte dies keinen Erfolg haben, werde national verankert, dass der Preis nicht unter 60 Euro pro Tonne fällt. Derzeit liegt er knapp unter 70 Euro. Der Klimaschutz soll künftig stärker als bisher in die Entscheidungen der Bundesregierung einbezogen werden. Jedes Ministerium soll seine Gesetzentwürfe auf ihre Klimawirkung und die Vereinbarkeit mit den nationalen Klimaschutzzielen hin prüfen und mit einer entsprechenden Begründung versehen - der sogenannte Klimacheck. Das Bundesklimaschutzgesetz soll "noch im Jahr 2022 konsequent" weiterentwickelt werden, ein Klimaschutz-Sofortprogramm soll kommen.



Pflege
Die Ampel will für den Pflegebonus eine Milliarde Euro zur Verfügung stellen. Dazu soll die Steuerfreiheit des Pflegebonus auf 3000 Euro angehoben werden. Das Pflegegeld für die Pflege zu Hause soll von 2022 an regelmäßig erhöht werden. Pflegende Angehörige sollen mehr und praktikablere Entlastungsangebote bekommen. Die Koalitionäre kündigen auch eine Lohnersatzleistung im Falle pflegebedingter Auszeiten für berufstätige pflegende Angehörige an.


Kindergrundsicherung
"Wir wollen mit der Kindergrundsicherung bessere Chancen für Kinder und Jugendliche schaffen und konzentrieren uns auf die, die am meisten Unterstützung brauchen", heißt es in dem Papier. Die bisherige finanzielle Unterstützungen - wie Kindergeld, Leistungen aus SGB II/XII für Kinder, Teile des Bildungs- und Teilhabepakets, sowie Kinderzuschlag - sollen gebündelt werden. "Diese Leistung soll ohne bürokratische Hürden direkt bei den Kindern ankommen und ihr neu zu definierendes soziokulturelles Existenzminimum sichern."Die Kindergrundsicherung soll aus zwei Komponenten bestehen: Einem einkommensunabhängigen Garantiebetrag, der für alle Kinder und Jugendlichen gleich hoch ist, und einem vom Elterneinkommen abhängigen, gestaffelten Zusatzbetrag, wie es in dem Papier heißt. Kinderrechte sollen zudem im Grundgesetz verankert werden.


Wohnen
Im Koalitionsvertrag ist als Ziel der Bau von 400.000 neuen Wohnungen pro Jahr, davon 100.000 öffentlich geförderte Wohnungen angegeben. Ein "Bündnis bezahlbarer Wohnraum" soll geschlossen werden. Es soll "zeitnah eine neue Wohngemeinnützigkeit mit steuerlicher Förderung und Investitionszulagen auf den Weg" gebracht werden. Die Mietpreisbremse soll verlängert und verschärft werden. In Gebieten mit angespanntem Wohnungsmarkt soll die Miete binnen drei Jahren nur noch bis zu elf Prozent steigen dürfen statt wie bisher bis zu 15 Prozent.


Drohnen
Die Ampel-Koalition will einer Bewaffnung von Drohnen der Bundeswehr zustimmen. Das soll unter "verbindlichen und transparenten Auflagen und unter Berücksichtigung von ethischen und sicherheitspolitischen Aspekten" ermöglicht werden. "Bewaffnete Drohnen können zum Schutz der Soldatinnen und Soldaten im Auslandseinsatz beitragen", heißt es. Die SPD hatte in der vergangenen Legislaturperiode die Entscheidung über die Bewaffnung von Bundeswehrdrohnen immer wieder vertagt.


