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Iron
Grasdaggl
Goofy hat geschrieben:Ach, Iron. Der Verlauf der ersten 2,5 Jahre als Cheftrainer.
Nice hat was geschrieben, ich auch. Und du tust grad so, als hätten wir das nie geschrieben.

Ich tu dir diesmal nicht den Gefallen, nochmal von vorne drauf einzugehen. Manchmal langweilt deine Masche.


Meine Masche? Lies dir mal deine Beiträge durch.

Streich hat von Platz 18 übernommen, den Punkteschnitt nach oben korrigiert. Materazzo ist mit dem gleichen Punkteschnitt von Walter aufgestiegen. Vielleicht sollten wir das nicht vergleichen, vielleicht ist Streich auch eher eine Ausnahme. Finke hat es in der 2ten Liga in Freiburg azch erwischt. Sorg sogar deutlich schneller.

Goofy
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Grasdaggl
Der Punkteschnitt eines Tabellenletzten ist rein rechnerisch auch einfacher zu verbessern als der des Tabellenzweiten.
Und warum sollte nach 2,5 Jahren noch das erste halbe Jahr entscheidend sein?
Beide waren sie erfolgreich.
Und dann beide (erstmal) nicht mehr so sehr.

Und Streich ist 2015 abgestiegen. Matarazzo 2022 noch nicht :!:


Ja ... deine Masche :roll:



higgi hat geschrieben:Diese Vergleiche mit anderen Vereinen nerven nur noch
Wieso vergleicht man sich nicht mal mit Hannover, Nürnberg oder Kaiserslautern.

Immer nur Freiburg Freiburg Freiburg, scheiß auf Freiburg


Weil keiner von denen es je gewagt hat, lange und trotz Misserfolg den Trainer weiter zu beschäftigen.

Und wir brauchen halt ein Beispiel, dass zeigt, dass es funktionieren kann.

Und außerdem hat Veh angefangen. ;)


Local Zero
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Grasdaggl
Gang Cannstatt hat geschrieben:
Local Zero hat geschrieben:Wir haben einen Sportdirektor, um den uns sicher die Hälfte der Liga beneidet. Vergleicht man ihn mal mit Flöten wie Fredi, Schmadtke, Reuter, Kehl, Ruhnert und Brazzo (wobei dieser Grüßonkel nicht wirklich zählt), erübrigt sich jede Diskussion über die Qualität von Mislintat. Die meisten Vereine in der Bundesliga würden Misl sofort mit Kusshand nehmen. Und wenn ich Gladbach- Boss wäre wüsste ich, wen ich nach Eberls Demission sofort angerufen hätte.

Um Spieler wie Haaland, Diaby, Schick, Nkunku, Adams oder Szoboszlai zu einem Zeitpunkt zu verpflichten, zu dem es ihre jetzigen Vereine getan haben, muss man kein großer Crack sein. Die waren schon erkennbar sehr gut und reif, als sie in die Bundesliga kamen. Heutzutage gibt Zeit im Fußball theoretisch nur zwei Ressourcen: Geld und Geduld. Ersteres haben wir nicht, weil wir in den letzten 10-20 Jahren immer genau das getan haben, was einige nun wieder fordern.

Ich sehe in der Bundesliga eigentlich nur Mislintat und Ben Manga, die beide das Zeug haben, bereits in jungen Spielern etwas sehen zu können, wofür andere zwei oder drei Jahre später das dicke Geld auf den Tisch legen müssen.

Ja, in der aktuellen Saison hilft uns das gerade nicht besonders weiter. Doch wenn man sich die Gründe dafür anschaut warum wir geschätzt fünf oder sechs Punkte weniger auf dem Konto haben als wir unter normalen Umständen gehabt hätten würde ich sagen, das liegt zu 50 % an unserer biblischen Verletztenmisere, zu 30 % an Corona, zu 10 % am VAR und zu 5 % an diesem komplett irren Sascha Burchardt. Die restlichen 4 % sind schlicht Pech, das restliche eine Prozent mag von mir dem Abgang von Castro geschuldet sein.

