higgi hat geschrieben:AxelKruse_FG hat geschrieben:higgi hat geschrieben:Klar sollte man versuchen sie zu retten, genau wie die anderen 2500, da sterben nämlich die Wenigsten eines natürlichen Todes.
Aber darum gehts überhaupt nicht, und das weist du.
Offen gesagt, weiß ich nicht, was Du meinst. Ich dachte, die 2,5Kilo sei die "normale" tägliche Sterberate.
In den 2500 ist alles dabei, vom Verunglückten Motorradfahrer bis zum 85jährigen Hautkrebspatienten der auch noch Covid kriegt
Theoretisch wären viele davon vermeidbar, praktisch halt net
Angeregt durch Deinen Beitrag habe ich mich selbst auch ein bißchen schlau gemacht, wie man das eben so macht im Inet. Das habe ich herausgefunden:
Die Anzahl der Todesfälle von "an und mit" Corona Infizierten liegt derzeit bei rund 97.000. Wenn man den Beginn der Pandemie in Deutschland willkürlich auf den 01.01.2020 legt, so kommt man nach 365+313=678 Tagen (Stand heute) auf eine durchschnittliche tägliche Todesfallzahl von 143 Menschen, die seither jeden Tag verstorben sind und mit dem Virus infiziert waren.
Es gibt eine tagesaktuelle Sterbestatistik vom statistischen Bundesamt:
https://www.destatis.de/DE/Themen/Gesel ... aelle.htmlDie habe ich ebenfalls überflogen. Demnach sind von 2016 bis 2019 täglich wischen 2500 und 2800 gestorben. Auf den ersten Blick erkennt man eine Änderung zu 2020: Dort steht nämlich praktisch immer eine 3 vornedran. Die Zahlen wurden ja längst professionell ausgewertet, das kann man irgendwo nachlesen. Das Problem mit den Zahlen ist aber eben immer, wie man sie werten, also deuten muß. Vor dem Problem stehen wir fast immer. Die von Dir schon genannte Zahl von 2500 konnte ich bspw. nicht einordnen, weil ich mich nie zuvor damit befasst habe. Sind das wirkich alle in Deutschland? Ist das viel? Ist das wenig? Also: Ist das normal? Stünde da irgend eine andere Zahl, hätte ich genauso wenig damit anfangen können.
In dieser Sterbezahl sind die Corona-Toten enthalten, ebenso wie die Verkehrstoten oder die Mordopfer. Bei den Verkehrstoten brauchte ich nicht zu gugeln, die Zahlen kenne ich größenordnungsmäßig: Sie sinken seit vielen Jahren und bewegen sich um 3.000. Allerdings pro Jahr, nicht pro Tag. Wobei man auch hier ZWINGEND ganz feinsinnig ergänzen muß: Während der Teilhabe am Verkehr verstorben. Darin enthalten sind also auch all diejendigen, die sich mit dem Auto umgebrachthaben (das sind definitiv viele!), wobei ich nicht weiß, ob die Selbstmörder, die sich vor den Zug werfen, auch als "Verkehrstote" gezählt werden. Aber diejenigen, die beim Autofahren einen Schlaganfall oder Herzinfarkt bekommen währendessen der Wagen unkontrolliert igendwo gegenfährt, zählen definitiv dazu, im Gegensatz zum Fußgänger, der auf dem Gehweg zusammenbricht. Das ist kein Verkehrstoter. Trotzdem werden diese Zahlen genutzt, um die "Gefährlichkeit" des Autoverkehrs zu "beweisen". Aber das außen vorgelassen zurück zur Einordnung:
Im Schnitt sterben also ca. 8 Leute am Tag "im und durch" den Straßenverkehr, im Vergleich dazu über 140 "an und mit" Corona. Jetzt unabhängig von der genauen Abgrenzung würde ich bei einem Faktor von 17 sagen, daß Corona schon weitaus gefährlicher ist als Autofahren. Und die Beste daran: Die Corona-Zahlen ließen sich ganz leicht nach unten drücken. Kostet 18.50€ und tut fast nicht weh.