Atomwaffen
Die neue Bundesregierung will die grundsätzliche deutsche Ablehnung des Atomwaffenverbotsvertrags der Vereinten Nationen aufgeben und damit von der bisherigen NATO-Linie abweichen. Deutschland soll als Beobachter an der Vertragsstaatenkonferenz teilnehmen. Bisher hat kein anderes NATO-Mitglied einen solchen Beobachterstatus. "Im Lichte der Ergebnisse der Überprüfungskonferenz des NVV und in enger Absprache mit unseren Alliierten werden wir als Beobachter (nicht als Mitglied) bei der Vertragsstaatenkonferenz des Atomwaffenverbotsvertrages die Intention des Vertrages konstruktiv begleiten", heißt es in dem Koalitionsvertrag.
Der umstrittene Vertrag zum Verbot von Atomwaffen war 2017 von 122 der 193 Länder der Vereinten Nationen beschlossen worden und Anfang dieses Jahres in Kraft getreten. Er untersagt Besitz, Erwerb, Entwicklung und Stationierung von Nuklearwaffen. Alle Atommächte sowie sämtliche NATO-Staaten und damit auch Deutschland haben ihn bisher abgelehnt, weil sie die bereits zuvor vereinbarten Verträge für eine bessere Grundlage für atomare Abrüstung erachtet haben.


Verkehr
Ab 2022 sollen die Regionalisierungsmittel im Nahverkehr erhöht werden. Pandemiebedingte Einnahmeausfälle sollen ausgeglichen werden. Gemeinsam mit Ländern und Kommunen sollen Qualitätskriterien und Standards für Angebote und Erreichbarkeit für urbane und ländliche Räume definiert werden. Die Deutsche Bahn AG soll als integrierter Konzern inklusive des konzerninternen Arbeitsmarktes im öffentlichen Eigentum erhalten bleiben. Die internen Strukturen sollen effizienter und transparenter gestaltet werden. Die Infrastruktureinheiten (DB Netz, DB Station und Service) der Deutschen Bahn AG sollen zu einer "neuen, gemeinwohlorientierten Infrastruktursparte" zusammengelegt werden. Dazu heißt es weiter: "Diese steht zu 100 Prozent im Eigentum der Deutschen Bahn als Gesamtkonzern. Gewinne aus dem Betrieb der Infrastruktur verbleiben zukünftig in der neuen Infrastruktureinheit." Der grenzüberscheitende Verkehr soll gestärkt und mit der EU sowie den Mitgliedstaaten sollen Nachtzugangebote aufgebaut werden. Bis 2030 sollen 75 Prozent des Schienennetzes elektrifiziert sein. Deutschland soll Leitmarkt für Elektromobilität mit mindestens 15 Millionen Elektro-Pkw im Jahr 2030 werden. "Gemäß den Vorschlägen der Europäischen Kommission" sollen in Europa 2035 nur noch CO2-neutrale Fahrzeuge zugelassen werden.
SPD, Grüne und FDP wollen zudem eine Reform der Lkw-Maut. 2023 soll eine "CO2-Differenzierung" der Lkw-Maut vorgenommen werden. Der gewerbliche Güterkraftverkehr ab 3,5 Tonnen solle einbezogen und ein CO2-Zuschlag eingeführt werden - unter der Bedingung, eine Doppelbelastung durch den CO2-Preis auszuschließen.




Führerschein
Begleitetes Fahren soll bereits ab 16 statt wie bisher mit 17 Jahren möglich sein. Bis zum 18. Geburtstag besteht die Auflage, den Pkw nur in Begleitung einer mindestens 30-jährigen Begleitperson zu fahren. "Um Jugendliche schon frühzeitig für die Gefahren im Straßenverkehr zu schulen, werden wir begleitetes Fahren ab 16 Jahren ermöglichen", heißt es im Koalitionsvertrag.