Ich hab auch kein Problem damit, mit Mislintat in die zweite Liga runterzugehen. Der Mann ist authentisch, kompetent, keine Laberbacke oder Wichtigtuer. Diese Schnittmenge ist in der Bundesliga nicht allzu häufig.
Allerdings haben wir tatsächlich an einer Stelle (o. k., an zwei) akuten Handlungsbedarf. Das ist aber genau auf der anderen Seite des Organigramms.


auch zum Schießen :mrgreen: hahahahaaaa


Ja.
"Ein Wort, Herr! Sag mir nur ein einziges Wort in diesem Elend!" - "Ich sage dir sogar zwei: Guten Appetit!"
-------
"Es gibt keine Lösung. Weil es kein Problem gibt."

de mappes
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Local Zero hat geschrieben:Wir haben einen Sportdirektor, um den uns sicher die Hälfte der Liga beneidet. Vergleicht man ihn mal mit Flöten wie Fredi, Schmadtke, Reuter, Kehl, Ruhnert und Brazzo (wobei dieser Grüßonkel nicht wirklich zählt), erübrigt sich jede Diskussion über die Qualität von Mislintat. Die meisten Vereine in der Bundesliga würden Misl sofort mit Kusshand nehmen. Und wenn ich Gladbach- Boss wäre wüsste ich, wen ich nach Eberls Demission sofort angerufen hätte.

Um Spieler wie Haaland, Diaby, Schick, Nkunku, Adams oder Szoboszlai zu einem Zeitpunkt zu verpflichten, zu dem es ihre jetzigen Vereine getan haben, muss man kein großer Crack sein. Die waren schon erkennbar sehr gut und reif, als sie in die Bundesliga kamen. Heutzutage gibt Zeit im Fußball theoretisch nur zwei Ressourcen: Geld und Geduld. Ersteres haben wir nicht, weil wir in den letzten 10-20 Jahren immer genau das getan haben, was einige nun wieder fordern.

Ich sehe in der Bundesliga eigentlich nur Mislintat und Ben Manga, die beide das Zeug haben, bereits in jungen Spielern etwas sehen zu können, wofür andere zwei oder drei Jahre später das dicke Geld auf den Tisch legen müssen.

Ja, in der aktuellen Saison hilft uns das gerade nicht besonders weiter. Doch wenn man sich die Gründe dafür anschaut warum wir geschätzt fünf oder sechs Punkte weniger auf dem Konto haben als wir unter normalen Umständen gehabt hätten würde ich sagen, das liegt zu 50 % an unserer biblischen Verletztenmisere, zu 30 % an Corona, zu 10 % am VAR und zu 5 % an diesem komplett irren Sascha Burchardt. Die restlichen 4 % sind schlicht Pech, das restliche eine Prozent mag von mir dem Abgang von Castro geschuldet sein.

Ich hab auch kein Problem damit, mit Mislintat in die zweite Liga runterzugehen. Der Mann ist authentisch, kompetent, keine Laberbacke oder Wichtigtuer. Diese Schnittmenge ist in der Bundesliga nicht allzu häufig.
Allerdings haben wir tatsächlich an einer Stelle (o. k., an zwei) akuten Handlungsbedarf. Das ist aber genau auf der anderen Seite des Organigramms.


Starker Beitrag
Burcherts scheiss Aktion und keine Woche später sasas Schulter…1,5 Jahre Ausfall der zwei Mittelstürmer in nichtmal einer Woche
Don't criticize what you can't understand



Frank N Furter
Wundermann hat geschrieben:Ich kann nicht verstehen warum zum jetzigen Zeitpunkt über personelle Änderungen diskutiert wird. In den letzten Jahren hatten wir genug Wechsel. Jetzt gilt Augen zu und durch. Über die handelnden Personen kann oder möglicherweise muß nach der Saison diskutiert werden.


Rotfärbung durch meinereiner.

