Gang Cannstatt hat geschrieben:Tifferette hat geschrieben:Eberl hat schon ganz klar gesagt, was ihn krank macht - wenn er über das spricht, was in den "letzten 24 Stunden" losgebrochen ist. Was anderes als den Medienzirkus kann er da kaum meinen.
Da kann man meinetwegen auch die Entwicklung des modernen Fußballs reininterpretieren, geht schon. Aber der Vogt hat einfach null Gespür. Da kann man auch einfach mal den Schnabel halten.
wahrscheinlich wisst ihr (tamasi, nw, du u.a) was Vogt mit "falscher Richtung" meinte.
weniger commerz

- stimmts?
Vielleicht hat er was ganz anderes gemeint? Aber was sind denn normal seine Ziele & Träume für den Fußball? Und genau so werden viele Vogts Worte interpretieren. Zum Beispiel:
Andere Baustelle, finde ich.
Für mich bleiben diese Worte der Schlüssel:
Eberl verweist darauf, dass er schon als Spieler mehr mit Einsatz als mit Talent erreicht habe. "Da kann sich jeder ein Bild machen, dass das mit meiner Einstellung später nicht weniger wurde. Ich habe letztes Jahr schon gemerkt, dass dieser Perfektionismus sehr viel Kraft gekostet hat. (...)
Ich muss jetzt raus aus dieser Mühle. Ich bin ein Mensch, der alles mit hundert Prozent tut. Das habe ich jetzt 23 Jahre getan."
Hat mit der Vogts-Deutung von der "falschen Richtung, in die sich der Fußball entwickelt" meines Erachtens nur wenig zu tun. Es sei denn, Vogt will eine Lanze dafür brechen, dass sich alle im Fußball weniger reinhängen sollen.
Happy in der 4. Liga. Klar. Kann man machen.
Aber auch in der 4. Liga sollte man bei der Auswahl seiner Mitarbeiter darauf achten, dass sich keiner zu viel engagiert. Vorschlag, Faustregel: Arbeiten bis max. eine Stunde nach Dienstschluss.
Und ohne Polemik: Mir ist schon klar, dass man in einem 24/7-fordernden Umfeld mit hohem Geld- und Leistungsdruck leichter ausbrennt. Der Profifußball ist da sicher "ideal". Aber es greift halt zu kurz. Es können auch Leute in nicht-durchkapitalisierten Berufsfeldern ausbrennen. Liegt schon auch ein bisschen an der Persönlichkeit und ob man die Bremse findet oder nicht. Falls man sie denn braucht. Diese Verkürzung und egoistische Instrumentalisierung von Vogt finde ich deshalb sehr, sehr ärgerlich. Wenig Gespür. In meinen Augen.
Interessant wäre halt, was Max Eberl zu der Vogt-Verbindung zur "falschen Richtung des Fußballs" sagen würde. Bisher ist er ja nicht gerade damit aufgefallen, dass er grundsätzliche Probleme mit dem Profifußball hat. Oder übersehe ich da was?
Quelle fürs Eberl-Zitat:
https://www.kicker.de/61f3a89d27d457405 ... liveticker