Migration und Bleiberecht
Die Visavergabe soll beschleunigt und verstärkt digitalisiert werden. Aufenthaltsgenehmigungen sollen nicht bei vorübergehenden Auslandsaufenthalten erlöschen. Das "komplizierte System der Duldungstatbestände" soll neu geordnet werden. "Gut integrierte Jugendliche" sollen nach drei Jahren Aufenthalt in Deutschland und bis zum 27. Lebensjahr die Möglichkeit für ein Bleiberecht bekommen.
Menschen, die am 1. Januar 2022 seit fünf Jahren in Deutschland leben, nicht straffällig geworden sind und sich zur freiheitlich demokratischen Grundordnung bekennen, sollen eine einjährige Aufenthaltserlaubnis auf Probe erhalten können. Für schnellere Asylverfahren will die neue Koalition das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge entlasten. "Wir wollen schnellere Entscheidungen in Asylprozessen sowie eine Vereinheitlichung der Rechtsprechung und werden dazu zügig einen Gesetzentwurf vorlegen", kündigten die drei Parteien an.


Altersversorgung
Das bisherige System der privaten Altersvorsorge soll "grundlegend" reformiert werden. "Wir werden dazu das Angebot eines öffentlich verantworteten Fonds mit einem effektiven und kostengünstigen Angebot mit Abwahlmöglichkeit prüfen", heißt es in dem Vertrag. Zudem soll eine gesetzliche Anerkennung privater Anlageprodukte mit höheren Renditen als Riester geprüft werden. Der Sparerpauschbetrag soll auf 1000 Euro erhöht werden. Die Ampel will "in eine teilweise Kapitaldeckung der gesetzlichen Rentenversicherung einsteigen". Dies soll als dauerhafter Fonds von einer unabhängigen öffentlich-rechtlichen Stelle verwaltet werden.


Befristungen
Im öffentlichen Dienst soll die Möglichkeit der Haushaltsbefristung abgeschafft werden. Beim Bund als Arbeitgeber soll die sachgrundlose Befristung "Schritt für Schritt" fallen. Um Kettenbefristungen zu vermeiden, sollen die mit Sachgrund befristeten Arbeitsverträge beim selben Arbeitgeber auf sechs Jahre begrenzt werden. Ein Überschreiten dieser Höchstdauer ist demnach nur in Ausnahmefällen möglich.


Finanzierung
Die im Grundgesetz verankerte Schuldenbremse soll ab 2023 wieder eingehalten werden. Im kommenden Jahr müssten aber wegen der andauernden Pandemiefolgen noch einmal neue Kredite aufgenommen werden. Kommunen mit hohen Altschulden sollen entlastet werden. "Auch im Jahr 2022 werden fortwirkende Pandemiefolgen zu bewältigen sein, die weiterhin eine außergewöhnliche Notsituation im Sinne der Schuldenregel begründen", heißt es in dem Vertrag. "Ab 2023 werden wir dann die Verschuldung auf den verfassungsrechtlich von der Schuldenbremse vorgegebenen Spielraum beschränken und die Vorgaben der Schuldenbremse einhalten."


Paragraf 219a
Das umstrittene Werbeverbot für Schwangerschaftsabbrüche soll abgeschafft werden. "Ärztinnen und Ärzte sollen öffentliche Informationen über Schwangerschaftsabbrüche bereitstellen können, ohne eine Strafverfolgung befürchten zu müssen", heißt es im Vertrag. Daher solle der entsprechende Paragraf 219a des Strafgesetzbuches gestrichen werden. Ziel sei, das Selbstbestimmungsrecht von Frauen zu stärken und Versorgungssicherheit herzustellen. Schwangerschaftskonfliktberatung solle online möglich sein. Gegen belästigende Aktionen von Abtreibungsgegnern sollen "gesetzliche Maßnahmen" kommen.


Text kopiert von:
https://www.tagesschau.de/inland/innenp ... g-151.html

Goofy
Benutzeravatar
Grasdaggl
Unser Wahlverhalten:


AfD / NPD / 3. Weg o. Ä. 1 4%
Freie Wähler 0
Union 2 8%
FDP 2 8%
SPD 5 19%
Volt 2 8%
Die Grünen 12 46%
Die Linken 2 8%
Die Partei (o.A. friedliche Kleinpartei) 0



Jetzt brauch ich noch n paar Begriffe oder kurze Urteile, dann gibts ne Umfrage, was von dem Koalitionsvertrag zu halten ist. ;)




cron