Ich würde fast eine Wette eingehen, dass Du in Deiner gewöhnlichen Alltagspraxis so nie handeln oder argumentieren würdest.
Du fährst nicht an Deiner Autobahnausfahrt vorbei und denkst dann - ach, egal, Augen zu und durch, ich fahr einfach weiter. :?:
Und wenn Dir schon kalt ist und es fängt auch noch an zu regnen und zu stürmen, wirst Du irgendwann reingehen und nicht denken - ach, egal, Augen zu und durch, ich bleib jetzt für immer draußen. :mrgreen:

Ernsthaft: Im Misserfolg kann man keine Kontinuität postulieren, jedenfalls, wenn man nicht irgendwie selbstzerstörerisch unterwegs ist. Ein "gesunder Verstand" wird bei Misserfolg immer versuchen einen Weg zu finden, etwas zu ändern, um wieder erfolgreich zu sein.

publicenemy
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Ich würde fast eine Wette eingehen, dass Du in Deiner gewöhnlichen Alltagspraxis so nie handeln oder argumentieren würdest.
Du fährst nicht an Deiner Autobahnausfahrt vorbei und denkst dann - ach, egal, Augen zu und durch, ich fahr einfach weiter. :?:


Würdest du eher wenden?

Frank N Furter
publicenemy hat geschrieben:Würdest du eher wenden?


Frank N Furter hat geschrieben:Ernsthaft: Im Misserfolg kann man keine Kontinuität postulieren...

jagdhuette
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Frank N Furter hat geschrieben:
Wundermann hat geschrieben:Ich kann nicht verstehen warum zum jetzigen Zeitpunkt über personelle Änderungen diskutiert wird. In den letzten Jahren hatten wir genug Wechsel. Jetzt gilt Augen zu und durch. Über die handelnden Personen kann oder möglicherweise muß nach der Saison diskutiert werden.


Rotfärbung durch meinereiner.

Ich würde fast eine Wette eingehen, dass Du in Deiner gewöhnlichen Alltagspraxis so nie handeln oder argumentieren würdest.
Du fährst nicht an Deiner Autobahnausfahrt vorbei und denkst dann - ach, egal, Augen zu und durch, ich fahr einfach weiter. :?:
Und wenn Dir schon kalt ist und es fängt auch noch an zu regnen und zu stürmen, wirst Du irgendwann reingehen und nicht denken - ach, egal, Augen zu und durch, ich bleib jetzt für immer draußen. :mrgreen:

Ernsthaft: Im Misserfolg kann man keine Kontinuität postulieren, jedenfalls, wenn man nicht irgendwie selbstzerstörerisch unterwegs ist. Ein "gesunder Verstand" wird bei Misserfolg immer versuchen einen Weg zu finden, etwas zu ändern, um wieder erfolgreich zu sein.


Gewagte These.

Wenn man beispielsweise eine Immobilie besitzt, die man abbezahlt und vorrübergehend einen Zeitraum mit finanziellen Engpass hat, dann verkauft man ja auch nicht gleich die Immobilie, sondern versucht dies anders zu überbrücken(Verkauf von Auto/Schmuck/was auch immer), wenn man davon ausgeht, dass man es langfristig schaffen kann und dort wohnen bleiben möchte.

Anderes Beispiel Investitionen an der Börse: Du würdest also alles verkaufen, das mal ein bisschen im Kurs gesunken ist, weil du Angst hast, dass es noch weiter sinken könnte, bis hin zum Totalverlust. Ist sicherlich eine Strategie. Die wird aber dazu führen, dass du deine Ersparnisse immer weiter reduzierst. Man muss mal einen negativen Verlauf ertragen können, wenn man vom Produkt langfristig überzeugt ist.

Im konkreten Fall: Wenn der VfB wirtschaftlich in der Lage ist eine Saison zweite Liga zu verkraften und ein gewisses commitment der Spieler hat dabei zu bleiben, dann kann man die Situation ergebnisoffen beibehalten und sich über den mittelfristigen Horizont Gedanken machen.

Worum es mir geht: der Vergleich mit der Autobahnausfahrt ist idiotisch. Weil es eine Situation mit einer Tragweite von ein paar Minuten und wenigen Litern Sprit hat. Es hängt nicht viel davon ab. Es ist was spontanes und nichts was in einem komplexten Kontext bewertet werden muss. Vielleicht gibt es im Moment keinen besseren (verfügbaren) Trainer als den aktuellen. Vielleicht ist eine Saison in Liga zwei mit den jungen Spielern, die nachkommen eine Option für eine sportliche Perspektive. Wenn es finanziell kein entweder drin bleiben oder total abstürzen ist, dann muss ein sehr viel komplexerer Vergleich herhalten, als der den du nennst. Ansonsten bleibt der Beigeschmack, dass du es nur machst um gemäß deiner Trainerkritik Agenda ein bisschen weiterzufaseln, ohne Substanz.

