Aus Wikipedia zur damaligen Situation in der Münsterschen Medienlandschaft:
Nach der Geschäftsübernahme durch Lambert Lensing-Wolff durchlief das Medienhaus eine Phase der Umstrukturierung. Im Jahr 2006 wurden die Verlagsangestellten in eigenständige, nicht tarifgebundene Gesellschaften ausgelagert. Die Verträge der angestellten Foto-Redakteure wurden gekündigt, sie wurden in den Status einer beruflichen Selbständigkeit gedrängt.[6] Ebenfalls im Jahr 2006 wurden die Lokalausgaben der Ruhr Nachrichten in den Städten Gladbeck, Bottrop, Gelsenkirchen und Kamen wie auch die Buersche Zeitung in Gelsenkirchen eingestellt. Im Dreieck Gelsenkirchen, Gladbeck, Bottrop kann der Wettbewerber Westdeutsche Allgemeine Zeitung (WAZ) seitdem als Monopolist agieren.[5]
Im gleichen Jahr stellte die WAZ ihre Ausgaben in den Städten Haltern am See, Datteln, Herten, Marl, Oer-Erkenschwick, Recklinghausen und Waltrop ein und fasste die Lokalberichterstattung unter dem Namen Unser Vest zusammen, wobei auch Artikel aus den Titeln des Bauer-Verlages übernommen werden; somit hat dieser mit seinen Redaktionen vor Ort ein Quasi-Monopol.[7] Eine Kooperation von Lensing Media mit der WAZ existiert zudem im Bereich Druck. Lensing Media ließ seit den Umstrukturierungen im Jahr 2006 seine Ausgaben Bochum, Witten und Castrop-Rauxel im Druck- und Verlagszentrum (DVZ) Hagen-Bathey drucken, das der Funke Mediengruppe gehört.
In die öffentliche Kritik geriet Lensing Media auch im Januar 2007 durch die Kündigung der gesamten 19-köpfigen Lokal- und Sportredaktion der Münsterschen Zeitung.[8]
Im September 2014 gab das Bundeskartellamt Zustimmung für ein Geschäft mit dem Wettbewerber Aschendorff Verlag in Münster. Der Herausgeber der Westfälischen Nachrichten durfte die Münstersche Zeitung und die Grevener Zeitung demnach in einer sogenannten Sanierungsfusion übernehmen. Lensing wählte wie bereits bei der Entlassung der kompletten Redaktion im Jahr 2007 für diesen Schritt die Begründung, die Münstersche Zeitung habe seit Jahren rote Zahlen geschrieben. Damit besteht auf dem Zeitungsmarkt in Münster ein Monopol. Lediglich das kostenlose Anzeigenblatt Kaufen + Sparen sollte zunächst weiterhin vom Medienhaus Lensing verlegt werden,[9] wenige Wochen später wurde jedoch auch dieses sowie die Emsdettener Volkszeitung an den Verlag Altmeppen in Rheine (Münsterländische Volkszeitung) verkauft.[10]
Die "Kündigung" der Redaktion sah so aus, dass die Redaktion von heute auf morgen ausgetauscht wurde. Das ging damals viral durch die ganze Bundesrepublik.
Die inhaltliche Qualität der MZ hat merklich nachgelassen. Über Rechtschreibung und Diktion lege ich den Mantel der Nachsicht. Die werden nur noch wenige Festangestellte haben, der Rest wahrscheinlich Freelancer und Mindestlöhner.
Dazu passt, dass sowohl der Verlag Lensing-Wolff, als auch der Aschendorff-Verlag (jetziger Eigner) eng mit der katholischen Kirche verbandelt sind. Nun ja, das dürfte auch auslaufendes Geschäft sein.
Häggor, fliag iebor da Näggor, fliag iebor da Rai, fliag midda drennai