Frank N Furter
Gut, jetzt kommen wir in der Diskussion vielleicht wirklich qualitativ mal einen Schritt weiter, Dank Deiner Argumentation, Jagdhütte.

jagdhuette hat geschrieben:Anderes Beispiel Investitionen an der Börse: Du würdest also alles verkaufen, das mal ein bisschen im Kurs gesunken ist, weil du Angst hast, dass es noch weiter sinken könnte, bis hin zum Totalverlust.


Nein, natürlich nicht. Dazu setzen ja mittlerweile die Programme Stop- und Loss-Kurse. Man hat sich also in der Geschichte des Börsenhandels umgeschaut, und dann Algorithmen abgeleitet, ab wann man von einem tiefergehenden Kurssturz ausgehen muss (und ergo, besser vor dem Totalverlust verkaufen sollte) und wann es sich einfach höchstwahrscheinlich noch um die ganz gewöhnliche Volatilität handelt (wo man auf das Paradigma des langfristigen Börsengewinns setzt).

Vergleichen wir das jetzt mal mit der Situation des VfB. Sind wir grade nur bissle "volatil" oder steckt da eine tiefergehende Crash-Gefahr dahinter?

Der VfB hat diese Saison einige Extremereignisse erlebt. Extremereignisse gelten in der Wissenschaft ganz generell als Indikatoren dafür, dass sich an den gewöhnlichen Bedingungen gerade etwas grundsätzlich geändert hat. Der VfB hatte die höchste Heimniederlage in seiner ganzen Geschichte erlebt (neben einem zweiten 0:5 gegen Dortmund, wie unser Jogi hier zurecht anmerkte). Der VfB war die längste Zeit am Stück ohne eigenen Torerfolg in seiner Geschichte und, wenn ich es richtig gesehen habe, hat der VfB aktuell den schlechtesten Punkteschnitt, den er jemals in einer Bundesligasaison zum Schluss hatte (hier kann sich noch was ändern, nach unten, wie nach oben).

Das, denke ich, sind schon eher Anzeichen eines Crashes, wo die Stop-Marker klar durchbrochen wurden. Mit "Volatilität" ist das jedenfalls nicht zu erklären.

Aber diese Betrachtung ist ja nur der eine Teil einer rationalen Bewertung, ob der VfB aktuell bereits so erfolglos ist, dass man jetzt eine Änderung vollziehen muss.

Bei Deinem Immobilienbeispiel müsste man beurteilen, ob es gute Gründe gibt, dass das Familieneinkommen wieder ausreichend steigt, um die Immobilie zu finanzieren. Ist das der Fall, verkauft man nicht. Ist das nicht der Fall, verkauft man besser, zieht in eine Mietwohnung, und verhindert die Privatinsolvenz rechtzeitig.

Ansonsten bleibt der Beigeschmack, dass du es nur machst um gemäß deiner Trainerkritik Agenda ein bisschen weiterzufaseln, ohne Substanz.

Wenn Du selbst ernst genommen werden möchtest, solltest Du Dir angewöhnen die Argumente anderer ernstzunehmen. Und Du solltest vermeiden ad hominem zu argumentieren und Deinem Gegenüber keine miesen Beweggründe für seine Meinung unterstellen. Eigentlich sind das Selbstverständlichkeiten unter vernünftigen Erwachsenen.

Iron
Grasdaggl
jagdhuette hat geschrieben:Im konkreten Fall: Wenn der VfB wirtschaftlich in der Lage ist eine Saison zweite Liga zu verkraften und ein gewisses commitment der Spieler hat dabei zu bleiben, dann kann man die Situation ergebnisoffen beibehalten und sich über den mittelfristigen Horizont Gedanken machen.


Es gibt da aber einen Gedankenfehler... die Spieler sind aus welchem Grund abgestiegen? de Mappers würde von Schiris und Verletzten fabulieren, aber im Grunde sind sie abgestiegen, weil sie im Vergleich zur Konkurrenz schlechter sind.

Sind denn diese Spieler in der Liga 2 dann besser als ihre Konkurrenz, wenn ja ...bei einem erfolgreichen Aufstieg ... wären sie es nach dem Aufstieg denn besser als ihre Konkurrenz? Gut hier spielt nicht nur die Qualität der einzelnen Spieler eine Rolle, sondern auch die Zusammestellung.

Das muss besser werden, deine Antwort wie das besser wird ... ist einfach nur der Faktor Zeit.

Ein verbrannter Kuchen wird mit dem Faktor Zeit nicht besser, ein Fehler behebt sich nicht mit der Zeit. Um besser als die Konkurrenz zu sein, müssen/können Kader, Spieler, Trainer, Manager verändert werden.

Es gibt diese Kontitnuität also gar nicht. Sie wird dir von Mislintat vorgegaukelt. Kontinuität kann nie der Schlüssel zum Erfolg sein, außer wenn die Qualität besser ist als zur Konkurrenz. Aber auch da hat Kontinuität ihre Grenzen.
Zuletzt geändert von Iron am 15. Februar 2022 17:30, insgesamt 1-mal geändert.

Angry Wasenhuhn
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Granadaseggl
Na Gott sei Dank kommen wir in dieser Diskussion en-de-lich mal qualitativ weiter und noch viel Gott sei Danker haben wir einen dabei, der uns das auch mal klarmacht. Danke, dass wir in unserer Einfalt überhaupt mit Deiner Aufmerksamkeit bedacht werden und unser Konzert der Grunzlaute einen fähigen Dirigenten bekommt.

Kein Sorry, das ist einfach eine megaarrogante Einleitung für alles, was danach kommt. Dass jenes dann mit einer "ad hominem"-Kritik schließt, ist schon irgendwie mein Humor, aber es regt auch ziemlich auf.
Entspannt Euch doch mal... - AM ARSCH GELECKT!


Iron
Grasdaggl
Local Zero hat geschrieben:Heutzutage gibt Zeit im Fußball theoretisch nur zwei Ressourcen: Geld und Geduld. Ersteres haben wir nicht, weil wir in den letzten 10-20 Jahren immer genau das getan haben, was einige nun wieder fordern.


Mit dem gleichen Ansatz sind wir mit Reschke schon runtergegangen. Er hat auch junge Talente geholt wie Massimo (gleich wieder verliehen), Sosa, Gonazalez, Kabak, Maffeo, Ascacibar und den Kader dann mit Spielern ausgefüllt mit Leuten wie Kempf, Castro, Didavi und im Winter noch Zuber und Esswein geliehen.

Frank N Furter
Iron hat geschrieben:Es gibt diese Kontitnuität also gar nicht. Sie wird dir von Mislintat vorgegaukelt. Kontinuität kann nie der Schlüssel zum Erfolg sein, außer wenn die Qualität besser ist als zur Konkurrenz. Aber auch da hat Kontinuität ihre Grenzen.


Sehe ich auch so, wie übrigens wohl die Mehrheit außerhalb dieses Forums.

Mislintat hat hier ein kurzfristig sehr erfolgreiches Framing versucht. Die Kontinuität bezog er ja explizit auf das Weitermachen mit der Strategie "Jung Wilde 2.0".

Was bei dem Framing falsch ist, hatte ich schon geschrieben. JW 1.0 waren Eigengewächse UND sportlich sehr erfolgreich. Die standen nie auf Platz 17, weil es andernfalls dieses Narrativ "Junge Wilde" nie gegeben hätte.

Eigentlich ist das Framing sehr leicht zu durchschauen und hätte in einem anderen Kontext kaum eine Chance erfolgreich (jedenfalls kurzfristig) in der Öffentlichkeit anzukommen. Man muss immer dazu schreiben, dass Mislintat sein Framing ganz geschickt darauf aufbaut, dass der VfB in den letzten Jahren tatsächlich eine viel zu hohe Personalfluktuation hatte. Dieser Teil der Analyse ist ja korrekt. Nur Mislintats Ableitung ist dann natürlich nicht mehr korrekt.

Aleksiander
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Köln und Hertha sind offenbar an Kastanaras dran. Da bei Tante Hertha Geld keine Rolle spielt, würde es jedem Mislintat-hater in die Karten spielen,wenn Sven den Kastanaras nicht halten könnte.
Aber ganz ehrlich,- ich hätt den schon längst zu den Profis hochgezogen.
Nichts muss, aber alles kann.

Spielgerät
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Halbdaggl
@Iron: Da du so vehement für Veränderungen argumentierst, dann würde mich interessieren:

- Soll sich der VfB von Rino und Mis trennen oder nur vom Trainer?
- Würdest du den nächsten Trainer nur danach auswählen, ob er uns in erster Linie vor dem Abstieg bewahren kann oder auch perspektivisch?
- Hast du einen - realistischen ;) - Vorschlag, wer dieser Trainer sein könnte? Und falls du auch für einen Abgang von Sven votierst, wer sollte den ersetzen?
- Wie sähe dein Plan aus, wenn wir auch mit dem neuen Trainer absteigen?

Sorry falls du dazu schon was geschrieben haben solltest, ich konnte auf die Schnelle nichts finden.
"In this world there's two kind of people: Those who have loaded guns and those who dig. And you dig."

Frank N Furter
Gang Cannstatt hat geschrieben:Was(en) an Mis´ Mehrwerttheorie falsch ist ist doch offensichtlich. Du kannst an einer Perlenkette nicht ständig die einzelnen Perlen austauschen ohne die Gestalt der gesamten Kette zu schwächen. Das funktioniert nicht über Jahre. Man kann es versuchen aber es ist ein Kampf gegen Windmühlen.


Und das ist nur ein Aspekt, wenn auch ein wirklich gewichtiger. Leider wurde Mislintat bisher noch nie in einem Interview mit den offensichtlichen Schwächen seiner "Mehrwerttheorie" konfrontiert.

Nun käme noch hinzu, dass man ihn fragt, wie er Transfermehrwerte bei fallenden Kurswerten der gesamten AG realisieren möchte? Glaubt er, die Spieler würden im Mis-serfolg immer wertvoller? Glaubt er, er bekäme 25 Millionen € für einen Spieler aus der zweiten Liga? Glaubt er, die Kassen der Clubs die das bezahlen sollen wären postcoronös (eher pericoronös, wenn wir mal ehrlich sind) alle prall gefüllt?

Hat er überhaupt mitbekommen, dass sich die Rahmenbedinungen seines Geschäftsmodells grundlegend geändert haben?

Und zu schlechter letzt, aber das mag vielleicht wirklich nur mir nicht sonderlich gefallen: Will ich, dass der VfB zu sowas wie Misslintats An- und Verkauf im internationalen Spielermenschenhandel wird? Nö, ich nicht. Ich sehe da nicht nur die paar wenigen Glücklichen (mit falschem Namen lange Unglücklichen), die es geschafft haben, sondern auch die vielen jungen Kids aus aller Welt, die am Ende auf der Strecke bleiben und von irgendwelchen windigen Beratern nicht nur den Namen geklaut bekommen.

Ich gebe gerne zu - und habe es ja auch schon geschrieben - dass es für die reine Transferstrategie natürlich wesentlich effizienter ist 18, 19jährige Talente zu holen, als 12,13jährige in ein Nachwuchsinternat zu stecken, wo ich schon aus der Erfahrung vorher weiß, dass es 98% nie in die erste Bundesliga schaffen werden. Also das ist mir durchaus noch verständlich. Und dennoch, mag ich den VfB lieber, wenn auch er versucht selbst junge Spieler aus der Region auszubilden.

Denn einerseits muss ja irgendjemand ausbilden, es können nicht alle nur noch Spielerhandel betreiben wollen, weil das finanziell lukrativer ist. Außerdem - und da sind wir wieder bei Deiner "Perlenkette" und den jungen Wilden 1.0 - die im Verein herangereiften Spieler, sind halt wesentlich einfacher zu einer Mannschaft zu formen und sehen sich nicht nur als billige Investitionsgüter im Menschenhandel, sondern als Teil der Vereinsidentität, wie sie ja auch nach wie vor in den gedruckten Brochüren für Investoren angepriesen werden via NLZ.

Auswurf
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Grasdaggl
Es gibt nur einen Weg Spieler dauerhaft an uns zu binden.
Sie müssen so schlecht sein, dass niemand anderes sie uns wegkaufen will.
Wahlweise könnten wir aber auch die Besten kaufen und einfach die welthöchsten Gehälter zahlen
Passt :bounce:
das ist doch keine Musik

Local Zero
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Grasdaggl
Iron hat geschrieben:
Local Zero hat geschrieben:Heutzutage gibt Zeit im Fußball theoretisch nur zwei Ressourcen: Geld und Geduld. Ersteres haben wir nicht, weil wir in den letzten 10-20 Jahren immer genau das getan haben, was einige nun wieder fordern.


Mit dem gleichen Ansatz sind wir mit Reschke schon runtergegangen. Er hat auch junge Talente geholt wie Massimo (gleich wieder verliehen), Sosa, Gonazalez, Kabak, Maffeo, Ascacibar und den Kader dann mit Spielern ausgefüllt mit Leuten wie Kempf, Castro, Didavi und im Winter noch Zuber und Esswein geliehen.


Ich habe auch nicht geschrieben, dass NICHT die Wahrscheinlichkeit besteht, dass wir mit Misls Ansatz runtermüssen. Siehe mein Post von gestern Abend 21:34:

"Ich hab auch kein Problem damit, mit Mislintat in die zweite Liga runterzugehen."

Ich habe - im Gegensatz zu einigen anderen - nur keine Angst davor.

Ja, wir verlieren bei einem Abstieg (TV-) Geld. Ich nenne das mal Fall A. Die Alternative zu diesen, in der Zukunft nicht zu realisierenden Erlösen wäre eine Investition in frisches Personal in der Vergangenheit gewesen, also vor Saisonbeginn (mit geliehenem Geld; in Pandemie-Zeiten, die die Unmöglichkeit einer normalen Geschäftstätigkeit bereits damals erahnen ließen, Stichwort "x./y. Welle"). Das nenne ich mal Fall B. Was man nun auch gemacht hätte: Letztlich liefe es auf eine Aufkommensneutralität hinaus, Bundesliga-Punkte kosten nun mal Geld. Legt man die Personalkosten- über die Ligentabelle dürfte das Bild - von einigen statistischen Ausreißern (Bochum) abgesehen - relativ kongruent sein.

Man stand also zu Saisonbeginn vor dem Dilemma "potentiell geringere Einnahmen in einer möglichen Zukunft (Fall A) versus garantiert höhere Ausgaben in der Gegenwart (Fall B)". Wobei aber weder das eine noch das andere die Gewissheit eines Nichtabstiegs bietet. Denn, und das ist m.M.n. wichtig: Ein Fußballspielbetrieb ist halt vieles, aber gewiss kein reines, mit einer Verwissenschaftlichung der ihn ausmachenden Einflussfaktoren hinreichend nachvollziehbar zu erklärendes Phänomen. Siehe Verletztenmisere. Siehe VAR-Missbrauch. Siehe Corona.

Und das Ganze muss dann noch zusätzlich vor dem Hintergrund betrachtet werden, dass die Erlöse für alle DFL-Vereine aus der TV-Vermarktung in den nächsten Jahren signifikant sinken. Das Produkt ist einfach unattraktiver geworden.

Die Unterschiede zwischen Fall A und Fall B sind nun aber die:

1. Du gehst in Fall A mit einem viel billigeren Kader in eine Zweitligasaison. Du entwickelst perspektivisch höhere Werte für den Verein ("Alter" ist eine Spielereigenschaft, die beim kapitalisieren nun mal ein Faktor ist; ein Castro bot damals einfach keine monetäre Perspektive mehr. Das wird er selbst gemerkt haben, als er jetzt bei der Arminia endlich untergekommen ist. Oder glaubt hier jemand das die ihn zu den Konditionen verpflichtet haben, wegen denen seine Weiterbeschäftigung bei uns im letzten Sommer gescheitert ist?).

2. Du hast durch den Verzicht auf von außen geholte arrivierte Spieler zum Zwecke des Klassenerhalts eine lästige, das Binnenklima des Kaders garantiert negativ beeinflussende Gehaltsdebatte vielleicht nicht ausgespart, aber so doch wenigstens in eine dann wieder besser planbarere Zukunft verschoben.

3. Du hast im Fall A einen Kader, der obschon ( :mrgreen: ) noch jung an Jahren, trotzdem bereits abstiegskampferfahrenen ist. Denn, ich mache mir da nichts vor: Wenn wir diese Saison absteigen, und wenn wir nächste Saison dann wieder aufsteigen, werden wir in der Saison...Moment...muss kurz durchzählen...2023/24 auch wieder gegen den Abstieg spielen (der Spalter hatte sich halt geirrt mit seiner CL-Prognose).

4. Ist die zweite Liga seit zwei oder drei Jahren sportlich eh einfach geiler als die erste. Spaßßß.

5. Wobei: Es gab seit 2006/2007 keine Saison, die mir persönlich so viel Freude bereitet hat, wie die 2016/17. Ich war auch in keiner Saison davor und danach bei so vielen Spielen: ich glaube 14. Emotionale Höhepunkte daheim gegen Pauli (Maxim erst nur auf der Bank, Gentner mit dem Abpfiff), die Betzenbergparty, dieses unfassbare Mané-Debüt und dieser noch unfassbarere Pavard-Pass gegen Fürth, beim Derby daheim quasi direkt hinter der Trainerbank gehockt, 3:3 nach 0: 3 gegen Dynamo, Kaminski in der 92. mit dem Ausgleich im Elefantenklo das doppelt so viele Seggl wie 60er gesehen haben, der Momemt, als 25.000 Seggl auswärts nach Zweitorerückstand in der 91. Minute in Nürnberg eskalieren (Danke Florian Klein!!!), die Party am 34. Spieltag, wie Maxim aufs Dach steigt und kein Rasen mehr zu sehen ist: Wenn ich diese Erinnerungen mit den Erlebnissen der Erstligajahre davor und danach vergleiche weiß ich, was Fußball für mich ausmacht. Ja, der VfB gehört in die erste Liga. Aber nicht immer zu jedem Preis.

@Iron: Was sähe denn Dein Ansatz aus, also einer, der das, was bei Misls Ansatz angeblich falsch ist, nicht enthält?
"Ein Wort, Herr! Sag mir nur ein einziges Wort in diesem Elend!" - "Ich sage dir sogar zwei: Guten Appetit!"
-------
"Es gibt keine Lösung. Weil es kein Problem gibt."

Local Zero
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Grasdaggl
Auswurf hat geschrieben:Es gibt nur einen Weg Spieler dauerhaft an uns zu binden.
Sie müssen so schlecht sein, dass niemand anderes sie uns wegkaufen will.
Wahlweise könnten wir aber auch die Besten kaufen und einfach die welthöchsten Gehälter zahlen
Passt :bounce:


Das ist für VfB-Verhältnisse viel zu logisch.
"Ein Wort, Herr! Sag mir nur ein einziges Wort in diesem Elend!" - "Ich sage dir sogar zwei: Guten Appetit!"
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"Es gibt keine Lösung. Weil es kein Problem gibt."

Goofy
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Grasdaggl
Frank N Furter hat geschrieben:Und dennoch, mag ich den VfB lieber, wenn auch er versucht selbst junge Spieler aus der Region auszubilden.


Dann kannst du den VfB ja mögen.

Wir hatten das schonmal diskutiert. Ich weiß nicht, wie du auf das dünne Brett kommst, dass der VfB nicht versuchen würde, junge Spieler aus der Region auszubilden.

Aber um sie in der Bundesliga einzusetzen müssen sie dann halt schon auch was drauf haben.
Und nein, dass aktuell kein Junger des VfB im erweiterten Kreis der A-Nationalmannschaft ist, da kann man kaum Hitzlsperger die Schuld geben.